Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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ese im jun. an. roxo. zu Briren zusammen kamen,

dx» Unmuthig schloffen: der Papst könne den Kayser nicht inly»'°ann thun, sttzten auch Hildebrand wegen verschiedenen/ als kirchen-ranb, unrecht, ketzerey, hexerey und"Fen gäntzlich ab, und erwehlte» an dessen stelle Guibcr-plxssLrtz-Bischoff von Navenna, welcher unter dem nah-^^lemens III. Papst wurde. Als nun der Kayser,widertih^phum aus Schwaben glücklich gewesen , und selbigerM'^vmmen war, gieng er auf den Papst los, und suchtegemüht mit gewasneter Hand auszuführen. Nachdem ereini-der Gräfin Malhildis trouppen über den Haussen ge-' kam er am Pfingft - abend vor Rom an. Grego-sich aufs äusserste zu wehren, allein der Kayserhierauf zu einer langwierigen belagerung sattsame an-kstd eroberte die Vorstadt Leonia mit stürm. Der Papstei,^„hingegen bey den Normännern hülffe, welche auch mitMk5Men armee im anzuge waren, um die stadt zu entsetzen,fiy,,^wen der Kayser, weil er den feinden nicht gewachsen zutea'Mmeynte, den Abt von Clugny zum Papste schickte, mit' ihn zum Kayser öffentlich zu crönen, so wollte erdeqxM verlassen. Weil nun hierauf unter den im anmarfchder A eilen Normännern ein gerächt entstund, als hätte sicht,',ck^Or mit dem Papste verglichen, giengen sie wieder zu-te ' Der Papst, welcher von diesem rückmarfche nichts wuß-sich also auf der Normänner hülffe verließ, ließ demJe»?» .folgende Puncte vorschlagen: Er sollte sein verbrechenven Papst öffentlich bekennen , busse thun, sich und das?i>ne einzige bedingung dem Papste übergeben, und ,o^ dessen ausspruch über sich erwarten, anders könne er zur„n ." >g nicht gelangen. Allein dieses stund dem Kapier nichthx^nd also setzte er die belagerung fort, da es dann so scharfiiebkn il, daß wegen den vielen verwundeten ein stillstand aufiage muste' gemacht werden. Indem solcher wahrte,AqL einer von Graf Wiprechts von Grötsch, welcher demAaiU iu hülffe gekommen war, dienern, des geschlechts vonhiesig", zu mittag, als sich jederman vor grosser Hitze innedie s seiner gewohnheit nach, näher an die stadt-mauren, umkher /Woffenen pfeile aufzusammeln. Als er nun auf feindli-te keine wacht vermerckte, kletterte er gegen die mauervtm,./ besähe die gelcgenheit, und entdeckte es alles Graf Wi-the ^n. Dieser verfugte sich folgende nacht mit 24. seiner leu-)el!, Vlchcn unbesetzten ort, erstieg die mauren auf zwey lei-dig cfUch die erste wacht über den Haussen, und weil er vondkg feierlichen zeitlich entsetzt wurde, eroberten sie die stadtfeilie», 108z. mit stürm. Der Papst retirirte sich nebstßt>W?^r, Petro Leone, auf die Engelsburg, die burger-aber ergab sich sofort. Ob nun gleich der Kayser auch<k»jU 'chlvß belagerte, so wurde doch die Hitze so groß, daß dieledvchben häufig dahin starben, weshalben der Kayser abzog,^Iche der vornehmsten zu geisseln von der stadt mitnahm,verlangten, daß der Kayser einen tag ansetzen möchte,

> der Papst und alle Rathsherren vor ihm erscheinen»ohe d'-« Del nun dieser, nemlich der i. novembr. herbey kam,ivv ^?bst heimlich nach Salerno, allwo er den 24. maystarb. Sein leichnam soll nach dem tode , laut dem

« » h^k ^^er, so seine partey gehalten, viel wunderwercke ge-^oen ; wie denn auch vorgegeben wird, als habe manWk,O' ln der kirche zu Salerno noch seinen leichnam fast^es qi'stverwesen, mit dem Päpstlichen ornate gefunden; wel-«e q„, stw'vol eben ein so gewisses wunder nicht wäre. Er wur-Aq/tzIbS. canonisirt. vica Hiläebraiiäi.

vim lism-iLi IV. Otto Äa-

sst ° äe gelt. ängl. Leö-

> steke 0 ^pi^enle. OoÄa/lr spol. pro Üenrieo IV. Ortt-- Oregorii VII. melier, illigu.

e f p Var-e, bist. litter. Vagrtt«»-,«,, inttoä. aä bist. ec-^ 7 y. s 89 . , in bist. Papst. perioä. 4 .

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^vgi^Wus VIII. von Benevento gebürtig. Er hieß an-N ßchv Albertus von Mora , und hatte gar gute qualitatenN>ls '^fbrianus I V. machte ihn an. zum Cardinal des^ 4 j«rs, '.-Vfurentii, Alexander III. aber zum Cantzler. Die-Achnia si HEe ihn an. 1172 . als Gesandten in Spanien undEngelland, daß er wegen Beckets Hinrichtung ei-7 er Buchung anstellen sollte. NachUrbani lll. tode wur-a ' dgra,^-octodr. an. 1187 . zum Papste erwehlet, und densEY Pg.",,Eingesetzet. Er suchte gleich anfangs die Christli-M-ch^ntatm zu einem zuge ins gelobte land zu bewegen,Md daraufzu Pisa den 16 . decembr. selbigen,ahrs.

Ka gZormg ix. sonst Hugolinus genannt, warvonAna-»Mrog-^mpanien gebürtig, von den Grafen von Segnt'iMey k"' welches geschlecht Fridericus II. aus Sicilien ver-Miya>,,.E'' Jnnocentius lll. machte ihn an. 1198 . zumIk'Ül Te, I-^^wff zu Ostia. Hierauf wurde er als Gesand-^Men ",, 'Kwvd geschickt, und nach diesem in wichtigen ge-mVe ^ w otaiien gebraucht. Als Honorms III. verstorben,M dessen stelle den 21 . mertz an. 1227 . Papst. Er warkxfv gero-^ Kayser Friderico II. zuwider, und weil erhf kch'E mis Italien los seyn wollte, ermähnte er ihn, unter^ ^gracs-n-^ bannes, einen zug ins gelobte land widerzu thun. Fridericus versprach zwar solches, ver-

sammelte auch seine völcker zu Brundis, weil er aber erkranckte,verzog es sich länger, als es dem Papste lieb war, dahero thater ihn in den bann. Nach einigen soll auch der Kayser würcklichzu schiffe gesessen, aber aus argwohn, der Papst möchte wäh-render seiner abwesenheit ihm seine provmtzen aufwiegeln, baldwiederum zurück gekehrt seyn. Indessen ist doch gewiß, daßFridericus kurtz hernach an. 12;;. den zug für sich selbst vorge-nommen , ohne sich mehr darüber mit dem Papste zu berath-schlagen , auch ehe er von ihm absolution erhalten. Indessenfiel dieser in die Kayserlichen lande in Italien ein, erregte auchFriderici II. schwieger - vatter, Johannem von Bricnne, Kö-nig von Jerusalem, daß er gleichfalls in den Kayserlichen lan-den gar übel hausete. Ja, als der Kayser wider die feindeglücklich war, besaht er der armee in Syrien, dem Kayser kei-nen gehorsam zu leisten , suchte die Tempel-Herren wider ihn zuerregen, schrieb auch an den Sultan, und ermähnte selbigen,den Kayser an dem Jordan unversehens zu überfallen. Alleinder Sultan schickte dem Kayser den briefzu. Als Fridericusnun an. i2zc>. glücklich wieder in Italien ankam , söhnte er sichmit dem Papste zu Anagnia aus, und verehrte ihm 120. untzengolbes. Nach diesem erregte Hannibaldus eine conspiration inder stadt Rom, welche aber bald beygelegt wlirde. An. 12)9.gieng dre unruhe aufs neue an, indem Kreqorius Fridericumwieder m den bann that, und nicht allein die Jtaliäner, sondernseinen eigenen söhn Henricum wider ihn erregte. Weil ihmaber der Kayser zu mächtig war, muste er sich bald mit ihm ver-gleichen. Als dieser kaum wieder in Teutschland gekommenwar, stieß der Papst alles über einen Haussen, that den Kayserabermal in den bann, und stellte an. 1240. ein LonLilium inder Lateranensischen kirche an. Hierzu erforderte er nun allefeinde des Kaysers, welchen aber selbiger untersagte, solchesLoiwlllum zu besuchen. Jene zogen eine flotte von 26. schiffenzusammen , und meynten damit auf Rom zu segeln, wurdenaber durch den Kayserlichen Admiral Enzium ergriffen, undnach Neapolis geführet, allwo die meisten im gefangnisse star-ben. Die Kayserliche armee rückte selbst vor Rom, und setzteGregorium in solches schrecken, daß er die Häupter der beydenApostel Petri und Pauli in proceßion nach dem Lateran bringenließ, und öffentlich das creutz wider den Kayser predigte, auchbey Franckreich und Engelland hülffe suchte, wiewol vergeblich.Weil nun der Kayser immer glücklicher ward, und die Teut-schen Bischöffe ihn von dem banne lossprachen, bekümmerteder Papst sich so sehr darüber, daß er den 2i.aug. an. 1241.starb. Er hat Franciscum, Dominicum und-EIisabetham ca-nonisirt , und verschiedene schriften hinterlassen, als: LMo.las; Lolleöklonein vecretalium; LoiMtutionem pro Lene-cli'Äinis; Lpiüolsm pro Lsnonirations Llilsberk-e. /ckattröcktt, ttVr«?-

anlial. min. tom. I. LLovr«,. Jacot-r bidl. kom. Oarv,IM. litter. *

Gregorius X. sonst Theobaldus genannt, war von Pia-cenza gebürtig, aus der Viscontischen famtlie, und wurde ür-cbiälSLonus zu Lüttich. Als er mit Eduardo, Prtntzen vonWallis, in Palästinam gereiset war, wurde er indessen zu Vi-terbo den 1. septembr. an. 1271. zum Papste erwehlet, undnachdem er in Italien angelanget, den 27. mertz des folgendenjahres eingeweyhet. Er hielt an. 1274. ein Ooncllium zu Lyon,wohin der Kayser von Constantinopel, Michael Paläologus, sei-ne zuflucht nahm, in Hoffnung , daselbst zur Vertheidigung desunrechtmäßiger weise an sich gebrachten Kayserthums , bcystandzn finden, zu welchem ende er bewilligte, daß die Griechischekirche dem Papste unterworffen seyn sollte. Allein die Bischöffein Griechenland verwarfen das decrel mit solcher verachtlichkeit,daß sie denjenigen, welche sich dem besagten vergleiche unter-worffen , nicht einmal ein Christlich begräbnis verstatten woll-ten. Der vornehmste zweck aber des besagten Ooncilü, wohinsich der Papst bearbeitete, war dieser,, daß er einen krieg zu ero«berung des heiligen landes möchte befördern helffen, unter wel-chem vvrwande er von der Clerisey die zehenden von allen ihrenpräbenden und einkünften auf fünf jähr lang forderte; desglei-chen ermähnte er auch die Teutschen Fürsten , bey welchen dasInterregnum annoch währte, einen Kayser zu erwehlen, unddrohete ihnen dabey, daß , woferne sie es Nichtsthun wollten,er selbst vor sie einen Regenten zu finden wissen wurde. Darne-ben bearbeitete er sich heftig, die Guelfen und Gibellinen miteinander zu versöhnen. Er starb aber bey seiner rückkunft inItalien zu Arezzo den 10. jan. an. 1276. nachdem er etwas län-ger als vier jähr gesessen. Man hat von ihm .einige Lxlüolas.FVüttÄa. , Arm. mir». Fsor,,'«,.

bibl. kaut. c?ar>e, billor. litter.

Gregorius XI. sonst Petrus Rogerius genannt, Wilhel«mi, Grafen von Belfort söhn, war von Malemont, m demlande Limousin gelegen, gebürtig, und einer von Papsts De-mentis VI. Nepoten, von seiner schwester Johanna Rogena.Sein Vetter machte ihn im 17.,jähre seines alters zum Cardmal-Oi-wono des tituls St. Maria NOVL , und schickte ihn zu Bal-do , welcher damals zu Perugia lehrte, um die Rechte von sel-bigem zu erlernen, dessen er sich hernach m wichtigen fachen be-diente. Hierauf wurde er Prior zu Rare L^-Angers, LrctMi-,-conus zn Sens, Dechant zu Bayeux, und LsuoniLU8 zu Paris.Nach Ürbani V. tode wurde er rm jähre seines alters den 29.dec. an. n?». i«m Papst erwehlet, den 4. jan. zum Priester or-

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