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Nils ließ sich das iverck angelegen seyn, gteng zu einem jed-weden ins besondere , und brachte sie dahin, baß sie derPäpstlichen würde absagten. Diese kluge action gefiel denRömern so wohl, daß sie ihn deshalben an. 1044. zum Papstmachten. Er ließ sich gleich anfangs angelegen seyn, dievon dem Päpstlichen stuhle veräusserten güther wieder her-bey zu bringen, und die räuber, welche sich damals häufigmercken liessen, abzustrafen. Nichts destoweniger wurde erwegen der simonie angeklagt, und zwar, weil er obigePäpste durch geschencke vermocht, die Päpstliche würde abzu-legen. Dieses bewog den Kayser Henricum III. einen zugin Italien zu thun, dem Gregorius bis nach Sutri entgegengieng, und eine kostbare cron offeriere, welche der Kayserauch annahm. Allein er versammelte bald einige Bischösse,beredete Gregorium dahin, daß er selbst abdanckte, undsetzte an dessen stelle Suidgerum, Bischoff von Bamberg,an. 124s. zum Papst ein, welcher den nahmen Clementisll.annahm. Gregorius wurde hierauf nach Teutschland ge-führt, allwo er noch in demselbiqen jähre gestorben seynsoll; wiewol andere von seinem tode allerhand wunderwer-cke anführen wollen. ckron. Ocr»
Iik>. VI. CLP. z r. Leo , iiü. II. cap. 80. 6/ai-er.
üb. V. LLp. ult. äc Xegno ItäÜX. Lcrr?-.
Gregorius VII. sonst Hildebrand genannt. Er warvon «viena, oder wie andere wollen, von Soane, einemkleinen städtlein in dem Florentinifchen, gebürtig. Sein dat-ier hieß Bonixus , und war ein schlosser, oder wie etlicheschreiben , ein zimmermann. Er diente anfänglich seinemvatter in der werckstatt; weil er aber einen herrlichen köpf hat-te , bekam er zu lehrmeistern Theophylactum, Laurentiumund Johannem cls Lmina, unter denen Theophylactnsund Johannes Päpste , jener unter dem nahmen BenedictiIX. dieser aber unter dem nahmen Gregor» VI. wurden,welcher letztere ihn auch zum Lubstiscono machte. AlsKayser Heinrich IV. zu dem Reiche gelangte, jagte er an.1047. Benedickum aus Rom , Gregorium VI. aber schick-te er samt seinem discipul, dem Hildebrand, in das exiliuwnach Teutschland, allwo auch jener bald verstorben, und Hil-debrand zum erben seiner güther hinterlassen hat. Er kamhierauf in Franckreich, gieng in das kloster Cluni, und wur-de zum Prior daselbst erwehlt. Indem nun nachgehends über-mal neue Unordnung mit dem Päpstlichen stuhl entstanden,wurde Bruno, ein Cardinal, von dem Kayser als Papst nachRom geschickt, unter dessen gefolge auch Hildebrando erlau-bet war, wieder dahin zu kehren, woselbst ihn Bruno zueinem Hüter des altars Petri machte. In diesem seinem amtebereicherte er sich sehr; dannenhero machte er sich mit einemneu - getauften Jüden , ingleichen Gerhards Bratzuto bekannt,und ließ durch diese mit seinem gelde viel leuthe erkauften,daß sie gut von ihm reden möchten. Doch konnte Hildebrandnach Leonis tode noch nicht zum Päpstlichen stuhle gelangen,daher» trachtete er nur auf alle weise ürcüistisconus Carsti»nsli» zu werden ; zu welchem ende er ( wo den hernachrmals wider ihn ausgestreuten beschuldigungen zu trauen) sei-nen noch lebenden vorfahren soll erstochen, und den Papst mitallerhand list endlich zu einräumung dieser stelle vermocht ha-ben. Nach Leonis IX. tode wurde er an. 1054. an denKayser Henricum geschickt, um bey demselbigen die bestellungder Päpstlichen würde zu suchen. An. sendete ihn derPapst Victor II. in Franckreich, daß er als dessen Gesandterdas Concilium zu Lyon Wider die 8imonigcos, und das zuTours wider Berengarium halten sollte. An. io;8. schickteihn Papst Stephanüs X. an die Kayscrin Agnes. Nachdemder Papst Nicolaus II. verstorben, Und die Cardinäle des Hil-debrands ehrgeitz wohl kannten, rüsten sie den Kayser umhülffe und schütz an, damit sie ihren einmal erwehlten PapstBenedictum X. behalten möchten. Hierauf hielt es Hilde-brand öffentlich mit des Kaysers feinden, und machte mit den-selben nebst den Normännern, Anshelmum, unter dem nah-men Alexandri II. zum Papst, welcher ihn auch zum Cantzlerbestellte. Doch konnte auch dieser von ihm nicht unangefoch-ten bleiben, sondern er ließ denselben einsmals, als er in ei-ner messe zu dem volcke sagte, daß er ohne des Kaysers bewil-ligung nicht Papst seyn wollte, von dem altar beyseits in einecammcr führen , schlug ihn , da er noch in dem PäpstlichenHabit war, hart mit fausten, und schalt ihn , daß er bey demKayser gnade suchen wollte. Wie er denn auch verordnete,daß man von selbiger zeit an ihm nicht mehr, als täglich et-was gewisses reichen sollte; die übrigen einkünfte nahm er vorsich. Als Alexander II. an. 107;. den 2;. may verstorben war,ließ er sich in eben derselben stunde, ohne beysall des Clcri unddes volcks, zum Papst ausruffen; ja man wollte gar sagen,als habe er Alexandrum sowol, als einige vorige Päpste mitgift hingerichtet; weil er aber die macht in Handen hatte, wü-sten ihn endlich die Cardinäle annehmen. Als er sich nun einwenig veste gefetzt, stellte er sich bey dem Kayfer, als habe manihn wider seinen willen zum Papst gemacht, und erklärte sich,er wollte sich nicht eher crönen lassen, als bis der Kayser in fei-ne wähl gewiüiget. Die Bischösse aus Teutschland riechenzwar dem Kayfer, diese wähl zu verwerften, allein weil Hilde-brand sich gegen den Kayserlichen Gesandten alles gutes erklärte,ließ er es geschehen. Als er nun auf solche art des Kaysers
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beyfalt erhalten hatte, drohete er an. 107;. dem Könige Elippo aus Franckreich , weil man ihm die simonie imgab , mit dem banne. An. 1074. hielt er ein Lonc-inm ,Rom, verneuerte daraus die alten stecrets wider die biscv5, wollte die ehe an geistlichen Personen durchausstatten, welche sonst zu selbiger zeit unter den weltlichen ^stern in Teutschland und Franckreich noch sehr gemein-^und that diejenigen sowol, welche die Bisch Wichevon weltlichen Potentaten erhielten, als auch dieweicm ^che ertheilten, in den bann. Dahero auch die Pap>«'^i,scksandten, die in Teutschland geschickt waren, undzu Nürnberg antrafen, sich nicht eher mit ihm einlalstaten , als bis er von dem dann abfolvirt wäre, welchen er ^die simonie, deren er bereits unter dem vorigen Papm ,§§§schuldiget worden, verwürcket hatte. Der Kayser uM?sie wollten , suchte die absolution, und versprach dem s Mschriftlich, ihm allezeit gehorsam zu seyn. Indessen vEer den Gesandten nicht, ein Concilium zu beruften, beis'diejenigen , welche der Papst nahmentlich in den bannhatte, bey sich. Um dieser und anderer Ursachen willen " ^jo,der Papst an. 1076. citiren, daß er aufdem nächsten es .welches zu Rom würde gehalten werden, erscheinen, n»seinem bisherigen verfahren rechenschafft geben, widrW'^steaber in den bann gethan werden sollte. Der Kaysiss ^^
zwar diese drohung, und hielt die Gesandten, so sty
bracht hatten, nicht eben aufs beste, berief auch an.Concilium nach Worms, auf welchem der Cardinaldieden Papst der greulichsten dinge beschuldigte,
Versammlung ein sehr scharfes urtheil wider Gregorium "lte, worinnen seine wähl vor ungültig erkläret, und ^,4ches durch schriften zu verstehen gegeben wurde. Ovgleich denjenigen, welche diesen vrief überbrachten-,^'antwortete, so hielt er doch bald hernach einen desworauf er obige Gesandten in den bann that, auch xetKayser einen harten sententz publicirte, darinn erKayserlichen wurde und lande untüchtig erklärte, an ^thauen aller ihrer gegen ihn tragenden Pflicht losfMmMneben an alle Teutsche Fürsten schrieb, und ihnen vergv ^einen neuen Kayser zu erwehlen, auch zugleich verE. Wwol Teutsche als Italiänische Prälaten in den banntPm viri-lem diese letztem kehrten sich sowenig dran, daß sie v st haBmehr zu Pavia versammelten, und den Papst selbst m ^thaten. Weil aber derselbe wohl zuvor sehen konnte /sich hierdurch viel feinde auf den hals ziehen wurde,er nichts, ihm einen anhang zu machen; daher er vs ^die Kaystrin Agnes, welche dem Kayfer stets m Lochtestlag, und hiernächst die Hertzogin Beatrix mit ihrerder Gräfin Mathildis, als welche beyde in Italien Mktig waren , in sein interesse zog. Es war aber 0'" Wgenug , sondern der Papst erregte auch die. Sachst" ^ PWrnicht allein den Kayser wegen der simonie bey re'iichen stuhle verklagen musten, sondern auch wider'd Mlirten. Er verband sich auch mit dem Hertzoge hW
Schwaben, that alle diejenigen, so es mit dem Kstv m Aten, in den bann; verbot allen Bischöffen, ihn EchtivEsolvtren, und verlangte von den Teutschen Fürstenden Kayser zu nöthigen, daß er sich dem PE„ MreEunterwürffe, oder zu der wähl eines neuen Kaysers«"^ xBEs hatte dieses so grossen Nachdruck, daß, nachdem xmschen Fürsten und Vtände aufeinem Convent zu A EKayser abgefetzt hatten, selbiger sich genöthiget tss^ßch d"Rom zu reisen, und daselbst von dem Papste, werw glplmKmals mit der Gräfin Mathildis eben zu Cannflo , yn
aufhielte, absolution zu suchen, die er aber kummer ^ Mzwar unter sehr harten bedingnngen erhielt, naw ^ya>.sattsam vor dem Papste gedemüthiget hatte. oc^,,svlger, welche er in den bann gethan hatte, musten avis-ausstehen, und etliche tage fasten, ehe sie die Paststch ruhetion erhielten. Ob nun gleich der Kayser hier^chftche Egfinden meynte, so hatten doch unterdessen einige m> > >sten aus einem Reichs-tage zu Forchheim auf des P'CssAten Rudolphum, Hertzog von Schwaben, , Mit
let, welchem der Papst selbst eine cronezuMn ^uäglk^ausfchrift: Petra steciit petro: Petrus stiacleMH>E0rtU alAls dieser Kayfer nicht aufkommen konnte, that ^ ^,rlc>>einem den 8. mertz an. 1080. gehaltenen ^r->vu ,
zuwandern mal in den bann, entsetzte ihn oervöllig, und bestätigte Rudolphum als einen reckstm AA-
ser, ließ auch an dem folgenden Oster-montage vv ^
öffentlich verkündigen, es würde der Kayser m
Pauli-tag gewiß sterben, oder doch wenigstens m > ^ xvy»gerathen, daß er über sechs diener nicht wurde v „iB ^milder betheurung, daß, wofern es mcht geml^teervor keinen rechten Papst halten sollte. Dieses bram ^der gewissen Hoffnung vor, es würde ihm "mer i^^en ^cken wenigstens einer gelingen. Als aber Henri u hastegen-Kayser Rudolphum überwunden, sagte er, verstI^yvon des Kaysers seele, und nicht von sewtw .
Diesen bann ließ der Papst dem Kayser durchben^ „ickAliOstia ankündigen. Allein der Kayfer ließ sich ss"l^rffnum^chsehr anfechten, sondern stellte zu Mayntz eme ,r,i,rde-^ivon iy. Bischöffen an, woselbst vor gut befunden ^
der Italiänischen Stände meynung hierüber iw w-'
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