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die Zubereitung des sogenannten himmlischen theriacs zu ver-dancken, wessentwegen er von dem Würtembergischen Her-tzog Eberhard III. eine jährliche pension nebst dem charactereines Fürstlichen Raths bekommen. Man hat auch verschie-dene geistliche schristen von ihm: Zum exempel, eine Evan-gelisthe Harmonie; Fest-Andachten; fünfzig Psalmen Davidsin versen und andere geistliche lieder. N --o«--./»«rLr.Mosers erläutert Wurtemb. manulcr.)
Eretffenberg, ist i.) eine in dem Scklesischen Fürsten-thum Jauer, bey den grentzen der Ober-Laußnitz, an demfluß Queiß gelegene kleine, aber wohl - erbaute stadt, allwosehr schöner' leinwand verfertigt wird. Sie hat an» 1242.ihren ansang genommen, und gehöret seit an. 1599. denGrafen von Schafgotsch, welche daselbst ihr begräbnis ha-ben. Lucä Schl. chron. x. 8?9- Es liegt auch 2.) einekleine stadt dieses nahmens in Hinter - Pommern, an demflnß Rega. ^/,'c^Ä Pomm. ;.) Ein schloß im Züri-
cher-gebieth ob Berenschwyl. *
Greiffenberg, eine alte adeliche und nunmehro Freyherr-liche familie in Crain, welche sich um das jähr 129s. ausKärndten in Tyrol begeben, aber daselbst an. izgi. wiederabgestorben. An. 167?. lebte Hans Rudolph von Greiffen-berg, Freyherr von Seissenegg, und Catharina Regina,Freyin von Seissenegg, welche sich durch ihre geistliche liederund andere schristen bekannt gemacht. Brandts, ehren-kr.
Greiffenclau von Vollrath, eine Freyherrliche familiean dem Rheinstrom, welche von dem ;. Meilen von Mayntzin dem Rheingau gelegenen schlösse Vollrath den nahmen füh-ret, und schon an. 1119. durch Wernern in ansehen gekom-men. An. i?n. erhielt Reichard das Ertz-Bißthum Trier,von dem ein absonderlicher artickul zu lesen. Georg Frie-drich ward an. iüi6. Bischofs zu Worms, an. 1626. Ertz-Bischoff zu Mayntz, und starb an. 16-9. Sein bruoer,Heinrich, war Chur - Mayntzischer Ober - Amtmann zu Bi-schoffsheim, und hinterließ i.) Fridericum, Chur-Mayntzi-fchen geheimen Rath und Vitzdom in dem Rheingau, 2.)Georgium Philippum, Chur - Mayntzischen geheimen Rath,und Ober - Amtmann zu Köntgstein, welcher die meistenstamm-tafeln des Rheinischen Adels, so Humbracht herausgegeben, zusammen getragen. Von des letzter« söhnen wardJohann Philipp an. 1699. Vischoff zu Würtzburg ; JohannErwein aber Erb-Truchseß des Ertz-Stifs Mayntz, wie auchChur-Mayntzischer geheimer Rath und Vitzdom in dem Rhin-gau. Seine z. söhne hiessen Carl Philipp Heinrich, FrantzErwein Ferdinand, und Lvtharius Gottfried Heinrich. Humbr.v.R. A. mb.
(Zrciffenfeld, (Petrus ) Premier - Minister und Reichs-Cantzler in Dänemarck. Er hieß sonsten mit seinem rechtennahmen Schumacher, und war den 24. aug. an. is;?. zuCoppenhagen gebohren. Sein vatter war Joachim Schu-macher , ein weinhändler daselbst, von gutem vermögen undehrlichem stände,. die Mutter Maria Modjfeldin, von gu-tem geschleckte, welches annoch in dem Lüneburgischen be-kannt ist. Weil er bald anfangs viele zeichen eines guten Ver-standes von sich blicken ließ, wurde er auch von seinen ei-tern mit aller sorgfalt erzogen. Als den 10. nov. an. 1646.ein theologisch Doctorat zu Coppenhagen war, und der ge-wohnheit nach ein junger knabe die quästion proponiren »ni-ste , wurde dieser Schumacher wegen seiner Munterkeit hier-zu ersehen, welches er auch mit aller Verwunderung wohlausrichtete, ohngeachtet er erst 9. jähr alt war. Als er ausdie Academie kam, legte er sich auf allerhand wissenschafften,sonderlich auch auf die Medicin, auf die Lateinische und Mor-qenländische sprachen. An. 1648. disputirte er z. mal öffent-lich mit grossem rühm, daß ihn auch der Cantzler Seestedzu sich kommen ließ, und ferner aufmunterte. An. r6;o.disputirte er abermals unter Thoma Bartholino äe dlervis,nächst diesem unter Olao Wormio und Müllero, jedesmalmit sehr grossem rühm. Als er nun die Academie verlas-sen wollte, ließ er sich im jan. an. 16;;. von der Theologi-schen Facultät examiniren, hielt hierauf der gewohnheit nacheine öffentliche predigt , und erhielt alsdenn ein gutes atte-stat. Hierauf begab er sich auf reisen, besuchte die vornehm-sten Hofe von Europa, und machte sich mit vielen vorneh-men Ministern bekannt. Als er sich nun hierdurch ziemlichqualificirt gemacht, wurde er nach seiner rückkunft Königli,cher ärckivsrms und Libliotkecarms. Als Fridericus III.an. l66;. das Dänische fundamental - gefetze, worinnen diesucceßion und die regierungs - form ausgemacht wurde, (sodie Dänen Konge - loven nennen,) verfertigen ließ, mustedieser Schumacher die feder fuhren. Er setzte sich hieraufbey demselbigen Könige durch seine geschicklichkeit und gutenverstand in solche gnade, daß er ihn anfänglich zu seinemCantzley-8ecretsrio, und an. 1667. zu seinem Cabinet.s-8ecro-tario machte. Es wird gesagt, daß, als zu selbiger zeit ei-nem fremden Abgesandten in Lateinischer spräche hatte sollengeantwortet werden, sey solches diesem Schumacher ange-tragen worden, welcher solches mit Vergnügung des gantzenHofes verrichtet. Worauf ihn der König an. 1668. zu sei-nem Cantzley - Rath gemachet. Nachdem Fridericus III. ver-storben war, überreicht« er den ».sehr. an. 1670.aufdes-
gre
sen hinterlassenen befehl, obiges von dem Könige beM^fundamental-gefttze dem jungen Könige Christians,Wi-geheimen audientz, und brachte sich hierdurch bey s-'gen in sonderbare gnade, welcher ihn auch, zumRath, vorhero aber zum Staats - und Cabinets-beci ^machte, wie er denn auch bey dessen crönung an. ^hxsgefäß mit dem heiligen öle hielte. Zu ende besselbig«machte ihn der König den 12. nov. zum Ritter vv>^nebrog, und gab ihm den nahmen Greiffenfeld, ,
eine besondere Medaille geschlagen wurde, und esdaß er eben damals sein neues prächtiges wapen ^
An. 167;. machte ihn der König zum Grafen uno /Cantzler, gab ihm glich den Elephanten-orden ; an- zuzu seinem Groß-Cantzler und zum Patron der Aca//' ge-Coppenhagen, worauf abermals eine sehr grosse wem'schlagen wurde. Im folgenden jähre machte ihnser zum Reichs-Grafen, und eben in demselbigen wL-,^iot-te er sich mit der Holsteinischen Printzeßin, Longete, Sunderburgischer linie vermählen, welche auw Wum solche zu vollziehen, zu Corfoer angelanget w»' § siesie aber erfuhr, daß etwas darzwischen gekommen, 0vorwiederum über den Bell zurücke. Warum es aber v ^^igtsich gegangen, kan man so genau nicht sagen, mvc'^sio-wollen , man sey an dem Königlichen Hofe selbst »«.. ^0»nes worden. Andere aber meynen, weil die Prmtzev ^ei>bey jähren, habe sie ihm nicht angestanden, und * Dieeine Französische Dame mehr zuneigung spüren lm'Lstst per«Academie zu Kiel hatte bereits eine gratulation aus Mmählung drucken lassen, so aber bald supprimiret st^WlhEselbige zeit beliehe ihn auch der Churfürst FriedricyMvon Brandenburg mit der insul Wollin, welche Mseinem falle dem Churfürsten wiederum heim M-bald hierauf der krieg zwischen Schweden undansponn, bekam der Hertzog von Holstein-Plön sstbdo über die Dänische armee. Dieser aber, well er j,-, jenicht leiden konnte, daß eine privat-person neben w jh»grossen gnaden bey dem Könige stehen sollte; oderverdrossen hatte, was mit der Holsteinischen MinM' giEgangen , bemühete sich , selbigen bey dem Könige m MEzu setzen. Ob nun wol der König in der belageruns AMihm annoch sehr grosse gnade erwies, dergestalt, dav ^Mte,fenfeld erkrancketc, der König ihn in eigner Personund da er anmerckte, wie an einem orte der wnw ^ stmer solches selbst mit seinem schnnpf-tuche verstopfet^/den doch seine feinde nach und nach gehör. GreissE' fthrc»te zwar solches, allein weil er sich vor unschuldig anst' Mrte er sich nicht daran. Dasjenige, wodurch ihn Emeistens in Ungnade brachten, war, daß man ihm >Nk<,eE.er hätte mit den Schwedischen und Französische»ten verbotene correspondentz gepflogen, und ihnenes bey seinem Könige dahin zu bringen, daß seiow ,vor-der wider Schweden gar keinen krieg führete,es ja darzu käme, jedennoch den «Schweden von ^ Ms»kein sonderlicher schade zugefüget würde. Was «)>am meisten verdächtig machte, war, daß er stets ^riethe, wiewol ihn andere entschuldigen wollen, ^„clN/Aein kluger Staats-mann wohl zuvor gesehen, daß , als"an einem zeitigen frieden mehr Vortheil haben ww.fortfetzung des krieges, welches auch der ausgangE / W«Dadurch aber machte er ihm die Generals sehr Uww ^ enfenfeld suchte sich zwar zum öftern bey dem Kwm „ sprschuldigen, fand aber keine gelegenheit, selbigen E„ach Mchen. Als er den n. mart. an. 1676. morgens fruokam, fand er in dem Königlichen Vorgemache, pav
Lieutenant Arensdorff, welcher ihm zu verstehe» er ^befehl hätte, ihn in die bidliotheck zu bringen, am ..
in die nacht aufbehalten, und hernach in einer oa ^rcitadelle gebracht wurde. Indessen hatte man stest. j^, ern -schristen versichert/so wurden auch gewisse ComM>».e dam^net, die seine fachen untersuchen sollten. WenM .st jhMließ der König den degen und das ordcns-zeiast» vor ^fordern. Den 14. apr. erschien er zum ersten , gis ^Commissarien, da er denn wegen beschuldigtersimonie, bestechungen, und dergleichen, rede um wen / aben muste. Greiffenfeld verlängere, daß man w ^curstor vergönnen, und zu seiner defension etilcm.^x,, »0 .sen sollte, welches man ihm auch in der andern -r-iz.may gehalten ward, vergönnete, da er M^seine defensiv» eingab. Allein es wollte nichts r»r dstw
lerne veseniion erngav. Allein es woureden 5. jun. das urtheil publiciret wurde, darinnen nrb'/Azu verordneten Richter zum tode verdammten. ^sue>^waren, er habe sich bestechen lassen, viele rhm an ^0^,chen nicht sattsam verschwiegen gehalten, Kd» ? ejchlaS stvfremder Potentaten schreiben und fuppliguen »m^^ ,
und was dergleichen mehr. Greiffenfeld yenm )> §, erses urtheil dadurch zu vernichtigen, daß er S r>st
Reichs-Cantzler könne von niemanden als dem ,l>atet werden, so aber wenig verfangen wollte ^jentz.2.Commissarien die bey dem Könrge gesuchte arm^ ^ ^gen. Indessen wurde ihm wenig zeit gen» xjcht-tobe j»» bereiten, bis er ben r6.)««. auf " ge,