den 17. febr. an. 1722. ungefehr im 62. jähre feines alters,nachdem er unter andern Apologie äs kstguivogus, die voreine der sinnreichsten fatyren gehalten, und deswegen in derLibliotksHus kmocoile wieder aufgeleget worden , an das lichtgestellet.
Grmeille, (Francifcus von) gebohren zu Uferche, einerstadt in der landschafft Limosin, an. 1616. Anfänglich wurde erein Mönch zu Bourdeanx, legte aber hernach zu Agen den geist-lichen Habit von sich, und wurde des Hertzogs von Orleans Di-ttoriogrspkus. Er wurde einsten criminis I-LÜL M3js!t3ri5 be-schuldiget, wußte sich aber heraus zu wickeln. Er hat viel bü-cher geschrieben , als: 1'Donnets kille; I'lkonnecs Lar^on;1 'kloooecs Vsüve ; 1 'Dcmnece Uariags ; Lc. die aber Nicht großgeachtet werden. x. 10;.
Erenoble, sonst Lularo oder 6rntignopolis genannt, dieHaupt - stadt in Dauphins, liegt an dem flnß Jstre, und wirddurch 2. steinerne brücken an die stadt St. Laurent gehänget.Sie ist von mittelmäßiger grösste und wohl gebaut, aber nichtsonderlich veste. Innerhalb stehet eine citadelle, und auf einemhohen berge ein schloß, welches die stadt commandirt. Es ste-het oberhalb ein Nonnen - kloster äs la Vilirmion, genannt zu derheiligen Jungfrauen Maria. Grenelle ist der schönste Haupt-platz der stadt, darauf das Rathhaus ist. Der Bistchöfflichepaltast ist das schönste gebäu in der stadt, und ihm folgt an prachtder Lesdiguierifche. Es befindet sich in dieser stadt (i.) einparlement, welches anfangs vom Könige Ludwig XI. als ernoch Dauphin war, an. 145;. aufgerichtet, und hernach vonKönig Carl VIII. bestätiget worden, und wurde Frangois Poitierder erste Präsident; es hat dieses Parlement 10. Präsidenten,Rathsherren, General - Advocaten und einen General, Vro-curawr. Der Gouverneur und General - Lieutenant haben denrang vor dem obersten Präsidenten. All.e Ertz - und Bifchöffe inFrankreich sind beysitzer dieses Parlements , es hat aber keinerein gültiges vowm, als der Bischofs zu Grenodle. (2.) EineRechen - Lämmer feit an. 1618. dann vorher war sie eines mitdem Parlement. Sie bestehet aus 6. Präsidenten, i8. Meistern,2. Correctoren, 6. Auditoren, einem Advocaten und einem Ge-nera! - Lrocurotor. (;.) Ein Bißthum, dessen Bischofs un-ter den Ertz - Bischofs von Vienne gehört, und sich einen Fürstenvon Grenoblo nennet , auch theil an den Gerichten mit demKönige und aoooo.pfund jährlichen einkommens hat.Es gehörendarzu zog-. Pfarreyen und das Nonnen - kloster äs8 Ci-stercienser - ordens, welches an. 116;. von der Dauphine Mar-garetha gestiftet worden ist. Sie hat den vorzug unter allen ,auch den berühmtesten städten in Laliia Xarbonenli. Nach Or-telii meynung ist sie des Ptolemäi Acusio, welches aber aus ver-schiedenen Ursachen gar nicht gläudlich ist. Vielmehr wird ihroin verschiedenen alten infsriptionilw8 der nähme Cularo gege-ben. Nachdem Marimilianus von Diocletiano in Gallien ge-sandt worden, fortificirte er die stadt; worauf sie der Kayfer Gra-tianus erweiterte, und eine befatzung darein legte; daher sie dennahmen 6rmianopoli8 bekam , woraus man hernach Grenodlegemacht hat. Der erste Bischofs daselbst war, so viel man wissenran , St. Dominicus, welcher an. ;8i. dem Lansiliozu Aqui-leja beywohnte. Isarnus vertrieb die Mohren , und welche de-ren aderglauben anhiengen, aus seiner viosces um das jähr 967.St. Hugo lebte an. 1080. und zu feiner zeit wurde die helfte derGraffchafft Salmorene zu dem Bißthum Grenodle geschlagen.Die grosse sogenannte Carthaufe, welche das vornehmste klosterist , so dem Carthäufer - orden gehöret, allwo auch derfelbige an-fänglich gestiftet worden, ist ein überaus herrlich gebäude, liegt
meilen von dieser stadt, und hat vortrefliche einkünftc. FremdePersonen werden darum 2. oder z. tage umsonst tractirt. Nichtweit von Grenodle ist ein wunderbarer allzeit brennender brun-nen, welcher, oder vielmehr, der daraus immer emporstei-gende schwefel - dunst bey jedem hinzu dringenden licht in einehelle flamme ausbricht. Solcher quillet ohnftrn dem flusseDrac, und ergießet sich in die Ifere, nicht weit von Grenodle.
Lall. LbriK. rom. II. p. 6oz. Dr, , äe8 an-tig. äes villss. , bist. äs Daupbiri. , t»m. IV.
x. 22. L 42. *
Grensau, Grentz, ein schloß nebst einer Herrfchafft aufdem Wester - walde, eine meile von Jsenburg, gelegen. Vordiesem hatte es eigene Herren, gelangte aber in dem XIV. stxcu-lo durch Heurath an die Grafen in Nieder - Jsenburg, nach de-ren an. 1664. erfolgtem abganqe ward es von Chur-Trier ein-gezogen.
(Arenwich, siehe Greenwich.
* (Dresemundus, oder Gresmundus, Gresmuntius,( Theodortcus ) em DoÄc»- kbilofopdiss und HIsäisinW vonMeschede aus Westphalen gebürtig, hat um an. 1480. gelebet,zu Erfurt studiret, sich darauf nach Mayntz gewendet, und äsXsNmine Sanicatis rempsis pettilsntiali geschrieben.
-»E, äs lcript. sccl.
* Eiresemundus, (Theodortcus) ein söhn des vorigen,gebohren zu Speyer, hatte so ein fähig Ingenium , daß er be-reits in seinem iz. jähre durch geschickte reden und getichte vieleHochachtung erlangte. Dabey legte er sich auf die Rechte, undwurde in denselben voÄor, darauf zu Mayntz Lsnonisus Zäv. 8revkani . ferner des Churfürsten Jacobi daselbst Vissriusin geistlichen dmgen, und endlich keoronomrius und General-
Richter des Ertz - Stifts Mayntz, ingleichen von demSt. Stephani zum Diikmitors LIeri minolis, und zum gesstic» ernennet. Er starb an. 1; 12. an einer gefchwum ».^genschwür des zäpfleins, davon er ersticken muste. SelM'fosind : vialoz-us äs lsptem libsralibus Oilciplinis;mins kbilolopkise L OratoriX sä Herum publisaruM ^ öec-tors 8 ; Oia 1 oM 8 äs lpurciz inlolsnti 8 iustmientis ^jimanici I.uäi 8 ac IncemperÜ 8 tsmpore ineunüs soLkristianorum fejunii ; Lärmen in NonaebumLaralogu 8 kpiseoporum Roguntinorum; Lärmen äsbu 8 Lbristi; Dogma äs L.N. V. lins psccato incspla; Antiguitateb Drbi 8 L Agri PloZuntini; OsrsMs ;leoporum <L Arebiepilooporum Noßunrinenstum ; s-lDpitapbia ; Lpigrammat-r; Ilistoria vivlst-e ä Xebusokröpf sä Äiogumiam 8 . Lrueis; welches letztere M, Inis feripcoribu 8 bistorire NoguntinT stehet, allwo M ^>.Gresemundi eloZium findet, , äe
kerm-rriri Lerm. p. 812. prolopograpbis M ^ hü'
lensr. I. p. 69. Hermann Ulrich von Lingen, "OsgM. sti-mm. Larsl. Lxifcop. Uogunt. 3P. rer. 8 s^-
k- 417. war ztt
* Greser, (Daniel) ein Lutherischer TsteoloZus' ^ ^Weilburg in der Graffchafft Nassau-Sarbrücke» denan. 1^04. von geringen eitern gebohren. Er studl"^, „aastin der trivial - schule zu Weilburg, darauf zu ButzvaA^ zydem er zuvor zum Priester war ordiniret worden , dCassel, hieraufzu Gotha, und an. 1521. zu ErM''^geoer Lutherum in der Augustiner - kirche zum ersten mm U;att>E'gehört, und gieng darauf in gleicher absicht naw erNachdem er an. 1526. wieder nach Hause gekomme«^ Msich zu unterschiedenen kleinen Archen - ämtern gebraut erer aber noch zu jung war ein Priester zu wervch e.^sehBnach Mayntz, studirte daselbst fleißig, lehrte auchdaselbst als LollsKnratvr. Ihn. 1526. wurde cr »u .zum Diacono , und bald darauf zum Priester ge'vchsswn »lfaber diese würde bald daraus nebst der Catholifchcn s Vder, begab sich in den ehestand, und erhielt an. ^^ gst>storat zu Giessen, während welcher zeit er verfM0so^yi zu
gions - Conventen beygewohnt. Als er an.
.. ... aufK
Franckfurt am Maynlnit gewesen, und daselbst iu ASneun Protestantischer Fürsten eine predigt halten mumw^ Mer dadurch dem zugleich anwesenden HertzogeSachsen bekannt, welcher ihn an. 1542. an Johann!stelle zum Superintendenten nach Dreßden berief.von diesem Fürsten , gleichwie auch von dessen a»ch l'Churfürst Augusto, viele gnade, welcher letztere w«seinem Hof-Prediger annahm, ihn an. 1569. den ^ Mbey feinem siebenden Printzen Augusto zu gevatternsich feines raths in vielen dingen bediente. An- *te Grefer dem zu Torgau angestellten Convent bey / ^stgieSfdete sonst viele forgsalt zu beylegung der damalige»zwistigkeiten an. Er starb endlich an. 1^91. den Eund hinterließ Leichen - predigt Chursürst Moritzens Mcsl. XIV. Dreßen 1587. in 4. Predigt über die worl 2«.tzung, ib. 1587- in 4. Beschreibung von seinem >eA'den i;84-in 4. ibiä. 1678. in 4. Lnarrationsm m I» U'rkoäoxam LvauZeliorum Dominisalium, FranckfUU f -DomiIi38 Ist. äs kmnitsnüs. Franckfurt 1570-Dresti. Schlegels lebens - beschreidung der Dreßdnschrickperintendenten, Dreßden 1698. in 8. Unschuldig^ lis-ten , 1709. p. 808. sg. tuppl. I. bist- Oo .
Xelig. epist. ülutian. ^ eigevd,
Gresham, (Thomas) war seiner profeßion naw §hMUein kaufmann , jedoch dabey mit dem titul eines H'und aus einer sehr guten familie aus Norstm ^cn ^Durch zwey dinge hat er sich einen unsterblichen » , siofe.macht, (1.) daß er die sogenannte Königliche d
an. 1; 66. erbauet, welche gleich hundert jahry^la»'^feuer verzehrt, aber noch viel prächtiger zum aE ^führt worden. (2.) Daß er innerhalb der gedE „ahnvAgewisses Lollsxium, welches beständig von ihm »e beg»^
halten hat, gestiftet, und mit ansehnlichen emu>m s
Es stehet dasselbe unter der direction des Lord -seiden. Händler-societät zuLonden, von welchen'Aldermännern 4. krofel1Ior,s8, nemlich in der TMf .Geometrie, in der Astronomie und in der Mdiä", ^aber drey andere, nemlich in den Rechten, m Lo> ?in der Nhetoric, zu vergeben haben. In ebene»' ^ heE ^versammelt sich die unter Carolo II. aufgerichtete' f ,te Königliche Societät. Der Ritter Greshaw n ^jähr 1879. Lammes, in vic. Llif. -
kiL ckAnxl. wm. II. x. 207- ? -4- e-K
Greswaudan, ist ein nicht allzuweit von Gre« dn ytes thal in Dauphins. Man hält dafür, daß M dergenannten Tricoltori der Alten aufgehalten , n>w Axiew ^me Gresivaudan so viel heisse, als der weg ^ ^„enn^pza-Nachgehends wurde er die provintz von Grenodle ^ uer wol vorhin seine eigene Herren hatte. ^
pkins, liv. I. yas e? ^
Gretsec , (Jacobus) war zu Marcdorf, so»» seines ^Costnitz gehorra, gebohren. An. i;77.tm ^-Ustadt/A Mwurde er ein Ieluit, hernach krokeüor zu Jngo» i-'