Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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893
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tinpsA *67;. den 21. ang. seinem groß-vatter in der würdehe m ^afen von Stamford, und ward von dem Könige Wil-vv» E- 1697. zum Cantzler des Hertzogthums Lancaster,deew-I Königin Anna aber zum geheimen Rath gemacht. Ertz'^hite sich mit Maria, einer tochter Joseph Maynards vonhx, "ualsdury, dessen vatter Johannes unter dem Könige Wil-se» v? H- einer von den Commissarien des grossen siegels gewe-sein^n ' von welcher er aber kein kind lebendig behielt. VonBene ^ üHwestern wurde die älteste, Elisabeth, an Henricumrj«'wn von Charston,und die jüngste,Anna,an Jacobum Grove,ZM Rechtsgelehrten, verheurathet. Lrimnnla.

of Oe Larre),, bist. cl'ängleterre.

p ^ kelp to LnZIisii üiliory. »/ , I.

' 2,9.

^Ve7, (Henricus ) Marggraf von Dorset und Hertzog von

Äff-

,.j>jvlk. Sein vatter war Thomas Grey, und sein groß - vatter'd , § nahmens, hatte von seinem stief-vatter, dem Könige^.uardo IV.(derThomä mutter geheurathet haltenden titul eines^Wessen vonDorset erlanget,wie im vorhergehenden artickulgMen. Henricus vermählte sich mit Francisca, einer tochterhM Brandvns, Hertzogs von Suffolk, und Mariä, verwit-»jg? Konigin von Franckreich, welche letztere eine schwester Kö-^„jHenrici VIII. war. In ansehnng dieser Heurath machte derjn^'ZEduardus VI. diesen Marggrafen vonDorset an. i;5i.si,»"Hertzoge von Suffolk. Er hattetochter, welche insge-d,x ^,'n dem may deS jahrsi;;;. vermählt wurden, und zwar, nahmens Johanna, an den vierten söhn des HertzogsNff,Rvrthumberland, Mylord Gtlford Dudley; die andere an(vn>^d Herbert, den ältesten söhn des Grafen von Pembroke," dein sie hernach geschieden ward , worauf sie Eduardumr« 7 'Uour, Grafen von Hertfvrd, zum andern gemahl bekam )via,,»-.dritte, welche ausgewachsen war, an einen blossen Edel-»A ö") Hofe, nahmens Martin Keys. Seine älteste tochter"vch ja eben demselben jähre den io. oder n. just durch

Vi. Giguen des Hertzogs von Northumberland nach Eduardi

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hon Ä^e als Königin von Engelland proclamiret. Der Hertzogljch ^"ffvlk, welcher weder einer von den klügsten noch fonder-

war, verhielt sich hierbey fast nur polllve, under geschehen ließ, daß man ihn zum General der armeeNie ^' Welche wider Eduardi VI. schwester, Mariam , agirento>a ' also überließ er auch gleich darauf gantz willig solches»ja,a^"öo dem Hertzoge von Northumberland. Als nach we-sej^N die jetzt - gedachte Maria den Englischen thron wider>»er. Achter behauptete, ward er nebst dieser letzter» in den To-lle», essMMi gesetzt, aber von der neuen Königin, die ihn als ei-b-r a..f^lgen Herrn mehr verachtete als fürchtete, alsbald wie-^»rd! fuß gestellet. Allein zu ansang des folgenden jahrs»leg, Zweckt, daß er an der conspiration des Wiat theil genom-i-ch »k» "hen verdacht er nicht wenig dadurch vermehrte, daß erwissen des Hofes in Warwickshire retirirte. Daselbstkeg m/^»»fangs anstatt zu einer empörung, ward aber durchker -vn von Huntingdon , welcher mit einigen trouppen wi-k»r^ff vnmarfchirte, bey zelten daran verhindert, und hernach^stecke »seiner Pachter, bey dem er sich m einem holen bäumMlieg . Kchadt' dem gedachten Grafen, welcher ein alter fcindgleichwar, in die Hände geliefert. Dieser schickte ihnbig Londen, allwo ihm der Proceß gemacht, und we-fchx „ach seiner tochter enthauplung , nemlich den 2;.^54. gleichfalls der köpf abgeschlagen ward.

/.e ?. , hllt. revol.

o^an.

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^ p. 2^^ "b hili. ä'UnZIer. tom. I. 0/

V, (Johanna) sonst Johanna von Suffolk genannt,!°chler .vorhergehenden Hertzogs Henrici Grey von Suffolkpr, g'. w>d Francisca, Königs Henrici Vül. schwester toch-?->rex 7, ,vhren an. i;;?. Sie war eine Dame von sonder-prs 'Arsamkeit , und bereits in dem 17. jähre ihres al-g»d dj^-lford Dudley, des Hertzogs von Northumber-1 ^ " söhn vermählet. Durch ihres schwieger - vat-

ps»d, .^bueil ward sie von Eduards VI. Könige von Engel-»!)der §» »usschlieffung seiner beyden schwestern, zur er-Me v^von Engelland erkläret. Wie sie denn nach Eduardi^»den ,./wmen Engelländern darvor angenommen, und zuMrch /V-amiret wurde. Allein der meiste Adel hielt sich zur"H in ardi ältesten schwester, welche man auch anfang-nn^sovintz Norfolk, und nachmals zu Londen, vor Kö-?ch)l und Mv. Worauf diese junge Königin, nebst ihrem ge-^»ir. f.Mvleger-vatter, bey dem köpfe genommen, undsynd.fff- an. 1^54. enthauptet wurde, da sie denn ihren todir>it ^arer standhafftigkeit annahm. üb. XIII. hili.° ---msl. rer. /Iiigi. , IM. Hefor.

Brev ep. p. 72.

i)nÄ»»ien '/Henricus äe) Hertzog von Kent, Pair von Groß-N°,/n, warein söhn Antonii cls Grey, der an. 1702. ge-deMön n« W-e>ria von Shenfield. Die Königin Anna ernen-r? zum Ober - Cammer - Herrn, Statthalter

»n/ec. n» '"llt Hereford und geheimen Rath, worauf er denzum Marquis von Kent, Grafen von Haroldk«y Adiel>^vn Goadrick, und den p.may an. 1710. nach-T d?e»t af/^/^wmer - Herrn - stelle quittiret, zum Hertzogewfvrd^'»»cht, auch im aug. an. 1711. zum Statthalter inHtstov , 8. nov. an 1712. zum Ritter des blauen Ho-

"vr. Leme»« ///. Theil.

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senbandes ernennet, auch hierzu den r;. aug. an.171;. installi-ret wurde. König Georgius I. ernennete ihn zu einem der Re-genten des Königreichs bis zu seiner ankunft in dieses Reich, wor-auf er ihn nicht nur in der geheimen Raths - würde und Statt-halterschafft von Hereford und Bedford bestätigte, sondern auchzu seinem Ober - Hofmeister und zum Gouverneur des schlossesWindsor, auch Aufseher des dasigen thier - gartens erklärte.N unterzeichnete an. 1718. als einer der Königlichen Gevoll«mächtigten die zu Londen geschlossene quadruple - alliantz. Imfebr. an. 1719. ward er geheimer Siegel-Verwahrer, welchecharge er aber nicht länger, als bis in den monat jun. an. 1720.bekleidet, da er zu einem Regenten des Reichs während der ab-wesenheit des Königs ernennet wurde. König Georgius II. be-stätigte ihn in der geheimen Raths-würde und Statthalterfchaffrder Graffchafft Bedford , verordnete ihm auch eine jährlichepension von 2000. pfund sterling, worauf er bey dessen den 22.oct. an. 1727. erfolgten crönung die ehre hatte, den fcepter desheiligen Eduardi zu tragen. Er starb den 17. jun. an. 17z 9. ineinem ziemlich hohen alter. Er hatte sich zwey mal vermählet.Die erste gemahlin war Jemina, des Lords Thomä Crew vonSteane tochter, die im aug. an. 1728. gestorben, von welcherihm unter andern gebohren worden : i.) Antonius, Grafvon Harold, an. 1695. der im febr. an. 1718. sich mit MariaTufton, des Grafen Thomä von Thanet tochter, vermählet,so ihm aber keine kinder gebohren. Er starb den i. aug. an.172;. 2.) Amabella, welche im mertz an. 171g. mit Jo-hanne Campbel ,, Lord Glenarchy, des Grafen von Broadal,bin söhne, vermahlet worden, und den 2z. mertz an. 1727. mitHinterlassung einer einzigen tochter, nahmens Jemina Camv-bel, die zu Coppenhagen, wo der vatter damals Gesandter ge-wesen , gebohren, und von demselben zur erbin erkläret worden,gestorben ist. ) Jemina, die im febr. an. 1724. mit demGrafen von Asburnham vermählet worden, und an. 17;:. ge-storben ist; und 4.) Anna, die den 20. jun. an. 1729. denLord Carolum Cavendish zum gemahl bekommen. Die anderegemahlin des Hertzogs, und nunmehro wittwe, ist SophiaBentink, des Grafen Wilhelms von Portland tochter, die erden 4. april an. 1729. geheurathet. Siehst ihm den 28.jan.an. 17;°. eine tochter gebohren, welche den nahmen Anna So-phia führet.

* / (Eatharina) eine tochter Henrici Grey, Hertzogs

von L-uffolk und Marquis von Dorset, war anfangs an Henri-cum Lord Herbert, den ältesten söhn Wilhelmi, Grafen vonPembrycke, vermählt, der eine mißvergnügte ehe mir ihr hatte,und sich von ihr scheiden ließ. Hierauf verheurathete sie sich ingeheim mit Eduards Seymour, Grafen von Hartford, der dar-aufmit der Königin Elisabeth erlaubnis nach Franckreich reifete.Als aber dieselbe während seiner abwesenheit von seiner Vermäh-lung Nachricht bekam, ließ sie die Catharinam, ob sie gleich ih-rer entbindung sehr nahe war, in den Towr setzen , auch denGrafen aus Franckreich zurück beruffen , ihn gleichfalls gefan-gen nehmen, und die ehe zwischen ihm und Eatharina , weil sievon deren schliessung keine zeugen aufbringen konnte, durch denErtz - Bischofs von Canterbury ungültig erklären. Eatharinagenas hierauf eines sohns, und nachdem hiernächst der Grafdurch bestechung der wache gelegenheit gefunden, im gefangniszu ihr zu kommen , ward sie abermal schwanger, daher ihn dieKönigin dreyer verbrechen halber, nemlich daß er eine Printzeßinvon Königlichem geblüt verführet, das gefängnis erbrochen,und mit einer frauens - perfon, von der er gerichrlich geschiedenworden , Unzucht getrieben hätte, anklagen, und zu erlegnngvon i;ooc>. Pfund, und einem neunjährigen gefängnis verur-theilen ließ, aus welchem man ihn auch nicht eher befreyet, biser zugesagt, daß er mit der Eatharina nichts mehr zu schaffenhaben wollte. Dieselbe starb endlich im gefängnis, und ließ kurtzvor ihrem tode die Königin um Verzeihung bitten, daß sie sichohne ihr vorwissen vermahlt gehabt. Man hält davor, daß anden Verfolgungen, so diese Printzeßin ausstehen müssen, der Kö-nigin Elisabeth beforgnis, daß dieselbe, als eine enckelin vonder schwester Königs Henrici VIII. einige anforderung an dasReich machen möchte, hauptsächlich Ursache gewesen. Die kin-der , welche der Graf von Hartford mit ihr erzeuget, wurdendurch einen gerichtlichen ausspruch vor unehelich erkläret. -7«»,-cke«. Ka/>r» , bist. ckgnZIet. rom. VI.

Greyphswalde, oder Grvphswalde, ist eine vornehmeiadt in der Pommerischen Graffchafft Gutskow gelegen. Sie>at ihren nahmen von der waldigten gegend, den Ursprung aber>on dem kloster Eldenau. Sie bekam ihre maurcn allererstm. 12;;. und hierauf nahm die Handlung mit den Niederlän-dern dermaßen zu, daß die stadt den Mönchen, welchen sie ei-genthümlich zustünde, fast allen gehorsam versagen wollte, biss letztlich dahin gediehe, daß sie Uratislaus III. Hertzog m Pom-nern, vermittelst eines hierüber aufgerichteten Vergleichs von»ein Abt von Eldenau zu lehn empfieng, welches aber durchVeränderung der zeit nachmals abgethan Kind der ort dem Her-zoglichen Hause eigenthümlich übergeben wurde. Die Univer-

ität ist von Hertzog Uratisla» IX- an. 1456. gestiftet, wiewolifferst an. i c47- durch Hertzogs Phlüppr I. mildigkeit m rechtesnifnehmen gekommen. An. i 6 ;z. ist sie Mit den einkünften deslosters Eldenau beschenktet, und unter Komg Carolo XII. vonSchweden in bessern stand gebracht worden. Der Cantz-er dieser Universität ist fonsten der jedesmalige Bischofs von

Ffff; Eammin