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^ken sie unter dem loche der Türckcn, und haben khre vo-Zelehrsamkeit und tapftrkeit gantz verlohren / jedoch ha-l>nd ^ »»» einiger zeit her mit den Italiäuern, Franzosen8ar ,^u^schen sommercis gepflogen, aus welchen man so vielcht hat bemercken können, daß sie noch wie vor, tref-liiid ^"^en von natur haben, und worauf ste sich mit fleißko,^ "uchsinnen legen wollen, darinnen fürtreflich wohl fort«
^urLO-OrceLlÄ. res Orrecorum.
^ s^ion. pour 1'LMorre. etat prälenL äe8 nations
^ 6recgus«. *
ltz^kiechenland , lat. drs-sia, ist ein groß land von Europa,bvn theils unter Türckischem gebiethe gelegen, theils aber»ab j " Venetianern besessen wird. Es wird in das veste land,Äff/? »'e herum liegenden insuln eingetheilet. Das veste landbv» >> "» Dalmatien, Bulgarien und Thracien, und wirdüen « » Venettanern Levante genennct, weil es Italien ge-ijx^,,'°rgen ist. Das meer, worauf die zerstreueten insulnheisset Lrakipelagus oder das Aegeische meer. Manly»/ es solchen nahmen von einem gewissen Könige bekom-dein»er Gräcus geheisseN, und in dem Atheniensischen ReicheKv„>^rops soll nachgefolget seyn; wiewol sonst dieser anderebann ""6 Attica durchgehends Cranaus genennet wird; so-Hclls/ noch ein anderer König mit nahmen Helle oder»ahm den einwohnern den nahmen Hellene« gegeben. Deröca»!-,, OrTcl:i aber wird in unterschiedenem verstände ge-Denn anfänglich wurden dadurch nur zwey kleinedm angedeutet, unter welchen eine Thessalia und die,»e oder dr^sia in dem eigentlichen verstände genen--en N?be. Nachgehends empfiengen auch Macedonien nebstselbst sOllche» provintzen, Achaja, Pelopounesus und allen da-chen^^»'» gelegenen insuln den nahmen 6r«cia oder Grie-cjst.,, "d. Ferner wurde auch der nähme Lra-cia der insul Si-zryff "ud dem untern theile von Italien gegeben, so man dasGriechenland nennete; weil sie mit Griechischen pflantz«besetzt waren, und allda die Griechische spräche in Übungi>a§' l" es breitete sich aus eben dieser Ursache gar aus bis inJene«, e lünd des benachbarten Asiens, welches Orsesia äilktica"bet wurde. Alles nun , was dißfalls unter Griechenlandlvä^'ben worden, war zwischen dem Aegeischen meere ost-' dem Ionischen westwärts und dem Marianischen undil>»d /'chen gebürge nordwärts eingeschlossen. Dieses Griechen-verschiedene theile, die aber vornemlich Epirus, Pelo-iisia'chw, OrTLia im eigentlichen verstände, Thessalien und8ei,»«?b"ien sind, Hellas oder Org-sis in genauem verständelvee^en , so zwischen Epiro, Thessalien, dem Aegeischen^etvii^bd dem meer-bustn von Corintho lieget, begreift in sichBook ^ ' Doridem, Phocidem , Atticam , Megaricam,sehe und das land der Locrenser. Das sogenannte Asiati-Jvnj^lechenland begriff in sich Mysien , Phrygien, Aeolicn,^ »>e Dorische landschaffr, Lydien und Carien ; Msgua!>ey , "der, oder Groß-Gricchenland, Calabrien und <Lici->» st!,,,""d zwar dieses darum , weil die Griechen ihre cylonienEp,r>,^ lande geschickt hatten. Macedonien , Thessalien und»igrxj., »ebst einigen andern provintzen führten den titul als Kö-lvych "le, die andern Staaten aber waren freye Republicken,^"ren v "lhen und Lacedamon die vornehmsten; ausser diesenAcyön vornehmsten städte Argos , Cortnthus, Theben,liädtx Megalopolis, Megara, Mycenä. Die baueten ihreder, «e° W so gar nahe an das meer, theils, damit sie nicht vonmte» nÄ^^n gefahr leiden möchten, theils auch , damit ihrelest an, lt möchten verdorben werden. Sie stritten zwar lange"der ^ *?cht geringer tapftrkeit vor ihre freyheit, musten sichdeits endlich den Römern ergeben, nachdem sie sich be-r^e»ds , v "»der das joch Alexandri lVl. beugen müssen. Nach-ley; a„j»arcn sie den Kaysern von Constantinopel unterworf-Uch^ »etzo aber stehen sie unter dem Türckischen loche, untertk-i, ^ städte ruinirt und wehrlos gemacht worden.Mtzi^enet Griechenland noch heutiges tages in sechs grosse' nemlich in Macedonien , Albanien, Epirum,"ahwe, Achajam und Moream, die allesamt ihre altenaus ^Mten, bis auf Albanien und Morea. Gleichwie
> ehrsa»,. m bisherigen ihre ehemalige tapftrkeit und liebe zurMgnd ,,^lt erhellet; also ist im gegentheil heut zu tage ihr«e wett anders beschaffen, als er vor alters war. Denn»>acht. ,?'!ben Türcken so untergedrückt und schüchtern ge-,«» «no beydes ihre Priester und layen leben in einer sol-
> el„,ä '^»l)eit, daß nicht allein sehr viele aus ihnen gar oftkletcwjf? geruhigen und bequemen lebens willen zu der Maho-U, w lm religion übertreten, sondern es ist auch glaublich,^elchxes d,x vielen Christlichen feste und fasten nicht thaten,^e» rx!^lehrhoch halten, sie auch wol den schein der Christli-?» veriD schon längst aus ihren landen gantz und gar möch-
haben. Weil sie aber diese ftycrtage und festek? »am,!j« ^ Ehalten, an welchen ihr gottesdienst fünf stun-k? ssund-n , und auch bisweilen , obwvl gar selten, sie-! "?htet; so haben sie noch immerfort den schein derMriar^» »ellgion unter sich, und lassen sich dißfalls von einemli° »chnigl-n 5»» Bischössen und von Priestern regieren. Ihrevia - > ch beut zu tage Ianna oder Jannina in Thessa-
^^ , /We Academie ist. ÄraLo. ?/r-
Oro^oE Kc«/«,. Olo-LssF. 6r«cl«. Hs«» roisLes.
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inemoris kiistoriche. msmoirerftik,
lor. äe Is Moros. CeFanr not. orb. üb. II. c. i;. *
Griechische religion., Es nahmen die Griechen die lehredes Evaugelii bald an, wie hiervon die Apostelgeschichte zeu«gen , und daher eine grosse menge von Kirchen - Lehrern unterihnen zu finden, als: Jgnatius, Origenes, Clemens Lle-xsnärinus, Euftbius, Athanasius, Gregorius dssrianrenuz,Gregorius dlM'enu«, Amphilochius, Basilius, Chrysosto-mus, und andere. Allein, es ist selbige durch verschiedene beyihnen entstandene ketzereyen sehr zerrüttet worden, und durch derMönche unzeiligen eifer in grossen abfall gerathen. Anfänglichzwar glaubten sie mit den kirchen im Occident einerley, nach-gehends begunten sie nach und nach in einigen stücken anderelehren anzunehmen, welcher unterscheid sich noch mehr hervorthat, als sich in dem VII. Leule» der Papst zu Rom über denPatriarchen zu Constantinopel zu erheben suchte, woraus dennimmer mehr und mehr eine trennung zwischen der Griechisch-und Lateinischen kirche entstund, welche in dem VIII. Lsulodurch den bekannten bilder-streit vermehrt wurde. Sie erken,nen dahero den Papst nicht vor das Oberhaupt der kirche, wiedie Catholischen thun, sondern halten ihn nur vor einen Pa-triarchen der Lateiner. Unter sich aber haben sie vier Patriar-chen , den zu Constantinopel, welcher der vornehmste ist, denzu Alexandrien , den zu Antiochien, und den zu Jerusalem,welcher der geringste ist. Der von Alexandrien hätt seine ge-wöhnliche residentz zu Groß-Cairo, der von Antiochien zu Da«maö. Die Christen aber, die in dem eigentlichen Griechenlandwohnen , erkennen niemand anders, als den Patriarchen vonConstantinopel, welcher durch die Ertz-Bischöffe erwehit, undvon dem Groß-Sultan bestätigt wird. Alle ihre Patriarchenund Bischöffe haben St. Basilii oder St. Chrysostomi orden.Die Griechischen Prälaten und Mönche zeugen lange haare,tragen auch gantz andere kleidungen, als die in der Römischenkirche, indem sie keine ober-röcke und viereckigte mützen, son,dern allein alden , stolen und meß-gewande tragen. So habensie auch keine creutze in ihren Handen , sondern allein ein kleincreutzlein, so mit helfenbein oder perlemutter ausgeziert ist.Der Priester-rock, worinnen sie messe lesen , ist nicht jö offenwie ein meß-gewand. Der Patriarch aber, wenn er messeliefet, trägt einen langen gestickten rock mit dergleichen ermeln,und anstatt der mütze eine Königliche crone. Sie brauchen kei-ne andere Bibel als der siebenzig Doümetscher, und in der lehrevon der heiligen Dreyeinigkeit haben sie dieses besonders, daß sienicht zugeben, daß der heilige Geist von dem Sohne sowol alsvon dem Vatter ausgehe, doch taufen sie in dem nahmen derheiligen Dreyeinigkeit. Im heiligen Abendmahle sind sie un-ter andern von den Catholischen darinnen unterschieden , daßsie gesäuert brodt brauchen, auch den layen das Abendmahlunter beyderley gestalt reichen. Das ftgftuer glauben sie nichtin allen stücken, jedoch geben sie in ihren Martyrologien vor,daß die besudelten seelen durch einen brennenden pfuhl gehen,und also gereiniget werden mästen, halten auch davor, daßweder die seelen der frommen zur himmlischen freude gelangen,noch der gottlosen seelen in die Hölle gestärkt werden, bis nachder auftrstehung der leider und dem jüngsten tage; aus wel-chem gründe sie dann auch für die verstorbenen zu bäten pflegen,auch seel-messen für dieselbige halten. Einige unter ihnen glau-ben , baß nicht alle ewig in der Hölle sitzen würde» ; worinn siealso dem alten Lehrer Origeni folgen. Sie verwerffen auchdie letzte ölung sowol als die strmung oder confirmation.Sie halten die vierte ehe für unrein und verboten, so gar,daß auch Kayser von ihnen sind in den bann gethan wor-den , welche, da sie nach dem tode ihrer drey ersten gemah-linnen keine kinder hatten, sich gemüßiget achteten, zur vier-ten ehe zu schreiten. Sie feyren neben dem sonntage auchnoch in etwas den sabbath oder samstag, und essen an selbigemdurch das gantze jähr fleisch; sie enthalten sich auch des blutsund erstickten. Sie lesen die messe nicht allezeit in der kirche,sondern haben ihre beweglichen altare, worauf insgemein Jo-seph , Maria und IEsus zu sehen, welche sie überall mit sichherum führen, und wenn sie gottesdienst halten, aufschlagen.Sie machen das creutz von der rechten zu der lincken, undzwar darum, weil sie davor halten, es sey des HErrn Christirechte Hand am ersten an das creutz geheftet worden. Sie brau-chen keine erhabene oder in stein gehauene, sondern nur ge-mahlte oder auf kupferne oder silberne platten gegrabene bilder,sind aber dem dilder-dienst dergestalt ergeben , als sonst keinenation. Sie brauchen in ihren kirchen keine music, auch ha-ben die weider ihre besondere stellen in der kirche, daß sie nichtkönnen gesehen werden. Zu Constantinopel brauchen sie insge-mein den rosen-krantz, aber an andern orten wissen sie nichtsdarvon. Ihre Oslo^er« oder Mönche führen ein sehr strengesleben , vornemlich aber auf dem berge Athos. Es liegt selbi-ger auf einer halb-insul an dem Golfo ^ Salomchi, und findensich nichts als Griechische Mönche darauf, weshalben man sel.bigen den heiligen berg zu nennen pfleget. Es befinden sich vierund zwanzigkloster darauf, woraus diegesamten Prälaten derOrientalischen kirche genommen werden, wie denn auch dreTürckcn Abige in grosser veneratlon hatten Ihre weltlichePriester dürfen wol m der ehe leben , wo sie sich vor ihrem ein-tritt in das Pries erthmn verheurathet haben; aber nach sel-biger zeit ist ihnen verboten , weiber zu nehmen. Es giebt