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auch unter den Griechen allerley steten, so ihren besondern Bi-schofs und Patriarchen haben, als da sind die Maroniten , dieArmenianer, die Georgianer / die Jacobiten , die Nestorianerund die Cophten. Diese verschiedene steten kommen alle jahrmigar grosser anzahl nach Jerusalem, aüwo eine jede inder kirchedes heiligen grads ihre besondere capelle / auch ihre deMdere ce-remonien hat. Der Patriarch der Maroniten und der Jaco-biten führen alle beyde den tilul eines Patriarchen von Antio-chien. Der Conhten Patriarch nennet sich Patriarch von Ale-xandrien / und der Armenianer Patriarch ist gemeiniglich zuConstantinopel. Es sind aber die Griechen auch in andere lan-de zerstreuet, und findet man deren in der Moldau, und an-derswo gar viel.
von dem Fasten -er Griechen:
Die Griechen halten des jahrs vier grosse fasten/ worvon dieerste und gröste um Ostern gehalten, und die grosse fasten ge-nennet wird/ welche gantzer acht Wochen währet. Die ersteWoche haben sie freyheit / fische / bier / milch und käse zu essen/dahero nennen sie diese woche ss^rni, von dem neuen Griechi-schen Worte welches käse Heister. Die übrigen sieben Wo-chen können sie von dem allen nichts essen / jedoch sind ihnengewisse fische erlaubt/ diejenigennemlich/ welche kein blut ha-ben / als austern / black-sische / meer-spinnen / meer-schneckemMuscheln und eyer von einem fisch / Moroni genannt / der ausdem Schwartzen meere kommt. Im übrigen brauchen sienichts als zugemüse / reis / Honig / oliven und kräuier. Aufder insul Zante wollen die meisten Griechen nicht einmal ölbrauchen / weil selbiges dick ist / wiewol sie kein bedencken tra-gen / oliven zu speisen. Die andere fasten wird der heiligenApostel genannt; selbige beginnt acht tage nach Pfingsten anzu-gehen / und hat keine gewissen tage / denn manchmal währtsolche drey Wochen / manchmal noch mehr. Sie essen in dieserfasten fische / aber kein milch-werck oder anders / welches demfleische gleich kommt. Die dritte fasten ist der heiligen Jung-frauen / fängt den i. aug. an / und dauret vierzehen tage / inwelcher zeit sie weder sieisch noch fische essen / ausser an dem tageder Verklärung Christi; doch den 6. aug. ist ihnen vergönnetfische zu essen. Die vierte fasten wird auf Advent gehalten /welche sich vierzig tage vor Weyhnachten anhebet / und bis aufselbiges fest währet. In selbiger können sie allezeit fische essemausgenommen Mittwochs und freytags. Ihre LMo^ers oderMönche haben ausser diesen noch drey fasten. Die erste vor demfeste St. Demetrii/ welche 26. tage dauret; die andere vor demfeste creutz-erhebung / welche den 1. septembr. angehet / und viertage dauret; die dritte acht tage vor dem feste St. Michaelis.Indessen fasten alle Griechen auch des Mittwochs und freytags;einige / die gar strenge leben wollen / auch des montags. DieWoche nach Ostern und die nach Pfingsten essen sie die gantzewoche fleisch / auch gantze zwölf tage nach Weyhnachten / undeine gantze woche vor dem grossen fasten. Seel-messen haltensie dreymal im jähre; die erste den heiligen abend vor H. dreyKönige / welches sie karnmone nennen / wobey sie das meer mitvielen ceremonien taufen. Sie binden nemlich ein kleines schiffan eine grosse stange / worüber ein creutz ist / tauchen selbigesins meer / und ziehen es / wie sie sagen / voll süssen Wassersheraus. Die andere wird aufJohannis-tag gehalten / und diedritte auf creutz-erhebung / an welchem tage sie gleichfalls we-der fleisch noch fische essen. Also haben sie in dem gantzen jährenicht mehr als etwan izo. tage / darinnen sie fleisch essen mö-gen / und weder alte leuthe noch kinder und krancke sind vondiesen fasten befreyt. Dahero sehen sie auch gar mager undbleich aus ^ find aber zum zorn und dabey zum fluchen undgottslästern sehr geneigt; worüber sich um so weniger zu ver-wundern / weil dergleichen lasier bey solchen leuthen / welcheübrigens in der tugend und gottesfvrcht nicht allzu wohl bevesti-get sind/ unter anderm auch durch diese ausmergelung des leiös/und erhitzung des geblüts / so das allzu viele fasten verursachet/nach der natur-verständigen urtheil, nur noch mehr können er-weckt und angestammt werben.
Von den Rirchen -er alten Griechen:
Der alten Griechen Archen hatten ausser dem korrieu odereingang drey adtheilungen : Die erste nennten sie das-selbige theil war erhaben / daselbst stund der altar / woraufman die sacramenten ausfpendete / und es wurden nur nebstden Priestern diejenigen hinein gelassen / welche man zum ge-brauch der sacramenten ließ. Es war selbiges theil mit einemgitter umgeben / worinnen drey thore / ein grosses in der mit-ten / und die zwey kleinern zur rechten und lincken. Die ande-re abtheilung wurde genannt / allwo sich der chor oderdie singer aufzuhalten pflegten / die bey dem gottesdienste waren/auf dessen rechter feite der Kayferliche thron / und auf der lin-cken die cantzel stund. Diese war in die runde gemacht / undmit einem gatter / worzu drey thore waren / umgeben. Diedritte abtheilung hieß worinnen die layen zu sitzen
pflegten / die weider aber fassen in gewölbten gallerien/ die ringsum die kirche herum gebauet waren. In dem bezircke des Kay-serlichen vallasts zu Constantinopel funden sich auch verschiedeneschöne Archen / wovon die vornehmste die Kayferliche Hos-capel-le war. An solennen fest-tagen giengen die Geistlichen, so den
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gvttesdienst halten sollten / vor das Kayferliche gemach in Eceßion/ holten daselbst den Kayfer ab / und begleiteten w.Mseinem gewöhnlichen Habit bis auf seinen thron/ daselbster ihren bori« csnonicis bey. Nach diesem zog er den ^liehen Habit an ,,und wohnte in demselbigen der messe vey-
Von Trennung und Vereinigung der Griechisch^mit der Lateinischen Rirche:
Der ansang zur trennung zwischen der Griechische«^ ra ^Nischen kirche wurde zu ansang des VII. Leu!» gemacht «ss .Papst Bonifacius III. zu Rom das Haupt der Christen»"« 1 ^und sich dahero über den Patriarchen zu Constantinopel ev ^wollte. Selbiges wurde durch den bilder-streit vcrnE ^die Griechen anfiengen die bilder / wider der Rom>M «rie-chen sinn, aus den Archen zu thun. Ob nun gleich 0sschen nachgehends eifrige bilder-diener wurden / so § Ober--die trennung beständig / da sieden Papst nicht vor^ba^olü
Haupt der Christlichen kirche erkennen und annehme«ten; und / was die bilder betrift / vor denjenigen /holtz / stein re. geschnitzt sind / immer einen absehe» »ev ^haben / und nur allein die / so auf holtz / tuch / oder' ^r-mauren gemahlt sind / oder auch die man sonsten strei-ten Materie eingegräben / dulden wollen. Worzu noch o«tiqkeit wegen des ausgangs des heiligen Geistes von j,irSohne / wegen des gesäuerten brödts / so die GrEAbendmahle brauchen / und wegen einiger anderer lew« .^lkirchen-teremonien kamen. Ob nun gleich zum öfter»wurde / ob nicht diese gefährliche trennung könnte a»w /.werden / und sich dieses Papst Jnnocentius III. Greflor«.»^/Jnnocentius IV. und andere gar ernstlich angelegenD».^^auch zu dem ende das OonciliumUteranensLlV. Ivatse II. und verschiedene andere Lonciüs gehalten wurde»'es doch alles vergebens. Es flaltirten sich zwar die Rom^wäre auf dem an. 1449. zu Florcntz gehaltenen rss
union getroffen worden / weil Johannes II. Palaologu^^ePatriarch von Constantinopel/ Bessarion und andereAbgesandten mehr nachgaben / als ihnen wär erlaubt wAllin es wollen doch die Griechen daran nicht gebu»^. yii-wie denn Marcus Lpüesinusaufdem Lvnciüo selbst Y >dersprach. An. 1629. suchte der damalige Patriarch »f« ^ ge-stantinopel / Cyrillus Lucaris / mit den Reformirten r>«meinschafft / bekannte sich selbst zu der Reformirtenund übergab dem Holländischen Abgesandten seinedie auch nachmals gedruckt worden. Weil aber solche?len übrigen Griechen nicht gedilligetwurde/ es auch «lischen verdroß / daß er es nicht vielmehr mit iym»M g«cmuste er mancherley Verfolgung ausstehen / bis er o»»'chstmstrangulirt wurde; wovon mehrers in deffen eigenemnachzulesen. 6^«/,/ "sureo-OrTLis.
eccl. Orsecce. Ov»-» cbronicori. encbilicüo»
üoäiernor. Lirrcor. Lea , äs libris 6: rebu^
Orrec. 6c äe templis Orsec. Loaso!i>o^ ^^///
käss ecsles Orient, k-oa?- eucbologiuM. ^/ä,opera. voisgs. Iiiil. äes Iccmocl-M '
äe eceles. Orseea. V-nr/H. äe eecles. Orrec. hoäiern- Mäe I'etst äe8 eglises Lrecgues. /)L/aäes nations, L egliles Orecgue, ärmenienns»rrr/r, killor. eceles. 1. äs red. Alosco^. ^
'wooä, in serutinio relig. Asar/D/ir-e/ <L , vor->ß
Griechisch feuer / wurde im VII. üeculo von s»» yiibgenieur / der von Heliopoli aus Syrien gebürtig m«Callintcus hieß / erfunden / und glücklich bey dem Aststaiit»»gebraucht; worinnen die Generale von des LavsteS go.kogonLti flotte die Saracenische schiffe ruinirten / achmann von ihnen tödteten. Dieses feuer hatte eine Man sich / daß es im wasser nur desto Heller brannte / ^ a»M
allen feiten ausbreitete / wo man es hin haben w^t, odchdurch nichts als öl / welches sonst ander feuer »",„„„0 nnschdurch eine aus wein - eßig, urin und fand gemachte „einander gemischte materie ausgelöschet werden w« ^„p amwurde aus schwefel / stein - öl / pech / gummi /dern Materialien mehr zubereitet. Diejenigen / d«^ ^ au»giengen ^ bliesen es aus langen röhren / und ssM'»creutz - bögen oder andern dergleichen werckzeugen-
ann. 14. ?. , hiiloirs äes Oroissclos. ^
rer. memorab. üb. II. rit. 19. 6c aä b- t-
Griechisch-Weissenburg / siehe Belgrad. Aie'
* Griendel, (Joh. Frantz) ^in Meb-mstw»--» ^pt,c,der-Sachsen gebürtig, legte sich hauptsächlich ant " ^o.wie auch auf die ärsbiceckuram miütvrem. Er kam »hß so P6nach Nürnberg, und machte sich einige jähr lE 0»» „p Ekannt/ daß fremde durchreisende ihn zu besuche»^andck»Lunosa optica zu beschauen nicht unterließen. er«E
dergleichen instrumenten von aller gattung /sogenannte ksnieopis. welche desselben eigene kAijonopmAund ,n dem gebrauch als ein Indus binncuws, nekolemoscopium, sslieroscopium und I-Memsthun. Er verfertigte auch vielerley stählerne sM^ MrMchen gehor-und sprach-rohre. An. 1677. M»g A.,,f dieberg nach Sachsen, und legte sich mit vielem M " wohM scbiceätursm mäitsrem, »reiches er auch zu WN«>« er j» ^sich an. rüflv. begeben / fortsetzete. Daselbst wurde M«