Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
902
JPEG-Download
 

nien bekommen, in Brabant nahe bey Brüssel nordwärts ge-legen. Die eine hekfte gehört dem Hanse Oranien, die andereaber der familie von Glimes. Es ist etwas sonderliches, daßnicht die erst-gebohrne, sondern die jüngst - gebohrne darinnensuccediren. Der vornehmste ort in derselben heißt gleichfallsGrimbergen, wobey sich eine schöne Abtey befindet.

* Grimersheim, (Ritzius Lücas) ward den i. augstmonatan. i;68. zu Uphuzen in Ost-Frießland gebohren. Nachdemer auf einigen dörfern Pfarrer gewesen, ward er zu einer glei-chen stelle nach Embden beruffen, allwo er den 9. nov. an. 16; 1.gestorben. An. 1613. ist er mit seinem amts-genossen von derstadt Embden zu dem 8xnoclo nach Dordrecht geschickt wor-den. Groß allgem. Hoü. Lextcon.

Grimma, eine stadt, schloß und Amt, im Leipziger kreisdes Marggrafthums Meissen gelegen, und dem Churfürsten vonSachfen zuständig. Sie liegt an ber Mulda, Meilen vonLeipzig, welche stadt aus den Grimmischen ckecremenein meisterwachsen ; denn Grimma eine der ältesten, beruffensten undgrösten städte im lande gewesen, und theils noch tst. Sie istan grosse Freyberg gleich, wo nicht noch grosser, maßen all-hier so lange gasten , dergleichen in Sachsen keine stadt hat.Ihren nahmen kan man wohl am besten aus der Wendischenspräche herleiten; obgleich solchem Reineccius und Dresscruseine verwandtschafft mit dem Italiänischen Cremona zuschrei-ben wollen. Auf dem schlöffe haben unterschiedliche der al-ten Marggrafen von Meissen rc. auch Churfürsten und Fürstenresidier, wie denn Churfürst Ernst und Hertzog Albrecht vonSachsen daraus gebohren worden, und deswegen sich sonder-lich gerne des orts aufgehalten. Das ehemalrge Augustiner-kloster hieselbst haben die Churfürsten Moritz und Augustussamt allen einkünften zu der von Merseburg dahin transferir-ten Churfürstlichen land-schule gegeben , welcher land-schulen

in Churfürstlichen Sächsischen landen sind; nemlich diese ,die zu Meissen und die Pforte bey Naumburg, welche 2. letz-tem gleichfalls von gedachtem Churfürsten gestiftet worden.Es ist eine Superintendur zu Grimma, unter welche 29. Pfar-ren gehören. Die bürgerliche nahrung bestehet im felo-bau,bienen-schaaf-und vieh-zucht, bier-brauen, holtz-luch-und zwirn-hanbel; vor diesem aber ist eine grosse Niederlage und kauf-mannschafft hier gewesen. Die stadt hat viel durch das feuerund wasser, sonderlich an. 1429. und 157;- erlitten, auch imdreißigjährigen kriege viel ausgestanden. , wpogr. 8ax.lup. x. 99. prockr. Min. x. 18;. leg.

Grimmenstein, ein Frauen-kloster Reformirter schwesterndes ordens St. FrancisciHegulse in dem Camon Appenzellgelegen^ Es ist an. 1408. gestiftet, an. 1668. aber schön auf-gebauet und erweitert worden.

Grimmenstein, siehe Gotha.

Grimmtng, ein Freyherrliches geschlecht in Kärndten unddem Ertz-Bißthum Saltzburg, welches schon an. bekanntgewesen, und sich um die mitte des XV.lseculi in die noch flo-rirende Häuser Flieder-Rain und Stall vertheilet hat. An.1499. war Balthasar Gnmming von Stall Hof-Marschall beydem Ertz-Bischoff zu Saltzburg, und hinterließ 1.) Carolum,der anfangs Dom-Probst zu Gurck und hierauf Bischoff zuCremona gewesen. 2.) Iohannem, welcher die vatterliche char-ge erhalten, und unterschiedliche kinder gezeuget, von denenHieronymus Hauptmann zu Dictenderg, und Balthasar Land-Rath in Kärndten worden. stemm. k. I. L lil.

* Grimmus, der jüngste unter den söhnen Micislai, Königsder Heruler, und ein bruber Mistevons und Mizdrachi, wirdinsgemein für den ersten der Rüglschen Printzen gehalten. Erwar ein vatter CritoniS, welcher die stadt Lübeck erbauet hat,und ein Verfolger der Christen. Als er Buthue den König derObotriten umgebracht hatte, so bemeisterte er sich seines Reichs;er wurde aber hernach von Henrico, dem bruder Buthuts, mitder nemlichen müntze bezahlet, und sein söhn, oder wie anderemeynen, sein vetter Razon, ein kriegerischer Herr, folgete ihm,und erbaute die stadt Ratzeburg. Nach ihm regierte Iaroma-res I. dieser baute Stralsund , und fieng an eine Verachtunggegen die götzen seines landes zu gewinnen, so daß er die Christ-liche religton annahm ; sein enckel Wizlaus machte sich be-kannt durch den eifer, den er bezeugte, diese rekigion in Lieflandeinzuführen. Dieser hatte einen söhn, welcher auch Iaroma-res hieß, und die stadt Damgarten baute. Jaromares ll. ließWizlarum II. seinen söhn nach sich, welcher an. i z a;. ohne kin-der gestorben. Die Printzen von Pommern, als in gerader linievon Mistevon, dem bruder Grimmi abstammend, führten sichals die nächsten erben auf, und nahmen das land in besitz, obsich schon die Dänemarcker darwider setzten, und die Printzenvon Mecklenburg es auch haben wollten, welche die nemlicheprätension formrrten, aber in einem weitem grade verwandtwaren. Iae. 5r>e»e»-. svllose genealog. tiistoi. in stmiil.Vanclal.

Grimnitz, ein schloß und jagd-haus in der Mittel-Marckan dem see und fluß Welse, ist wegen des an. 1928. (nicht an.,529.) zwischen Brandenburg und Pommern endlich getrof-fenen erk-vergleiches berühmt. Nahe dabey liegt das klosterJoachims - thal, wo Churfürst Joachim Friedrich an. 1607.den 2z. aug. ein L^musstum gestiftet, so aber nachgehends

nachBerlin verlegt worden, preuß. undBrandenb.

geogv. Icon. Lranä. x. 52. >

xubl. lib. V. c. 7. n. 98.

Grimoaldus, Hertzog von Benevento, wurde an.oder an. 66z. nach Aripcrti tode zum Könige der Lomvar>"kläret. Denn als dessen beyde söhne, Godebert undrtt, sich miteinander um die Crone zancketen, nahm M''dus die gelegenheit in acht, sie allen beyden aus den harn"'reißen. Denn nachdem er sich gestellt, als wollte er ^to hulffe leisten, und deswegen mit seinen trouppen?«eingenommen worden, erstach er ihn unter dem WM ^gefprächs mit einem heimlich zu sich gesteckten dolche»- Wtharitus aber nahm seine zuflucht zu Chagano, der Avare^nige,, oder, wie andere sagen, in Franckreich. Grimoaw«sein überaus kluger und muthiger Herr, schlug die äs" ^durch eine krieges-list, indem er, wie vormals W» ^seinem lager alles vollauf ließ, und sich stellte, als obsorcht davon flöhe; aber da sie nun mit wein und sp"^ei>öfüllt, ausser stände waren, sich zu wehren, solche uM> güberfallen, und fast ohne gegenwehr todt geschlagen, ^

etliche wenige davon kamen. Auch trieb er den ^Kayser Cvnstantinum von der belagerung seiner stadtto ab, schlug ihn zweymal, bey Capua und Nola, und „ste seinen gantzen feldzug unfruchtbar. Ais der HerWUsich meister von Friaul gemacht, vermochte Grimoalvu° ^ganum dahin, daß er ihn aus der provintz trieb;Chaganum durch seine intriguen bald selbsten fort, undte ihn sonderlich dadurch, daß er in angeflcht dessenten seine kriegs-leuthe verschiedene tage nacheinander §,und da er deren an der zahl wenig hatte, immer du vsaber mit andern Waffen und kleidungen, erscheinen ließ >auf jene ihren Herrn versicherten, daß Grimoaldus gar e»"se macht auf den deinen hätte. Sonst brachte er <">w ,,,lieh die Francken auf seine feite, welche sonst willens ^Perthariro hülffe zu leisten, und starb an. 67;. mE" 4,.jahv regieret hatte. KAM,«,, äe Kegno Italic üb. u- L V.t cis 6. Lonz-ob. lib. IV. c.

c. 5. äs 6. Lranc. 11 b. IV. e. ?2. 22

Grimoaldus, Hertzog von Benevento, ein On fs.

Ob gleich sein vatter so oft wider Carolum bl. r/E ^te, gab ihm Carolus doch das Hertzogthum nachwieder, (s) Er war auch anfangs Carolo N. getreu, unv^lsmit Adalgrso, des Longobardischen Königs Desiderii soW Mkzu thun haben. eb> Auf die letzte aber correspondiruden Griechen , ward aber von Pipino zur ratson(Siehe Pipinus König in Italien.) 0) m

(b) LZMt,. annal. acl an. 788. . ..

Grimoaldus, Pipini von Landen söhn, su^'xvatter als ülajor üomus in Austrasien. Otto, M

berti pfleg-vatter war , suchte selbige stelle, und mawauch solche gantze;. jähr streitig, brs ihn GrimoaldusLeutarium, Hertzog in Schwaden, hinrichten ließ. d-unahm seine gemalt und Herrschsucht dergestalt zu, ,?Ld .M 'Konlg Slgebertum bewog, seinen söhn zu adoptwem AMder Konig bald darauf selbst einen söhn zeugte.bertus ll.) Nach Sigeberti tode ließ er desseneine platte scheeren, schickte ihn nach Irrland in ei»kw> „ ^gab vor, daß er gestorben sey, worauf er die advp ^Komgs Sigeberti kund machte, und seinen fth"nahmen Childeberti zum König von Austrasien AAllein er war bald von seiner gegen-partey gest>E/,^ea ^König Clodoväo in Neustria nebst feinem sohunommen und hingerichtet. lib. V. c.

L. 86. 88- L Oa»r>/, in biü. Olov^"'

Grimoaldus, Pipini Hsristslli in Franckreich ' ui. Mwar unter dem Könige Childeberto II. und Dagobe„M,pe od,jor Oomus, vermählte sich um das jähr 71;. ^ M

Theosinde, Hertzogs Raboti in Frießland tochterkeine kinder mit ihr. Ein Frießländer, nahmensmassacnrte ihn zu Lüttich im apr. an. 7-4- u?.^en ^mahl vt. Lamberti. Er hinterließ einen uaMuH,gjüewnahmens Thibaldum, welcher bey Dagoberts M-latri war, und an. 741. ermordet wurde,

Grimoard , ist eine vornehme und adeliA ^Franckreich. Wilhelm von Grimoard, FkeyhttrVerfevil, St. Privat und Bellegarde, hinterließ § ,vüUder älteste, Wilhelm, unter Urbani V. nahmen.

Angelicus wurde Cardinal, und noch einer, bestenbekannt, setzte das geschlccht'fort. Er besaßKomg Johannes durch des Papsts Urbani V.ven>'^,^rvallen anlagen und diensten befreyete. Iacobus ^Beauvoir, Graf von Roure, Marquisthete Jacquelinen von Montlor, und hatte "ntee AM,dern Scipionem Grimoard von Beauvoir, Graw x AchMarquis von Grisac, rc. Dieser war KoMl-«^Lieutenant in Languedoc, Gouverneur zu Mb de>'und Ritter von den Königlichen orden. ^ ^^,cher ^jan. an. 1669. zu Paris, und hinterließ einen soy" s"Graf von Roure genennet ward.

Urb. V. O'tts». Lall. xur§. 0 »"- Sktü