Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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in einem Lateinischen getichte beschrieben , nach«vor i^lafridus Strabv/der dieses gleichfalls vorgehabt, nochin-lj>i endigung gestorben. Es ist aber diese arbeit Gri-de„ ^ .auch Mst weder gantz noch so gar gut gerathen, daß erderk.'^u llomerus N0VU8 , welchen man ihm damals gegeben ,kat hatte, giiLleÄ. tom. IV. Ottänr. rom. II.

Iliaz ^Nani, ist eine berühmte Venetianische familie. Anto-riirz, ^"wani, des Cardinals Dominici vatter, wurde llro-ltitt a von St. Marco, endlich an. 1525. nach tödtlichem hin-rr ,"v"vardi Loredano Doge der Republick. Er starb abertzxj'vvatedarauf, als er über 90.jähr alt war. Marinusto, Ml, desselben Cardinals vetter, war an. 1517. Lo-Mju-«v..A Patriarchats von Aquileja. Clemens VII. machte ihnWck,,»^ gleichfalls zum Cardinal. Er wurde in vielen ver-gebraucht, und starb endlich im sept. an. 1546.A»l,j,vrl,der, Marcus Grimani, wurde an. 1529. Loaäjucor zuPq,» ^und starb an. 154;. Der Cardinal trat endlich dasEin'Achat Johanni Grimani ab, welcher an. 1592. starb.pchMerer, Marinus Grimani, war an. 1595. Doge der Re-Tv?.,/ Ed starb an. 1600. Antonius Grimani, Bischof vonm dem Otaat von Venedig, wurde an. 1613. Hermo«slicc-Mari Loaäjutor in dem Patriarchat von Aquileja. Erer ßtz'vte ihm an. 1622. und starb zu Venedig an. 1623. dabiE . ?o. jähr alt war. IM. ä'Lguil. 8rgo«,«,.

sch/x ltz^b ^a!o/r. IVagenseils Adriati-

E^stni, (Dominicus) von Venedig , Cardinal, Bi-Hianj Ä." Porto und Patriarch von Aquileja, Antonii Gri-ll,n„'Ahn. Er wurde von jugend auf in wichtigen verrich-te ^braucht, wie er denn auch unter den vieren vom„AD so von der Republick ernennet waren, Kayser Fri->h» Avi in. durch ihr gebieth zu geleiten. Alexander VI. machtesei», A *49;. zum Cardinal. Er hat sich ins besondere durchKvjMvsse liebe, die er an seinem vatter, Antonio Grimani,bekannt gemacht. Selbiger war krocurawr von St.t General über die Venetianische flotte, weil er aber" der Republick wider die Türcken nicht zum bestenSesttzM, und die stadt Lepanto verlohren, wurde er gefangentstte sehr hart gehalten. Der Cardinal, sein söhn, offe-wlch-1'ty an seine stelle ins gefängnis zu gehen; als er aberhM^u>cht erlangen konnte, erwies er seinem vatter allen ge-letzt brachte es auch dahin, daß er völlig wieder einge«,blick e. Der Cardinal Grimani that hierauf der Repu-

>»i s, jUedrg grosse dienste, und starb den 27. aug. an. 152;.!>rd ki«. bre seines alters. Er war ein liebhaber der studien,tcyMerließ eine schöne bibliotheck. Er hat etliche homilieng,Auil aus dem Griechischen ins Lateinische übersetzt,^/,lre wercke hinterlassen. /»rE, lib. V. <L VI.

0 "o. XlI. Kill. Vsn. lud LIsxanäro VI.

äs Isrixt.

(Johann Baptista) Nachdem er von feinen er-^ndia,,Ä ttn sich in den Waffen versucht, wurde er in demter ar„, Aon kriege von den Venetianern'als kroveäiror von^ den» e dem berühmten Thomä Morosini zugegeben; da?e>> W dessen glücklichen expeditionen, sonderlich widerMite / A?Iouig von Algier, Mehemet Cxlebi, grossen antherl?"teln°A'th mit 2. qallionen demselben zu hülfe kam, da-er^vge /lnzigen schiffe gegen 40. Türckische galeeren sich so.^ni djAo er getödtet worden , tapfer qewehret, worauf Gn-v NA .^tosse anzahl der Türcken zurück zu weichen nöthig«Mcht . bdem ihn seine Republick zum General - Capitam ge-Apeig er den Türcken in den insuln, lo sie auf demär-MlhgU besassen, grossen schaden, legte sich auf eine so vor-k°vei n«ge art vor die Dardanellen, daß die stadt Constantl->^»ach MLm Mangel an lebens - Mitteln gerieth, bloqurrteM Am! Aurckische flotte in dem Hafen von Scio, und daMohtia,, durch Unachtsamkeit seiner spionen entwischet, be«Allllen ^ er sich Scisme vieler mit victualren beladenen^bds ^ ^oelche nach Canea hatten segeln sollen.. Nachge-or vor Napoli äl Romania, und wurde solchenMche 'd°Aar erobert haben, wenn er nicht die Albaneser,Mg ,n Wölben zu lande belagerten, vor starck genug, damitUten k,Lorden, und hingegen sich selbst vor rühmlicher ge«» '>, lndA!^ die Barbarn m der insul Scio anzugreifen. Al-Mls 'vom er allzu viel thun wollte, richtete er dresesmal gar

^ckenA And muste vernehmen, daß die Albaneser durch dre

oberwehnten vestung hinweg getrieben wor-etz?danen/Ast' da er einige zeit hernach aufs neue nach den? heftig«igelte, wurde in dem gewässer vor Psara durchL^ell aW stürm überfallen, worinnen er nebst fernem undMM» schiffen zu gründe gieng. Ls»-. elogu är

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l>. 2)7.

seW den^' ^ (Vincentius) ein Cardinal, gebohren zu Be-best ' lein» AUuy an. 1652. Sein vatter war ein Xobils da-ss? ^vn-AAutter aber aus dem Mantuanischen Hause derer»,ä Damit er die bisher bey seiner familie gewe-

» §'nter,„Absonderlich von dem Cardinal Dominico Grima-dry g Mne SeneKciL erlangen möchte, trat er gar zeitlichHmlAchon stand, und weil er in feinern vatterlande we«*">ror. ///. Theil.

nrg bcforderung vor sich sahe, so gieng er nach Mantua, allwoer eine schwester halte, welche eines Marggrafen von Gua«stalla gemahlin war. Daselbst half er zwischen FevdinandiIII. Hertzogs von Guastalla, jüngster Printzefiin, Maria Vi«ctoria, und Vincentio Gonzaga, einem Fürsten von einer ne-ben-linie eben dieses Hauses, und zwar mit sehr vortheil-hafftigen bedingungen vor diesen letzter», eine Heurath stiften.Davor wurde ihm die von dem jetztgedachten Vincentio zuvorbesessene Abtey von Lucedia in dem Montferratischen gegeben,deren jährliche einkünfte auf 25000. scudi gerechnet werden,und wovon er nur ;ooo. als eine reservirte jährliche Pensionsich abziehen lassen durfte. Hierauf fand er gelegenheit, beyden ergotzlichkeiten des Venetianischen carnevals die absonder-liche gewogenheil des Hertzogs von Savoyen, und nach eini-ger zeit, durch frühzeitige entdeckung der zwischen dem Fran«zosischen und dem Mantuanischen Hofe vorgehenden intriguen,auch die gunst des Hauses Oesterreich sich zuwege zu bringen.In dieser letzten setzte er sich noch vester, als er selbst eine rei-se nach Wren that, und unter andern ein grosses beytrug,daß an. 1692. der Hertzog von Savoyen mit in die grosse al-liantz wider Franckrelch trat. Die prätension dieses HertzoqSauf die nommation der in seinen landen befindlichen Bißthüm-mer und Abteyen, secundirte er mit grossem Nachdruck; da-gegen man an dem Savoyischen Hofe die Vermählung seinerschwester sohns, des jungen Marggrafen Gonzaga, mit einemreichen Gräflichen Fraulem von Trotti, beförderte. Der eifer,den er nachgehends auf vielfältige art vor das Oesterreichischeinteresse erwies, bewog endlich den Kayser Leopoldum, ihn zuder Cardinals-wurde zu nominiren , die ihm auch an. 1697.den 22. jul. Innocenlius XII. würcklich ertheilte, worauf erden 7. apr. des folgenden jahrs den Hut persönlich empfienq.Eben dieser Papst, dessen partey er bey den damaligen streitig-keilen mit dem Kayserlichen Ambasiador, Grafen von Marti-nitz, zu nehmen schien, versähe ihn mit einer ansehnlichen Ab-tey in dem Maylandischen. Er gab aber in seinen folgendenHandlungen noch so viel wichtige proben von einer wahrhafti-gen Neigung vor die einmal erwehlte partey, daß ihm eine ge-raume zeit die Kayserliche angelegenheiten an dem RömischenHof aufgetragen wurden; da er denn vornemlich zu der am1707. bewerckstelligten eroberung des Königreichs Neapolis mitrath und that sehr viel, ja wol das meiste contribuirte; da-hero man ihm zu ehren folgendes äMcckon machte:

Lcrmani vincant armi8, Tu ments rriumxbas;

III18 äebetar pslma, corona Tibi.

Als es bald hernach zwischen dem Päpstlichen Hofe und demKayser Joseph» zu öffentlichen feindseligkeiten kam, that eranfi neue dem letztem so gute dienste, daß er zum Grandevon Spanien, wie auch zum Vice-König von Neapolis erklärtwurde. Diese functton trat er den z. jul. an. 1703. würcklichan, und verwaltete sie mit grösserer Vergnügung seiner Princi-palen , als des Romisthen Hofs und vieler Unterthanen, bisden 24. sept. an. 171«. da er an einer verhaltung des urins zuNeapolis mit tode abgieng. Sein cörper wurde nach Vene-dig geführt, und daselbst in die kirche äi 8. francelso äelluVegna begraben. Er war ansehnlich von Person, sehr wohlin den Staats-angelegenheiten, hingegen sehr wenig in ander»wissenschafften erfahren , ein guter Hof-mann , auch folglichkein feind von äusserlichem pracht und von ergötzlichsten ,dabey von einem sonderbaren pblegmsts, und überaus geschickt,weit-aussehende conlills sowol zu fassen, als zu ende zu brin-gen. Diejenige, so ihm nicht hohl gewollt, haben ihn inson-derheit eines allzu grossen Hochmuths beschuldiget, ingleicheudaß er mit allzu viel absicht auf seinen eigenen nutzen, und mitallzu wenig aufrichtigkeit diejenige dinge tractirt, wodurch ersich empor gebracht. 0/(?->«„ a/ x. 591.

* Grimaudet, (Franc.) ein Rechtsgelehrter von AngerS.Er wurde an. 1558. Königl. Advocat daselbst, da er dennauch in den damaligen unruhen sich vor seinen König und dieCatholische religion sehr eifrig bezeugte. Dem ungeachtetwurde er nachher« beschuldiget, als ob er den Reformirten sichallzu günstig erwiesen, indem er an. 1560. in der Staaten Ver-sammlung zu Orleans mit einem sonderbaren Nachdruck widerdie in die kirche eingeschlichene mißbräuche, und das ärgerlicheleben einiger Catholischen Geistlichen geredet. Raoul Sar-guin, ein anderer Königlicher Advocat, schrieb deswegen wi-der ihn, und die Sorbonne censirte auch seinen discurs, wo-durch er in dem folgenden jähre zu widerrufen genöthiget wur-de. Seine meiste schriften sind an. 1669. unter dem titul r Oeu^vre8 äs kr. Lrlm-mäet, Iur Ie8 matiersg äu Öroic LcclellMl^gue Lc. zu Amiens in fvl. beysammen heraus gekommen. ^»aZe, vis äs kierrs Krault x. 24,. Le , bibl. äs 1»Lrance.

* Grimaut, ist ein kleiner meer-bustn in dem Mittelländi-

schen meer, an der östlichen küste v^PEnce, 5. meäen vonDraguignan, und 2. von Frejnls. Die kleme stadt Tropes liegtan dieseL Golfo, welcher seinen nahmm eme

meile weit davon liegenden flecken hat. OiÄ. Osogr.

(Nrimberaen, ist eine alte Baronie, welche an. 1625.dasprädicat einerGraffchafft^vonKomgPhilippslV.inSpa-