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abgestrafet werden möchte, so wurde -es äs Gris cörper demhencker übergeben, der ihn nach Montfaucon schleifte, und da-selbst an den galgen knüpfte. üb. III. c. 4;.
Grisirnt, (Wilhelm) ein Engelländer, war ein berühmterNstkemsticu8 in dem XIV. llesulo. Die meisten Engellandi-schen lcriptore;, als Baläus, Pitfeus, auch Voßius und anderebetrügen sich, wenn sie sagen, daß er in Franckreich gekommensey, zu Montpellier docirek, und sich zu Marseille gefetzt habe,allwo Wilhelmus, Abt von St. Victor, so hernach unter demnahmen Urbar» V. Papst worden, von ihm gebohren worden.Allein alle andere aucwres selbiger zeit versichern, daß PapstUrbanus V. der Wilhelmus Grimoardus, Baron von Grisacgewesen sey. Er hat geschrieben 6s l^uiräratura Lirsuli; äsHuiäitLÜbns Mroimn; äs Äglüksariombuz eorum; äs KIn-xniruäine Soli«; Spesulum MroloZise; äs Laullsi IZnorLMise;
Lc. L äs L-rixt. Lngl. Siehe auch Grimoar-dus und Urbanus V.
(Frisier, von andern Geßler, war Gouverneur des landesvon Schwytz und Urv, welchen Kayser Albertus I. dahin gefe-tzet. Allein, als er sich durch seinen Hochmuth und strenge Le-gierung verhaßt machte, und seiner authorität mißbrauchte, sogar, daß er befohlen seinem auf dem marckt aufgesteckten Huteine gleiche ehre wie ihm zu erweisen, und zu Altdorf ein schloßmit dem nahmen Zwing Ury unter die ftagen: erbauen lastsen, gab selbiges dem Wilhelm Teil und andern gelegenheit zurevoltiren, welcher auch diesen Grisler mit einem pfeile todtete.
Lrm/kE, äs R.SP. Helvet. Üb. I. c. 8. Ls/äa/i. Spill. 4;.
Grissau , lat. Lriilbvium , eine Fürstliche Abtey in demSchleichen Fürstenthum Schweidnitz, eine meile von Lands-hut , in einem schönen thale, unweit der Böhmischen grentze ge-legen. Sie ist ehemals Benedictiner-ordens gewesen, an. 1292.aber von dem Hertzoge Bvlckone oder Boleslao zu Schweidnitzden Cisterciensern eingeräumet worden. An. 1426. ist sie vonden Hußiten verwüstet, und 70. Geistliche umgebracht worden.In dem zo. jährigen kriege ward dieses kloster, nebst der unver-gleichlichen biblivtheck, verbrannt, es ist aber an. i6;8. und inden folgenden jähren wiederum aufgebauet worden, worzu an.1692. die neue ftmdirte St. Iofephs-kirche gekommen, so völ-lig mit des berühmten Willmanns gemählden ausgezieret. Lu-cs Schi. thron. La/x. kill. monall. Lillerc. II.
Gritti, eine von den edlen Venetianischen familien der an-dern classe. Sie hat einen Doge hervor gebracht, nahmensAndream, von welchem in dem folgenden artickul. Eben der-selbe ist der erste seines geschlechts gewesen, welcher die würdeeines krocurswris von St. Marco an. 1509. erhalten. Derandere, welcher an. 1578. darzu gelanget, war Alexander Gritti.Es hat auch einer aus diesem hause das Ertz - Bißthum vonCorsu besessen, und in dem jähr 1474. wird eines Generals zursee, nahmens Tridano Gritti, erwehnt, welcher den TürckenScutari abgenommen, und dessen leichbegängnis durch diegegenwart des Doge und des Senats beehrt worden. An. 1622.hat sich Petrus Gritti als Ambaffador an dem Kayserl. Hofebefunden, äu Louvern. äs Venike p. 91.
128- 140. ; 12. 54;. üill. Vsnet. üb. IV.
Gritti, (Andreas) Hertzog von Venedig; er kam durch sei-ne Verdienste zu den wichtigsten bedienungen der Republick, hat-te in den damaligen kriegen der Venetianer stets einiges com-mando, ward auch von den Franzosen einst zu Brescia gefan-gen, und nach Franckreich geführt, aber wie die Republick sichmit dieser Crone vertrug, wieder erlassen. Endlich ward er nachAntonii Grimani tode an. 152z. zum Hertzoge erwehlet, und re-gierte nlit grosser klugheit fast 16. jähr zu einer für Italien sehrschlimmen zeit. Vor seiner wähl hielt er es beständig mit denFranzosen, nahm sich aber ihres Vortheils im geringsten nichtmehr an, nachdem er Doge worden. Er starb an. i;;9. indein 8s. jähre seines alters. La/vroü, rllrstti 61 Laxir. x. 102.
Gritti, (Ludovicus) war von dem in dem vorhergehendenartickul erwehnten Venetianischen Hertzoge, Andrea Gritti, alsderselbe vor seiner erhöhung sich zu Constantinopel befunden ,mit einer Türckischen sclavin, ausser der ehe erzeugt, und her-nach mit grosser sorgfalt auferzogen worden. Insonderheithatte er sich, ausser der Italiänischen, die Griechische und Tür-kische spräche vollkommen bekannt gemacht, auch zu Padua inandern wtssenschafften einen guten gründ gelegt. Weil er zuVenedig kaum vor einen blossen cirwämo oder bürger würdehaben paßiren können, so trieb ihn die ehr-begierde, zum theilauch das verlangen nach fernem geburts-vrr, in die Türckey,allwo er durch seinen verstand, wie auch durch die in unter-schiedenen begebenheiten erwiesene tapferkeit dermaßen emporkam, daß er, ungeachtet der Christlichen religion, worzu ersich bekennete, des Türckischen Kaysers Solymanni II. wie auchseines liebsten Ministers, des Groß-Veziers Ibrahim, Hertzgleichkam in seinen Händen hatte. Dieses bewog sowol dieTurcken, als auch auswärtige, zu einem grossen respect ge-gen ihn, und die Republick Venedig trug kein bedencken , ihmdas pradicat durchleuchtig zu geben. An. 1529. als dergedachte Sultan die stadt Ofen erobert, ließ er den Gritti
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mit;ooa. Türcken zurück, um dieselbe wider den AöwilWKönig Ferdinandum zu beschützen. Der Ungarische Gegem^nig, Johannes äs Zapolia, hatte ihm den schütz, den erder Ottomannischen Pforte genoß, grossen theils zu dann .dannenhero ihm derselbe nicht nur die würde eines u«»sehen kal-uini ertheilte, sondern auch die Verwaltung oev»tzen Reichs mit dem titul eines Gouverneurs anvernam^wobey er sich mit grossem Nachdruck maintenirte, unb vu ,ihm zuwider waren, am leben oder auf andere art vemAn. 1;;;. that er eine reise nach Constantinopel, undderte einen stillstand zwischen dem Römischen Königedo und Johanne äs Zapolia. An. i;;4- gieng er mit ^ioso. Ianitscharen und Spahis, wozu hernach noch vi" ^trouppen stiessen, durch die Wallachey und Moldau, asiM ^die Hospodaren selbst vor ihm demüthigen musten, ,-rM
Fürstenthum Siebenbürgen, welches er vor sich selbst i» * re-gelt gesucht haben soll. Ja es sind etliche der meynung s ^sen, daß er Iohannem äs Zapolia umzubringen, undgarische Crone sich aufzusetzen vorgehabt. Allein er E s ,gl>zu anfange der Siebenbürgischen expedition seinem rnv» A,feinen ablichten sehr grossen adbruch dadurch, daß er ^schossvon Waradein, Emericum Cibacum, welcher Mrbenbürgen gesetzt, und dem Türckischen interesse zuwiderauf eine unverantwortliche art ermorden ließ. Diest V^iiisachte eine so allgemeine Verbitterung wider ihn, vaswenig tagen bis mann gegen sich in den wasse«
Er retirirte sich in die stadt Megies oder Medwisch, "man ihn darinnen belagerte, that er einen sehr tapfern > xrstand. Als aber endlich der ort mit stürm übergieng,mit verflucht sich zu retten suchte, siel er in der yesund durch dieselbe in der Siebenbürger Hände, welche28. sept. an. 15,4. öffentlich hinrichten liessen, unddaß ihm erst beyde Hände, hernach aber der köpf IMward. Einige melden, daß man ihm früh die arme/ ^tags die füsse, und abends den köpf abgehauen V»"/' Mwird auch berichtet, daß seine scharfrichter in se^cke ^
kleidern vor 400000. cronen edelgesteine gefunden, we ^aber aus Unwissenheit sich nicht zu nutze gemacht. Agleich mit ihm gefangene söhne Antonius und Andre»welchen der älteste durch Johannem äs Zapolia ew. ^ MAbtey bekommen hatte) wurden dem Moldauischen fchBtro ausgeliefert, welcher sie beyde, ungeachtet » ttec,und rühmlichen eigenfchassten, aus haß gegen ihrem Mgleichfalls aus dem wege räumen ließ. Johannes- ' ... - -- ^,ren meyf^erm
polia bezeugte, daß er an allen diesen proceburenlängsten antheil gehabt, und
vielen proceonr^«entgieng dadurch der lA. xchraache, womit ihn der Türckische Kayser Solyman«'wegen bedrohet. ckme/or, äu Louvern. äs Venile. ^
Ilill. üb. XII. ÄrZreäo, Ottom. Pforte üb. IV. , ,
Grob, (Huldricus) von Zürich, Pfarrer zu Scher? b>§et,Oberglatt und Stein am Rhein, war ein furtreMM^der einige poetische isborss in druck gegeben; stmechen aber sind hin und wieder von seiner eigenen WLetliche gantze wmi anzutreffen, sonderlich das leben mberühmter männer, geist-und weltlichen standes, vm pE'der Reformation, in kurtzen und schönen Latemlfcyr' . psbeschrieben. Er schrieb neben dem: Lärmen -bä» ^
Xemeäio LZrituäinum in Olsicio kaüorsü; vuObitum kliilippi Lgronis üb lllto-Laxc» <Ls.
1-8- * ^ SkS-
Grobbendonck, ist eine Barome mit einembant, zwischen Lier und Herentals, an der kleine'' ^ po»gelegen. Zu den zeiten des Kaysers Caroli V. florlrle^ ^eneGrobbendonck als Baron von Wesemale und VrswÄ?er Köi,iglichen Finanzen ^ in den Niederlande -
Anton von und zu Grobbendonck, Königlicher.^. iM-Kriegs-Rath, Gouverneur zu Hertzdgenbusch ech^
in den Freyherren, an. 1^7. aber in den Graftn-L IM"ben worden, und hat auch den Ritter-orden vonerhalten. js
Grocinius, (Wilhelmus) war ein Engelländer, /
Italien die Griechische spräche von Demetrio Ly"und die Lateinische von Angelo Politiano wom. y»auch selbige am ersten zu Oxford zu lehren anM cr»
^ovr»r, äelcr. Lriwnn. p. 91. Lra/m»,, Licersn-Lermsno-LrLcia p. 2;;. 1"".
Groddeck, (Gabriel) war an. i672. zu Dan^. MKren, wo sein vatter Albert Groddeck ein kaufmann-dem er in seiner jugend die llumaniom flerßlg ^^^iggister,er nach Leipzig , und ward daselbst an. ; .z, und Mbald darauf LolleZi-iMs LoUeeii L. AsriL VMM' ' ,hcEbey brachte er durch seinen fleiß der Preußischen nmverlohrne vrivilsZia wieder. An. 169;. resiele bELland und Engelland, von da nach Franckrerch / L^eneine zeitlana in Paris auf, allwo er von vielen äe r^
sreundschafft genoß, und sonderlich bey dem Lu 0.^ spw ^guerue gelegenheit hatte, sich in der Arav«