Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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durch seines bruders tochter Aloysta an das Haus Save-

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N gelanget sind. Ladron, des kurtz vorher gedachten Jofephieuvers söhn, war General-krocumwr des ordens von St. Ja-N» Und Lommsnclawr von Villa. Sein söhn, Ludovicus Phi-'ppus, ward durch seine erste gemahlin Herr von Fuente, Al-^lr, Castro, Serna rc. lind durch die andere Herr von Espi-, von welcher letzter» Herrschafft fei» söhn, Johannes,,sMmer-Herr bey dem Don Juan ä'Austria und Capitain»er dessen garde, den Marggraflichen titul angenommen, undAiephum II. nach sich gelassen, welcher ohne erden verschieden,.herauf ist Espinardo wegen naher anverwandtschafft an Di-.M 6e Vera und Albuquerque, Herrn von Palazuela, gemah-aus dem Hanse Znniga gelanget.

..Ae Grafen von Ariano und potenza, in dem Neapoli-^"sschen, stammen, wie oben gedacht, von Jnnigo I. her.Mmbe starb an. 1462. als Seneschall des Reichs, und hiss-r/W i.) Petrum, welcher die Marggrafschafft äel Vasto er-"kit, «ah ^ xj,;xm Ritter äsII'Armellmo erkläret ward. Weil?ber an der conjuration wider den König Ferdinandum II.^ hatte, und unterdessen ohne erben mit tode abgieng, soKaufte die Königliche Cammer die Marggrafschafft Vastotai? Hause Piscara und die Grafschaffl Ariano dem Hanse Ca-) Antonium, Grafen von Potenza, welcher Johan-^, Seneschall des Königreichs Neapolis, gezeuget, der zuej,"polis mit Francisco Avalo, Marggrafen von Piscara, in^ rencontre gerieth, und etliche tage hernach an den dabeyta«' "^nen wunden sterben muste. Er hatte 2. söhne, An-. nlu>„ und Carolum; iener blieb in der jetzt-aedachten rencon-^ auf dem platze, da er seinem vatter zu hulffe kam; dieser.zeugte Alpbonsum , welcher keinen männlichen erden nach«ss ueß , dahero die Grafschaffl Potenza durch seine töchter,' das haus Lannoy, und von demselben an die familie Lof-^ gelangte.

yj-v'e andere noch jetzo in dem Neapolitanischen florirende li-M aus dem hause Guevara, hat Guevara äe Guevara ge->vas k hassen eitern die stribenten nicht anzugeben wissen. Eraey dem Aragonischen Könige Alphonso Rath, Ober-gAWarschall und Ober-Cammer-Herr, auch hernach Rittersch"Lrmellino. König FerdinanduS überließ ihm die Herr-r^ltten Bonalbergo, Savignano, Arpaja u. a. m. Er hat-lohne, die waren 1.) Jnnigo, welcher ein älter-vatterm.Lannis worden, den der König Philippus zu einem Marg-tr,iä Arpaja erklärte. Von dessen söhnen hat sich Pe-^ischoff zu Theano, durch seine theologische schriftendl,s ^ gethan; die übrigen sind Franc. Jnnigo II. Ferdinan-

gc>i 2ttphonsus. 2.) Johannes, von welchem die heuti-ges von Bovino abstaurmen; denn desselben enckel glei-heklei^» ^, so die würbe eines Statthalters in Calabriendvn d-,, L kaufte an. i;6;. die stadt Bovino, und erhielt da°-te ? Herzoglichen character. Sein söhn Jnnigo III. brach-in Abgang der Grafen von Potenza die Seneschalls-würdekeines '.z^amgreiche Neapolis an seine linie, begab sich aber nachsess?.Mnahlin rode in die Societät JEfu, und überließ beydes''"d güther, seinem ältesten söhne Johanni; dessensöhn- '''a'ches nahmens ist an. 1708. gestorben, und hat zweyrollim und Jnnigo IV. hinterlassen. 20. ii-

Bil^!p?sska , (Jnnigo III. Velez von) Graf zu Onnate undbar« rn Spanien, war ein söhn Petri Velez von Gue-3iju/^H^rn zu Salinillas, und Mariä, Roberti von Taßisdi?n Ordens St. Jacobi und Ober-Postmeisters in Spa-tath gebohren an. i;66. Er erlangte durch seine heu-st! mtemer bluts-verwandtin Catharina von Guevara, Pe->e, s Grafen zu Onnate tochter, die Grafschaffl Onna-kg, einziger druder, Graf Ladron, Velez von Gueva-lllrrqe-'see-zuge wider das Königreich Engelland an. i;88.Aich war. Er war Königs Philippi III. in Spanien,bild jj°ß ^ ssoch zur Crone gelangte, Ober-Cammer-Herr,bei, ex bden Niederländischen kriegen gebrauchen, worin-^'lter n^ch einsten gefangen wurde. Er erhielt hierauf denevs<, eeven von St. Jacob , und die Commenthur zu Cari- -als Abgesandter an Hertzogs Caroli EmannelisAr«, ,,°.oyen Hyfgeschickt, wie auch in das Königreich Un-^eceßjnn h herauf an des Kaysers Matthiä Hof, allwo er die8e auf a-"!. hen Oesterreichischen landen zu rechte, und selbi-> binandum II. bringen half, wie er denn auch dieMixte ^es Abgesandten an dieses Kaysers Hof behielt. ErMgl,d° hemselbigen seines Königs wegen in dem gefährlichenX.'» Ungarn, Böhmen und den Kayserlichen erb-Iän-!s» sau Gallenstein war er sehr gehäßig , und soll zu des-Kiirch vrmißion an. ^6)2. nicht wenig beygetragen haben.

Widers '622. erfolgten erd-losen todes-fall . seiner MutterJohannis von Taßis, Grafen zu Villamediana,

? ?'chen ^?^en erledigte Grafschaffl, als nächster erbe, in-Me. ^ den nahmen und wapen von Taßis führenL^r-v^b ward ihm auch an des Hertzogs von Alba statt dasMse ,,°,chelstec-amt an des Königs Philippi IV. in SpanienAlUlan H 5 cht - wiewol der damalige favorit, Caspar von^°er xg'' >em nicht geringer feind gewesen, nach seinem fallk?dessch » «'bessere gnade, so daß man meynte, er würde^ kommen. Weil er aber für sich und seine söh-

sich pratendirte, wendete er des Köuigs gemürh wieder"' und wurde Don Louis äo Haro Staats-Minister.

Selbiger Konig ließ ihn an. 164;. auf seiner reise in das Kö-nigreich Aragonien bey seiner gemahlin zu Madrid, daß sie sei-nes raths pflegen sollte. Er war sonst ein verständiger Herr,aber den Franzosen sehr gehäßig, blieb auch bis an fein ende inhohem ansehen, als Königlicher geheimer und Staats-Rath,auch Präsident der Königlichen orden. Er hatte von seiner ge-mahlm Petrum Velez von Guevara, Grafen von Villame-diana, der bey feinem leben durch einen fall mit dem Pferde zuMayland umkam; Jnnigum IV. der ihm succedirte; JohannVelez, so in den geistlichen stand getreten; Phiiippum Ema-Niielem, Königlichen Spanischen Obersten , so an. >642. beyPerpignan umkam, und Bellramim von Guevara, Margara-ftii zu Montereale, und Königlichen Spanischen Vice-Konigm Sardinien, wie nicht weniger, Mariam Annam, so demMarggrafen zu Alisera vermählet; Mariam Angelam, Catha-rmam und Annam Mariam , welche sämtlich aeistlicbe jung-frauen m dem kloster St. Crucis in Spanien worden. Er starbendlich an. 1644. zu Madrid. Seinen lerchnam wollte seinsöhn Jnnigo IV. in der kirche St. Philippi zu Madrid mit all-zu grossem prachl begraben lassen, welches aber der Königvor eine competentz mit der dasseldige jähr feiner auch abgeleb-ten gemahlin angestellten sepultur deutete, die angestellten trauer-zterrathen aus der kirche hinweg nehmen , und dem gedachtenGrafen 4°°o cronen zur strafe dictiren lassen. N»,

wem. tom. IH.

Guevara, (Johann Beltran) ein Svanier, aebürtiavon Medrna cle las Tvrres, und Ertz-Vifchoff von Comvostell,war in sehr wohl erfahren, und wurde in viele» Verrich-tungen gebraucht. Nachmals ward er in das Königreich Nea-polis geschickt, war auch zum Bißthum Bari denominirt - al,lein Papst Paulus V. gab ihm das Ertz-Bsslthum von Salerno,weil er für ibn ein buch wider die Venetiauer geschrieben, un-ter dem titul: krormZNLLuIum VLLlesilllliLL sibsrwti'8 aäver-s»x 1 eM 8 Ve»etii8 Iow8. Nachqehends ward er Bifchoff zu Ba-dajoz, und endlich Ertz-Bischoff von Compostell. Er starb immay an. 1622. über 80. jähr alt, und hat verschiedene fachengeschrieben, worunter auch ein buch wider den Cardinal Ba,ronium, wegen der Sicilianifchen affaire. Er war sonsten ziem-lich aufgeblasen, bikl. Hiss>.

Guevara, (Antoniuö) ein Francifcaner, HilkorioZrgpbu»Kaysers Caroli V. dessen Hof-Prediger und nachmaliger Bi-Moff zu Mondouedo, gebürtig aus der kleinen provintz Alava,so in Castilien gelegen, ward am Hofe auferzogen, aber nachdem tode der Königin Jfabellä von Castilien wurde er ein Fran-cifcaner , und brachte sich unter demfelbigen orden in grossesansehen. Als er auch nachmals bey Hofe bekannt wurde, mach-te ihn Carolus V. zu seinem Hof-Prediger, da er sich denndurch seinen verstand, beredtsamkeit und gute aufführung ingrossen credit setzte. Eben dieser Kayser machte ihn hernachzu feinem HiüorioZmxKo ; allein er hat wenig ehre eingelegt,indem er nicht allein in seinem lkylo sehr affectirt, sondernauch zum öftern Historien aus seinem köpf ertichtet. Petrus clsRua, ein gelehrter kroksllor zu Soria, hat ihn wegen seinenertichteten fabeln scharfcritistret, dagegen er die einfältige ent«schuldigung gebrauchet: es wären alle Historien, die in der H.Schrift enthaltene ausgenommen , allzu ungewiß, als daßman ihnen völligen glauben beymessen solle. Indessen hat erin des Kaysers suite den grösten theil von Europa durchreifet,und wurde endlich Bifchoff zu Guadix in dem Königreiche Gra-nada , nachmals aber Bifchoff zu Mondonedo in Gallicien.Erstarb den 10. april an. i;44. ist aber nicht caiwnisirt wor-den , Me einige vorgeben. Er hat verschiedene schriften hin,terlassen, worunter sein Horologium l'rincipum ; LpiKolW.ru-ILW ; krologo solenne , en gneel Lutor tocs muckL 8 kiKoriss;lins veesäs cie Is8 V 1 cis 8 äe I08 X. Lslsrs 8 Lmperscloi-e 8 Lo-M2N08, Lc. äe Kesäem. L äo<K. vir. läiss,.

bibl. Hisp. p- 250. lnbl. Hifp. tom. I.

kibl. min. k. I. tbestr. ä'üuom. letter.

tbestr. p. ii?-

6 I 1 MX, oder auf Niederländisch Geusen, ein nähme,welcher den Niederländischen Maicontentcn an. i;66. gegebenwurde. Denn als die Hertzogin von Parma von dem Könige inSpanien, Philippo II. ordre erhalten, das Tridentinische Oon-cilium zu proclamircn, und die Inquisition einzuführen , so wi-dersetzten sich die Stände in Brabant, und das volck dräuete denAdel anzufallen, so, daß die Herren des landes sich befürchtenmusten, sie möchten unter «hre Hände kommen, oder zum we-nigsten sich so stelleten, als ob sie sich vor ihrem grimm forch-teten; dannenhero sie sich zu Gertruydenberg versammelten, undzur Vertheidigung ihrer freyheiten einen bnnd miteinander mach-ten , auch zu dem ende den von Brederode an die Gouvernantmabschickten, welcher wider diest Neuerungen eine suppllc anselbige überreichen sollte. Als nun.selbiger a"dern ;oo.Edelleutben vor sie kam, und sie anfänglich darüber erschrack,sagte der Graf von Barlemont, so ihr stund, um ihrKit» fnrckt rn benebmen, ce ne iont, oue cre8§ueuX) kv stndnichts Ns bettle?. Den andern tag, den 6. aprll an. I;ü6. alsdie Conföderirken beysammen zu tische fassen, und daevon rede-ten .was sie ihrer Konföderation vor. einen nahmen geben soll-te Machten sie an des Grafen verächtliches wort, m,d riefenmammen a'sVivent les Lueux. Zu ende der tafel hieng

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