Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Güß von Güssendertt, ein FreyherrlicheS geschlecht inSchwaben, von welchem Friedrich an. 942. zu Rotendurg ander Tauber, Johannes aber an. i->8o. zu Augspurg Türmer«König gewesen. Theodald war um die mitte des XVI. iTLui»des Teutschen ordens Comthur zu Veldkirchen, und hatte ei-nen bruder, nahmens Georg , welcher sein geschlecht fortge-pflantzet. Lacr«,, äs migr. genr. x. 66. Itemm. 1.

Güßing, siehe Gießing.

Güstrow, eine Mecklenburgische residentz, und Haupt-stadtdes Güstrowische» antheils, in dem Fürstenlhum Wenden, andem fluß Nebel gelegen, hat ein sehr schönes schloß, auch einefeine kirche, der ö. Cäciliä gewiebmet, io ehemals eine Stifts-kirche gewesen, welches Stift Henricus Burewin II. Herr zuMecklenburg an. 1226. angerichtet. 5 a«.,«/. p. ic>8.

Güstrow, geschlecht. Als an. der Hertzog zu Meck-lenburg, Heinrich der friedfertige (somit seinem bruder Al-brecht VI. dem schönen < die vatterliche lande getheilet hatte)mit tode abgieng, und sein söhn Philippus, der blödes Verstan-des war, auch wenige jähre hernach folgte , ohne erben zuhinterlassen, so entstund zwischen gedachten Alberti VI. beydensöhnen Johann Albrecht I. und Ulrich ein streit wegen der thei-lrmg , der endlich dergestalt beygelegt wurde, daß die gesamtelande unter beyde gleich getheilet wurden, worauf Johann Al-brecht I- zu Schwerin, und Ulrich zu Güstrow ihr sitze nah-men. Jener verordnete nachmals in seinem testament , daßda der Güstrowische antheil an seine posterität verfallen würde,derselbe gleich allen übrigen landen jederzeit dem erst-gebohrnenallein vermöge des Primogenitur-Rechts verbleiben sollte. DochHertzog Ulrich und sein jüngerer bruder Carolus hatten nichtdarein gewilliget, und da der letzte jenes antheil hernach erb-te , aber selbst keine kinder hatte, folglich der Güstrowische theilan die Schwerinische linie fallen sollte, bewog er des obgedach-ten stifters dieser linie Johann Albrechts I. zwey enckel, AdolphFriedrich I. und Johann Albrecht II. die unter seiner vormund-schafft stunden, daß sie es bey der bisher eingeführten zwiefa-chen regierung in Mecklenburg verbleiben liessen, und an. 1609.1 ri. und 1621. solche dergestalt verglichen, daß Adolph Frie-d.ich den Schwerinischen, Johann Albrecht II. aber den Gü-strowischen theil bekamen. Zu diesem letztem nun gehörten diestädte: Güstrow, Tetrow, Malchin, Brandenburg , Fried-land, Woldeck, Röbel, Lage, Krakow; und die Aemter: Gü-strow, Schwan, Ribnitz, Gnoyen , Dargun, Neukalden,Stavenhagen, Stargard, Broda, Feltberg, Wcsenberg,Boitzenburg, Plane, Strelitz, Fürstenberg, Goldberg, Wer-denhagen , Wantzke und Jvenack. Es währete aber diese thei-lung gar nicht lange. Denn an. 169;. gieng des stifters dieserGüstrowische» linie Johann Albrechts II. einiger söhn, GustavAdolph, ohne männliche erben, als welche noch vor ihm ver-storben , mit tod ab; worauf wegen der erbschafft zwischen denagnaten aus der Schwerinischen linie, Friedrich Wilhelm undseines vatters bruder Adolph Friedrich II. ein streit vorfiel, derum so viel schwerer war, weil zu eben der zeit auch wegen dersucceßion in dem Schwerinischen antheil selbst wegen des testa-ments Adolphs Friedrichs I. von an. 1654. darum auch svsn-tuallcer von dem Güstrowischen anfall disponirt worden, updwegen der gültigkeit und dem rechten verstände dieses testamentszwischen denselben gestritten wurde. Endlich verblieb der Gü-strowische theil, die in dem Fürstenthum Stargard gelegeneAemter ausgenommen , der ältesten linie Hertzog FriedrichWilhelms zu Schwerin, vermöge eines zu Hamburg an. 1701.getroffenen Vergleichs, davon in dem arlickul Mecklenburg einmehrers. f;-I!ng. p. 72;. /»rks/ X. k. lib. IV. c. §.7.

L 18. Europ. Her. k. I. x. 494. snaleek. 6üürov.

Lünigs Reichs-Ärch. k. VII. x. ;9;.

* Guet, (Jacob Joseph ä,i) ein Priester der Catbolischenkirche, und berühmter Schrist-steller des XVII. und XVIll.üe-cull. Er war gebohren zu Montbrison in Forez den 19. dec.an. 1649. kam sehr jung in die Congregation des Omtorü, underwarb sich darinn viel ehre, sowol durch seine gute unterrich-tung in der Weltweisheit, als durch die öffentliche conferentzen,die er zu St. Magloire über die Psalmen hielte. Da rr mitden Prälaten und Theologie, so der lehre St. Augustini an-hiengen, einer meynung war, und gute freundschaffr unterhiel-te , konnte er sich nicht in das joch schicken, welches der Ertz-Bifthoff von Paris Harlay dem OEorio auflegen, und mitdem Oartsstanifmo den sogenannten L-livnifmum und sisnlsni-ftrmm vertreiben wollte. Er begab sich deswegen an. 168;. nachBrüssel, und war bey Nr. A.rnauld und dem ?. Quesnel. Nach-gehends gieng er zu dem Präsidenten äs Menars, in dessen Hau-se er jähr lang ein stilles und arbeitsames leben führte. Erwurde dennoch von vielen leuthen um rath gefragt, und seinertiefen einsieht wegen der sehende genannt. An. 171?. wurdeer wegen der Constitution vmgemms beunruhiget; deswegenbegab er sich nach Tanieres, einer Bernhardiner-Adtey in demlande des Königs von Sardinien. Nach dem tode Ludovici XIV.gieng er wieder nach Paris. An. 1724. muste er sich wiederaus dem staube machen, weil er an den Bischofs von Mont-pellier einen sehr heftigen brief, wider die unbedingte unter-schreibung des kormulsrü Alexandri VII. hatte abgehen lassen.An. i?;«. kam er in Holland, kehrte aber in dem folgenden jährenach Franckreich zurück, und starb den r;. oct. an. 17;;. zu

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und

Paris. Er hat bis an sein ende die kräffte seines gelsteö/,?^einen grossen eifer für die appellation wider die bekannteftitution behalten. Er besaß auch ein erstaunliches gedacht ^eine grosse wissenschaffr, und eine ungemeine geschlcrua- .wohl zu reden, und zu schreiben. Seine schriften sind: ^te für !a kriers pribligue; lurles Lifpofttions rsguiiesoil'rir les 8. Nylleres; ferrre sontre le 87ÜSML äsle; für les llsvoirs äes Lvegues ; ftegles pour I'Inteluß .äs fLeriturs 8.; Vr. äes 8erupules ; Lonäuire ä'uns ^(ükretienrie; kreis Oillertsrions; hslus crucifis; sechs »

Über die Oenelln, und vier über den Hiob; sieben ttdcr ,Psalmen; Lxplierlkion äes eilig äerräers ekap. äunoms Le. und endlich sieben bände briefe. x/orn'i.

(Duette, (Gerard äe Is ) gebürtig von Clermont ^vergne, war von geringer Herkunft, wurde aber unterPhilivpi fangi in Franckreich regierung Ober-Anfsthcr» ^das finanz-weftn. Er erpreßte viel geld , und führte iw'^auflagen ein; wannenhero er bey ansang der regierung »es ^nigs Caroli kulekri auf die tortur gelegt wurde; wen er«solche marter nicht ertragen konnte, starb er darüber, da>sein leichnam durch die gaffen geschleppet, und hernach zusaucon aufgehenckt wurde. X/eserg?, an. i;22.

Guevara, (Velez äs) eine von den ältesten SMstApfamilien, deren stamm-haus Guevara in Biftaya liegt,«.

r Marggraffchafft führet. Zu ihrem sta>E^

der um das jähr ro;;. m

Navav

^Gar-

den titul einer

ter wird gefetzt Latro Guevara,sein ansehen gelebet, und den titul eines Fürsten vonra geführct hak, welchen ihm der König von Navarra,sias, aus danckbarkeit, daß er ihn zum König erivehlensoll beygelegt haben. Daß er aber diesen König aus, vew ^be seiner mutter, da dieselbe von den Mohren auf erner ^tödtlich verwundet worden, geschnitten, und dahero den ^men Latro erhalten, scheinet einer fabel ähnlich zu ssE-.-rp'gab seinem liebsten söhne Vela, Grafen von Navarra, dle^? ^schafft Onnate, samt dem stamm-schlosse Guevara, und n' ^te die verordnung, daß alle seine nachkommen diese gutvcr ^jenigen von ihren söhnen, so sie vor andern liebele»,geben sollten. Beltranus oder Bertrandus erhielt von ^Könige Henrico II. die in der Grafschafft Onnate gelegei^-V^schafft Leniz, und hinterließ söhne, die waren r.)

Bischofs zu Salamanca; 2.) Beltran, welcher dre umHerren von Escalanke angefangen , von dein unten ;trus, welcher den äst der Herren von Onnate fvttvst^ol.und söhne nach sich ließ, von denen der miktelste, M-ein Urheber der Grafen von Ariano und Potenza M ve»nigreiche Neapolis worden, siehe unten. Derden zweig der Herren von Morata, welche Herrichant«Toledo gelegen; es ist aber dessen posterität bald erloicyc« f ^ihre güther, als Monteagudo und Centi, durch heu^^z,das Haus Fajardogelanget, Iviewolheut zutage dasyauman den Marggräflichen titul von Morata führet. U^festeste, Petrus II. zeugte Jnnigo II. welcher zum erstenvon Onnate ernennet ward, und an. i;oo. mit tode a>^>^„Von dessen ;. söhnen stiftete Petrus III. die linie der v; ^von Saiinillas; Carolus und Victor aber setzten denGrafen von Onnate bis an. i;9i- fort, worauf deren »samt dem titul mit des letzter» Grafen tochter, Cathar>>ihren gemahl Jnnigo III. Herrn von Salinillas , lniDieser zeugte unterschiedliche kinder, (wie auü folge» ^ec-tickul zu ersehen) von denen ihm Jnnigo IV. snccedln.^selbe erbte zugleich wegen seiner groß-niutter, Mana»" zpflcris, die Grasschafft Villamediana, und das damit »rrGeneral-Postmeister-amt in Spanien, nachdem Juan ^auf Königliche ordre sein leben durch einen pistol-fchuö Ä-j. v,ecingedüsset. Er hatte auch die ehre, daß ihm der A^ufsscharge eines Vice-Königs in Neapolis anvertraute,'» Kl-an. i6;8. ohne männliche erben das zeitliche grftg»" ' ihre»ne älteste tochter, Catharina, heurathete Beltranu» ^„,„itevatters leidlichen bruder, wodurch derselbe Grgf oo» ^rg-und Villamediana wurde er erhielt auch den titul en ,pgc-graftn von Camporeale, welcher aber nachgehcnds w" gMde eines Margflrafen von Guevara verwechselt worv ^,ei,seinen beyden söhnen ward der jüngere, Beltran >"Lommenäiitoi äs los bEimentos äel Lvmpo äh Zischendem Ritter-orden St. Jago, General über die.leeren, und durch Heurath Hertzog von Najera. ^nur eine einzige tochter, welche nebst ihrer mutle, » ha^lippi V. regierung, wegen allerhand beschuldigunge» ,710.^tes gefängnis geleget wurde, darinnen die lrtztch^'LMiEren geist aufgegeben. Der ältere söhn, Ju"K,-,sseS, stAGrand von Spanien und Ritter des güldenen pow

an. 1699. und ließ nach sich Diego Cafparuin,an. 1714. als der eilste Grafvon Onnate «»d, Wmeister wMarggraf von Guevara, Grand und General-pon ^.Spanien , wie auch Ritter des güldenen Messe», MDie linie der Grasen von Escalante fiena obgeo«^ Msen Beltran von Guevara an. Dessen enckel wa »tonius, Bischoff zu Mondonedo, von dem ein av! ^1, vuartickul zu finden. 2.i Johannes, ein grvß-vatttr ^ Nav/.^

an. i-iyi. als Vice-König und General-CapttaM vo^^fvon

gestorben. Dieses Joseph; enckel, Ludovrcus, m .^her' zEscalante, hat seine linie beschlossen, worauf tem » r»