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"-m. Solisten hat er auch anmerckungen über das Itinor-r-verfertiget, welche aber verloyren gegangen;-k'Wchen über Plutarchi ^mpoliac» und über den Josephüm ,letztere dem gelehrten Eduard Bernard mitgetheilet^vroen, der sich vermuthlich derselben bedienet, ohne dabey^Utlioris Meldung zu thun. Sein leben ist von seinem enckelsnd. Guib , einem voötore sturi«, beschrieben, und insssss. orkeque Vr-rn^oils , tom. IX. k. !l. p. 276. keo. einge-het worden.
, Eutbe, (Robertus) ein Cardinal und Bischoff zu RennesL Bretagne, war Adenets von Guibe, eines Edelmanns in^cetagne, und der Olive von Landois söhn. Diese letztere^«r eine schwester des Petri von Landois, der ein schneidetvn« ' aber sich nach und nach bey Francisco II. HertzogeBretagne, also einzuschmeicheln wußte, baß er endlichvertrautesten Minister abgab. Es genoß auch die»„Kobert solches glück mit , und erhielt durch vermitte-U'g seines vetters die Bißthümmer Tregnier, Nantes und!>,„"ues. Nach besagten Hertzogs tode kam er an der KöniginUNa Hof , welche mit Carolo VIII. vermählt war , undik>, > hernach König Ludwig XII. Dieser letztere schicktess" ", Ambassade nach Rom, allwo er das Französische in-ek>pn >. segen die Engelläuder behauptete; wie ihm denn auchm dieser König den Cardinals-Hut zuwege brachte, wel-eiiu Julius II. an. r;o;. ertheilte. Dieser Papst hattedMe consideration^ für ihn, und nahm ihn dergestalt ein,rienk^ auch seinem Könige selbst zuwider handelte ; wan-0 derselbiqe ihn seiner geistlichen Beneficien in Franck-hM beraubte, so, baß er kaum mehr subsistiren konnte,k kr endlich an. 1; iz. verstarb. , Kilt. 11b. IX.
h,, ' Kilt. cis Lrsc. liv. XXX. /»2S». Lall.
ch- , Laräin.
-Guibertus, ein wider Gregorium VII. von dem Kayseriv. eingesetzter Papst, war von Parma gebürtig,n,2 h/s gedachten Kaysers Cantzler. Er hielt es beständigddn ^ wurde auch durch dessen Vermittelung Ertz-Bischosslvn Navenna, und als auf dem Lanolin zu Brixcn imkiea-^"' ^Lc>. Papst Gregorius VII. abgesetzt wurde, kamttöin dem nahmen Clemens III. an seine stelle. ErAn i Henrtcum an. 1084. am Oster-tage, und starb an. 1 roo.;«x^'elchngm aber wurde zu den zeiten Paschalis II. ausge-h^en, und in den siuß, der auf Ravenna zuffiesset, geworffen.
okron. NZSAE, äs Xsgn. Itali-L Ilb. IX.
w^rbertus , ein Französischer vom Adel aus der Nor-diin die, war erstlich Abt von St. Maria äs Vogent zu Lou-k>nK hat verschiedene fachen geschrieben, und unter andernsseri»-"" Del per kr-mcos. Seine schriften hat Lucas Da-k-44; ^ Parts an. i6;i. drucken lassen. Lave, kill. Ilt.
yn^Idciardini, (Francistus) ein berühmter Ulltoncus,stn , m der vornehmsten geschlechte zu Florentz entspros-A,,',^'var den 6. mart. an. 1482. gebohren, und fieng in«>, ^stc» jähre unter Philippo Deciv und Carolo Ruinshattestudiren , wurde auch darinnen voLor,vükm, ^ mehr lust zur praxi, darinnen er dergestalt be-faire,, , *"de, daß man ihn vor tüchtig achtete, Staats-afttractiren. Er wurde im jan. an. 1,12. als Am-sch,^°r an des Königs Ferdinandi von Aragonien Hof ge-lvqxk, ' da er sich bey 2. jähr lang einen grossen rühm er-dienff- Nach einiger zeit trat er in des Papsts Leonis X.3lecw,V Welcher ihm das Gouvernement von Modcna undSlüK -.^ab. Nach dessen tode defendirte er Parma garteilte vss er denn auch unter Hadriano VI. und Lie-ge,, , obiges Gouvernement behielt. An den wichti-Aewen, ' ""d grossen Veränderungen, die sich unter
stn "' seinen, vatterlande zugetragen, hatte er einen gros-richt k "' .Als zu ende des apr. an. 1527. auf erhaltenen be-^dm anmarsch der Kayserlichen armee, unter demM dvn Bourbon, gegen Rom , die Florentiner fürNledic s ^ ^ dem gewehr griffen, durch die soldaten dereraber bald wieder aus einander gejaget, und diewurden e davon in dem pallast ober Rath - Hause belagertllvjstb' ' half sonderlich dieser Guicciardini einen frieden"Ane Um theilen vermitteln, durch welchen eine allge-3en des des vorgegangenen beschlossen, und im ubri-
kk ssA, .Muses Medicis gemalt wieder hergestellt wurde; weilAnech einbildete, diese seine so grosse dienste wären von?Agnün, >e genugsam erkannt worden, erzeigte er sich miß-ü vd-awss- enthielte sich einige zeit in der stille auf seinem"vde Ar" inzwischen in einem neuer dings erregten auf-mahln ^ Medicis gäntzlich aus Florentz verjaat wurden;ve» g„.j"ch an den folgenden Lonl-Iüs und anstalten nichtKe arw??. " antheil. Do bald die Kayserltch-und Päpsrii-Aoke„d ,,"wer dem Printzen von Oranien sich näherte, umleistnbelagern, schlich er sich davon, und wurde dcs-A datt^, vergedlich-eraangener citation, neben andern, so^ilärt . "v w der grosten noth verliessen, für ei» rebellD die',""? güther confiscirt. Er nahm auch öffent-derer Medicis , und erzeigte sich für jelbige soMe; ^ ""sh eroberung der stadt fast alles zu dirigiern
- ^üer. X» h.^ haun, in verurthettung einer grossen anzahl' iowvl zum tode als in das elend, eine sonderbare
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strenge soll erzeiget haben. Die einige liebe, so er noch seinemvatterlande bewiesen, war, daß sowol er als noch verschiedeneandere seiner partey durch alle list und räncke des PapstSnicht konnte dazu gebracht werden, um aus sich selbst denVorschlag zu thun, einem aus dem Hause Medicis die völli-ge Svuverainität zu überlassen, welches zwar jener mit hef-tigster begierde wünschte , aber dennoch, selbst öffentlich zubegehren oder zu suchen, bedenckens trüge; indessen hatteer doch den Guicciardini zum Gouverneur von Bononiengemacht, und das nicht ohne Widerwillen der einwohner, alswelche gewohnt waren einen Prälaten zum Haupte zu ha-ben, und sich durch Vorstellung eines Regenten von weltlichemstände, geringer als vorher, tractirt achteten. Er war auch zugleicher zeit einer der rr. sogenannten Reformatoren , welchendie rinrichtung des Florentimschen Regiments übergeben wur«he, erlangte noch andere wichtige ämter , und behielte durch-aus m allen berathfthlagungen em grosses ansehen. ClemensVII. gebrauchte ihn auch an. i;;2. bey der anwesenheit Caro-li V. zu Bononien, um neben noch 2. andern mirMini-stern des Kaysers, wegen den bedingnissen des zwlschen ih-nen beyden vorgeschlagenen bunds, in conferentz zu treten;sonderlich aber hatte er bald hierauf die ehre, in dem einzugCarol, in Florentz, demselben zur lincken zu reiten. Bey erfolg-ten, tode des obbemeldten Papsts hatte er in Bononien genugzu thun, daß er sich in währendem Interregna wider seinefeinde, d,e er sich durch strenge justitz zugezogen , mainte-nrrte. Der neue Papst aber gab dieses Gouvernement je-mand anders, wodurch Guicciardini bewogen wurde, sichwieder nach Florentz zu begeben , allwo er auch bis an sei-nen tod verblieben. Er. that dem Hause Medicis, und son-derlich Alexandro von Medicis, dessen Rath er war, grosse dien-ste, wollte auch Papsts Pauli III. offerten keines wegs annah-men, der ihn doch gern in seinen dunsten gehabt hatte. Alsendlich dieser Alexander von Medicis durch seinen nächstenunverwandten, Lorentz von Medicis, ermordet wurde, und viel,auch von denen , welche bishero für das Haus Medicis ge-wesen , ernstlich riethen, eine so schöne gelegenheit, dem vat»terlande die freyheit zu restituiren, nicht aus der acht zulassen , hinderte Guicciardini solches gute vorhaben vor allenandern, und brachte es dahin, daß Cosmus von Medices, sodem letzt-verstorbenen nur von weitem verwandt, und damalsnoch sehr jung war, dennoch zum Nachfolger Alexandri er-klärt wurde ; wobey man deutlich sahe, daß der eigeffnutzund ehraeitz ihn hierzu gantz allein bewogen, indem er hoff-te den neuen Hertzog Meine zu regieren , und in Florentzalles nach seinem willen zu thun. Aber zu seiner verdientenstrafe schlug ihm dieses nicht wenig fehl , indem CosmuSgleich in dem ersten anfang der regier,mg eine ungemeineFähigkeit erwiese, und dem Guicciardini bey weitem nichtso viel gewalt und ansehen liesse, als er sich anfangseingebildet hatte. Er hatte eine fra», aber keine kinder,daß er also lieber auf seinem lust-hause in ruhe leben woll-te , allwo er auch an seiner Historie arbeitete. Als er in sel-biger ziemlich weit avancirt, wurde er von einem hitzigen fie-ber befallen, woran er im man an. 1540. starb. Er befahl ,daß man den leich-proceß so viel möglich einziehen, ihm keinepüLpKium aufrichten, noch eine letch-rede halten sollte.Seine Historie hat sein landsmann, Johann Baptist« Ha-driani, continuirt, und ist selbige aus dem Italiänischen indas Lateinische, Französische und Teutsche übersetzet.sso. inlllseuin kill. p. 98- A , isi. cli
kwrenrs. *
Guicciardini, (Ludovicus) ein Florentiner, Hieronymisöhn, und Francisct vetter, wurde in den studien wohl er-zogen , lebte meistentheils in den Niederlanden, und starbden 2i. mart. an. 1589- zu Antwerpen. Er hat eine be-schreibung der Niederlande ediret, so in Italiänischer sprächebeschrieben , aber durch Franciscum 6e Beüeforest ins Fran-zösische , und durch Johannen, Brantium und RainerumViteilium ins Lateinische übersetzt worden. , äe lcrlxr.
Leo. XVI. W/E lkeatr.
Guichard, (Claudius) Herr von ArandaS, Atgit undToney, war von St. Rambert in Bugey gebürtig, allwo eeauch ein Lollegium gestiftet, welches zum heiligen Geist ge-nennet wird. Er wurde Staats - 8ecrersrius , Requetenmei«ster, Groß - ftekerenclariu-; und Hisioricus von Savoyen. Erwird wegen seiner erudition sowol als wissenschafft in Staats,assairen sehr gelobet, wie nicht weniger, daß er ein sehr gu«ter Poet gewesen. Er starb an. 1607. , Kiüoirs
äs llrelle I. O« , blirl. kranc. p. i8i- »
ckron. XVII. ftec.
Guichard , (Simon) der iz. General der Francistaner,war zu Etampes aas ehrlichem stamm gebohren. Nachdemer ein Priester worden , nahm ^ dm orden
zu Nigeon ohnfern Pams an , welches klosters Mönche sonstunter dem nahmen der bans Komme« bekannt sind , und wurdehierauf zu deren General erwehlet, wollte aber deirgewohn-lichen tikul Hochwürdrgster , welchen man den Ordens-Ge,neralen insgemein zu geben psieget, nicht annehmen, vorge-bend , es wolle dergleichen tttul denen, so sich vor dteaüer,aerinasien menschen hielten, nicht geziemen. Er wohnte inwahrendem seinem Gmeralat dem Tridenkinischen Loncilio bey^