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daselbst den 27. april an. i;;;. sein testament gemacht. WilhelmBertrand von Guiscard II. heurathete den oct. an. 1415. zumersten mal Margarelham von Veirac, Guidonis von Veirac,Herrn von Merk und Cossac, so in dem Bißthum Tul gelegen,tochter; zum andern mal aber Helis von Landore, Bernhardtvon Landore, Vicomte von Cadars in Rovergue, tochter. An-tonius von Guiscard, Herr äs 1 s Coste und Monteur verheura-thete sich den i ü. oct. an. 1492. mit Jsabella von Lomagne, Jo-hannis von Lomagne, Herrn von Montag», tochter. Johannvon Guiscard I. Königlicher Cammer - Juncker, welcher sich denn. aug. an. 1523. mit des Johann von Ricard, zugenanntGe-nouillac, Ritters, Barons zu Gourdon und Herrn von Genouil-lac und Vaillac tochter verheurathete. Johann von Guiscard,sein söhn, war einer von den io->. Edelleuthen des KöniglichenHauses. Er heurathete den 12. nov. an. r;;4. Franciscam äslaBarthe, Matthäi äs la Barthe, BaronS von Montcornelund Astorac, tochter. Dessen anderer söhn, Johann von Gui-scard , Herr von Puy äs Sirects , heurathete den 9. ian. an.1625. Agnes von Themines. Insonderheit aber theilte sich die-se link zu ende des xv. lkculi m die link der Herren von Puyäs Sirects, und die link der Herren von Cairou und äs laBourlie. Der stifter der ersten war Johannis von Guiscard II.anderer söhn, es ist aber selbige bereits verloschen ; der andernaber war Gabriel von Guiscard , Herr äs 1a Gardelle, vonCairou und äs la Bourlie, Johannis von Guiscard II. drittersöhn. Dieser Gabriel hatte 8. söhne, darunter der sechste warGeorg von Guiscard, Herr äs la Bourlie. Ihm war bey dertandung auf der insul St. Margarethä und St. Honorat dasdein durch eine musqueten - kugel zerschmettert, auch in derschlackst bey Rocroy der arm durch eine pique zerbrochen wor-den , wie er sich denn ferner in der Wacht bey Lens, in der be-lagerung von Arras und bey andern gelegenheiten sehr wohlhielt. Er wurde zum Sergent äs Lataills gemacht, und an.1647. zum Gouverneur von Courtray. Im folgenden jährewurde er von der verwittibten Königin von Franckreich zum Un-ter - Hofmeister des Königs Ludovici XIV. ersehen. An. 1649.Wurde er Staats - Rath , an. lözi. Nsreckal äs Lamp , undweil er dem Könige viel treue dienste geleistet, gab er ihm an.1662. die inspectivn über die städte Sedan, Raucour und. St.Mange, machte ihn auch an. 1671. zum Gouverneur darüber.An. 1672. erklärte er ihn zum General-Lieutenant, und gabihm die aufsieht über die städte und vestungs- wercke von Dünkir-chen, Bergen, Furnes und Gravelines, wie auch über diedarin» liegende trouppen. Im folgenden jähre schlug er über8°o. Spanier, davon der gröste theil auf dem platze bliebe, und140. gefangene zu Dünkirchen eingebracht wurden. Er starbendlich den 9. dec. an. 169;. da er 87. jähr und 4. monat altwar. Er hatte sich den 28. nov. an. 1648. in dem Königlichenpallast in gegenwart des Königs und der verwittibten Königinmit Genevieve von Longueval, Frau von Fourdrinoy in Picar-die, Antonii von Longueval, Herrn von Tenelles und Lemonttochter von der Elisabeth von Maraival, verheurathet, und hin-terließ von selbiger 4. linder. Der älteste, Ludwig von Guiscard,Graf von la Bourlie und Marquis von Magny, (von dem ineinem eigenen artickul mit mehrerm) welcher den 27. sept. an.i6;c. gebohren worden, vermählte sich den 24. febr. an. 1677.mit Angelika von Langlse, Claudii von Langlee, Ritters, Herrnvon Epicheliere, Feld-Marschalls der Königlichen armeen,tochter, und zeugte mit selbiger Ludovicum Augustum, welcherden 20. may an. 1680. gebohren. Dieser wurde mit aller mög-lichsten sorgfalt auferzogen, hatte auch in den kriegs - erercitienund wohl - anständigen studien treflich zugenommen. Er giengmit dem Grafen von Tallard, der an. 1698. als Abgesandterdahin geschickt ward, nach Engelland, und begleitete an. ie-99.seinen vatter nach Stockholm. Er wollte von dar eine reise nachNom thun, bekam aber zu Wien die blatern, und starb zu en-de des jahrs 1699.; dessen brüder waren, Johannes Georgius,welcher den 27. sept. an. 1657. gebohren. Er war Fähndrichbey dem regiment von Normandie, wurde aber in der Vertheidi-gung von Grave mit einer musqueten - kugel an dem köpfe ver-wundet , und als er bey dem regiment von der garde Capitainwar, hielt er sich bey verschiedenen gelegenheiten sehr wohl. Inder belqgerung von Ipern wurde er mit einer gleichen kugeldurch den leib geschossen, und bekam hernach die charge einesObersten über ein regiment von Normandie; und Antonius, ge-bohren den 27. dec. an. 1658. war Abt von Bonnecombe in Ro-vergue ; diesen triebe sein unruhiger geist unter dem nahmen desLbbe äs la Lourlie zu vielen gefährlichen Unternehmungen; wieer sich dann gleich nach ansang des letzten kriegs an die spitze derdauren von Nivernois stellte, welche den verbotenen saltz-handelmit gemalt zu treiben sich unterstünden, und sich schon aus 100.gemehret hatten. Als aber diese durch die Königlichen trouppenaus einander gejagt wurden, entrann er in Holland, nahmweltliche kkidung, auch bald darauf die Protestirende religionan, und erbot sich immer einen aufstand in Franckreich beför-dern zu helffen; er wurde auch eine zeitlang ziemlich wohl ge-halten , und bekam einige penflonen sowol m Holl - als Engel-land ; da aber solche anfiengen auszubleiben , hub er wieder anin Franckreich zu correspondiren, tractirte durch briefe, welcheer über Portugall gehen ließ , von seiner zurückkunft, und mach-te sich noch von mehrerm verdächtig. Wie er nun deswegen nacheinigen aufgefangenen bliesen in Engelland gefänglich angehal-ten wurde, und ihn einige Deputirte des Staats - Raths exami-
nirien , begierig er diese verzweifelte that , daß er mrt erneMschneid - Messer, welches er unvermerckt von dem tische genom-men, und in seiner Hand verdeckt gehalten hatte, dem Grast"von Oxford einige siiche versetzte. Dieses erregte nun einen lstv,sen tumult, die draussen stehende Staats - boten wurden hum"geruffen, und hatten grosse mühe denselben zu überwältigen,recht vest zu machen, »vorbey er aber in dem heftigen ringe« 1hart an eine banck gestossen wurde, daß ihm in dem leibe ei«ribbe zerbrach; er empfieng auch von Mylord Boüingbrook em»stich in den schenckel, und also befreyete ihn der bald darauf er-folgte tod von dem, so er durch Richterlichen spruch zu erwärmhatte. Die schwester der obgemelbten drey brüder, GenevieoCatharina von Guiscard, wurde den zo. oct. an. 163;. mit ^millo Savari, Grafen von Breve, vermählet. Das wapc«dieses Hauses ist ein weisser schild mit einem rothen quer - strick"und haben auf dem Helm einen hervor - ragenden güldenenwen, und 2. solche löwen zu schild - Haltern. , geneawß-äe 1 a inakon äs Luitcarä. O« L 2 >e»e. *
Guiscard , (Ludovicus von) Grafvon Is Bourlie, Mar-quis von Magny, war an. 1651. den 27. sept. gebohren, ^gieng bald anfänglich in den krieg, wurde an. 1671. Cup««""und wohnte im folgenden jähre den belagcrungen von bst'"Rheinberg, Duisburg und Zütphen, auch an. 167;. derv«Mastricht und Unna bey. Hierauf wurde er an. 1674.über das regiment von Normandie, und warf sich so fm'Grave, wo selbiges regiment lag, welches damals bereits ver^net war. Zu ende der belagerung wurde er in die achsel, Mio'.folgenden jähre in der belagerung von Bouchain'mit einer m«^queten - kugel in den köpf verwundet. Weil er in ebencampagne mit 6. bataillons detachirt war, um das corpo eMarschalls von Creqni, welches bey Thionvilk stund, ^stärcken, wohnte er auch der Wacht an der Cuntzer - or««bey, und nachdem die Franzosen geschlagen waren, brack«den Überrest von der infanterie und dem regiment von Norm«die und Bourlemont glücklich nach Metz. Er diente in Ms''.den jähren in Teutschland, und befand sich bey der belagern »der stadt Freyburg und des korcs Kehl, wie auch an. i 684 «.der belagerung Luxemburg. Er hielt sich dabey überall sehrdergestalt, daß ihn auch der König an. 1639. zum Bris«« ^über die infanterie machte, und ihm gemalt gab, in Dmam ^commandiren, nebst einer generakn aufsieht der trouppen, ^daselbst wie auch in Charlemont, Rocroy, Beaumont unv v,lippeville in garnison lagen. Im folgenden jähre machte ck"König zum Feld - Marschall, gab ihm das commando uver^.croy und Charlemont, mit ordre sich in Philippeville zu wmi ^im fall selbiger ort sollte attaquirt werden. An. 1692. erv^Hdas Gouvernement von Sedan, nachdem sein vatterniedergelegt hatte, wurde auch bald darauf zum GouvernemNamur bestellet, und erhielt den zc>. mertz an. 169;. die siem snes General - Lieutenants. Der König vertraute ihm V'A ^ein besonders corpo, um damit Huy zu berennen, daimr -belagerung von Furnes, so durch den Marschall von Bo«>.^geführet wurde, desto leichter machen möchte, welches auckm^lieh von statten gieng, indem dadurch ein grosses theil semo«,trouppen, so durch den Grafen von Athlone commandrrt w« ,zurück gehalten wurden. Er defcndirte sich bey einem coim.^,so er von Maubeuge zn des Hertzogs vonLuxemburg armee r ^,te, dergestalt, daß er mit 1;. escadrons, die er bey M Y«^Nr. Dupuy, General - Lieutenant der Spanischen armee«, ^18. escadrons und 2400. mann fuß - volcks von der ganm« ^i»,Charlevoy in die flucht schlug, daß die meisten davon amplatze blieben oder gefangen wurden. Er wohnte der saMm ^Neerwinden bey, und that grosse dienste, defendirte aucy ^mur, als es durch die Alliirten belagert war, sehr "E, ,696.halben ihm auch der König in Franckreich den 1. jan. an.denRitter-orden des heiligen Geistes ertheilte. Nach dem^.^cerwick geschlossenen frieden wurde er an. 1698. alsnach Schweden geschickt. Nach dem treffen bey RanM« ^ste er wegen seiner conduite vielerley urtheile über sichsen. Er starb endlich an. 1720. ^
Guise , eine stadt in der Picardie, an dem fluß Oist/H §je,gebiethe von Laon gelegen, ist das Haupt des HertzoglY«, ^räche. Sie wird in die obere und untere stadt getheuer, >,Mcs,lich vest, hat ein sehr vestes schloß und z. Vorstädte, ^
Poteme und Chanteriac. Es ist selbige allezeit der sitz ver^ „ygebohrnen aus dem Hause Lothringen gewesen, und m«jan. an. 1527. zu einem Hertzvgthum und Pairie cryom vmuste dieser ort in denen zwischen dem Kayser CaroloJ-nig Francisco I. in Franckreich geführten kriegen vieles auund wurde an. i;;6. mit stürmender Hand erobert, -^«itaimergab sich ohne noth, weshalben die darinn gelegeneübel angesehen wurden. An. 1 ?4I. belagerten selbesnier unter Ferdinande Gonzaga, als sie aber von dein a >Francisci 1. versichert waren , huben sie die belagerung « ' 00s.eil auf, daß die Franzosen ihnen in die arriere-gardeste««,^ Wmann erlegten, und viel gefangene bekamen. Als an.» siedie gantze Picardie von den Spaniern erobert wurde, ^qe-Guise unberührt, wiewol es ihnen zu behauptung ge«
ten sehr nöthig gewesen wäre, da dann die ursach oeii ^,^eckgenwart des Marschalls äs Guebriant, um den oft zu 'zugeschrieben wird, als von dem man eine gantz a«v gMe-wehr zu erwarten gehabt hätte, als in den übrigen My M