g u t
gut 953
^ Handlung unterbrochen hatten, wurden sie von den Portu--Msen, Engelländern , Holländern, Dänen und Schweden""v dem jande vertrieben. Die Portugiesen waren vor zeitenMstervonSt.GeorgioäsIIaMina, allein anjetzo gehöret die-, nebst dem kort-Nassau , Aßine und Cormentin, denAvllandern. Die Engelländer besitzen Cabo Carso, und Enia-Marn, ein neu-erbautes schloß;,die Dänen aber Friedrichs-Nrg und Christiandurg. Der König von Preussen hatte sonstMoß - Friedrichsburg. Der erdboden ist fruchtbar, aber dieMe unerträglich. Die vornehmsten dinge, welche dieses landHervor bringet, sind baumwolle, reis, zucker - röhre, gold,elephamen, pfauen, äffen und helfenbein. Guinea begreift"tey Heile in sich, welche sind das eigentliche sogenannte Gm-Malagetta, und das Königreich Venin. Das ersteresvell hDr in sich die gold - käste; das andere die käste von Mala-Luette; das dritte die zahn-küste. relativ»
oon Guinea. Lkrica. voiaZs äs tzmaes. *
..Guinea Xova, sind gewisse landschafften gegen das östlicheMl von Ost-Indien zu , wovon aber noch nicht gäntzlich kundÄe/ ob es eine inful oder ein vestes land von leren fuürsli sey.»o^ses stück landes wird durch eine kleine meer-enge von dem,?".oePapous abgesondert, welches eine insul ist gegen das östlicheMl von Ceram und Gilolo zu , und sich bis an den er-streckt^ gissten grad InmuäiE jenseit des Lguntoris er-
Guines , eine kleine stadt in der Picardie , in dem ksi« re-^n<wi8, welche zwey weilen von der see, und eben, so weitUff Calais , auf einem morastigen boden liegt. Sie fuhrt denM einer Grafschafft. Die Grafen von Guines sollen einenpanischen Herrn, nahmens Siegfried , zum stamm-vatter ha-Uff, welcher mit den Normännern in Franckreich gekommen,"Nd daselbst bey der Abtey St. Bertin die gegend, wo heut zuW die Graffchafft Guines ist, eingenommen, auch ein kortUauet haben soll. Andere aber sagen, daß, als Wilhelm,U'af von Ponthieu, das land Boulonnois, Guines und St.Mui dem Grafen Arnulpho von Flandern abgenommen, habeletztere die Normänner zu hülffe geruffen, und daseyd'ssch Siegftidum, welcher des Königs von Dänemarck an-gewandter gewesen, das land Guines wiederum erobert wor-ab-»' fo ihm nachmals Arnulphus zu lehn gereichet, dabey
eine seiner töchter, nahmens Elstrudem, zur ger . ^
Nes --- Siegsridt sohn war Adolphriff, erster Graf von Gui-
gemahlin ge. af von Gutlv um das jähr 996. lebte. Dessen söhn war Radulph,ri^ustachium zeugte. Dieser hinterließ, nach Bucelini be-/.drey söhne, als Ramelinum, von welchem die familieCrequi herstammen soll, worinn aber andere scribentenmir einstimmen ; Wilhelmum , Herrn in Bournonville,sff.ein stamm-vatter der Fürsten von Bournonville worden,ve Bournonville,) und Balduinum l. dessen söhn Manaf-v^, ^sdertus genennet wurde, weil Robertus Frifon, GrafUnk Findern , sein pathe war. Er lebte um das jähr uro.dick Unterließ nur eine einzige tochter, Sibyllen, so an Hcin-ebeV H^rn von Bourbourg, vermählet worden, aus welcherssa.Mr eine einzige tochter entsprossen, so aber ohne erben ver-j« H',. .Es folgte alfo Manaßi seine schwester Gisla von Guinesse» , ^er Grafschafft. Diese war an Wenemart, Burggra-o» °u Gent, verehlichet , und hinterließ Arnulphum I. derd°'^69. in Engelland starb. Selbiger hatte nebst andern kin-»es Balduinum II. von dem Arnulphus II. Graf von Gui-kink/ von Ardres und Bourbourg. Er ließ nebst andernward" Balduinum III. von dem Arnulphus III. Dieser
scheid Graf Wilhelmen von Holland, so damals Römi-^°"ig war , gefangen, und weil er grosse Unkostendem s°^"Üe, genöthiget, feine Grafschafft Guines an. 1282.fe« ^o^llge Philipps III. genannt dem kühnen, zu verkauf-en'.,,. fohne waren Balduinus, von dem fofort, undlim-H^"lidus V. Graf von Couci, von welchem die andereoer Grafen von Couci fortgesetzt wurde. Balduinus vonvon "r?, Herr von Bourbourg und Ardres, fnchte zwar dierrlan „Mem vatter verkaufte lande durch einen proceß wider zua„ , so ihm aber durch einen ausspruch des Parlementstex, Ub;. abgesprochen wurden. Er hinterließ nur zwey töch-te en die jüngere, Blanca, ohnverehlicht verstarb ; die älte-von Guines, war an Iohannem von Brienne II.von Eu, verehlichet, der an. 1295. die Grafschafft Gui-Graf eder erhielt. Sein söhn war Radulphus von Brienne,Hex i?Eu und Guines, Connetable von Franckreich, wel-Orl° "oem an. r;44. bey dem beylager Hertzogs Philippi vonHat»,,,? ö» Paris gehaltenen turnier umkam. Sein söhn war?l>er , gleichfalls Connetable von Franckreich , dem«er x'HMn begangenen lasters beleidigter Majestät an. izzi.«uc ^abgeschlagen, und hierauf die Graffchafft Guinestrat franckreich gezogen ward. Der König JohannesGrafschafft durch den an. i;6o. zu Bretigni ge-ffd." "rn trattat dem Könige Eduardo III. von EngellandKvnig Carolus VI. brachte selbige wieder an die
ijl^anckreich. O« Nist. äs 6uin. äs äo-
* ^ '/H' L. 12. §. 20. O« choit8 ilu ffoi.
Hnd vo^^et, (Nicolaus) ein Prämonstratenstr-Lanonicus,D- ^ deolosike, von Nancy gebürtig, ward ein Mönch^ lehrtf ^ Abtey von St. Maria ciu Pont-K-Mousson.o,e Theologie, und war Prior zu Longwic und zuvrjtvr. ///. Theil.
Belleval; - da Petrus Threnville sein amt aufgab, ward er an.16;;. Abt zu St. Maria; sein grosser verstand und frömmtg-keit machten ihn nach und nach zum General-Vicsrio seiner Con-gregation. Er bediente diesen posten viele jähre lang mit er-bauiing, und behauptete mit grosser hertzhafftigkeit die rechteseiner Congregation, welche Colbert der General des ordcnsaufdas heftigste angegriffen hatte; während seinem streite ließer verschiedene schritten zum besten seiner fache ausgehen. An168;. gab er das leben Philippä von Geldern, der gemahlinRenati II. Hertzogs von Lothringen und Bar, und Königsvon Sicilten, heraus, und an. i6;o. in 4. die Historie derAebte von St. Maria, unter dem titul: Laimileuius Lc. stvsLuccestio Lbbst. llsgular. L. MsriT. Er starb den 2;. ja»an. 1696.
Gulnontandus , sonst Guvemann , des Königs Childe-rlci I. getreuer Rath, welcher desselben elend mit grossemMißvergnügen ansehen muste, als ihn seine Unterthanen an. 458.wegen einiger messe verjagten. Damit er aber selbigem wiederauf den thron verhelffen möchte, trat er zum schein in GiüonSoder Aegidii dienste, welchen man an Childerici statt erhoben,und gab ihm heftige anschlüge, welche ihn beyden Franzosensehr verhaßt machten. Nachmals schickte er dem Könige diehelfte eines goldstückes zu, »velches sie, als sie von einanderschieden, getheilt hatten, und rteth ihm seine vorige stelle wiedereinzunehmeii, so auch glücklich von statten gieng. Wiewol derk. Gabriel Daniel in seiner Kistoire cle kr-mce k. I uiff. 2 die-ses gantze werck, was von Childerici absetzung gesagt wird,' voreine fabel halt. SrrZsr. 7 ^«ro«. Ist,. II.
Siehe auch Childericus.
Guintherus, (Johannes) ein berühmter Teutscher Me.äicus, wurde zu Andernach im Ertz-Stift Cöln an. 1487. vonarmen eltern gebohren , daß er auch anfänglich sein brodt erbet-teln muste. Er legte den ansang seiner studien in seinem vat-terlande, und kam von dar nach Utrecht und Deventer, endlichaber nach Marpurg. Von dar wurde er zum keMr nach Gos.lar beruffen, und hernach krofestor der Griechischen spräche zuLösen. Hierauf gieng er in Franckreich, allwo er durch Ver-mittelung des Cardinals Bellay voMr Meclicin« und bey demKönige Francisco I. Leib - Nsäicus wurde. Es nöthigten ihnaber die innerlichen kriege Franckreich zu verlassen; da er dennanfänglich nach Metz, und nachmals nach Straßburg gieng,allwo er auch anfangs lehrte, hernach in den Rath gezogen,und von dem Kayser Ferdinande geadelt wurde, bis er daselbstden 4. octobr. an. 1574. im vier und achtzigsten jähre feines al-ters starb. Er ließ unterschiedliche Übersetzungen alter scriben,ten hinter sich, als des Galeni, Oribasii, Pauli Lginet«, Lc.nicht weniger auch unterschiedliche tractate r äs Usäisin-t vers-ri L nova; äs öslrieis; äs kelle; Lc. Ist,. klX.
, in vica 6uintkeri. vit. IVleäie.
tbs-ltr. x. 1269. eloZ. tom. I. p. 451.
Guionie, (Bernhard äs 1s) stehe Guidonis.
Guipuscoa, eine kleine Spanische landschafft, gehörte vorzeiten zu Navarra, anjetzo aber zu Biscaya, welche westwärtsdaran stosset, gleichwie Alava gegen süden, und das Slquita-nische meer gegen norden nebst Navarra und einem theil vonFranckreich, wovon sie durch den fluß Bidassoa. abgesondertwird. Das land ist wohl bewohnt, und hat unterschiedlicheschöne städte in sich, unter welchen Tolosa, St. Sebastian,Fontarabia rc. die vornehmsten sind. Schauplatz
des kriegs in Spanien.
(Fuiscard, eine alte adeliche familie in Franckreich. Die-sen nahmen haben die Herren äs Is Coste, äs Is Bourlie, äsla Laurie, rc. ihrem Hause gegeben, welches eines der ältestenund vornehmsten der provintz Quercy ist, und zwar dieses ausder Ursache, weil einer^von ihren vorfahren den vornahmenGuiscardus geführet. Die rechnen ihr geschlecht von;oo. jäh-ren her, von welcher zeit an auch ihre habende güther bey demgeschlechte gewesen. Bernhard von Guiscard ist der erste, vondem sich die genealogie anhebt, welcher ein Ritter genennetwird, dessen dritter söhn, Bertrand von Guiscard, vsmoile-m,oder edler Herr in den alten schriften, genannt, ließ einen söhn,nahmens Guiüard von Guiscard , von welchem man eine be-sondere schrift in den archiven findet, daß, als er zum Rittergeschlagen worden, er einen andern, Petrus äs 1s Tour ge-nannt, welcher allem ansehen nach unter ihm gedienet, da erbald sterben wollen , gleicher gestalt zum Ritter geschlagen, wel-ches denn König Philippus Valeiius bestätiget, auch befohlen,daß des äs Is Tour nachkommen alle rechte des Adels gemessensollten. Eben dieser Bertrand diente an. in 9. nebst vier Rit-tern unter Petro von Marmando, Seneschall von Perigord,in den kriegen von Gascogne. Man kan aber nicht vor gewißsagen, ob er verheurathet gewesen und ktnder gehabt. Bern-hard von Guiscard IV. Herr äs ls Coste und äs la Laune, vg-woilsÄU, henrathete den 28. april an. in;. HeliS von Monlai-gu, Bernhardt von Montaigu, Herrn von Montcuc tochter underbin. Sein schloß äs l-, Coste wurde für eine ziemliche vestunggehalten, daher» Galois äs la Baume,Herr von Valsin, welcherdamals den krieg in Languedoc führte, und zu Cahors war,ihm die aufsicht und Capitamschafft darüber lreß, damit er ihnin Königs Caroli V. diensten behalten mochte. Er gab ihm auchzu besserer sicherheit dieses schlosses sechs kuraßirer und zwölf fuß-knecbte zu, welches er sonder Zweifel wohl deftndiret, indem er
Llllz daselbst