Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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alsbald fein leben verkehr; da denn Nr. 6» Riol, welcher demHerrn von Grignan 2. starcke wunden beygebracht hatte, feinencorper hinweg führte. Die Königin ließ dieses mal wider denRitter von Guife nicht den geringsten Unwillen blicken; als aberdas nachfolgende jähr 1614. den 22. may alten calenders derselbeaufdemz. weilen von Arles in Provence gelegenen schlösse Bauxin eigner Person ein stück losbrennen wollte, zersprang es, undverletzte ihn so heftig, daß er r. stunden hernach davon sterbenmuste. , bist. lib. I. /.e , bist. cks boül8 XIII.

liv. IV.

Guise, (Jacobus von) ein Franciscaner - Mönch, gebürtigvon Bergen im Hcnnegau. Er wurde Doktor Theolog, undlehrete darinn, wie auch in der Philosophie und Mathematicgantze 2;. jähr in seinen Ordens - Conventen. Er bemühete sichgar sehr, die Historie seines vatterlandes, und dessen antiquttä-ten zu beschreiben; allein er glaubte allen fabeln, indem er auchversichern wollte, daß sein vatterland durch die Trojaner an-fänglich sey angebauet worden. Es liegt solches werck noch inHI. tomls in manuscript zu Mons, wiewol Bayle versichernwill, daß solches in der letzten belagerung von Mons, nebst derFranciscaner bibliotheck verbrannt sey. Man hat nur einenkurtzen begriff darvon in Französischer spräche ediret. Er starbden 6. febr. an. i;y8. zu Valenciennes. L-rbibl. Lelg. , elog. Lel§.

Guisius, (Wilhelmus) ein hochgelehrter Engellander, ge-bürtig aus einer guten familie von Glöcestershire, florirte gegendem ende des XVII. steculi. Er war an gelehrsamkeit für einwunder seiner Zeiten gehalten, und hatte grosse fachen zu beför-derung der Philologie lacre und der Morgenländischen littera-tur, noch in seinen jungen jähren vor. Er hat die Historien,Mathematic, Philosophie und Theologie wohl besessen, war derEuropäischen sprachen treflich erfahren, und hat es in der Hebräi-schen, Chaldaischen, Syrischen, Arabischen, Armenischen rc. soweit gebracht, daß ihm wenig zu vergleichen waren. Er warwillens die Mlclmani mit einer eigenen saubern LateinischenVersion und anmerckungen gantz heraus zu geben, hat aber sei.arbeit nur bis in die helfte 8cksvüs, oder des tractats von denrechten des siebenden jahrs, zum stände gebracht, welcheshernach Eduard Bernhard an. 1690. an das licht gegeben, undauch dem Lorpori NilniLo des Surenhusii ist einverleibet wor-den; in den nocis erläutert er viel Jüdische ceremonien,Worte undredens - arten besser, als die Rabbiner sechsten, vermittelst seinesscharfen geistes und grossen wissenschafft in Griechisch-und Ara-bischer spräche; doch ist seine allzuscharfe censur, die er oft übergrosse männer ergehen läßt, nicht sonderlich zu preisen. Wäreihm nicht in der mitte seiner besten jähre der lebens - faden ab-geschnitten worden, (wie er dann an. 168;. noch jung an denpocken verstorben) so hätte die gelehrte well von ihm ein bexiconLrmenum, Lbulfecie LeoZrspbism, und anders mehr zu hof-fen gehabt; unter seinen freunden und gönnern zehlte er sonder-lich den Bischoff Fell, Thom. Marschall, die beyde XäusrciosPocock und Bernhard rc. Lck. Lpiü. äck Xsro. Ngrsk.

xrsebxo eju8 trskk. Nilobniois. , Leb. Oxon. *

Guislain, eine kleine stadt, nebst einer Benedlctiner - Ab-tey , 2. meilen von Mons in Hennegau, an dem fluß Maine,gelegen. Sie wurde an. 1709. nach der schlecht bey Bleaugiesvon den Missten mit dem degen in der faust erobert, nachdemsie selbige an. 1708. mit list einbekommen , aber auch wiederumverlohren hatten. Ihre vestungs - wercke sind an. 1677. vonden Franzosen geschleift worden.

* Guldin, (Paulus) ein Jesuite, war zu St. Gallen an.1577. von Evangelischen eltern gebühren, ward aber nachge-hends Catholisch, und trat an. i;p7. in die Societät JEsu. Erwar erst ein goldschmied gewesen, legte sich aber nach seiner Ver-änderung auf die Mathematic, und brachte es darinnen so weit,daß er selbige zu Grätz und Wien öffentlich lehren konnte. Erstarb zu Grätz an. 164;. den ;. nov. und hinterließ Xekutsrio-nem Llenoki Liilenclsrü Oregorisni, s 8erbo Lslvibo loripti ,Mayntz 1616. in 4. Problems Lrirkmetieum äs Herum Lom-binstionibu8, guo Numerus ckickionum leu conjunÄionum är-verlsrum, guse ex 2;. slpbsbetbi lirtsrss Kerl pollunt, inäs-xswr, Wien 1622. Dill. äs NoM lerre ; Problems 6so-xrspkicum äe Dikcrepsntis in Xumero sc Denominsrions Hie-rum , ibiä. 16;;. Leutrobsrxls live äe Lentro Orsvitstis triumspecierum gusmitsrss continure Le.

Guter von weinegg, ist ein sehr alt und berühmt adelicheshaus in Bündten, davon allbereits von an. i;2r. in der land-schafft Davas Lucas, gedachter landschafft Hauptmann, bekanntund renommirt gewesen, welcher GrafRudolph von Montfort,Bischoffvon Costantz, und Verwaltern des Bißthums Chur,

(als er besagte landschafft , so damals unter den Freyherr« Do-natum von Vatz gehörte, Mit kriegs - volck überfallen) geschla-gen , und sich also sonderbar signalisirt; der ort, wo dieses tref-fen geschehen, wird noch auf den heutigen tag die Rriegs-Nat-te genennet.Aus diesem Hause stammen Wetters ^.Feld-Oberstenher, und zwar, welches nicht wenig merckwurdrg, da jeder-zeit der söhn auf den vatter gefolget ist , welche sich alleinwichtigen begebenheiten und actionen für das vatterland hervorgethan, die sürnchmsten ämter rühmlich bedienet, und viel Ge-sandtschafften zu Kaysern, Königen, Fürsten und Republickenzu ihrem und des vatterlands grossem rühm verrichtet. Der er-ste , nahmens Peter, erster einführet! des X. Gerichten - Bunds,

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war Feld - Oberster in der Macht auf der Malser«heid in demVinst-göw an. 1499. als die;. Bünde wider Kaystr Marrmmanum II. einen rühmlichen sieg erlangt und die freyhett vest gen?haben. Der andere, nahmens Hans, diente in solcher guamaan. ,52;. als die;. Bünde wider Ioh. Jacob Medicis krreg geführt und rühmlich gesieget. Der dritte gleiches nahmens, »amder rebellion im Veltlin an. i62o.und als die ^.CatholifchenOuder Eydgenoßschafft in dieBünde eingefallen, welche er durcvseine kluge aussührung tapfer zurück geschlagen; er war beyneo«'ein kluger Staats - mann und gründ - gelehrter Herr, derRhatische chrontck und viel andere bücher mehr geschrieben, aw?eine gantz sonderbare wohlredenheit besessen; dahero er nickst«lein von der Republick Venedig, (da er bey der zwischenund den ;. Bünden an. 160;. getroffenen alliantz AbgefaNAwar,) sondern auch hernach von der Cron Franckreich (awim nahmen der;. Bünde wegen restitution desVeltkins anst' -selbige abgesandt worden) mit dem Ritter - orden beehret wvden rc. An. 1619. wurde ihm zu Zürich das bürger - reckst sschenckt, da er denn bald darauf nächst bey der stadt das arm'thige schlößlein Susenberg erbauet. Der vierte, Hans Peter, 0sich von an. 1620. dls iü;8. in unterschiedlichen ernsthap^actionen sowol in dem lande, als in dem Veltlin, sondern«, .dem bekannten treffen an dem Fläscher-berge tapfer gehalten«,berühmt gemacht. Nebst diesen hat sich einer Johannes bekangemacht , welcher der erste bescher des Mostes wemegs( von dem sie sich seither» Herschreiben) gewesen; wie nickst ' ^niger sein bruder Andreas, Hauptmann in Franckreich und"gesandter gen Inspruck , als der auskauf der 8. Gerichten stdem Hause Oesterreich glücklich zum stände gebracht wurde, stHat auch bis auf diese zeiten solches Haus sioriret, und alleM'Männern gepranget,welche sich sowol in dem lande als in rrrevdiensten eine rsnommee gemacht; dismal beruhet es einzigst^allein auf Ioh. Lucio, gewesenem Hauptmann in Kaysern^diensten und dessen;. söhnen. L« x,«,

Gulven, (Henrtcus) ein Benedictiner, Abt von St. Mdii aus Nürnberg, welcher an. 1418. dem Costnitzer - Lonst'^beygewohnet, und verschiedene wercke hinterlassen hat, als-kosnitentis; äs ksllione Oomini, Ac. , cke to r

* Gumanapt, lat. tZumanspis, eine Indianische infust'Asien, auf dem ürchipelsgo der Moluckifchen insuln. S«'- ^einen brennenden berg.

Gumpenberg, eine Freyherrliche familie, deren stwa gschloß gleiches nahmens, in Ober - Bayern zwischen Auglp ,,und Neuburg gelegen. Hildebrand, Marschaü vonberg , lebte um das jähr 128°. und zeugte Henricum, Kast>chen Vice - Dom, welcher Henricum und Stephanum w'^lassen. Dieser hat seinen nahmen behalten, und ihn aM '§-bis jetzo siorirende posterital gebracht; von jenem aber st«' ^ten die Marschaüe von Scherneck her, die in dem vierten gwiederum abgestorben. Las-«,, äs migr. x. "Iksmm. p. 4. bitt. inliga. c. ;8- lib. II.

* Gundamundus, oder Guntabundus, EiuttdE,dus, Gundebaldus, Genzonis, Hunerici druders,folgte feinem Vetter Hunerico an. 485. auf dem Vanoaw ^throne. Anfangs verfolgte er nach art feiner vorfayr» ^rechtgläubigen, gegen die er im dritten jähre seiner regttrwetwas gelinder zu verfahren anfieng, und im zehmden

te er denselben den gebrauch des öffentlichen gottesdiensts,auch ihre Priester zurück, wiewol durch seine hergestellter" ^ruhe die Verfolgung der rechtgläubigen nicht gäntzlrch auw ^ret. Was den politischen zustand seines regiments anm, .^11hat er mit den Mauren, welche sich bereits vor ssU"» ^jchden Wandalen unterworffen, einige treffen gehalten. >starb er an. 495. und folgte ihm Trasamundus.cbron. x>. 7;z. , Vgnäsl. I. 8 . ;y-

sp. c?l,a^ leck. -mt. tom. I. p. zu. <?or«ee, sunsl. r »4 -, Lrit. in snnsl. Ksron. sn. 49;. n. 6. X«r«. kfcksl. 10. Z. 4. ssgg. p. ;;o. segg. ^,0«. »un '^gi-

2p. ^Verborr,. rer. Oermsnic. rom. II. p. 128-pol. IV. 10. x. 992. Einige neuere glauben, daß er ey. A0-von Hunerico sey inö elend geschickt, und von Butt.dagisus genennet worden. Lara»,«;, siwsl. sn. 484- ^„glel*Es ist aber nicht auszumachen, doch scheinet die gaiMche benennung dieser meynung mehr wahrscheinlkchke» »stifte,^,, 7 .x. 4. Von Bünaus Teutsche Retchs - y"'k. II. p. 314. . ^.,yuS.

Gundebaldus,einKönig inBurgundien,sieheGott^r^

* Gundebaldus, ein Fränckischer Hertzoa, Wb ^hjlpe-Königs Sigeberti I. zu Metz, durch dessen hulffe Komst VM,bert in Austrasien an. 575. sich auf seines vatters throne^indem es Gundebald so weit brachte, daß er als ein Mgr ^ yazu Paris in einem sack zum fenster herunter gelassen w» Mer von Chilperich sollte gefangen genommen werden, - Mderselbe ihn nach Metz führte, und zum Könige ausrun^M

, ekron. p. 21;. Von BÜNaU»

Reichs - Historie, k. II. lib. I. p. 11;.

Gundegisilus, siehe Gondeckisilus. prasse,

Gundelfingen, ist 1.) eine stadt nebst einem M speistdem Hertzogthum Neuburg, eine meile von Laug"E dEfluß Brentz gelegen. Sie ist an. 1449. von Wurtenivers