Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Haus Bayern gekommen; vorherv aber haben es gewisse Grasl?n besessen, welche vorlängst abgestorben. 2.) Ein schloß mitL"er darzu gehörigen Herrschafft in Schwaben , zwischen Bu-wauund Wildenstein tn dem Lamerthal, gelegen. Es gehörtM Grafen von Fürstenberg, Blumberg - oder MöskirchtscherMle, an welche eS mtt des letzter» Grafen von Helffen stein toch-a - um das jähr i6;c>. gelanget. ?>E u Hunds Bayerisches»amm-buch, p. i. Hubners genealogische tabellen , p. 267.

.Eundelfingen, (Henricus l gebürtig von Costnitz, war Na-Ltttsr Lrtium, Capellan zu Freydurg in der Schwe»tz und her-Lach Dom - Herr zu Bern. Er wird mit unrecht von Gesnero,und Gerhards von Roo, Gundelfinczer genennet, undWolfgang Lazio vor einen Freyburger gehalten. Er hat*476. liiliorism LuKrlgLLm in ;. theilen geschrieben, undMge dem Ertz - Hertzvg Sigismundo I. von Oesterreich dedi-, welche im manuscript in der bibliotheck zu Wien zu finden,W da ex ^ erstem theil den fabelndes alten OllronograpkiEtthgj von den ersten Heydnischen, Jüdischen und ChristlichenMrggrafen in Oesterreich gefoiget; in dem andern den Ursprungd, HübSburgische» Hauses von den Lnisü8 ?srlsonibu8 bis auf4^7Ech-Hertzvg Sigismundum I. fortgeführet ; in dem drit-.«i aber die thaten gedachten Sigismundi erzehlet; fo hat Lam-s.,?us allein diefen letzter» theil würdig geschätzt, ihn nebst bestEy anhang äs ^ucssHionL Lomlmm ss/mlin in seiner bibl.aüü/Odon. üb. II. c. 6. von x. 49 ?. bis ;io. zu ediren und mit'«merckungen zu erläutern. Sonst hat auch Gundelfingen an.

ein buch äs Tbermib öaäsnllbus geschrieben, aus welchem^euierus genommen, was er in seinem buch äs lirermis Uel-«NLi8 hiervon anbringet. Sk/L^räs rkerm. üb. I. bibl.

ü, Asnesl. Luür. üb. I. c. 1. /ta» , armal. üb. I."'^ 9 - bibl. Viaäob. üb. II. c. 6. p. 470, leg.

^undelheim, eine kleine stadt in derUnter-Pfaltz am Neckar,^undelsheimer, (Andreas von) ein berühmter Neäicus,tu«, e zu Leutwangen bey Anspach, allwo sein vattcr Predigerdas ^ 1668. gebohren. In seinen studien war er so glücklich,

tz. ° er zu Altorf bey gar jungen jähren in voäiorsm Nsäicin«s^vmoviren konnte. Hier ereignete sich eine gelcgenheit, daß erin vi""em reichen kaufmann nach Venedig gieng, allwo er sich^ >ahr bey einem berühmten Chymisten, nahmens Böh-liLp» gleichsam incognito aufhielte, bis er nach erlernter glück-gat, des tertian - und quartan - fiebers von dar sich weg be-.Hierauf suchte er drein obgedachter fieber-cur erlangtejtzMnhafft bey seiner ankunft in Paris zum effect zu bringen,ein?» 'dm auch in so weit geglückt, daß er nicht allein dadurchz., ^grossen nahmen erhielt, sondern auch ein gutes stuck gelbfa,gerben gelcgenheit hatte. Hier fügte sichs, daß er in gesell-k/n-l^dEs berühmten Nr. äs Tournefort, auf beseht und unko-^1, des Königs von Franckreich , zu ansang des XVIII. lLcuIiUnd der Levante that, welch? ihn nicht wenig genutzet,

geb-,, ^don man die vornehmsten begebenhciten in der heraus ge-wn reise-beschreibung des Nr. äs Tournefort antreffen wird.sebrr-"üantinopel schied er von seinem oberwehnten reis - ge-da den er doch nachgehends bey seiner ankunft zu Paris all-Wvi,f L .Nachdem er hierauf sowol in dem feldzuge in Pie-and.„, Trabant, als zu Berlin seine erfahrenheit und treueHof 's, 9 gelegt,wurde er an. 170;. zum Königlich-Preußischen

seinen ^ch ""d Leib-Nsäiso angenommen , und hernach wegenden, b- - dem Verdiensten um das hohe KöniglicheHaus , von8 ehe,n, 0 "ÄPreussen in den Adel - stand erhoben, und zumerrii-w, ^^h dcclartret; wie er dann auch ein merckliches zu^ey n- ^ des Berlinischen Tbsatri Lnawmici beygetragen.Kö»j,,Pommerischen feldzuge an. 171;- begleitete er seinender ""d starb den 17. jnn. zu Stettin an einem hitzigen fie-tveq."°/cheurathet. Er war ein scharfsinniger mann , der aber* 'seiner beissenden zunge von vielen gefürchtet wurde,big d?v^"dicqrius, oder Chundicarius, soll der erste Kö-le» fundier gewesen, und an. 406. in Gallien eingefal-p. welches er etliche jähr verheeret,vj,g -da er denn an. 41;. mit genehmhaltung Kaysers Jo-de Hvnorii, welchen ersten er auf dem Kayserlichen thro-VlI. ^"get, Lel§. kam. XIV. 4. §. l. O7-/,'«,,

. lenseit des Rheins sich sitzte, , cllron. p.

Xvl ap. p. 18z. /I« , Zeig. XIV. 4. H. 2.

^ 6. und den Christlichen glauben annahm, c^/rs^.

XlV ' k- ap, p. 18;. , Lelg.

tern daü 2. §. 6. Hierauf beunruhigte er zum öf-

ader a,, ^vmisihe gebiethe, und fiel in Belgien ein, wurdetersHi'L N t. von Äetio dem Römischen Feldherrn in zwey un-Men^nen trxff^ „ufs Haupt geschlagen, daß er um frieden. . Das folgende jähr kamen die Hunnen über dieb- ' ^ckche ihren König selbst todtsten. , ckron.

^^üdie^i?^^"s Dias. mst. p. 17z. bezeuget deutlich , daßvon den Hunnen erlegt worden. Von seinen kin-gewißheit vorhanden. Viele halten diesen Gun-Gundeucum,.undGundiochum vor einerley perso-vor zwey, welche letztem sowol als die ersten sichzu II. 28- verführen lassen. Es ist aber

. ^erschj°'verteln, daß Gundicarius und Gundeucuö vor zweyUi'chied/n ^ Könige zu halten, denn i.) sind die nahmen un-^ soll Gundeucus 4. söhne hinterlassen haben,Men , "fms ab^ mit seinem gantzen stamme nach dem bewähr-«M»!je Prosperi ausgerottet worden seyn; r.) weiset

gun

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solches die rechnung der zeit und umstände der vorgefallenen fa-chen am besten. äissert. äs vet. Xsgno Lurgun-

äionum , cbron. LurZ. x. 8- kr. lib. III.

x. i;8- üb. V. x. 2;;. ?aZr, in Lrir. Lar. an. 472. §. y. VONBünaus Teutsche Reichs - Historie, k. II. üb. m. x. g;7.Masco», geschichte der Teutschen, IX. n.

Gundis, ist ein flecken in dem Unter - Walliser - lande, dar-zu annoch z. andere örter gehören, welche ein sogenanntes Pan-ner oder Vogtey ausmachen, so von den Ober - Wallisirn be-herrschet werden. Daselbst war vor diesem ein grosses und schö-nes schloß, den Freyherren von Thun zuständig, von welchenes an das Bißthum Sitten, weiter an das Haus Savoyen undan. 147;. wiederum an das land Wallis gekommen und hernachverstört worden.

Eundischweil, ist ein dorf in der Bernerischen GrafschafstLentzburg gelegen, allwo an. 1640. ein köstliches heil - Wassergefunden wurde, welches gantz ungemeine euren gethan habensoll; es ist aber die quelle gleich in dem folgenden jähre wiederversuncken, und bishero in dem dunckeln geblieben. L«-.70 /,. tom. Iv. p. 569. *

* Gunvling, (Nicolaus Hieronymus) war zu Kirchen-Sittenbach, einem dorfe Nürnbergischer herrschafft, woselbstsein vatter, Wolfgang Gundling, damals Pfarrer, nachge«hends aber Lnillles zu <st. Laurentii in der stadt Nürnbergwar, und über Zialowsk. vslinsAtioneni Lsslsfue Orientali»Or-esse, Nürnberg 1681. in 8. anmerckungen gemacht hat an1671. den 27. jan. gebohren. Seine Voreltern von vätterlicherfeite stammten aus einer alten adelichen familie in Brabant derervon Berg her, aus welcher X. von Berg zuerst nach Teutsch-land gekommen , und sich bey Kayser Maximilians l. derge-stalt in gnaden gesetzt, daß er ihm hen beynahmen Günftlinckbeygelegt, welcher nach diesem von verschiedenen seiner nach-kommen geflihrct , endlich aber in den nahmen Gundling ver-wandelt worden; welchen Balthasar , Franciscus Georgius,Johannes und Cvnradus, Nicolen Hieronymi groß - vatter,gefuhret. Weil sein vatter einen sehr aufgeweckten geist undsehr fähiges inZsnium bey ihm spürte, brachte er ihm die an-fangs - gründe der gottesfurcht und wtssenschafften felbsten bey,darauf.er ihn in dem Oz-mnalio LZiäiano zu Nürnberg fremderUnterweisung überließ. Unterdessen starb sein vatter den ;r.julii an. 1689. weshalben einige anverwandte sich seiner an-nahmen , und ihn zu weiterer fortsitznng seiner studien bald dar-auf an. 1690. nach Altorf schickten. Hiesilbst legte er sich un-ter der anweisung Johannis Fabricii mit besonderm fleiß aufdie Theologie, nachdem er sich zuvor in der Philosophie, vor-nemlich aber den Ilumanionbus ziemlich veste gefetzt , auchvon der darinn erlangten wissenfchafft verschiedene proben ab-gelegt hatte; nach diesem kam er an. 1692. nach Jena, wo-selbst er sich in der Theologie an Johann Wilhelmum Baje.rum , m der Philosophie an Joh. Andr. Danzium hielte;darneben aber unter Schubarto die Humaniora eifrig fortsetz-te. Darauf kehrte er nach Altorf zurück, da er besonders vongedachtem Fabricio und Johanne Christophoro Wagenfeiliohoch gehalten ward, auch des letztem collegia.jmis Lanonisi,publics L Okientalia fleißig besuchte, und beyder Männer an-sehnliche bibliothccken sich treflich zu nutze machte. An. 169;.hielt er sich eine weile zu Leipzig auf, und kam endlich an.1698. als Hofmeister einiger Nürnbergischer kaerieiorum nachHalle, woselbst er das Ltuäiuml'beoloAiL mit der Jurispru-dentz verwechselte, und nebst anderer ssLcorum collsAüs beson-ders Chriftianum Thomasium fleißig hörte. In dieser wlssen-schafft nahm er in kurtzem dergestalt zu, daß er mit rühm an.170;. den 2;. april iu Licemiatum, und den 12. julii in Do-Äorem promvviren konnte. Sein durch nachmaliges lehrenerworbener rühm war urfach, baß er an. 1706. an Wagen-seiln stelle zum krokeilore ssuris nach Altorf verlangt ward; wel-ches er' aber aussihlug, weil er bereits zu Halle eine krokeüio-nein kkilolopIiiT extraoräinsrism erhalten Hütte, »«erachteter niemals in Nagilirum promovirt. Als nachgehends an.1707. Christoph. Cellarms gestorben war, erhielt er dessen er-ledigte i^oksilionem Ilntiguitatum L LlogueNtiB , mit welchernicht lange darauf die krokslüo ssuris Xatur» <L Oenrium unddie würde eines Consistorial - Raths zu Magdeburg verknüpfetward. Seine, zumal bey dieser letzt - gemeldten bedieming, er-wiesene besondere gefchicklichkeit veranlasset den König vonPreussen, daß er ihm zu mehrmalen unter ansehnlichen bedin-gungen eine stelle bey Hofe antragen ließ ; doch zog er diefenallen beständig das academisihe leben vor; weswegen er balddaraufneben der krokelllons ^uri8 oräinaria auch den titul ei-nes Königlichen geheimen Raths erhielte. Nebst einer weit-läufigen und gründlichen gelehrfamkeit in den Rechten, derPhilosophie, Historie und den angenehmen wissenfchafften,befaß er auch die gaabe eines annehmlichen vortrags, daher erauch in seinen solleZiiZ beständig einen fast ungewöhnlichenapplaulum hatte. Er starb endlich als erster kro - ksäkor M-sniüLus gedachter Universität Halle den 9. decembr. an. ,729.nachdem ihn einige zeit zuvor cme blutsturtzung überfallen hat-te. Von dessen schriften Md folgende bekannt : Neue Unter-redungen unter den anfangs-buchstaben k. 8. tz, Halle 1702.in 8. Kurtzer Entwurf eines LollsZii über dte lliüorisni Utera-iiam vor die 8 eoäiolo 8 ^smiL, Halle 170). in 8 .' Oiia, Var»los lll. Franckfurt »706. in 4 , ObssrvacivQs» ssIeciK, rvm. I.

Franckf.