Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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äs Vstsri surs ?ontr 6 cio. Solches wurde zu Rom st> wohsaufgenommen, daß der Rath daselbst, zu bezeugung seinerdanckbarkeit, ihm und seinen nachkommen die ehre des Römi-schen bürger-rechts mittheilte; welches von dem Könige inFranckreich, Ludovico XIII. auf einrathm der Königlichen Mut-ter, Maria äs Medicis, krafft eines öffentlichen patents, be-stätiget wurde. Als er in die 40. iahre mit advociren zugebracht,verfugte er sich aufs land, setzte sich zur ruhe, und lag mitgrossem fleiß den büchern ob, bis er endlich an. i 6 ; 8 -starb. Sei-ne übrigen schritten sind : äs ^sre ülariium ; äs 0 MLÜ 8 V0MS8äuZuKss; Lnsomium Lossitstis; Lüöartius lstojor, live äs Or-bitste rolemnäs; es findet sich darinnen viel geschicklichkett undgrosse lectur, doch nicht allezeit ein sattes und vernünftiges ur-theil; es sind auch seithero viel von den fachen, so er tractirt,besser erläutert und bewiesen worden. , äs lsrixt.

rerum ffoinan. *

* Guthberlethus, ( Tobias) ein vsHor suri8 und Liblio-tkecsrius zu Franecker, hatte in den Römischen und Griechi-schen alterthümmern eine ungemeine erfahrung, und starb da-selbst an. 170;. bey noch jungen jähren. Man hat von ihm I)i 5 -ieitgtiouem äs 8»lüs, lVlsrtis äsceiäotibu»; Oillertstionemäs lVlyüerÜ8 veorum Labirorum; Lnim-lävsrsiones in anti-gusm Inlcriptlonein Orsrcgm Rmyrnse rexerwm; LonjeÄa»nea in Nonnnientum Heris» Tkisber NonoäiariT L 1. Llauäii

elsxbyri LKomulT, welche an. 1704. in 8 . zu Franecker zu-sammen gedruckt worden.

s Gutierez , (Johannes) von Godoy gebürtig, war einSpanischer Neäicus. Er hat an. 1629. einige schritten edi-ret, als an xolübile str in Usbisutium lärinis L3NS8 psrvosgenerari? äs ipiniüranäa Lgua nivs rekrigersla Egroto äisLxpurgstionis; Oisxutsriones küiloloxlucas 6 c lVleäisa 8 superIibro 8 LriKstelis äs Nemoris L Xeminikcentia; tM Spani-schen aber hat man von ihm llävertensiLs 7 kreseptos gsne-rals 8 , con ioa xnales pueäen ksciimente lo« Neäicos tsiarqualefguier resetas äs las botiess , und tres Oilcnrlos paraxrobar , gus estan obligaäas a criar a lus Ü 70 S 3 los kockustoäas Is 8 msäre 8 , guanäo iienen buena ialuä <Lc. ^l«eo»E,bibl. »ich.

s Gutierez, (Johannes) ein Spanischer Jurist, war vonPlacentia gebürtig, und lebte zu ende des XVI. steculi. Nach-dem er zu Salamanca der Rechtsgelehrsamkeit obgelegen,war er eine zeitlang Advocat in seiner geburts-stadt, wurdeaber nachgehends Theologal zu Ciudad-Real, und setzte sichin einen so guten ruf, daß seine schritten, wie er selber aneinem orte von sich bezeuget, nicht nur auf Universitäten, son-dern auch in Gerichten in und ausserhalb Spanien mit rühmangeführet wurden. Es sind dieselbe zu unterschiedenen malen,äm allervollständigsten aber an. 17;«. zu Lyon in 10. foliantenzusammen heraus gekommen. >S»rs». KiKI. Hilxsn.

Gutmund, von lgeburt ein Teutscher, wiewol einige ei-nen Franzosen, andere aber einen Jtaliäner aus ihm machenwollen, empfieng an. 1061. von Alexandro II. die Tardinals-würde, und besaß dabey das Ertz-Bißthum von Aversa, nach-dem er zuvor eine geraume zeit in dem Benedictiner-kloster St.Leufredi in der Normandie, mit dem rühm einer gar sonder-baren gelehrsamkeit und lügend zugebracht, auch ein reichesBißthüm in Engelland, so ihm der König daselbst, Wilhel-mus I. angeboten, aus demuth ausgeschlagen hat. In demVI. tomo biblisch, kk. findet man unterschiedene schrittenvon ihm, worunter sonderlich die drey bücher, so er von demheiligen Abendmahl wider Bcrengarium geschrieben, ihm einengrossen nahmen erworben. Er starb in einem hohen alter an.1084. 6/«»rac'. äs iucrik.

millse <L in Spill. TV>o ex. 78. ?n«vr«. l^ro». O/ckene.

jpÄa/. bist. sscles. Üb. V. c. 17.

Gutta, oder Guta, ein bevestigter ort in Oder-Ungarn,an der Donau, zwischen Neuhäusel und Comorra, auf dergrossen Schütt-inful gelegen. Zu ansang des XVIII. stesulihatten ihn die Malcontenten noch mehr fortificiret; er wardaber an. 1706. durch die Kayserlichen eingenommen. /M««»/.üb. XXVIII. rer. Uungar.

Guttenberg, eine adeliche und theils Freyherrliche familiein Francken , welche an. 968. zu Merseburg , und an. lo8o.zu Augspurg den turnieren beygewohnt. Ächatz muste sich an.rzri. verschreiben, daß er sich wegen Zerstörung seines schlos-ses an den Ständen des Schwäbischen bundes nicht rächenwollte. Gottfried Wilhelm war an. 1667. BambergischerRath und Psieger zu Bodenstein. Johann Gottfried gelang-te an. r684- zu dem Blßthum Würtzburg, und an. 1697. be-kleidete Wilhelm Ulrich die würde eines Dom-Probsts zuWorms. Philipp Valentin, Freyherr von Guttenberg, waran. 1709. Dom-Probst zu Bamberg und.Chur-Mayntzischergeheimer Rath. kranc. reäiv. Luntgs Reichs-Adel,

xsrt. Ixes. cont. ;. x. ir;.

Guttenberg , (Johannes) wird von den meisten vor den«rfinder der buchdrucker-kunst gehalten. Von ferner ankunftmelden die scribenten fast insgemein, daß er zu Straßburg ge-Vohren, und hernach bürger zu Mayntz worden; allein Hum-bracht will, daß er aus dem nunmehr» Freyherrlichen geschlech-1e zum Jungen entsprossen gewesen, sich von seiner Wohnungzu Mayntz Guttenberg genennet, und noch nms jähr 14;;. ge-

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lebet Habe. Er wird auch in einer alten Cölnischen chronickL.so an, 1499. in Nieder-Testtscher spräche bey Johann KolMgedruckt worden, Jnncker Johann Gutenburch genennet. ^themius sagt, daß dieser Guttenberg zu Mayntz im Hause Z»mJungen gewöhnet. Es werden sonsten von ihm wegen erM'düng der buchdruckerey vielerley erzehlungen gemacht. T>ew'die Straßburger, die ihrem Johann Mentelin diese erfinoun»zuschreiben, sagen, daß Johann Gensfleisch solche kunstMentelin abgestohlm , welcher solche dem Johann GuM'-berg geoffenbaret, der darauf bucher zu drucken angefangn"'Allein weil man lange vor Mentelin bücher zu Mayntz gevrurvfindet, kan diesem wol nicht also seyn. Denn Guttenverimag wol Laurentii Costeri neue erfindung, da er an. 1440-ffieng bücher auf höltzerne formen und zwar gantze feiteneinmal abzudrucken, bewogen haben, der fache besser. naM"dencken, damit er eine bessere und leichtere art, buchen»drucken, erfinden mochte. Allein, weil er alle seine haave vreits darauf gewendet, und die fache dennoch nicht zu starke A,bracht, und es nun an dem war, daß er das wem gar wo»liegen lassen, verglich er sich mit Johann Fausten, einem "chen bürger zu Mayntz, dergestalt, daß selbiger zu fortjetzu' »des wercks auf halben gewinnend vertust geld herschieffe» ssm'und wurde endlich durch dessen Vorschub die erfindung voue«vzu stände gebracht. Anfänglich zwar haben sie die buchst^auf höltzerne formen ordentlich eingeschnitten, und einbuch, Lstkolison genannt, gedruckt. Weil sie aber am^' .Aformen nicht mehr druckn konnten, griffen sie es nacym^subtiler an, erfunden eine art, die formen oder matricen a»buchstaben des Lateinischen alphabets zu verfertigen, uno ^ ^innen die buchstaben von ertz oder zinn zu gießen, so vielvonnöthen war. Es hatte aber auch dieses im anfangeschwierigkeiten, indem, da sie die Bibel druckten, schon A ^gülden ausgelegt waren, ehe sie den zwölften bogen zu enoe»^bracht. Da es aber endlich im stände war, gieng allesbesser, sonderlich als Peter Schäffer eine leichtere art von M ^gießen erfunden. Als Johann Faust sahe, daß vonkunst ein guter prosit zu machen, suchte er selbigen vor M 7lein zu behalten. Die fache kam zwar zur klage, allen», ' ^Faust mitte! hatte, und also einen bessern Nachdruckkonnte, siele der spruch für ihn aus, und scheinet Vieles Adie Ursache zu seyn, daß auf den erstgedruckten büchern '"7des Guttenbergs, sondern des Faustens nähme befindlichjener die mittet nicht hatte, die druckerey für sich fortzm^ ^Wie es mit dem Guttenberg weiter gegangen, und wenn e^ ,geistlich gestorben, kan man nicht finden; es scheinet aber, c-er nachmals in ziemlicher armuth gelebet; wie er denn von ^gen mit dem Johann Gensfleisch , welcher vor alter gan^»?

von einem Lrolslloie daselbst gemacht seyn soll , und also la^tet: ^oüsnlii Luttenkergenü ö/IsAuntino, Pii primu8 owIitter38 -ers imprimenäss iuvenir, üac arte äs toto oevamerenti Ivo Vdü1igiÜ8 üoc lsxum pro monumeat»

an. i;c>8- (Siehe den artickul Buchdruckerey.) Wen'-hj-bey dem artickul Buchdruckerey für gut befunden HM,gen ohnverändert zu lassen, und was darinn auszusetzen. ^zu verbessern schiene, absonderlich beyzufügen, so wirdgereimt seyn, auch allhier ein gleiches in acht zu nehmen,die vorkommende anmerckungen ebenfalls, wie daselbst, M'° ^len zu unterscheiden. 1.) Daß Guttenberg von Straßvnf^^bärtig gewesen, hernach aber gen Mayntz gezogen, n?^ nzlni«Wimphelingius, sowol als die hierüber vielfältig citirn » Ar-sche chronick, sondern auch die alte bisher nur gesaM^'handene geschicht-bücher, deren das eine Daniel Speckn»/^andere aber einen andern unbekannten urheber hat;zwar hierwider zu streiten der Lateinische vers, so 'v.Mi»-1468. hinter den zu Mayntz gedruckten Inüitutionidus o»ni glossatis stehet:

()US 8 gsmiit gmbos, urÜ 8 IVIoguntina, ^obsnnebüibrsrum insignes protocÜ 3 ra§M 3 tico 8 ;

Jedoch lasset sich ein solches noch wohl vergleichen,anmercket, daß der smkor dieser versen sich am ende deu ^für einen Franzosen ausgiebt, der bey Schäffer LEWesen, und zwar zu einer zeit, da sowol Guttenbergallbereits todt waren, und also sich leichtlich ohne gem> '^ aufgründ hat einbilden können, Guttenberg wäre an demdie Welt kommen, wo er zuletzt florirt und gestorben,poetischen freyheit zu gedenckn, deren sich der aucnor"haben kan, als dem es nicht so viel um das »älterm»ersten erfinder, als um ihre Personen und ersonnene ''^peearbeit zu thun war. 2.) Daß der nähme Guttenberg ^e-Gutenberg, so dem von Straßburg nach Mayntz A,.»cernnen erfinder der buchdruckerey von der gegend dreierstadt, darinn er seine Wohnung gehabt, fty bevg.E - pestoden, ist schier nicht zu zweifeln, daher sich um M v^ „ ge,weniger zu verwundern , daß einige auf dre gedan" ^ zufallen, derjenige Johann Mentelin, welcher dreStraßburg soll erfunden haben, wäre eine Person ^ ge-

worden seyn soll, vor eine Person gehalten wird. ^führet von ihm ein monument an, welches in dem Jura' ^Lolletzio unter der innern dach-rinne zu Mayntz befino»