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Mfangen , «md weit die Mayntzer mehr diesen letzten, alsMnen vorigen und ersten nahmen Mentelin von ihm gebraucht,!? habe er ihnen hierinn endlich selbst gefolget; desgleichen auchMst von viel hundert andern mehr geschehen ist; worzu nochMers kommt , daß die scribenten, welche des einen vonMen beyden Meldung thun, den andern gemeiniglich ver-Mveigcn; jedoch kan man es darum noch nicht für sicher hal-W, weil sowol Mentelin, als seine ehefrau, laut unwider-Mechlichen Urkunden, zu Straßburg verstorben sind, sie zwar«». 147;. er aber erst an. 1478. da er in dem sogenannten Li-pulluum morcuorum ( darin» man die todten , bey derenNchdegängnis man die glocken geläutet, verzeichnet findet)Amirms ^oliLnne8 Nentellus Impressor genennet wird.
^ven diese zeit des todes dieses Mentelins samt dem titul Im-pressor, Drucker, scheinet bey nahem eine probe Wider ihnMngeben und zu erweisen, daß er kaum der erste erfindet habeM können , weil er sonst zu einem sehr hohen alter mäste ge-!°nilnen seyn, und gleichwol , welches wohl zu bemercken,einiges abgedrucktes buch, darauf sein Nahme stunde, je.Wals gesehen worden. 4.) Aus allen obigen umständen schei-nt das glaubwürdigste zu seyn , -daß, wie nach den.einmal inÜbung gebrachten höltzernen tafeln des Laurentii Küsters vonKarlen: und anderer mehr, ohne Zweifel mehrere leuthe, die"was von dem stechen und graben verstunden, auf eine beque-Ure art bücher zu drucken müssen bedacht gewesen seyn, auchMntelin unter solche zahl gehören könne, wiewol er in demÜbrigen weder der erste davon gewesen, noch auch die kunst vorWen von Mayntz in stand gebracht hat. Wer einer noch nichtMntlich bekannten kunst nachgrübelt, und um deren ausfin-w'ng bemühet ist, ja auch wol einige obschon noch unvollkom-mene proben davon sehen laßt, oder endlich, wer eme solche an-derwärts erfundene kunst in seiner stadt zuerst aufbringet, derran von seinen lands-leuthen, die immer für den rühm ihres Vat-erlandes eifern, leichtlich iur den ersten erfinder ausgegebenWerden. Die buchdrncker-kunst sechsten, ohne weiter zu gehen,Mt uns dißfalls sattsame proben und exempel an die Hand;Massen dann auch die Jtaliäner einen und den andern Teut-, ja so gar den Franzosen Nicolaum Ianfon, nur weilM die erfindung zuerst über das Alp-gebürge gebracht, eine zert-Mna für die ersten Urheber dieser kunst angesehen und geruhmetMben. -) Ob ein Latkolisoli auf die in obgemeldtem artickulMriebene art würcklich gedruckt und ausgegeben worden,Klrd sehr gezweifelt; das aber ist gewisser, daß die dritte durchFaust und Schäffer gedruckte ausgäbe, welche nach den Later-Wchen Psalmen Davids von an. i4t?. und dem Katmuali Du.Wüi des jahrs 1459. erst an. 1460. zu ende gebracht wor-, eben die von dem LatKoliLvn gewesen, welche aber so-M als die beyde vorhergehende nicht mit holtzern formen oderBuchstaben, sondern, wie es noch heut zu tage geschiehet , MitMnernen ausgedruckt ist. 6.) Von dem streit-und rechts-han-zwischen Faust und Guttenberg wünschte man emen klaren^weis zu haben, ehe man die fache für gewiß anflehet. DasM Faustens tochtermann und einigem Nachfolger oder erbenM dem gantzen drucker-werckc zu ende der mehrgemeldten In-^urlonum Mliinisni an. 1468. abgelegte Zeugnis, worinnguttenberg schlechterdings, wie Faust , ohne diesem letzter»N geringsten vorzug zu geben, für einen der zwey ersten er-Mr dieser kunst ausgegeben wird, scheinet solches nichtMl zuzulassen, und machet vielmehr glauben, Gntten-geg sey vor gäntzlich zur Vollkommenheit gebrachtem wercke to-°es verblichen, weil ja andern falls, und da dieser wider stt-Au. willen nach dem zu stände gekommenen wercke aus der ge-Melnschafft wäre gestoßen worden, Schaffer wider seinen sclMe-^r-vatter, ja auch wider sich selbsten wurde gezeuget haben.Umbracht, vom Rehinischen Adel, mb. 47.
L Lkron. 8pankem. Lrl'erLalte-^ ckron. Lre. N8Lt. Ll-r-«. ver. Krer.
äs ortu Lom. Ilabsd. L in kansg. Larol.nin Lkronogr. 6erm. Hertzogs Elsaßische thron.l'L lstn , älök. L ksök. memor. Iik. VIII.L. I I. ^7^.
5'^^. äs rer. invent. e-cr. 5«^^- enneaä. X. IM. VI.
epü.rer. Lerm.s. 6;. L incat.Lp. Lrg. .
ss csrmine äs caleoLrÄpk. vit. klnlos. lnL Mög.
^ l- c.Z 7 . ^ äs typogrupk. tbestr.
ss^Utzel, von der buchdrucker-kunst. Ar«r>r«r , Mtroci. aä rem
wi^Iltenstein, ist ein altes Gräfliches geschlecht, welchesMzecho ,n Böhmen gekommen , da es sich anfangs äs Besshernach von Melnick und endlich von dem neu-erbautengesMH Guttenstein geschrieben. Der erste Reichs-Graf selbigenlein e^its war Burianus, so an. 1462. starb, und folgte ihmlohn, Burianus II. oberster Cämmerer m Böhmen, wel-^z^um der Catholischen religion willen, an. 1466. mit dem' Ner Georgio in Böhmen krieg führte. Er hmterließ von sei-Io^wahlin, einer Gräfin von Ortenberg, Bunanum oderW«"mm Wolfgangum, ( der zwey kinder hinterließ, Vr-ck?Mum und Margaretham) Margaretham, so an Herrn Wo-Seil-kn^ Rofenbcrg vermählet, und Georgiurn, welcher dasHein.A, fortsetzte, denn er von zwey gemahlinnen , Agnes,ivra^lchs von Schmirzi; tochter, und Catharina von Ko.lo-' hinterließ Albertum, obersten Muntznmster m Boh-'' 1 Und verg-Ui-k-n- kinder . <0 aber in der iuaend ver-
storben. Albertus starb an. i;;o. und hinterließ von seinergemahlin, Anna Holiezkia von Sternberg, Christophorum,der an. 154;. von seinen eigenen Unterthanen umgebrachtward ; Sebastianum, nebst einigen andern, so jung verstor-ben. Henricus Albertus aber hat das geschlecht fortgepflantzet,und mit seiner gemahlin, Johanna Hassensteinin von Lobko-witz, gezeuget Albertum. Dieser hatte von Anna, Wenceslaivon Leskouvecz tochter, Henricum Burianum, von welchemund Catharina Sibyüa, Baroneßin von Schwamberg, kom-men , Petrus Henricus, der mit Anna von Czernin zeugteHenricum Fribericum, Grafen von Guttenstein, Herrn inChvcenitz, Obicz, Kidlin und Myslowitz, Kayserlichen Cäm-merer und Statthalter der alten stadt Prag, und RudolphumMaximilianum; von jenem stammen Wenceslaus Hroznata,Maximilianus, Josephus, Antonius , Barbara und There-sia her. Jetzt-gedachter Wenceslaus Hroznata war Kayserlischer geheimer Rath, Hof-Kriegs-Rath, General-Feld-Zeugmei-ster, Statthalter in Böhmen und Commendant zu Prag. Soli-sten ist auch Andreas Graf von Guttenstein der 16. Bischofs zuPrag gewesen. , dermsn. stemmet, k. III. MULLl.
knmil. Luttr. x. 69. Souverainm von Europa, x. 816.
Guttenzell, oder Gutenzell, ist ein Frauen-Stift lnSchwaben, Cistercienser-ordens, drey messen von der Reichs-stadt Memmingen, und eine halbe von dem kloster Ochsenhau-sen , zwischen den flössen Jüer und Rott, gelegen; es soll die-se Abtey um das jähr 1240. von zwey schwestern aus demGräflichen geschlechte von Schlüsselberg (welches in dem XV.sseculo ausgestorben ) gestiftet worden seyn, welche aus liebeund begierde des geistlichen stands aus ihrem erbtheil, mit bey-hülffe ihrer bruder, das kloster zu bauen angefangen, undzwar auf dem nächst-gelegcnen berge; es soll aber nach demberichte der kloster-chronicken sich eine solche fatalität dabey er-zeiget haben, daß man des folgenden tages alle die bau-mate-rialien an dem fuße des berges gefunden, so man des tags zu-vor mit grosser mühe hinauf geführet hatte, daß endlich dasüber ein solches schicksal bestürtzte frauenzimmer sich resolvirenmuste, in der niedere eine Wohnung zu pflantzen, und das klosterjn dem that aufzurichten. Inzwischen ist es von Kayser Ru-dolpho I. an. i28z. mit herrlichen freyheiten, von den Grafenvon Aichheim aber um das jähr i;;o. mit so austräglichen gü-thern versehen worden, daß es bey 200. standes-personen, oh«ne die geringern schwestern zu rechnen, erhalten konnte; nach-gehends aber ist es durch feuer und krieg also herunter kom-men, daß kaum 8. Conventüalinnen und 10. kloster-jungfrauendarinn ihren unterhalt finden können. Die Äebtißin gehöretnicht unter die gefürftete Aebtißinnen , sondern unter die Stän-de des Teutschen Reichs, und heißet die jetzige Maria Fran-cisca. LirzM. äs monall:. 6erm. sdron. p. 60. 6i. / 7 s/z>r«rav.cle oriß. mon. x>. 208. Lucä Grafen-saal, p. 829. /ssea c?-brs-LonZr. List. 8. Lernli. *
* Guturvatus, ein Printz von Chartres, aus dem landeChartrain, ward, nachdem er eine rebeüion wider die Römererwecket, gefangen genommen, und von dem Römischen Ge-neral übel belohnet, der ihn endlich nach vielen martern ent-haupten ließ. Ärremr, Ist,. VI. äs bello Lall. c. ;8. üb.VII. e.Bey andern wird er Cotuatus, und bey noch an-,dern Gutuatus genennet.
Gutzkow, ist eine stadt in Vor-Pommern. Sie liegt zwi-schen Loitzund Anclam an der Peene, und ist das Haupt einerGrafschafft, die von ihro den nahmen führet, und zu wel-cher vor zeiten Greyphswalde, Loyze und die Abtey Eldeno»gehöret haben. Zur zeit Bischoff Ottonis von Bamberg hatdiese stadt auch den Christlichen glauben angenommen, nach-dem ihr Graf Micislaus von Gutzkow sich allbereit auf demland-tage zu Usedom hatte taufen lassen, wie denn auch derBischoff Otto die erste Christliche kirche daselbst erbauet hat.Zu deS Kaysers Friderici I. zeiten wurde diese stadt von denDänen und Rügianern gewonnen und ausgeplündert. Alszu zeiten Bogislai X. Hertzogs.in Pommern, der letzte Grafvon Gutzkow, Johannes der jüngere, ohne leibes-erben ver-starb, fiel diese Grafschafft den Hertzogen von Pommern alsLehns-Herren anheim. Es war ehemals eine berühmte stadt,seit dem aber das schloß an. i;86. von den Stralsundern zerstö.ret worden, ist es nur ein geringer ort. ?s«rer«».
x. 6;. Lucä Grafen-saal, x>. ZY7- leg.
* Ouyer, oder Giaer, ein kleiner fluß im Dauphins. Erentspringet in der grossen Chartreuse, lauft die grentzen vonSavoyen vorbey, und fallet in das Pont-Beauvotsin und St.Gents; endlich stürtzet er sich in die Rhone. Diät-
Guvetus, (Carolus) war an. 1601. zu Tours gebohren,trat an. 1621. in die Societät JEsu, lernte i. jähr d:e Iluma-iiom, und 2. jähr die Moral-Theologre;. hierauf legte er sichaufs predigen, und war insonderheit m den krrchen - ceremonlenwohl erfahren. Er starb zu Tours den ;<>. inart. an. 1664.Seine schriften sind: Oräo generslis L perpewus äivim OKcii,SLiwnssi , und UeortoloLM , live äs keltis proxrus locorum.korivr/, bibl.
tTiuvetus, (Franciscns) einer von den gelehrtesten Lriticis,war an I«-7?. zu Angers aus einem guten und alten geschlechte
äebvhren, verlohr aber noch bey jungen jähren seine eitern, de-zeovyren, Um mm 4 ren