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A die meiste zeit ihres lebens mit beständigen kranckheiken zuImpfen hatte, hat sie doch jederzeit ein fröliches Hertz und ge-vultlge fiele behalten; merckwürdig ist , daß sie bey so vielen harr'-Zufällen ihr leben ansein so hohes alter gebracht, da doch bey
,ener eröfnung ihres cörpers alle theile des leibs von dermute verzehret waren, und das ledige Hertz und Hirn ohne scha-bn Pfunden wurden. Sie wurde von verschiedenen gar hoch8Wten, zumal von dem Herrn von Fenelon, welcher sie in allenMen vertheidigte, daß ihre meynung gantz gut wäre, ob gleich!^e redens-arten manchmal etwas hart lauteten. Indessen alsPapst endlich wider die zu streiten gekommene lehr-satze ge-brochen , unterwarf sich dieser alsobald ohne Weigerung , undWeb den Päpstlichen spruch in seinem Ertz-Bißthmn selbstwodurch er aufeinmal das mittet fand, Men verfolgun-W, so aus andern Ursachen wider ihn zubereitet schienen, glück-M lu entgehen. Ihre schriften sind nachgehends zusammen ge-duckt worden , unter dem titul : ftsLueil äs äivers ssrakss äss veoioxie UMique, worbey auch etwas weniges von ihremjwen zu finden; wiewvl sonsten eine besondere iebens-beschrei-bis auf die zeit ihrer letzten widerwärtigen begebenheitenM ihr Mstcn aufgesetzt, im druck vorhanden ist. ^
ELrits psr eile meine. relLtion sur le (^uierisme.
äs Älr. I'HrsNsvsgus äs Lambrsx. g^nse-
^Uin ylE. s^nat. *
^>Guyot, von Provins, ein alter Französischer Poet, in demüLeulo. Er war nntbor eines Romans, welcher den titul:'bis äs 6uvot führet, und zwar dieses darum , weil man ingedancken stehet«, als wären lauter Wahrheiten darinnen ent-<M». Es ist aber ein satyrisches getichte, worinnen er allerMNde laster von demFürsten an, bis auf den geringsten im volck,r,"rchziehet. Man sagt, er sey zuletzt ein Benedictiner worden,"kl'ker, rssueil liv. II.
j. guzman, ist ein berühmtes gefchlecht in Spanien, worausAmaderheit Domintcus, stifter des Prediger-ordens, entspros-y». Es wird von dessen Ursprung nicht auf einerley art geschrie-rvlitt P^rus Hieronymus Aponte und Johannes Lavannaw,, x' baß es von einem Gundemaro, so bey dem Könige Vere-lia»> "l Castilien in diensten gestanden, herkomme. Ferdi-»nvus Perez von Guzman deriviret es von einem Grafen Ra-cüs ^ eines Königs von Leon tochter zur ehe gehabt. Roderi-w Av Mendoza äs Sylva führet es von des Hertzogs NeomeniSucher-Bretagne söhn, dem Guzban, her, der an. 8;4- in§bamen gekommen, und sich mit des Königs Ramiri in Astu-d' " Achter, Hermenesinna, vermählet. Andere führen es vonalten Gothischen Königen her. Ambrosius Morales will,tzixsb geschlechr komme aus Deutschland, und hiesse Guzman sovh' als Gutmann, gleichwie ein ander Spanisches geschlecht,fijMUque so viel als Reichmann bedeute. Argotus von Molinaliny k « Alvarus Diaz von Guzman, der an. 1068. gelebet,bo„ dem Grafen Nonio Magnoz, der an. y;o. gelebet, her-u,! "Met, sey der erste gewesen, von dem man, daß er den nah-»vi^Auzman geführet, finden könne. Von diesem Alvaro Diazgegenwärtige zeit das geschlecht Guzman von denin richtiger ordnung fortgeführet, aus welchem diezu Medina Sidonia, die Hertzoge zu Medina äs IssSte ^ ""b St. Lucar, die Marggrafen zu Azdales, Monte Ale,via ^ba^a, Magrena, Cardena, Palacios, die Grafen zu Nie-"bares, Orgaz, Teballad , und andere vornehme Herrenist an Johannes Alphonsus von Guzman, Graf zu Niebla,H-,.?' '440. von dem Könige Henrico IV. in Castilien zum erstenöu Medina Sidonia gemachet worden. Manuel vonwar Hertzog zu Medina Sidonia, Marggraf von St.svy„ ui Barameda, lebte um das jähr 1619. Sein ältesterha«,,' Kaspar von Guzman, starb an. 1664. Dessen söhn Io,Hön n Mrez, Hertzog von Medina Sidonia, war ehemals Vice-FraU)n Catalonien, starb im jan. an. 1665. Dessen söhne,lüvz M von Guzman, Ertz-Dechant von Toledo, starb an.GranV Alphonsus von Guzman, war Maltheser-Ritter undGin»? bvn Spanien; der älteste aber, Franciscus Perez von«'«an, Hertzog von Medina Sidonia, Graf und Herr von^äe Barameda,Philipp» v. Ober-Stallmeister,Staats-gen,n^'"b Ritter von dem orden des H. Geistes. Dessen ersteloch,""" Johanna, Alphonsi Fernande; von Cordoua Figueroastarb an. 1676. Die andere ist des Grafen von Onnategen-«« . Er hat 2. söhne, worvon der älteste Graf von NiebladenN x!vird. Ausser dem Hertzoge von Medina Sidonia fin-Ric,U - hertzoge von Medina äs Iss Torres, unter welchen.Maria PWppus Nunnez von Guzman Caraffa be-stsjz'->Er war Fürst von Stigliano, sonst Hertzog von MedinaEtawä ^es genannt, gebohren an. i6;9. und wurde Komgl.Alba Seine gemahlin war Maria, des Hertzogs von
her. s-Mier. Auch stammet von ihnen das geschlecht Haroweicht,sde Haro.) Ferner die Grasen äs Alba von Allste, unterlltziae ia^'^ricus Enrique; von Guzman an. 1617. lebte. DerAllste-Mannes Enrique; von Guzman, Graf äs Alba vonichey „'^bohren an. 1665. wurde ehemals Capital» der Teut-niaj«st^de, hernach Ober-Hofmeister der verwittibten Kö-Telle,' gemahlin war Hyacinth« Maria, des CasparErstark bli/ Hertzogs von Ossuna tochter, welche an. 169;.^gaiier Heraus find auch entsprossen die Marquisen vonv°» ^ ^ unter welchen Jacobus Philippus äs Avila Meßia
urman, Marquis von Leganez im apr. an. 16;;. starb.
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Seine gemahlin war Dolyxena Spinola. Dessen söhn warDidacus Philippus, ehemals Gouverneur von Mayland, her,nach General der artillerie von Spanien, erblicher Gouverneurzu Buenretiro und General-Schatzmeister des Königreichs Ära,gonien. Seine gemahlin ist des Grafen von Altamira tochter.Sonst sind auch aus diesem geschlechte bekannt Ludovicus vonGuzman, Marquis von Ardales und Algava, Graf von The-ba, lebte an. 1618. Garzias Guzman, Philippi V. Stallmei-ster; Martin Nunnez von Guzman, Marquis von Qurntana,Capitain der Spanischen garde. H-e«er. op. llsrslä. psrc. spss.üb. I. c.;-.Beschreibung von Spanien, s. 18. Gouvcrai»nen von Europa, x. 69.
Guzman, (Alphonsus Perez äs) Herr von St. Lucar, wargebohren den 2;. jan. an. i-;6. aus einer alten familie in Spa-nien , daraus noch die Hertzoge von Medina Sidonia herstam-men. Er diente zuerst den Mohren in Africa, dahin er sich wer-gen einiger Uneinigkeit mit seinen brüdern begeben hatte. Hier-auf nahm er Spanische dienste, und half dem Könige Sanctiodir stadt Tariffa erobern. Als nun der König nicht wußte, wieer diesen ort, well die feinde sehr nahe waren,und grosse Unkostendazu erfordert wurden, füglich erhalten sollte, gab sich dieserGuzman an , daß er sich nicht nur in den platz legen, sondernauch die besatzung zum theil aus seinen Mitteln besolden wollte.Als nun bald darauf des Königs bruder, Johann, der zu denMohren übergegangen war, Tariffa belagerte, und GuzmanSsöhn den feinden in die Hände kam, drohten sie ihn umzubringen,wofern der vatter die stadt nicht übergeben würde, zu welchemende sie ihn ins gesicht der mauer stellten. Der alte Guzmanaber ließ sich nichts bewegen, sondern gab ihnen zur antwort xer wollte nicht zum verräther werden, wenn er gleich ioo. söhnealso verlieren sollte, gieng auch ohne Veränderung nach Hause.Als hierauf seine besatzung, welche des jungen Guzmans tobmitleidig ansähe, ein groß geschrey erhub, kam er zwar eilendsdazu, aber wie man ihm die Ursache sagte, antwortete er nurso viel: ich meynte, die stadt wäre verlohren ; und setztesich darauf unerschrocken zur tafel, worüber die Mohren aneroberung dieses Platzes verzweifelten,und die belagerung aufhü-ben. Der König beehrte ihn deswegen mit seiner zuschrift, undbefahl, daß inan ihn Hinführo Lonum, den getreuen, nennensollte. Er blieb endlich in der belagerung Gibraltar den 9. sept.an.i;o9. /mZ-a/I genesl. vlgimi illuttr. in Hilf,, tsmil.
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Guzman, (Alphonsus Perez) war Hertzog zu Medina St.donia, dem man wegen seines grossen vermogens den zunahmendes reichen, und wegen seines gemüthes des guten gegeben.Er war Johannis Claros von Guzman, Grafen zu Niebla, derbey lebzeiten seines vatters gestorben ist, söhn, von Eleonora vonZuniga und Sotomajor. Er war bey absterben ftines vattersnur 7. jähr alt, und succedirte seinem groß-vatter Johanni indem Hertzogthum Medina Sidonia,der Marggrafschafft Calosa,der Grafschafft Niebla, und andern landen. Er diente dem Kö-nige Philippp II. von Spanien als General-Capitain von denküsten und grentzen von Andalusien, und ließ an. den Her-tzog Theodosium von Barcelos, des Hertzogs zu Braganza söhn,als er aus dem gefängnis des Königs von Marocco zu St. Lu-car äs Barameda anlangete, arrestiren, weil damals der Her-tzog von Braganza nach König Heinrichs von Portugall tobeselbige Crone an sich zu bringen suchte, muste aber selbigen aufdes Königs befehl wieder los lassen. Er ward hieraufzum Gou-verneur des Hertzogthums Mayland ernennet, wiewol er her-nach nicht dahin gieng. An. i;8i. wurde er Ritter vom göl-genen Vließ, dessen Ms-guis ihm der König stlbsten angehänget.In demselbigen jähre wurde er mit einigen kriegs-völckern inAfricam gesendet, den Hafen Larache einzunehmen, und widerdiejenigen, die es mit Don Antonio von Portugall gehalten,zu agiren, verlvhr aber in diesem kriege seine meisten völcker.Nach dessen zurückkunft machte ihn Philippus II. zum Ober-General über die grosse flotte, so er gegen Engelland ausgerü-stet hatte, und gab ihm Johann Martinez von Ricoldo, einenerfahrnen kriegs-mann zur see, als Admiralen zu. Er segeltemit selbiger flotte an. i;88. im majo von Lisabon in Portugallab, ward aber durch grosses ungewitter angehalten > daß er den11. julii von Corunna in Gallicien erst weiter segeln konnte. Erhielte den 21. julii das erste see-gefechte mit den Engelländischenschiffen, so der Admiral Carolus Howard commandirte. Den21. julii geschahe eine anderweitige action vhnweit Portland.Die gröste Niederlage aber geschahe den 29. julii, also, daßdurch der Engelländer glück und tapferkeit, und durch verschie-dene mit einem starcken entstandenen winde auf die für Dün-kirchen vor ancker liegende flotte abgeschickte branders, nochmehr durch die bald darauf erfolgte meers-gewitter dieser an,schlag zernichtet, und die Spanische flotte meistens ruiniret wur-de. Ob er nun wol bey seiner zurückkunft in Spanien die meisteschuld auf Alexandrum Farnesium, Hertzog von Parma, legenwollte, daß er ihn nicht in rechter zeit mit den transpvrt-schlistn,und land-trouppen secundirt, und dadurch dem ftmde zu obi-gem unternehmen alle nöthige zeit verschafft hatte, muste ersich dennoch des Hofes enthalten , und m ftmem Hertzogthumbleiben. Als an. rrM. Graf Robert zu Essex mit der Engel-ländischen flotte Cadix in Spanien einnahm, setzte er, alsKöniglicher Admiral , sich demselben entgegen. Er vermah-lte sich mit Anna äs Sylva und Mendoza, Rm Gomez äs
Sylva,