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Sylva, Hertzogs von Pastrana in Spanien tochter, mit wel-cher er erzeugt Iohannem, Emanuelem Hertzog von MedinaSidonia, seinen Nachfolger ; Philipp»,» von Guzman und Ara-gon , so ohne erben verstorben; Rodericum, Marggrafen zuSattes; Alphvnsum, Patriarchen in Indien; Wilhelmum,Grafen zu Villaverde, nebst einigen töchtern. Er starb im jul.an. 1615. , lib. I.XXX 1 X. xsx. 172. gnn.
LelA. lik. I. psg. n 6 .
Guzman, (Henricus) Graf von Olivarez in Spanien, warPetri Guzmans, welchen der Kayfer Carolus V. zum ersten Gra-fen von Olivarez gemacht, ältester söhn. Er fuccedirte seinemvatter in gedachter Graffchafft, war Alcayde des Königlichenpallasts zu Sevilien, Ritter des ordens von Calatrava und Com-mendator zu Bivora. Er diente von seinem eilften jähre an demKayfer Carolo V. und dessen söhn Philippo II. mit welchemletzter» er auch an. r;;;. eine reife nach Engelland that, alsdie Vermählung mit der Königin Maria vollzogen wurde; so'befand er sich auch an. 1557. in der Macht bey St. Quintin.Nachmals wurde er Präsident der Königlichen Rechen-Cammervon Castilienmnd deSKönigs Philippill.Hofmeister.Ferner wur-de er als ausserordentlicher Gesandter nach Franckreich geschickt,auch als ordentlicher Gesandter nach Rom, allwo er mit demFranzösischen Gesandten wegen des Vorgangs streit bekam, auchsonst mit dem Papst Sixto V. viel zu schaffen hatte. Nachge-hend war er an. 1592. Vice-König von Sicilien, zu einer sol-chen zeit, da in demselbigen Reiche grosse theurung war, undsolches von den Banditen unter des Randazzo anfuhrung sehrmitgenommen wurde, welche letzter« er auch dämpfte, und denRandazzo zu Meßina durch 4. von einander fahrende galeerenzerreissen ließ. Er stillte nachmals einen wegen neuen auflagenentstandenen aufruhr zu Meßina, und als sich an. 1594. eineTürckische schiff-armade auf den Sicilianischen see-küsten sehenließ, machte er hierwider alle anstatt. An. 1595. wurde eraus Sicilien zum Vice-König des Königreichs Neapolis beruf-fen, und als er zu Pozzuolo aus dem schiffe stieg, rief ihm dasvolck mit diesen Worten zu: Lrslls! ! dadurch eine wohlfeilezeit verlangende. Er ließ von dem in Sicilien erkauften ge-Ireyde eine grosse menge nach Neapolis bringen, verdiente aberden verlangten danck nicht damit. Er fieng an einen neuen Ha-fen zu Neapolis zu bauen, weil der vorige bey stürm und unge-witter nicht sattfame sicherheit gab; da aber schon 60000. duca-ten darauf verwendet waren, ließ der König damit inne halten.Er war sonst ein verständiger und arbeitsamer Herr , der fastimmer die seder in der Hand hatte, dahero ihn auch die Spa-nier un grsnä ksxeli'üa nenneten. Insonderheit war er einfeind der schalcks-narren, und verfolgte die Banditen. Als eraber einiger vornehmer Herren und des Adels haß auf sich lud,auch einigen Genuesischen kaufleuthen, Saluzzi genannt, inNeapolis einen wunderlichen Handel, den man äspolltnrmmnennete, zulassen wollte, und den Hertzog von Vietri übel tra-ctirt hatte, beschwerte sich der Neapolitanische Adel bey dem Kö-nige Philippo III. darüber, welcher ihn auch an. 1498. von Nea-polis abforderte. Er lebte hierauf noch einige zeit in Spanien,und erlangte die Versprechung des Grandats von Spanien, starbaber, ehe es zum stände kam. Seine gemahlin war MariaPiemrntel von Fonseca, Hieronymi von Azevedo und Zuniga^Grafen zu Monterey tochter, mit welcher er gezeuget Hierony-mum, so vor ihm gestorben; Caspar von Guzman, der Her-tzog zu St. Lucar cle Varameda und Graf von Olivarez wor-den, auch unter Königs PhilippilV. regierunq genugsam be-kannt gewesen; Francifcam, Didaci Lopez von Haro, Marggra-fen zu Carpio gemahlin; Annes, Alvari Henriquez äs Almafa,Marggrafen zu Alcanices gemahlin; und Eleonoram Mariam,Emanuelis von Azevedo und Zuniga, Grafen von Montereygemahlin.
Guzman, (Caspar von) Hertzog von St. Lucar äs Bara-meda, Graf von Olivarez in Spanien. Er war des vorgedach-ten Henri« Guzmans söhn, von Maria Piementel von Fonsecaden 6. jan. an. ^87. zu Rom gebohren, woselbst sein vatter ebenAbgesandter war. Er hielte sich bey demselbigen bis in das i r.jähr seines altcrs auf, da er auf die Universität von Salamancagesandt, und von selbiger zum ttsätore erkohren wurde, woselbster sich auf die Rechte legte. Nach feines vatters tode fuccedirteer demselbigen, weil der älteste bruder, Hieronymus, bereitszuvor gestorben, in der Graffchafft Olivarez, ward Ritter desordens von Calatrava, und Commendator zu Bivora, erlangtesuch das von feinem vatter besessene amt eines Alcayde oderGouverneurs des Königlichen fchlosses zu Sevilien, und weilsein vatter, ehe er den versprochenen titul eines Grands vonSpanien erhalten, verstorben,ward diesem von dem Könige Phi-lippo III. die zusage wiederholet , er auch zum ordentlichen Ge-sandten an den Päpstlichen Hof bestimmet. Nachdem er sichaber hieven los gemacht, und dem jungen Königlichen PrintzenPhilippo IV. eine eigene Hof-statt forimret wurde, erlangte erbey demselbigen die stelle eines Cammer-Herrn, befand sich auchan. i6i;. bey dessen beylager mit der Printzeßin Elisabeth ausFranckreich. Er hatte verschiedene widerwärtige, welche aucheinige meuchel-mörder wider ihn bestellet, denen er aber glück-lich entgreng. Jedoch brachten ihn feine widerwärtige in ge-meldten Prmtzens Ungnade, daß er sich auch, als PhilippusIV. m»t fernem vatter in Portugal! reisete, indessen in seinerGraffchafft aufhielte. Nachmals kam er wiederum nach Hofe,
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und in bessere gnade, dergestalt, daß bey dem a«. ega.eneAten tödtlichen Hintritt Königs Philippi III. als dieser Grat ^mulirte, er wollte sich nach Sevilien retiriren, und nicht ey.als nach eingerichteter Legierung wieder kommen, er nrcht erm>sen wurde, sondern nebst Don Balthafar von Zuniga dieuehmste stelle in der Legierung erhielte. Nach des Zumga woblieb er allein der vornehmste Minister, ward Ober-Canmre^,Groß-Cantzler von Indien, General-Schatzmeister von ArEnien, oberster Staats-Rath, Ober-Stallmeister, General-^pitatn aller Spanischen cavallerie, und Adelantado oderverneur der provintz Guipuscva. Er wurde auch zumvon Spanien, und den 29. dec. an. 16)4. zum Hertzog von ^'Lucar äs Barameda gemacht, von welcher zeit man ihnvlica nennte, wie er denn auch Marggraf zu Acicolle wriror lund dirigirte über 22. jähr die Königlich-Spanische Rerw^fachen mit grosser authorität. Durch seinen rath wurden a»^verschiedene, so bishero in Ungnaden gewesen , wieder an ^Hof beruffen, andere aber sehr gedrücket; sonderlich versoiser den Cardinal von Lerma und den Hertzog von Uzeda, derdes vorigen Königs regierung viel gegolten , gar hart,den Hertzog von Ossuna arrestiren, und Don Rodericum v"Calderona enthaupten. Als der Groß - Britannische PrweCarolus mit der Infantil, Maria aus Spanien eine he«Wzu treffen sich geneigt erwies, auch zu solchem ende eine »mnach Spanien that, ward solche seiner expedition überM,Allein, weil sich selbige zerschlug, gab es zu einem kriege i'"schen Engelland und Spanien anlas. Er half an. i6rt-^Monson in Aragonien den frieden zwischen Franckreich §Spanien vermitteln. Durch seine beförderung sind ew'»fiüsse in Spanien schiffreich gemacht, und etliche bergwermstand gebracht worden. Als an. 1640. Catalomen, uno' _1641. Portugall von dem Könige in Spanien abfiel, wollte mihm die meiste schuld beymessen , weil er selbige einwohne» shart gehalten, wie dieses aus selbiger provintz bcschwerden/ ^in des Vitorio Siri anderm theil befindlich, erhellet..imputirte ihm auch , daß er an des Infanten von Spanren/v16,2. erfolgtem tode ursach gewesen, und den andern K0N>^chen bruder, den Cardinal Ferdinandum, der ihn in ,eman. 1604. ausgerichteten testamente zu einem seiner testamenmueingesetzet, in den Niederlanden zum Gouverneur besrau/^lassen, damit er die authorität am Königlichen How^,haben möchte. Er hatte aber ausser Didaco von GEG^Marggrafen zu Leganez, und Emanuel von Azevedo,von Monterey, sonsten wenig gute freunde am Hofe.halber es auch dahin kam, daß seine contUm etliche jähre y>> ^einander unglücklich gewesen, Portugall und Catalomen o»seine schuld abgefallen, Brasilien und Ormus verlohrengen, die kriege wider die Franzosen und Niederländer nEA.glücklich gesühret, über 200. fthiffe nach und nach einE §„fund unsäglich geld aufgewendet worden , Philippus t vihn ungnädig zu werden begunte. Hierzu maa nun 0^^.,nigin, als welche er nebst seiner gemahlin, so bey rv» MjgCämmer-Frau war, ziemlich verächtlich gehalten,beygetragen haben. Auch die Printzeßin Margareiha von ^voyen hat viel darzu geholffen, als welche bis anheronigin in Portugall gewesen, und wider seinen willen ov ^muthet zu Madrid anlangte, allwo sie den König vo"^,Kwahren zustande des Portugiesischen abfalls informirre, ^viele dinge, so verborgen gehalten worden, entdeckteder Hertzog den König niemals weit von Madrid komm»sen. Nicht weniger soll auch der Graf von Castrrllo un ^Königs amme, Anna von Guevara, so dem Komgeeinen fußfall gethan, nebst dem Innigo von Guevara, Mvon Onnate, und dem Cardinal Borgias, welchem »s MirErtz-Bißthum Toledo den Ertz-Hertzog Leopoldum vv
,rzu beygetragen haben. Wannenhero oc»^ M
wollte, viel darzu o»vci>.
ihn durch ein eigenhändiges dillet beurlaubte, und Wss', k>e-annoch audientz verstattete, doch aus Madrid zu wsm^jch»fahl; welches 'denn mit grossem frolocken des Harsegeschahe, woraus seiner fthwester söhn, Lndovicus vwMarggraf von Carpio, an seine stelle kam. Er ielb>tao»sich anfänglich nach Lochen, so ihm zuständig, undnach Toro in Alt-Castilien begeben , und von fernen m»- jhyrben. Er ließ zwar durch einen Jesuiten anhalten, MN,an einen andern ort sich zu wenden möchte erlaum Mkonnte aber nichts erhalten. Seine gemahlin, w»> / Mc
seinem fall noch eine zeitlang als Ober-Cammer-srau v ^ jh,r
blieb, muste sich solgends auch retiriren. Man Mnach diesem in viel andere dinge mit verwickeln, urwmessen, als wenn er mit Hieronymo von Villanova' M,der necromantie halber zu Toledo gesanglich gehMA.. Macrv»und mit einigen zäuberischen Nonnen des klosterscorrespondentz gepflogen» Auch beschuldigte maner der schändlichen secte, welche man in Spanien » ^sttionkraäos nennet, beygethan gewesen, weshalben vtk -gwider ihn zu verfahren, ansteng; daher einige davordaß sein tod, welcher den 12. jul. an. 1645. m der ^ sein»;8sten jähre seines alters erfolget , durch M, M ' fernes,nahen unverwandten beygebracht, damit sie ryn Afchmach bewahren mochten, sey befördert worden. ^ Mvor feinem ende seiner gemahlin auf, femelwege«ment, und seiner seelen halber gewisse geMche ve»zu machen. Es ward sein leichnam in dre Dornmn