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chen wollten/ worwider sich Hacket nicht setzte/ sondern vielmehralso zu bäten pflegte: Vatter, ich weiß / daß du mich lte-Hest, wie dich selbften. Als sie ihn aber salben wollte,,/ gabsr es nicht zu / vorgebend : der heilige Geist habe ihn schonw, Paradiese gesalbct. Indessen erklärten sie sich/ ihm allen ge-hör,am zu leiste,,/weshalben er ihnen den r6. jul. an. i;yr.befahl, durch alle gaffen der stadt Londen zu gehe,,/ und auszu-puffen : daß JEfus Christus gekommen wäre/ die weit zu rich-ten, logirte in einem gewissen wirths-hause / und würde ihnNiemand rödten können. Welchem beseht sie auch in solcher ge-schwindigkeit nachkamen/ daß Arthington sich nicht einmal zeitnahn,/ seine Handschuh zu holen ; sie setzten auch noch dieseshinzu : Engelland thue busse/ Engelland thue busse. Sie brach-ten durch ihr gefchrey einen solchen zulauf von dem volck zu-wege/ daß/ als sie auf den grossen platz gekommen waren / sienicht weiter fortkommen konnten/ sondern auf einen leeren wa-8en steigen musten, den sie eben antrafen / allwo sie ihre com-Niißion ausrichteten. Als sie wiederum zu ihm kamen/ und ihnMen, schrie Arthington vor allem volcke: das ist der Königner erden. Sie gaben von ihm vor / daß Christus dem geisteNach in dem Hacket mit weit grösserer Masse als bey einemandern wohnte; daß er der „atur verklärter leider theilhaff-tig wäre; er sey der engeh welcher vor der Welt ende kommen«ollen ; er führe den hirten-stab / um die schaafe von den bö-aen zu scheiden; er würde den satan unter die füsse treten /und das Reich des Antichrists von gründ aus zerstören ; wer'M sehen wollte/ würde ihn in dem wirths-hause finden / undwer diesem Könige von Europa nicht gehorchen würde / sollteumkommen/ und die Königin Elisabeth von dem throne Mos-ten werden. Hierauf wurden sie insgesamt vor den Richtergefordert/ und ihnen ihr proceß gemacht. Das urtheil brachteUt sich/ daß Hacket sollte gehangen und geviertheilt werden/ soauch den 28. jul. an. 1592. vollzogen wurde/ wiewol er sich voraem Richter gar ungeberdig stellte / auch vor seinem tobe vielMtslästerliche reden ausstieß. Coppinger hungerte sich imMangms todt/Arthington aber erhielt gnade/weil er sich seineuvje thaten gereuen ließ. Hacket war der Königin Elisabeth imReuigsten nicht gut/ daß er nicht allein vor sie nicht bitten wollte/wttdern auch sein Vorsatz war / ihr mit der Cron das leben zuMmen/ und die gantze form der regierung zu ändern.. Er ge->m„b vor den Richtern/ daß er der Königin Hertz mit einem ei-«crnen griffet durchstoßen / und sie niemals vor eine Königinscannt, wünschte ihr auch kurtz vorher/ ehe man ihn aufhenck-/ alles böse auf den hals. cViM/k. ann. aä an. r?9i.
^ K/NE, Lritann. Ninlü. lid. II. L. 6. La-'/e.
..„Aackett / (Johannes) ein Englischer Bischofs zu Lichfield'uo Coventry/ war zu Westmünster an. 1592. von Andrea aus,!>"er alten Schottländischen famitie gebohren, und daselbst sochNge zu der schule gehalten/bis er zuCambridge in Irinit^-Lol-g sw aufgenommen wurde. Bischofs William / damals Sie-el^Ewahrer, nahm ihn in sein Haus aus worauf er Königsau!-, Caplan, und Prediger zu St. Andrews Hoiburn/ wiechch an. I6;i. LreKiäisLonus von Bedford gemacht worden,w Ue fast zerfallene kirche St. Andrews trachtete er auf alleden Ueber in guten stand zu bringen / es wurde aber durchg,°VEandenen krieg die hierzu gesammelte contribution etli-Pfunden gäntzlich dißipirt. Als das Parlement dassieüoMche regiment samt allen einkünften abschaffen und and^when wollte, warHackett von den Bifchöffen beordert/er e» 'n dem Unter-Haufe eine Vorstellung zu thu,,/ welchesgründlich und nachdrücklich verrichtet / daß man damalsha, k . beginnen abgestanden / wiewol hernach bey über-Uvmender rebelljon/ das gegentheil erkennet wurde. Hier-wurde auch Hackett von den karlamsmarüs gefänglich an-puun, und muste fich hernach auf das land retiriren.Absetzung Caroli ll. wurde ihm das Bißthum Lichfieldsei^'w'mtry conferirt/ bey deine er / mehrentheils aus demderw/20000. pfund zu reparation seiner Cathedral - kirchedlena Er stufzete über den an so vielen armen kirchen-sqg 'wn seiner IliceLLs begangenen kirchen-raub/ und pflegte zuM W daß/ gleichwie die Papisten höchstens zu tadeln wären /hören, ledigen interesse halber von keiner reformationuls w U^en, von den Reformirten noch gröber gefehlt wäre /wische mehr aus geitz und geldfucht/ als gewissen / refor-Sestve» e». Obfchon er die Christliche kirche gern vereinigetder /.hielt er es doch für unmöglich/so lange die lehre vonter ,^-Uhlbarkeit und Supremat von den Papisten behaup-sch-,, ssde. In dcm streit/ betreffend'die 5. artickul zwi-te Remonstranten und Lomra - Remonstranten, führ-derso,, ch, Wr moderat und gelind auf/ wiewol er für seinedost tzterinn mit Calvins hielte. Er war sonst ein mannkchen gaaben, treflich belesen/ und neben seiner theologi-iiebr-jä7"stUschafft auch in kdilologicis wohl geübet; dabeyder,,/"/ freundlich/ tapfer und recht exemplarisch / und son-den armen höchst guttliätig. Er hat dem ssrini-theck d ^ Cambridge 1200. pf. und der Universitäts-biblio-Mb .,,steuttge, welche i;oc>. pf. geschätzt wurde/ vermacht /sind; UUch an. 1670. seines alters 78. jähr. Seine schriften
h>elch» okXsrmvns on leversl remsrollakls fubjedks,
diglcn Felsen band in fol. wohl-ausgearbeiteter pre-IdeLsss ok /irckdisdnp ^i1Iism8 , oder. ^ iN fvl. Lsssof O.llMett, vor stinen
hac hab
98Z
* hackington, ein ort am ffusse Stour in der provintz Kent,welcher darum zu mercken ist/ weil daselbst die Gräfin von Lei-cester, mit nahmen Lora / sich'aufgehalten hat/ nachdem sie fichentschlossen hatte / allem vergnügen der weit abzusagen / undGOtt einig und allein zu dienen. Der Ertz-Bifchoff von Can«terbury / Baidwin / war zwar damals willens/ dem H. Ste-phans eine kirche daselbst aufzubauen/ aber weil sich der Papstseinem vorhaben um gewisser Ursache willen widersetzte/ so ließer davon ab. Indessen ist doch dieser ort von der zeit an St.Stephens genennet worden. Lrir. x. 700.
hackluit, (Richard) ein Tdsologus unter der Königin Eli-sabeth regierung in Engelland / war aus einer alten und be-rühmten familie in Herefordshire entsprossen / zu Oxford inChrist-Church als ein student erzogen/ und nachgehends zu ei-nem kkXbsriclgrio von Westmünster gemacht worden. Nebstder Theologie hatte er auch grosse tust zu der Historie/ und son-derlich zu derjenige«/ die von schifffahrten handelt. Er gab ei-- ne beschreibung der alten / mittlern und neuen see-fahrtenheraus, welche theils aus privat-schreiben, theils aber aus ge-wissen kleinen tractätletn heraus gezogen war, die auf ewigwären verlohren gegangen , wofern er sie nicht durch seinenfleiß erhalten hätte. Er starb endlich zu ansang der regier-ungIacobi l. gmig. Oxcm.
* hackmann, (Jacob) gebürtig aus dem lande Haveln,war mJder letzten helfte des XVII. Lculi ksKor zu St. Nico-lai in Dtade, und Königlicher Schwedischer Consistorial-Rath.Er starb an. 1698. den zc>. dec. im 89. jähre seines alters. Un-ter verdecktem nahmen hat er wider Ram, Predigern zu St.Wilhelm in Stade, eine schrift mit dem titul: Larneadi« Lvre-iuei LmicrsZus, und nach deren von der Universität Jena an-gestellten censnr Lorreckioneni Lacocensoris heraus gegeben.Er hat auch noch unterschiedliche streit-fchriften wider Have-mannen, und zum theil unter dem nahmen Stanislai Schrö-ters verfertigt, im nahmen aber des Stadischen Ninillerii an.1690. eine vorrede zu dasigem gesang-buch gemacht, welchesvon Serpilio in fortgesetzten lieder-gedancken, x. 92. vor dasbeste gehalten wird.
hacqueville, eine Französische familie, welche aus ArtoiSentsprossen seyn, und sich in dem XIV. fLculo nach Paris ge-wendet haben soll. Johann Hacqueville war an. 146 z. einerder Deputirten von selbiger stadt an König Ludovicum XI.welcher zu Pleßis los Tours war. Er hatte Mariam Violamzur ehe, mit welcher er Jacobum erzeuget, und Dionysium vonHacqueville, Herrn von Vaires, von welchem die Herren vonVaires, Garges, Attichi und Pomponne des zunahmens Hac-queville herstammen. Iacobus von Hacqueville hatte von Gi-lette Hennequin, Radulphum von Hacqueville, Herrn von Ons-en-Bray, welcher von Anna Mistercolle hinterließ Petrnm vonHacqueville, Parlements-Rath von Paris und Präsident derregneten , so an. 156;. verstorben. Dieser letztere hatte vonseiner/rau, Maria Burgensi, des berühmten Ludovici Burgen-sis, Königlichen Leib-NeäiLi tochter, Andream von Hacqueville.Parlements-Rath zu Paris, und nachmals Requetenmeister.Er war unter Caroli lX. und Henrici III. regierung berühmt.Der Hertzog von Mayenne nöthigte ihn, an. 1591. die stelle ei-nes Präsidenten von dem Parfement anzunehmen, die er aber,nachdem die stadt Paris von Henrico IV. zum gehorsam ge-bracht worden, wieder niederlegte. Er starb den i;. may an.1610. im 78. jähre seines alters. Er hatte zur gemahlin An-nam Hennequin, von welcher er Hieronymum hinterließ, vondem hernach ; Carolum, Bischofs von Soissons, so den 28. jan.an. 162z. verstorben, und 2. töchter. lliüoir. cles
xrem. kreücl. äs karis, L äss Iflaktr. des reguetes.
hacqueville, (Hieronymus) Herr von Ons-en-Bray, ober-ster Präsident des Parlements zu Paris, war des Andreä Hac-queville , Herrn zu Ons-en-Bray 1 » Morlaye und Marcon-ville, Königlichen Präsidenten im grossen Rath, söhn, von derAnna von Hennequin. Er war anfangs Parlements - Rathund hernach Präsident über die requeten des pallasts. Endlichmachte ihn Ludwig XIII. an. 1627. zum Präsidenten des Par-lements. Er starb den 4. nov. an.i628. ohne erben. L/E-Mchhacspan, (Theodoricns) war den 8. nov. an. 1607. zuWeimar gebohren. Anfänglich wurde er auf das Oynmsstunizu Rosleben geschickt, und nachmals auf die Universität nachJena und Helmstädt. An. 16; 6. gieng er auf die Academiezu Altorf, und setzte sich folgends in den Orientalischen spra-chen veste. Er wurde nach Schwerteri tode an. i6;6. Professorder Hebräischen spräche daselbst, und an. 1654. Professor ssbeo-logise. In den letzten jähren wurde er starck mit dem poda-gra und einer cachexie befallen, und starb endlich den 18. jan.an. IÜ;9. Seine schriften sind : Docucicmes fsorre; 8MogsOlsxMLvoQom ssheologicarum L kbilologic-irum; kläes <LI.LZS8 Nudameäis; LuLubrationes Pmnclcentks!enfe8; sstieo-logia sskslmmlica; Lider Xi-r-rckoN; Mleellairea Hera;IsiotT pdilologio-e in IooL 8cripturD diKcilis. Xrco//rr pro-Arsmma fun. tewpl. donoris. tdeatr. ,
mem. ssdeol. dee. X.hadad, siehe Adad.
hadamar, tat. llsdemarum. eine kleine stadt auf dem We-sterwalde, an dem fluß Els, 4. Meilen von Coblentz,gelegen. Esresidirte sonst daselbst ein Fürst von dem Hause Nassau, undzwar von einer besondern linie, welche Johannis des altern,
Grafen