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sie nebst andern weibs-personen, deren anführen« sie war,die feinde zurücke, da die männer aus Müdigkeit und schreckensich würcklich in Unordnung auf die flucht begeben hatten/ in-dem sie dieselben durch steine und ein gewisses aus bley undhartz gemachtes kunst - feuer abhielte. Einen Burgundier,der die gemachte bresche erstiegen, und seine standarte daselbstaufstecken wollte/ schmiß sie von der mauer herunter, undnahm ihm die standarte. Wegen dieser sonderbaren thatwird ihr gedächtnis in Beauvais werth gehalten, wie dennihr bildnis auf demRathhause stehet/und ihre nachkommen nochbis auf diese stunde von alten auflagen freysind. Der tagdieser erlösung, nemlich der ic>. julii / wird jährlich durch ei-ne solenne proceßion gefeyert / in welcher die weiber den Vor-gang haben. Als Kachelte noch am leben war/ gieng sie beydergleichen solennität mit ihrer standarte vor denselbigen her,welche anjetzo bey den Iacobinern daselbst aufgehoben wird,diese gesthicht überhaupt wird von allen HittcckLis dieser zeiterzehlet, doch nennen nicht alle die Jeanne Kachelte mit aus-gedruckten Worten. Kick. äs Ravarre. A/esei-ar. *
Hacke, eines der ältesten und ansehnlichsten adelichen Häu-ser in Thüringen und Meisten, welches Biltzingsleben, Can-newurff und Krumpe, als ein altes stamm - Haus im AmteFreyburg unweit Merseburg gelegen, besitzet. Es hat sich invorigen reiten wegen harten streitigkeiten mit dem Grafen vonBeichlingen, meistentheils aus Thüringen in andere länderbegeben, und sich hierauf in Meisten ausgebreitet. An. 520.soll einer dieses nahmens, so ein Sächsischer Oberster gewe-sen, mit 100. mann die vestung Scheidingen überstiegen, undalle darinnen befindliche Francken niedergemacht haben. Manwill auch, daß derselbe das schloß Sachsenburg auf lebens-zeit inne gehabt , und dabey ein Haus, die Hackenburg ge-nannt , erbauet habe, so noch heut zu tage diesen nahmensühret. Friedrich und Johann haben an. 140;. dem turnierzu Darmstadt beygewohnt. Vorher» aber an. 1209. hat sichein Hacke von Suhla, (vermuthlich, weil er zu Suhl« im Hen-nebergischen gewöhnet) auf dem turnier zu Worms mit be-funden. Just Hacke, ein tapferer kriegsmann, führte indemSchmalkaldischen kriege den grossen Hugo von Mannsfeld desnachts aus seinem schlösse gefangen weg, und ließ ihn i^'ch2. jähren, nach erlegter ranzion von etlichen rooo. gülden,wieder frey. Er blieb endlich an. 15?;. in der schlackst beySievershausen. tNestr. 8ax. xmg. ;o6. Span-
genbergs Mannsf. chron, L Abels-spiegel, k. II.
Hacke, eine uralte adeliche familie in der Marck Branden-burg, welche daselbst das Erb-Schencken-amt besitzet, und an926. dahin gekommen seyn soll. Weil sie mit den Hackenin Thüringen und Müssen einerley wapen führet, kan es seyn,daß sie zu gedachter zeit von denselben abgestammet. Einigegeben vor, wiewol ohne gründ, sie hatten vor zeiten Bliftenoder Blissel geheißen, und den nahmen Hacke von einer be-sondern begebenheit erst zu Marggraf Waldemars zeiten er-halten. Joachim Hacke hat an. igzo. die Ritter-güther Stans-dorff und Stolp an die von Strohband verkauftet, und zuSpandau gewöhnet. An. i;88. war Otto Hacke auf Bergenund Briefen, als Chur-Brandenburgischer Amts-Verweser zuCotbus bekannt. Wieaand diente an. 1614. dem Chnr-HauseBrandenburg als Oberster. An. 1690. besaß Heinrich die Char-ge eines Cantzlers bey dem Fürsten zu Anhalt-Köchen, undErnst Ludwig aufMachenow, (unweit Berlin gelegen) giengan. 171z. als Königl. Preußischer General-Mayor und Com-mendant zu Berlin mit tobe ab. Man findet auch, daß vorzeiten adeliche geschleckster dieses nahmens in Holstein, Schwa-ben, und andern ländern florirt. ,Von denen in Schlesien,stehe den artickul Hocke, Märck. chron. x. zy. 46. 210»tkestr. 8ax. proci. Äliln. snual.
8uev. ?. III,
Hackeborn, eine von den ältesten und ansehnlichsten adeli-chen familien in dem Magdeburgisthen, deren stamm-hausdieses nahmens 1. meile von Grüningen unter Croppenstadtnach dem Hackelwalde zu gelegen, hat ehemals zum theil denGräflichen und Freyherrlichen titul geführet, und sich vonGOttes gnaden geschrieben. Ihre residentz hatte sie zu Hel-pede bey Eisleben, .und besaß zugleich Wippra; anjetzo aberbesitzet sie in dem Magdeburgischen in dem so genannten holtz-kreise Bahrendorf, Stasfurt und Suhldorf, rc. Schon an.979. wird der Edlen Herren von Hagen oder Hackeborn ge-dacht, welche den Hackcborn zu Halle erbauet. Ludolph vonHackeborn ließ an. m;. m der schlackst bey dem Welphs-holtze seine tapferkeit sehen. Bruno florirte an. uz;. Vondessen nachkommen haben an. 125;. Albrecht II. und Ludwigdas in dem Fürstenthum Halberstadt befindliche CistercienserJungfer-Stift Hadersleben gestiftet. Ludwig zeugte mit seinerersten gemahlin Albertum, mit der andern aber, so HertzogsBoleslai Lalvi zu Lieqnitz tockster war, und an. 127g. starb,Fridericum. Jetztgedachter Albertus zeugte nebst einem söh-ne Johanne, eine tochter, nahmens Beatrix, welche an Bol-concm I. zu Schweidnitz vermählt worden. Um das jähr1280. lebte Mechtild von Hackeborn, welche das buch geistli-cher gnaden und offenbarung geschrieben, und canonisirtworden. An. 1; 64. ward Elisabeth Aebtißin zu Quedlinburg,und starb an. iz?;. Friedrich hat um das jahr r;?--. gelebt,und zuletzt den Grafen-stand geführt. Um eben diese zeit was
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ren Albin und Ludwig bekannt, die an. 1)78. das schloßBeyer-Namdurg in Thüringen vor 8000. breite schock an dieLandgrafen Friedrich Balthäsar und Wilhelm verkauft, undnur den Adel-stand geführt haben. An. 1418. war MechtudProbstin zu Quedlinburg. Albrecht Friedrich und Hans vonHackeborn auf Sorn und Sercha bey Görlitz machten an»r42<§. anspruch auf das schloß Pribus, und Miethen deswegenmit dem Hertzoge zu Sagan in streitigkeit. An. 17 n. wareiner von Hackeborn Königlicher Preußischer General- Majorund Lnvo^e an dem Rußischen Hofe, und wurde an. - 7 ^'General-Lleulenant. tick^Mpliig, p. iz 1.snrigu. Lsieenborn. p. roS. Zieglers schaupi. p. rii. Grossfers Laus. merckw. k. I. p. uz. Lnüg. tzuscilinburg.
stammb. p.; 7.
Hackelinan, (Leopoldus) wurde an. rz;8. zu Stade an deeElbe in dem Hertzogthum Bremen gebohren. Nachdem erdie ersten kunäsmenta in der schule gelegt hatte, schickte manihn nach Helmstädt auf die Universität, allwo er eben wirzu Leipzig die kKiloloMcs getrieben, nach der Hand aber Mzu Jena auf die ) gelegt, worinn er unter gelehrter man-ner anführung vermittelst des zu seinen gaaben gesetztennatürlichen fleisses treflich zugenommen; so bald er nachgühends vockor worden, hat er so lange der studirenden jugerwcolleZis gehalten, bis er an. 158z. die krok ^uris cxtrsorct.und nach absterben Danielis Eulenbecii die orclinarjgm bekommmen. An. 1 z 8y. wurde er als Magdeburgischer Rath von Je-na nach Halle beruften, und hat solche stelle zum grösten vergnü-gen seines Fürsten i;. jähr bedienet; inzwischen wurde er vondem Chur-Sächsischen Hofe an Petri Heigii, eines berühmtenJuristen platz Verrissen, schlug aber solche vocation auf eu>chöfliche manier aus, und nähme an. 1612. an deren stellevnihm von Leipzig aufgetragene krok. suris an, wurde auch oa*selbst bald darauf stllsllsr OurlL krovinLialir lupremse und L»;nonicus zu Merseburg. Er starb an. 1619. und hinterließfolgende schriften: (JuLitiones^uris illuüriores; iJuTstionelelsckiorer ex Jure konrik. A Lilputstiones vsriss in ksnaecr-A,su8 keuciale. in pgrentat. ssen-e llsdira.
* Hackemann, (Jo.) von Peina, war erst auf der Univer^sität Rtnteln kroteckor Logices, hernach ksüor und Superliitendent, letztens Abt des klosters Cluß, und starb den 16. on.an. 1676. rn seinem 47- jähre. Er hat verschiedene vilpur-m"'nes Ltkicss; ingleichen von der Gute GOttes; von dem letzlckEndzweck der menschlichen Verrichtungen; von dem aügeme>nen und Particular-Gerichte rc. geschrieben. Sein söhn wI,krokeilor kolicices zu Helmstädt, und schrieb ein buch: Reine«Voß mit dem Kocker. Er wurde hierauf abgesetzt, gieng NUWien, und gab daselbst unterricht von der Rechtsgelehrlämte»äiur. üar-e-r-ei-F. tiiit. eccl. Lanäeeü. äixl. äiu. XH. n. p. ivzz.lsgg. .
Hacker, (Jacobus) war kroksckor IlieologiL zu Frevbuim Brißgau zu ansang des XVII. üeculi. Er schrieb e mtractat äs llrLcleüiiiationc, wurde aber von einem MluornAndrea Urciauo, unter dem nahmen Dan. Neidingen an^griffen, wiewol er sich hierwider wohl zu defendiren wuvEr hat auch 2. volumina über den Thomam cls Aflurno vschrieben. -
Hacket, (Wilhelmus) war ein schwärmer in Engellanddem XVI. üeculo. Anfänglich diente er einem von Abebmens Hussei, welchem er seine treue durch eine fehl „action erwies, indem er einen von seines Herrn femden, ^terlistig anfiel, ihm die nase abbiß, und damit sie nicht w>könnte angeheilet werden, solche hinunter schluckte. Erthete nachmals eine reiche Wittwe, brachte aber ihr gUUdurch. Er hatte nichts studiret, war aber von vortret»gedächtnis, welches er dergestalt mißbrauchte, daß er ^gen gelagen die predigten wieder hersagte, welche er.M ^ ^andern ende anhörte, als nur seinen spott zu treweu- ^liebte den wein und die weider gar heftig, und sttM M-gen-jungfrau, die zu ihm gekommen war, seines rathsEndlich warfer sich vor einen Propheten auf, und vercu"daß Engelland mit z. land-plagen, krieg, Hunger und pcnde heimgesucht werden, wofern nicht die kirchen-ducw«selbst wieder eingeführet würde, und daß es mit, dm« phe<nichts mehr würbe gemein haben. Den anfäng semer p Mezeyungen machte er in der provintz Uorck und Lmcom<aber deswegen öffentlich gestäupet und ins elend -^,e-Es kam ihn gar leicht an, alsofort ein gebät mit ^nfensten Worten zu GOtt zu machen, welches denn bey 0« ^reglauben machte, es sey eine gaabe des H. Geistes- ^ Mgtt;so viel Wesens von seinem gebät, daß er auch zu sage» ^ gwwenn gantz Engelland um regen, und er gantz dnrck
weiter bäte, würde es doch nicht regnen. Er betrog a»^solche falsche Wege und seinen scheinheiligen wanvel ^ ^gr
mond Coppinger, und Henricum Arthington, weicvev
gelehrte männer waren, daß sie sich zu ihm schlugen, ".^eit,zwar unter dem titul eines Propheten der barmyr ? jAks-der andere unter dem titul eines Propheten ^ssAorde»^Arthington wollte versichern, daß sie von GOtt A
lich geschickt waren, und daß nach JEsu Christo "'A.ne grössere gemalt hatte, als HacketCoppinger « EuroUbehaupten, Hacket wäre der einzige Konig von gan«
Sie giengen endlich gar so weit, baß sie ihn m»t Ct-rn ehe