Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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eine declaration publicirte. Als darauf der krieg angieng, undder Marggraf von Argile und andere stch des schiosses zu Eden-burg , Dumbarton, und des schiosses Dalkeeth, darin» sie dieKönigliche crone, scepter und schwerdt gefunden , bemächtiget,auch den Hafen zu Leitb bevestiget hatten , commandirte er an.

die Königliche schiffs - armade, und langte darmtt in dergegend Leith an. Es erfolgte aber der friede, ehe es noch zufeindlichen actionen kam. Als der König an. 1641. in Schott-land abermals anlangte, kam er mit ihm dahin, und überant-wortete das feithero der resignation des Ertz-Bifchoffs zu St. An-drews / Johann Spothwood, in Verwahrung gehabte grosseReichs - siege! dem neuen Cantzler, Grafen von Lawdun. Indemfelbigen jähre war er einer der Königlichen Deputirten, diemit des Printzen von Oranien Gesandten die hcuraths - alliantzzwischen Printz Wilhelm und der Königlichen Printzeßin Mariaschlössen. Als bald darauf an. 1641. die Unruhe in Engellandangieng, sendete ihn der Konig an. 1642. in Schottland, daselbstalles in einem friedlichen zustande zu conferviren. Da aber dieSchotten mit den Engellandern sich in eine conföderation ein-ließen , kam er an. 164;. wieder zu dem Könige, rieth selbigem,die gute zu versuchen, wurde auch zu dem ende mit Königlichervollmacht nach Edenburg gesandt, da er aber nichts ausrichtete,daß er also selbst dem Könige die Waffen wider die Schotten zuergreiffen rieth. Doch so bald er an. 164;. wieder nach Oxfordin Engelland gekommen, ward er nebst feinem bruder, dem Gra-fen von Lenrick, auf Königlichen befehl arrestiret, und nach Bri-stol , folgends aber auf das castell Pendennis an dem Hafen vonFalmouth gebracht, weil man ihm schuld gab, als hätte er inSchottland wider des Königs interesse feine coniilm geführt.Dieses sein gefängnis empfanden die Schottischen Stände indem Parlement zu Edenburg an. 1644. sehr übel, und nahmenstch feiner wider den König an. Er kam hiernächst im aug. an.1646. wieder los, sein geführtes Ober - Stallmeister - amt aberin beyden Königreichen Engelland und Schottland ward PrintzRoberto gegeben. Als hierauf die innerlichen unruhen angien-gcn, und der König in der Engelländifche armee Verwahrunggekommen war, führten die Schotten, um selbigen zu erlösen,eine armee zusammen, worüber sie diesen Hamilton zum Gene-ra! machten. Er conjungirte stch mit einigen Engelländifchenvölckern, welche des Königs partey hielten, nöthigte auch denEngelländifchen General Lambert anfangs stch zurücke zu ziehen,und nahm einige örter ein, hielt aber den 17. aug. an. 1648. mitdem Engelländifchen General Cromwel bey Preston eine un-glückliche fchlacht. Er retirirte stch zwar mit 4000. Pferden, diebauren hinderten ihn aber, daß er nicht nach Schottland wie-der kommen konnte, und feine übrigen völcker verlohren stch nachund nach. Er ward in solcher retirade bey Utoxeter von demObersten Watte selbst gefangen , und muste stch auf distretionergeben, da man ihn nach Nottingham sendete. Als aber an.1649. der König enthauptet, und hie Regiments-form verändertward, wollte Cromwel ihn todt haben, indem er seiner Verschla-genheit nicht viel trauete. Er saß eine zeitlang auf dem castellzu Windsor, allwo er stch den 20. jan. an. 1649. losbrach, je-doch wurden sofort ;ooc>. gülden auf seinen kopfgefetzet. Als eruun des andern tags an einer thür in Soutywarck hart anklo-pfete, auch man von feinem entrinnen schon gehöret hatte, be-kamen sie darüber einen argwohn, setzten ihn zur rede, vifltirtenihn, und funden 40. fund sterlings nebst einem kostbaren dia-mant - ringe bey ihm. Sie lieferten ihn hieranfnach Whitehalin Londen, da ste auch 120. pfund sterlings zum recompentz er-langten. Ob er nun wol, baß er als ein Schottländer auch inselbigem Reiche beurtheilt werden müste, wie auch, daß er nichtanders als ein kriegs - gefangener zu constderiren wäre, anführ-te , und 100000. pfund sterling für fein leben bot, so ward erdoch den 19. mark. an. 1649. zu Londen öffentlich enthauptet,Wordey er stch gar großmüthig aufführte. Sein leichnam wardin Johann Hamiltons Hause zu Londen balsamirt, und hernachin Schottland geführet, auch kam über seinen tod, ein buch, sovigirus Del genennet wird, heraus. Seine gemahlin war Ma-ria , Wilhelm Fieldings, Grafen von Denbigh tochter, mit wel-cher er 2. löchter erzeuget, davon die älteste, Anna, WilhelmDouglas, Grafen zu Selkirck, geehlichet, der hierdurch Her«tzog von Hamiltön worden. Die jüngste, Sufannamchat GrafJohann von Castils in Schottland geheurathet. , Laron.III. p. 449. elenck. mot. Lugl. k. II. x. 147.troubles ä'Lngleterre. , Kilt. ok tbo rebellion anc! ci-

vil in LnZIsnä. gen. Lrit. p. 96. Groß-

Britannien, x.; Zreglers schau - platz der zeit, p. 287.

Hamilton, (Patrrcius) sein väterlicher groß - vatter warJacobus, Graf von Arran, welcher sich mit Jacobi III. Königsvon Schottland tochter, Maria, vermahlet, und sein mütterli-cher groß - vatter der Hertzog von Alban, gleichfalls aus der Kö-niglich - Stuartifchen familie. In seiner ersten jugend gieng ernach Deutschland, allwo er stch zu Lutheri lehre bekannte, undin allerley wissenschafften dergestalt zunahm, daß ihn der Land-graf von Hessen, Philippus der großmüthige, in feinem 21.jähre zum krokellore IKeologiX aufder neu - angelegten Univer-sität zu Marpurg ernennete. Zwey jähr hernach kam er zurückin Schottland, und legte dastlbst den ersten gründ der religions-änderung, brachte auch sehr viel von seinen lands - leuthen zuseinem glauben. Unter diesen befand sich ein Dominicaner,nahmens Alexander Cambell. Derselbe war nachgehends seinangeber bey dem Cardinal Beton, dem damaligen Ertz - Bifchoff

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von St. Andrews, welcher darauf an. 1^4- (und nicht AssSpotswood sagt, an. 1527.) wegen ausbreitung der Luiy^schen lehre Patricium zum feuer verdammte. Auf dem nwplatz erwies er sich ungemein getrost, ungeachtet seine matter vdurch verlängert wurde, daß das feuer, da es schon anget»''gen ihm das gefleht zu verbrennen, auslöschte, und erst w«"'angezündet werden muste. Die Clerifey wollte um gleicher.'«'fachen willen dieses Hamiltons bruder und schwester am ichstrafen. Allein der König Jacobus V. schaffte den bruderhem''lieh fort, und überredete die schwester, daß sie sich ausö w>zu der Catholischen religivn bekennete. Oe , Mit. angier. tom. I. p. Z2;> , bitt. äeln rekorm. ck'Lcolt.

-Hamilton, (Wilhelmus) Hertzog von Hamilton ,zu Lenrick. Sein vatter war Johannes Hamilton,gras zu Cambridge, feiste Mutter Anna , Johann C'M«'^ghams, Grafen zu Glencarne tochter, und sein ältester brueJacobus ward von dem Könige Carolo I. zum ersten Hech?von Hamilton creiret. Er aber ward bey feines brudersder Graf zu Lenrick genannt, und war Reichs - 8ecretaimsSchottland, galt auch nebst feinem bruder eine zeitlang ".dem Könige Carolo I. in Groß - Britannien viel. DurchMarggrafen zu Montroffe rath aber wurde selbiger bewöge".ihn an. 164z. nebst seinem bruder arrestiren zu lassen, wie«er nach einiger zeit seine freyheit wieder erhielt. Als diesernig sich an. 1646. zu der Schottischen armee bey feinem dam«gen kriege salvirte, vertrauete er stch ihm am allermeisten.opponirte sich auch dem Marggrafen zu Argile undSchottischen Herren an. 1647. sehr, daß man den Komg «'«siin der Engelländer Hände übergeben sollte. Auch wohnte er ^selbigem jähre dem Parlement zu Edenburg bey, da ihm m Ldem Grafen zu Lauderdale und Glencarne der aus,pruch<die von dem Könige verschenckte güther den besitzern verblew»oder von ihnen wieder gefordert werden sollten, aufgetrauward. In selbigem jähre schickte ihn das Schottländische Eslement nebst dem gedachten Grafen zu Lauderdale an den Mgelland aufder insul Wight sich damals befindenden Konig, ^auch an das Engelländifche Parlement nach Londen, um e>gen vergleich zu treffen, da denn der König den Herrn BM'nach Londen sendete, mit dem sie allda tractirten. Darbe«"langte der König, daß sie zu ihm auf die genannte insul koM" >,sollten, so doch nicht erfolgte. Als die schlachten in Engerm gund Schottland vor die Königlichen unglücklich liefen, ve»er sich aus seinem vatterlande in die Niederlande, kam aber " ,1650. mit dem Könige Carolo II. welcher ihn zu seinem geomen und Staats - Rath gemacht, wieder in Schottland, wde nach seines bruders an. 1649. erfolgtem tode der Hertzog " ^Hamilton genannt , und weil zweyerley parteyen damalsSchottland sich befanden, deren eine das Geistliche oder K>rw ^Regiment genennet wurde, und den Marggrafen von Ar» .zum Haupt hatte , die andere aber das Königliche Reg«'' ^

sich nennete.

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nete, ward er dieses letzter» Haupt und D«e<ttor,welchem auch der König Carolus II. ob er wol bey dem erste« .stärcksten anfänglich sich befunden, mehr inclination gesswi ^Er rückte an. i6;i. mit der Schottländischen armee feinem«^Engelland , wurde aber von dem Cromwel in einer schlE ^Dumbar oder Worcester den;. fcpt. desselbigen jahrs gesw "8 ^verwundet und gefangen nach Londen geführet, woleivi»Exbald hernach den iz. sept. an seinen wunden gestorben M-.war mit Elisabeth, des Grafen Jacobi zu Dielton in Swland tochter, vermählet; mit welcher er einen söhn Jas^" c.so jung verstorben, und tochter erzeuget. '««-

Lngl. gen. Lrit.

* Hamilton, (Jacobus VIII. Hertzog von) ein fohl'^helmi II. Hertzogs von Hamilton, war unter Caroli II-rung ausserordentlicher Lnvo^s am Französischen Hofe, 0"te unter Jacobo II. nebst verschiedenen andern bedienungew ^Distel - orden und ein regiment, und ward zu zweyen mwweil man ihn in verdacht hatte; daß er wider des Köms"teresse arbeitete , in Tower gesetzt. Gleichwol erwies er'hernach seine gantze lebens - zeit als einen eifrigen aM, D,dieses Königs und des Prätendenten, und hielt untermi regierung beständig eine art von Residenten z>> S--main. Unter diesem Könige ward er an. 1698. nachdem,'^feine Mutter ihre würden abgetreten, Hertzog von Ha««Unter der Königin Anna regimente, in welchem er «am ^nach einer von den 16. Schottischen Pairs in dem Pari' ^te von Groß - Britannien , ferner geheimer Rath, R«rer yHosenbande, Baron von Dutton , und Hertzog vonin Engeüand geworden , ward er an. 170z. beschuldige' 'er an einer conspiration, die zum besten des Prätendeme« ^geführet werden sollen , theil gehabt , ward aber dcv> ' „nicht zur Verantwortung gezogen. In den folgenden ' yjewidersetzte er sich anfangs den berathschlagungen «vcsucceßion, ingleichen über die Vereinigung beyder Re«n-,,ssetgrossem ernste, und änderte zwar einmal gantz unver'seinen sinn, in Hoffnung, einer von den Connnissarlenz' ^den, denen die abhandlung des unions - geschafft amg-werden sollte, blieb aber bey dieser meynung nichtdern fuhr fort mit dem Französischen Hofe und dem u,denken briefe zu wechseln, und war einer von denenternehmung, welche nachmals an. 1708. in Schotlia ^brach , befördern helffen. Er war eben auf deut