Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Engelland begriffen, als er Nachricht bekam, dass zu diesemvorhaben alles bereit wäre, wollte aber, allen verdacht zu ver-meiden , nicht wieder zurück kehren , sondern setzte seine reise«ach Engelland fort, allwo er nach seiner ankunft gefangengesetzt, jedoch bald hernach wieder los gelassen ward, nachdem«r versprochen, des Englischen Mmüerü ablichten in Schott-jand dienlich zu seyn. Nach Messung des Utrechtischen friervens sollte er als ausserordentlicher Ambassador nach Franck-*uch gehen, ward aber an. 1712. am 15. nov. in einem duellMit dem Lord Mohun, Mit welchem er wegen einer gewissenAbschafft streitigkeiten hatte, entweder von diesem Lord, oderMie andere melden, von dessen secundanten, dem Obersten Ma-ckartney, im 55. jähre seines alters erstochen. Er war ein stol-zer , eigensinniger mann, dem es niemand recht machen konn-te, und der, um sich an seinen feinden zu rächen, öfters sei-ner eigenen partey Nachtheil erweckte. Wie man denn meynte,«aß die anschlüge des Prätendenten zum theil deswegen so übelSelungen, weil sich Hamilton mit den übrigen Jacobiten nie-mals vertragen können. Er soll nach des Königs Wilhelmi III.tobe damit umgegangen seyn , sich selbst die SchottischeErvne aufzusetzen. r-s 0/

Ler, msmoir. tom. I. msmoir. tom. II.

Ul. IV.

* hamilton, (Wilh. II. Hertzog von) war der älteste söhnWrlhelmi, Marquis von Duglas, nahm aber nach seinerVermählung mit Anna, der tochter Jacobi VII. Hertzogs vonHamilton, den nahmen dieses Hauses an, dessen güther, wel-che seine gemahlin geerbt hatte, er durch seine gute wirthschafftvon den vielen schulden, mit denen sie behafftet waren , be-treyete. An. 1660. ward er auf seine lebens-zeit vom KönigeEarolo II. zum Hertzoge von Hamilton gemacht. Im ansang«vn dieses Königs regierung widersetzte er sich in Schottland«er allzu schleunigen einfuhrunq des Bifchöfflichen kirchen-regnnents und absetzung der Presbyterianischen Prediger. An.

ward er aus dem geheimen Rathe ausgeschlossen, weilA sich nicht alle ablichten des Hofes wollte gefallen lassen,moran insonderheit der Hertzog von Lauderdale schuld war, wel-cher ihm unzehliche verdrieslichkciten erwies, und dadurch ver-fasste , daß Hamilton seit dem den Hof nach feinem willenMachen ließ. An. 1632. ward er Ritter vom Hosenbande. Un,A dem Könige Iacobo II. ward er ein Mitglied von dem Schot-chchen und Englischen geheimen Rathe. Als der Printz vonManien nach Engelland kam, ward er in Schottland Präsi-dent von dem Rathe, in welchem man, diesem Printzen dieUone antrug, blieb auch nachgehends Präsident vom geheimen'Ehe, und ward Groß-Admiral von Schottland. Er starban. 1694. Er war ein ehrlicher mann, der seines vatterlan-«es Interesse wohl kennete, auch dasselbe zu befördern suchte,vabey aber giebt man ihm schuld, daß er etwas eigennützig,«u grossen Unternehmungen nicht verständig genug, hiernächstunruhig und widerspenstig, und von unartigen litten gewesen.

bin. Nes 6ern. rsvol. n>e so»r^/. ^r/l.

eom. III.

. * Hamilton, (Jacob) Graf von Albercorn und Baronvon Paisly jn Schottland, wie auch Vicomte von Straba-ne m Jrrland, Pair von den beyden Königreichen, starb denA an.i?;4. nach einer langwierigen kranckheit im 7;. jähreMes alters. hatte bereits unter der regierung Königs^Mi II. ein regiment, und eine stelle im geheimen Rath,Wehen letztem posten er nachher behalten. Von seinen zweyenMnen und vier töchtern erbte der älteste, Jacob, Lord 6s-vaisly, xjn geehrter Herr und Mitglied der Königlichen Socie-W der wissenschafften, seines Herrn vatters titul und güther,le eine tochter aber ist an den Lord Archibald Hamilton ver-mahlet.

Hamilton, (Jacob Jmmanuel) ein Pommerischer Mus,«evohren «».1682. den 2?. mertz zu Wachholtzhaqen, einem dorfe«mveit Treptow, allwo sein vatter Prediger war, studirte zuvM und zu Halle erst Ibeologiam, und hernaM .sum,vurde zu Halle an. 1712. voüor sturis, las collsgis kdllofo-unicz und Omwria, wurde darauf von dem König in Preus-zum Cammer-Anwalt und Hof-Gerichts-Advocaten ernen-l und starb zu Stargard an. 17-8. den 24. jul. SeineMsten sind: Üilf. 6s Üs6itions kerfonsrum noxlsrum; 6sin ^ ^sssin6sn6o Lontraölu Lonänöliom's ob metum lpeÄro-i»?' Illerleichteste Art der Teutschen Rede-kunst, Leipzig 1717.>«. Geistreiche und erbauliche Gedancken über die ordentlichenund Fest-tags-Evangelien; verschiedene Leichen-reden.^Wicke, gel. Pommerl.

, die erste, beste und schönste land-stadt in der Bran-Ass,.^ss'schen GrafschafftMarck in Weftphalen, bey welcher die

Lwve fällt, ist in dem dreißigjährigen kriege bald m,Sprüchen bald in Heßischen Händen geweien, und erst an.N>issl' «em Churfürsten Friedrich Wilhelm wieder eingeräumetkann» Sie ist sonsten wegen der schincken und fischerey be-das ss soll ziemliche Handlung treiben. Gleich dabey liegt

fo 6 Marck, wovon die gantze Grafschafft den nahmen hat,denn.. «Mn Amt oder vorwerck ist. preussische und Dran-

urgische Slaats-geographie.

, eine alte stadt, 15L. genau dem Königreiche stmomern erbauet worden, »...Histor. /.MrevA ///. Theil.

dxstÄ'Ni dem Königreiche Tunis in der Barbarey. Sie ist vonmomern erbauet worden, und hat noch

meilen südwärts von Capisbarey. Sie ist vonviel alte Römische

infcriptlones auf Marmor. Die straffen darinnen sind klein,das volck arm,und das land umher unfruchtbar, gestalt es nichtshervor bringet, als unangenehme batteln. Eine meile von derstadt gegen mittag ist eine heisse quelle, welche man in die stadthinein geleitet, und an statt eines bades gebraucht. Ob sie wolüber alle Massen heiß ist, so trinckt man doch davon , wenn dasWasser einen tag sich abgekühlt hat. Bey dem besagten brunnenfindet man auch einen see, welcher der aussay-Pfuhl genennetwird, weil er den aussatz curirt, wenn man sich darinnen ba-det. Das wasser daraus schmeckt wie schwefel, und löscht dendurst tzicht. /.es p. 2; 7.

Hammar, oder Hammer, eine stadt in Norwegen, inder provintz Aggerhus, so vor zeiten ein BischöffNcher sitz war,nachgehends aber dem Bißthum von Anslovien einverleibt wor-den.

Hammaxurgus, (Sebastianus) war an. r;iz. zu Alten-burg in Meisten gedohren, und erhielt an. 1540. die würde einesAbts in dem kloster Heilsbronn. Weil er sich aber in den eheli-chen stand begab, so muste er selbige nach 2: jähren wiederumfahrenlassen. Von seinen schriften ist sonderlich die Hissor!»HIarck. Lrariäenburg. bekannt.

Hamme, eine Freyherrliche familie in Brabant, welchevon den ehemaligen Herren von Asche herstammen soll. Johannvon Hamme, zugenannt der nute Lavalier, war Herr vonSteinockerzele, und ein vatter Libertß von Hamme, Königlich-Spanischen Capitains von 200. Wallonen Infanterie, welcherWilhelm hinterlassen, der Ober-Bürgermeister und Rentmeisterzu Brüssel, und von dem Könige in Spanten an. 1636. in denFreyherrn-stand erhoben worden. /.'ere-Do» Necke Lral-a«e, p. 102.

* Hammelburg, oder Hamelburg, oder Hamelsburg,vor diesem Ammaleyburg, Hamulanburg, Hamalumburc,Hamlburg, Hamaluburg, Hamalunbürg, Hamalaburg,Hamala, eine kleine stadt in der Abtey Fulda an dem flüsseSaal, acht meilen von Würtzburg, und drey von Schwein-furt. Hierarsk. kuI6. I. p. 26. Sie soll den nah-

men von Kaysers Caroli ü-l. schwester, so Ammaley grheissen,haben, welche ein schloß neben der Saal, jetzt Saleck genannt,erbauet, und solches eine Zeitlang bewohnt, neben welchemunten am berge nachgehends ein städtlein angelegt, lind Am-,maleyburg genennet worden. Nach der Hand, als die ein»wohner sich vermehret, haben dieselbe herüber auf die anderefeite zu bauen angefangen, und zuerst den Mönchs-Hof dahingesetzet, auch damit so lange continuiret, bis endlich die stadtHammelbnrg daraus entstanden. Carolas N. hat sie dem StiftFulda gegeben. Lxcerpt. McroloZ. ssulä. 3puä Icripr.

rer. Zrunüi. tom. III. x. 760. An. 1121. hat man daselbst diesteinerne brücke über die Saal gebauet, worauf die alte stadtnach und nach abgegangen, also daß man heut zu tage da-von nichts mehr als die kirche und den stadt-graben findet; da-gegen die stadt auf der andern feite der Saal zugenommen,um welche endlich Abt Conrad von Molckes, nachdem er mitdem Bischofs Hermanno zu Würtzburg an. 1242. in zwistigkei-ten verfallen, und von demselben eines Überfalls bedrohet wor-den , eine mauer geführet, und sie mit thürmen und gräbenverwahret, auch ermeldten Bischofs, der es verwehren wollte, ineinem scharmützel aus dem selbe geschlagen, und bis in Würtz-burg hinein zurück gejaget. An. 1496. hat Abt Johannes zuFulda diese stadt an seine vettern, die Grafen von Henneberg,versetzet, so aber nachgehends wieder eingelöset worden. Lu-cä ur-alter Fürsten-saal, IV. 6. p. 119;. meldet, daß sie an dieGrafen zu Rhyneck versetzt gewesen, und von diesen Johann,einem Fürsten zu Henncberg , eingelöset sey. An. 1524. hatder Catholische Pfarrer, Joh. Kembach, auf Ostern die messezum ersten mal abgestellet, und darauf die reliaions-änderungihren ansang genommen, wozu der Lanwr, Johann Crasst,viel beygetragen. Eben in solchem jähre hat man auch dasRathhaus und keller zu bauen angefangen, und ist damit in6. jähren zu ende gekommen. An. 15;«. hat der Abt Johan-nes von Fulda von neuem die messe allda wieder eingeführet,dagegen an. 1542. solche auch wieder abgestellt worden, wel-ches denn also bis auf Das jähr 1576. fort gedauret, da der AbtBalthasar angefangen, ernst zu gebrauchen, und solche gantzestadt mit den dorfschassten wieder zu dem Römisch-Cätholi-schen glauben gebracht, welchem sie noch jetzo beygethan, unddabey dem Stift Fulda unterworffen ist. Arnolds geschriebe-ne chronick, und dann die knrtze Verzeichnis, was Abt Bal»thasar an. 1576. mit Hammelbnrg vorgenommen, und wie eSihm darüber ergangen. Spangcnbergs Henneberg. chrvn.p. 46.124.148-22;. 254, Vslt. lltÜNtzer, in ckron. 6erm.

6s mongjl. p> 61. V. -440.

Itin. 6erm. ;o. p. 6)4. cantin. I. c. ;2> p. 144. Reichs-geogr. VlII. p> 1172. Apu6 Lucknn. Vet. p. 42;.

Rnauth, über Schneiders beschreib, des alten Sachsen-land.

st. n6.

* Hammerschmidt, (Andreas) aus Brixa in Böhmen, woer an. i6n. gebohren, ward an. -6)5. Organist zu St. Petrrin Frenberg, ferner an. i6;y. den 26. april bey St. Joban-nis in Zittäu , wo er auch an. 167^. den 29. vct. rm 64. fah-re seines alters gestorben, wetzels üiMnopwoZrapK. Grosssers Lausitz, merckw. ?. IV. p. 1; r. Sein erstes werck: Jnstru-mentalischer erster fleiß genannt, ist an. ,szü. heraus gekommen.

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