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Dritter Theil. D - Ha.
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Der erste theil seiner Geistlichen Concerten , von i. s.und 4.stimmen ist an. i6;8. und der andere theil von 4.5. und 6.stimmen, zu Freyberg 1641. gedruckt worden. Der erste theilfeiner vislogorum, oder Gespräche zwischen GOtt und einergläubigen seele, von 2. z. und 4. stimmen , ist zu Dreßden an.1645. i6;r. und der andere theil von 1. und 2. vocal-stimmen,2. Violinen und general-baß über Opitzens hohes Lied Salomo«nis, ib. 1648. in 4. ans licht getreten. Er hat §n. 1648. und1650. den ersten und andern theil seiner Paduanen, Gaillarden,Basteien rc. ingleichen vorher an. 1646. die Musicalischen An-dachten, geistliche Motetten und Concerten von 6. 12^ undmehr stimmen in solio geliefert. Der erste und zweyte theilweltlicher Oden, ist an. i6;o. in Freyberg zum Vorschein ge-kommen. Es kam auch von ihm heraus, dritter theil seinerMusikalischen Andachten von 2. sing-sttmmen , 2. Violinen undgeneral-baß, Freyberg 1652. der fünfte theil seiner Musikali-schen stücke , Chor-Music genannt, Leipzig 1652. in 4. Mu-sikalische Gespräche über die Evangelien, Dreßden der drit-te theil seiner Fest-Büß-und Danck-Lieder, von 5. stimmen,und eben so viel instrumenten, Zitlau 1659. Kirchen-und Ta-fel-Music, ib. iN4. Fest-und Zeit-Andachten, Dreßden 166;.

-Aammershausen, ein schloß, nebst einer Grafschaffl, inBayern,;. weilen von München, so einem Gräflichen geschlech-1e dieses nahmens zugehöret. Als der Kayserliche General-Feld-Marfchall, Graf von Herbeville, an. 1709. auf diesemschlösse einem banquet beywohnte, fiel eine altane ein, welche ihndermaßen beschädigte, daß er einige tage hernach seinen geist auf-geben muste. Es liegt auch ein vestes schloß dieses nahmens aufder Dänischen insul Bornholm.

-Aammerstein, eine adeliclie familie in dem Hildesheimi-schen,allwo sie unweit Schwichelde unter andern das guth Eque-fort besitzet. Johannes starb an. i;82. als Abt zu Cornelii-Münster. Johann Adam war an. i6;o. Gräflich-LippiDerLaud-Drost. Friedrich Christoph hat sich im dreißigjährigenkriege als Schwedischer General hervor gethan. Er war einmann von grossem ansehen und Verdiensten, dahero ihn die Kö-nigin in Schweden nach geschlossenem Westphälischen friedennicht dimiltire», sondern ihm lieber eine jährliche pension gebenwollen,nachdem die Spanier ihn in ihre dienste verlanget. GeorgChristoph hat an. 1660. als Braunschweigischer Rath und Hof-Marschast floriret. Dessen söhn ist Engelländischer und Chur-Braunschweigischer General-Lieutenant, Cammer-Herr, und inden Freyherrn-stand erhoben worden. Vor alten zeiten habenGrafen von Hammerstein in Nieder-Sachsen gewohnt, undkan es seyn, daß, nachdem diese Gräfliche familie erloschen,eine bransthe darvon, so den Adel-stand geführet, übrig ge-blieben , dergleichen mit vielen vornehmen ur-alten familie»geschehen. Lucä Grafen-saal.

-Aammond, (Henncus) war den 26. aug. an. 160;. zuChersey in der provintz «surrey von Johanne Hammondo, Hen-rici, Königs Jacob» I. ältesten Printzens Leib-Mcäico, gedoh-ren. Hierauf wubde er in dem LollsZio zu Eaton erzogen, vonwannen er nach Oxford gieng, und daselbst ein Mitglied desMagdalenen-LolleZii und iviagiKer wurde. Er applicirte sichgleich anfänglich auf die Theologie; allein als er ein Memsdarvon las, wurde er dessen alsodald überdrüßig, und legtesich auf die Kumsmom. Nichts desto weniger ergriff er wie-derum die Theologie, und fieng die kntres an zu lesen, damiter sich durch die neuere Theologie nicht möchte einnehmen las-sen. An. 1629. nahm er den geistlichen orden an, und 4. jährdarauf wurde er Minister zu Pensehurst. Nachmals, als dieUnruhen zwischen dem Könige Carolo I. und dem Parlementangiengen, hielt er beständig des Königs partey, weswegen erviele verdrieslichkeit hatte, und sich etliche jähre verborgen hal-ten muste, in welcher zeit er viel wercke sowol in Lateinischerals Englischer spräche schrieb. Er retirirte sich den 2;. jul. an.164;. zu 0. Bricknern, der sein Vormund ehemals gewesen war.Allein, weil verlautete, daß man ihn aufsuchte, gieng er nachOxford, und wurde hierauf bey dem Hertzoge von Richmondund Grafen von Southampton, welche alü Königliche Gesand-te nach Londen giengen, Prediger. Er wohnte zu Urdridgenebst andern Englischen IKeologis dem mit den Presbyterianerngehaltenen Lolloquio bey, und bekam daselbst zu seinen sävsr-lkno Vinium. Dieser las wider vermuthen einen Haussen ar.xumenw von zetteln ab. Hammond schrieb alles auf, mach-te auch an statt der antwort einige anmerckungen dabey, dieer, so bald jener mit reden fertig war, wieder übergab.Worauf Vmrus sagte, ob er gleich so geschwind nicht ant-worten konnte, wollte er es doch bey anderer gelegenheitthun. Dieses brachte ihn in solches ansehen, daß ihn der Kö-nig zum Lanonico Oollegii LsclsllL Lkrilti zu Oxford, und dieAkademie zu ihrem Orawre machte., An. ,645. wude er Hof-Prediaer. Als indessen die Schottlander den Engelländern ih-ren Konig auslieferten, wurde er auf das schloß Holdenby ge-fangen gesetzt. Er konnte hierauf kaum so viel erhalten, daßman ihn zu dem Könige ließ, bey welchem er beständig aushiel-te. Allein am Christ-lage an. 1647. wurde allen bedienten desKönigs geboten, sich von der insul Wight weg zu begeben, da erdenn nach Oxford gieng, und daselbst 8ub-I)eL3nu8 wurde.Man setzte ihn aber auf des Parlements befehl gefangen, da erdenn seine anmerckungen über das Neue Testament im gefäng-ms zu machen anfieng, und als er nach Clapham geführt

wurde, selbige aus dem Lateinischen ins Englische "hersetzte.Als der König an. 1649. hingerichtet worden , bewubete MHammond in einer Drift des Königs unsthuld darzuthun, wel-che aber nicht mehr vorhanden ist. Einige zeit hernach erlangner wiederum die freyheit, da er sich zu Westwood in derschafft Worcester bey dem Johanne Packinglono aufhielte. A'Carvluö II. sein recht auf die Crone mit dem schwerdte zuHäupten suchte, und nach Worcester kam, nahm er Hamnion.dum gar gnädig auf, und erklärte sich gegen ihm, daß erder lehre der Englischen kirche beständig hangen wollte.aber Carolus II. Engelland wiederum verlassen muste, Y""Hammond gelegenheit, seine meisten Driften zu verfertigen,wie er denn mit den Catholischen, Presbyterianern, 3»dcp^denken und Quackern viel zu thun hatte. Zuletzt,als es an vcwwar, daß Carolus II. wieder in das Reich sollte beruffen wejden, hatte selbiger ihm das Bißthum Worcester zugedaMwelches er ohnfehlbar würde erhalten haben, wofern er »la-den 2;. apr. an. 1660. am nieren-stein gestorben wäre, da cauch sonst mit dem podagra und der colick geplaget war.hinterließ viel Driften, welche durch William Fulmans verargstaltung zu Londen an. 1684. in 4. voluminidus in fol. her -gegeben worden. Darunter ist sonderlich berühmt sein 'cüilmus prnckiLU8; ingleichen seine villert. äs Zuril)U8 siplw -Mus; Wie auch seine kgrspkrsli8 und Anmerckungen "Her s"Neue Testament, welche Johannes Clericus aus dem Engeuwbischen übersetzet hat. Sein leben ist von v. Johann Fell ^schrieben worden. Klogr.

* -Zamon , zu Blois gebohren, ein guter schreib - meistertwelcher Carolum IX. schreiben lehrte, und hernachmalö je'8ocremriu8 wurde ; er untersieng einen versuch zu thun , wman auf verschiedene arten, und nach der alten weise, wem-in den meäü8 lXcuIis und länger zuvor im gebrauch gcwem tschreiben könne, und brachte dieses sein project glücklich sstände; er bediente sich zu dessen ausführung verschiedener m»nuscripten der Königlichen bibliotheck, und aus der Abtey c.-:'Denys, und zu St. Germain äes kre8 zu Paris. Er w'vbrauchte aber seine wissenschafft, und da er überwiesen worcmidaß er falsche stücke erdacht/ward er zu Paris den 7. marttt1569. öffentlich aufgehencket. Er war Reformirter religion,»'wird von einigen dafürgehalten, die eigentliche Ursache sem^ ^des sey chender die religion gewesen, als obgemeldtcs verjeyc /welches ist vorgegeben worden. biblisch. Oksrrr. x-»7.'

* 'Aamsn, (Johann) Ooökor lVleälcinT bey der FtD^r

zu Parts, zu Chcrdourg in der V 1 <LLS 8 von Coutance >n 0

Normandie gebohren. Er absolvirte seine studien auf der ruversität zu Paris, und ward des Herrn äu Harlays '

welcher nachmals erster Präsident in dem Parlement zu P"worden. Die liebe aber zu einem heiligen leben man-^daß er sich in der Welt nicht so hoch zu erheben gedacht -".seine natürlichen gaaben ihn hätten bringen können. «w »-deswegen ein einsames leben allem vor, gab sein guth den ^wen, verkaufte seine bibliotheck , und begab sich i» dievon Port-Royal äes Lbamps, und ward Artzt daselbst ,er bey;8. jähren unter einer sehr strengen regul und „art seine kunst practicirte; er fastete von morgen bis aus ^abend, und tranck nichts als wasser. Die 16. letzten - ^seines lebens aß er kein ander als hunds-brodt, welchesaber erst nach seinem tode in erfahrung gebracht; erne speise immer aufrecht, und ohne darbey zu sitzen.alle morgen vor 2. uhr auf, und schlief auf einem Drbethe; er besuchte auf dem lande alle armen krancke, w >sie, und war ihnen, fo viel es ihm möglich war, u»den»^sicher» und geistlichen behülflich. Er las mit grollen» i'.v.'schodGriechischen und Lateinischen Kirchen-vätter , die Loncw „andere gottsförchtige Driften. Nach seinem tobe Yw ^viele von seinen geistlichen Manuskripten drucken lasten, ^noch eine grosse anzahl übrig ist. Er starb den 22. D - ^1687. seines alters 69. jähr. Die verse, welchestin bildnis gesetzet, lauten in Französischer Dache, wie»

Tour brillLnt äs ülvoir, ä'esprlc L ä'elogusnLS,

II couruc nu äesert, sstsrcstsr stublsurits,üux pLuvrs5 consiicr-l son dien iL sa IsienLe,

Lt trente nns äan8 Is jsnne öL äaü8 l'aulkerits,

Hit son unigus voluxteDes travaux äs In penitsneo.

-Zampshire, oder Hanfthire, sonst die GrafD"si ial>hampton von der Haupt-stadt Southampton gen"'''I^Ignonin, ist eine am meer gelegene Grafschaffl n» c-" 'welche nordwärts an Barkshire, südwärts a» oe ^ydbey der insul Wight, ostwärts an Surrey undwestwärts an Äorset und Wiltshire grentzet. Ist„„y u»von norden gegen süde» erstrecket sie sich auf;4-der breite von osten gegen Westen auf zo. Die Mwschafft wird in ;9> Hunbreds eingetheilet, worinnen r;--spiele, darunter 16. städte und marck-flecken,ausser der nchester. Die lust ist allhier temperirt, und der erdvoobar an körn und weyde, wie auch mit vielem "^"'^gchanb-sehen; wie denn keine lustigere landschafft m zMals diese. Zu ihrem schütz hat sie an der ste -ru^MeNbekannte casteüe, Hurst und Calshot, dle aufzwen - stMliegen, welche in die see hinaus gehen, ausser der v Porl^