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Vorrede.
weiter, und nahmentlich bis auf an. 68;. hinaus geführte werckdes Jsidori Kercowris lediglich für eine zu eriauterung derLaodicenischen schlüffe verfertigte, oder fönst diesen weiß nichtwie für einen anhang dienende schrift ausgegeben werden. Unddoch war der verstand des Französischen überaus klar, und sa-get es nichts anders, als daß man,die Lrmcme? Laoäiceno?von drey unterschiedlichen ausgaben hätte. Das wort inreepre-iLtion, und das restrivum, celst, sind unschuldiger weist ander nicht kleinen Verwirrung ursach geworden ; vbschon daserste für einen, der die spräche verstehet, nicht gar dunckel,das andere hingegen eine besondere klarheit und anmuth insich hält. ^
In dem artickul Lessevtlle hat em gleicher verstoß Widerein Französisches Pronomen noch einen artigern fehler verursa-chet. Weil eben Leffeville in seinem Rectorat bey der hohenschule zu Paris die gewohnheit eingeführet, daß die gliever der-selben , wann sie sammenthafft, oder, wie man da redet, encorps einen ziemlichen weg durch die stadt machen musten, sichder kutschen bedienen möchten; so hatte Bayle dabey anlas ge-nommen , den sonst genug bekannten schertz des Königs Hen-rici IV. zu erzehlen, welcher deswegen einst gesagt: Seineälteste tochter, (denn also nennen die Französischen Könige ihrehohe schule zu Paris) wäre sehr ksthig. Wann jemandauch vorher nichts von der gantzen fache gehöret; so sind ja dieWorte des Bayle hierüber vollkommlich klar : suparavsrw
I'Lniverlste slloir toüjours ä pstä : ce gui avoit krit äire a Hen-ri IV. ; gus st stlle ainee ewit Kien crotee. Doch hat der Über-setzer des artickuls das kleine ce c>ui nicht verstehen können, wel-ches immer die krafft des Lateinischen generst nemriushat, son-dern ein Pronomen inslculinmn daraus gemacht. Da mustedenn der gantz verkehrte sinn heraus gebracht werden: die ge-dachte schertz-rede wäre ein einfall des Lesseville, welcher die-selbe dem Könige also zuentboten hätte. Je öfter dergleichenPronomina und andere kleine particulT in allen reden ohneunterscheid vorkommen ; desto mehr ist für einen Übersetzerzu besorgen, welchem dieselbige einmal gar fatal zu seyn an-fangen.
Im artickul Levi oder Levis, sagt Morerr von Gilberto I.äe Levi: selbiger hätte gewisse prätensionen seines Hauses ge-trieben cantre ie Luc äe Kompensier contre 1e krocureur äuHoi. Das muste heissen: wider den Hertzog von Mont-pensier und wider dessen Rönicjlichen procuratoren.Der Herr Verfasser muß gemcynet haben, man könne alleFranzösische krocureur?, weil sie vielleicht öffentlich bestellt,Rönigliche krocureur? nennen, und also auch denjenigen,der dem Hertzoge von Montpensier im Proceß gedient. Allein,ohne zu melden, wie wenig solcher gemeine krocureur an der-gleichen ort verdiente angezogen zu werden ; so hätte man auchnur aus der Französischen Wiederholung der Präposition courre,sowol als aus dem prcmomine, st krocureur, welches ja an-ders lautet als Ion krocureur (contre 1e Ouc cle K. <L contre1e krocureur äu Xoi) schon genug wissen können, daß der letz-tere sich da gar nicht von Montpensier habe dingen lassen , umihm im Proceß zu dienen, noch auch sonsten eine gemeine fa-che mit demselben gemacht. Letztlich stünde auch einem Gelehr-ten , der da artickul von Französischen Händeln aus dieser sprä-che übersetzen will, vor allen dingen wohl an, neben andernwichtigen gewohnheiten dieser nation, auch deren vornehmsteämter zu kennen, unter welche denn insonderheit dieser Königli-che krocureur m zehlen. Dieser ist nemlich in den Parlementenvon Franckreich, wie man allda redet, der mann des Rönigs,aufdeffen hohe Vorrechte er immerzu ein wachsames äuge habensoll; daher auch, der solches amt zur zeit Gilberlt l. äe Levigetragen , an dem Proceß, warum es in dem gedachten artickulzu thun, nothwendig einen besondern antheil hat nehmen müssen.
Im artickul Lepidus (M. Aemil.) sagt man uns in Teutschetwas gantz neues von diesem Iriumviro, als hätte er diepartey Sexti Pompeji gegen Augustum gehalten. Dasineynte der Herr Verfasser abermals m den Worten des Morerigefunden zu haben : Lepiäus vouloit st renäre maitre cst st 8i-cist, gui stvoristir kompee. War es denn so schwer zu sehen,daß hier gui auf das nächstehenbe kubistnrivum Sicilien gien-ge ? Vielleicht glaubte unser Gelehrter, die Franzosen hattenein besonderes Pronomen restrivum stsmininum, und müstegui bey denselbigen eben sowol mastulini xeueri? seyn, als bey
den Lateinern. .. .. ^ ^ .
Im artickul Morgues, welches der geschlechts - nähme deSunter Ludovico XIII. berühmten üblst äe 8.6ermmn ist, hat-te Bayle von diesem manne gesagt: II eroir ist äsn? st Vellolsu kMguslloc. Die blosse Präposition und Manier, solche mitdem folgenden Worte zusammen zu setzen, konnte schon anzei-gen , oder doch starcke muthmassungen geben, daß st Vesti(denn also sollte man eigentlich das wort schreiben) gar keinestadt oder ort, sondern ein land bedeute, wo solches gleich son-sten aus der Geographie nicht bekannt wäre. Doch ist uns dasländgen ohne bedencken zur stadt gemacht worden, und heißt es :Er war gebohren zu peilst in Languedoc.
Im artickul Olier, eines eifrigen Pfarrherrn von St. Sul-pice in Paris stunde: ,il appIiyuL st? uns ÄU strvicc cst st karois-1e. Diese worte sind übersetzet worden: Er gab etlichen Pre-digt-dienste zu versehen; als wann die zwey zusammen ge-setzte Numeri lingustres einen pstrsstm ausmachen, und aljost lervice «st st karoille, verschiedene Predigt-dienste bedeu-
ten müste. Was war leichter zu verstehen, als die Worte imartickul paeistcus : II putzlst äivers koemes cle I-ucrece 7 cleVirginis, äes xuerres äe Lz-rus, äe 8xlst L äe Karius? Dochhat mans uns gedoümetschel: Er hat verschiedene getichtedes Lucretii von der Virginia, vsn den kriegen des Cy-rus, dem Sylla und Maris heraus gegeben? Hier wirdalso ein getichle des Pacifici über die so bekannte begebenheit derLucretiä, zum Poeten Lucretio gemachet, diesem hingegen an-dere wercke, an welche er gewißlich nie gedacht hat, von Cyro,Sylla, Mario zugeschrieben.
Im artickul stehst sind die Worte des Moreri folgende: LeLkspirre cle st 8sime Lbspelie en s joüi (c. a. ä. cst st kegsle )jusgues en 1641. ^ue st Hol Louis XIII. lui äoiins kübbast cst8. Xic-üle äe stkeims, L stitst tous le? probt? cle st stegsstsux nouv.eaux Lvegues <L ürcLevegues. Nichts kan klarerseyn. Man hat die einkünfte der Regalen , welche das Capitulder heiligen Capelle einige zeit genossen, den Bischöffen undErtz-Bischossen, so nach der vacanz zu jeder dieser geistlichenwurden erwehlet werden sollten, zugelegt, und hingegen denDom-Herren der heiligen Capelle, zu einiger ersetzung des da-bey leidenden schadens, die Abtcy von St. Nicaise zu Rheimsüberlassen. Doch ist dieses letztere im Teutschen also verkehretworden, daß es nun heißt: Ludovicus XIII. hätte die ein-kunfte der Regale, als er solche der heiligen Capelle ge-nommen , der Abte? St. Nicaise gegeben. Es sind nochmehrere Verwirrungen an diesem orte , und möchte man gerneglauben, daß ein druck-fehler mit untcrgelauffen, wo nicht derunterscheid gar zu groß wäre zwischen bei, Worten : der Röntggab sie (die einkünfte der Regale) derAblev St. Nicaise,welche nun in dem Leipziger artickul stehen, und diesen andern,welche an deren statt hätten gesetzt werden sollen : Er gab ihr«?( der heiligen Capelle) dafür die Abtey St. Nicaise.
Im artickul Rhescuporis wird erzehlet: Der Rapser Ti-berius hatte unter währender Minderjährigkeit der kin-der des Thracischen Rönigs Cotys, seidigen den Trebel-lium Rufum zum Statthalter und Gouverneur gege-ben; gleichwie er zu anderer zeit M.Leprdum den bin-dern des Egyptischen Rönigs ptolemäi zum Vormundgesetzet hätte. Nun sind zwischen dem Lepido, von dem hierdie Meldung, bis auf die regrerung Tiberii in die zweihun-dert jähr verflossen; es waren auch bey dieses letztem zeit keine*kwlem-ei noch Könige in Egypten mehr zu finden. Wie hatdenn Tiberius einem ptolemäo jemand zum vormund se-tzen können ? Ein kleines Französisches wörtlein von zwey buch-staben , dessen rechte krafft dem gelehrten Herrn Verfasser nickstgenug muß bekannt gewesen seyn , hat die gantze Verwirrunggemachet: Höre ist lieb. stukus Lieutenant L llegent ciuXostume, comme sutrekois a» svoit ciomst K. Lepicius pouttutsur cle« enstns cle ktostmee. Eine andere solche porticulu,das V, ist nicht besser verstanden worden. Der artickul Soli-manni III. des Türckischen Kaysers, so sich in der allerneue-sten ausgäbe des Moreri befindet, gebraucht folgende wortevon dem vertust, den die Türcken an. 1688. gelitten : Ist per-
ckirciic stlks kostst - - - <L kelgraäs , gu'un stur empor» ck'as-stut. krc? cle yooo. komme? äe stur? troupes ^ kurent palst?2 U ül 6e I'epee st 6. stpt. Wer siehet nicht gleich , daß die hierangedeutete yoov. mann eben in Belgrad müssen umkommenseyn , von welcher stadt man ja auch sonsten weiß, daß sie den 6.sept. des gedachten jahrs mit stürm eingenommen worden rDoch haben uns diese Türcken müssen in einem besondern treffenniedergehauen werden. Denn so lautet die Leipziger Übersetzung:Sie verlohren Stul-Weissenburg - - - - und Belgrad.Den 6. sept. desselbigen jahrs blieben ihrer bey nahe yooo.
Alle bisherige Muster von falschen dollmetschunqen aus deinFranzösischen sind nur von einer galtung gemessn, da man nem-lich an den so gemeinen und fast in jeden pcrioclum einlauffer--den particulis sich gcstossen hat. Unterm gelehrten Herrn Gegnermöchte indessen zeit und weile zu lange werden, wann wir auchdie übrigen arten von fehler» wider gleiche spräche in so ncihm-haffter anzahl beyzubringen, und in mehrere classen einzutheilenfortführen. Also kürtzet man denn für dieses mal ab, und ver-anüget sich aus der noch übrigen menge nur einig? besonderestücke vorzutragen , ohne sich mehr um einige eintheilung der-selben zu bekümmern.
Was ist doch leichter zu wissen, als daß bey den Franzose.»xikstr 7 alles so man auf der jagd sänget, es sey gleich von vö-geln oder vierfüßigen thieren; gsrenne hingegen einen ort, woman caninichen aufziehet, bedeute? In Leipzig hat man uns daserste wort feder-wtldpret, und das letztere einen vogel-heerdverteulschet. Da beyde worte im artickul Madera zusammenkommen, machet solches einen gar besonders angenehmen ef-fect. Moreri halte gesetzt: On st nommc st «srenne cke Ast-cstre , 2 caust äe st gu-mtite äe ßibisr , oustn v trouve- Dlßsoll heissen: Sie wird wegen des darinnen befindlichenvielen feder - wtldprets lVstäerss vogel - heerd genennet.Les Livrss 8oint8 , wo die Worte in dieser ordnuna stehen , deu-ten den Franzosen richtig die heilige Schrift an. Aber giebtman auch bey uns Teutschen ein gleiches zu verstehen, wo manschlechterdings geistliche bücher setzet? Diß geschiehet im art.Maitre ^Antonius st) ? 8e mestr äe Zcmverncr stllepubliguc,soll heissen : sich mit gemalt ins Regiment eindringen, imart. Phtlippidas. Der Französische vornähme Iosse (Jodo-cus) muß eins seyn mit Iosua,u„d also der berühmte alte Parist»