Vorrede.
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niemals begehret, dergleichen vorzubringen, auch solcheln den vorigen bänden gar nicht angemercket. Indessen da esWo aus gegebenem anlas beschuhet , hat unser gelehrte HerrGegner dabey Ursache, eines theils andern seiner geschicktenHerren Mitarbeiter , welche dergleichen versehen öfter, als erSemeynet, begangen haben, desto leichter zu verzeihen; aberanderseits der Baselischcn fleiß um so weniger zu verschmähen,als welche auf jede art seiner, wie er sich flattirer hat, neuan-genrerckter Leipziger fehler alsobald mit gantzen dutzenten vonweicher gattung dienen können , die sie auch ohne feine erinne-»ung angemercket und verbessert haben.
Derorden der runden tafel, weichender fabelhaffte Kö-chg Artus in Engelland soll gestiftet haben , wird uns durchein solches versehen der Orden von der güldenen tafel ge-aennet, im artickul Orden. Der Kayser ^ulianvs aus demkiLLulo wird an statt Justiniani angeführet, und also«lW allein in das sechste jahrhundert versetzet, sondern auch,wl Iulianus ein schlimmer Hcyde und scharfer Verfolger derChristlichen religion gewesen ist, demselbigen gleichwol durchgedachte Vermischung der nahmen, ein besonderes gebotüber die gantze Christliche materie der sogenannten drey Capitelngeschrieben, im artickul Petrus, Bischofs zu Jerusalem,t'hldon , der König zu Argos, wird ein söhn Larani genen-het, da er doch dessen bruder, und zwar älter bruder gewesen, im artickul phidon. Herodes der grosse soll nach der ge-mngennehmung Hyrcani durch die Parlher das Jüdische Reichseiner frauen lnutter in Rom zu crlaugen gcsuchet ha-°en , anstatt er solches für deren bruder begehren wollen; wieks sich denn mit mehrerm schein und gründe hätte thun lassen,We den artickul Herodes. priny Moritz von Oranien^mmt vor, da man den printzen Wilhelm von OranienM nennen sollen, und wird durch eine folge dieses fehlersAhm Moritzen ein ehelicher söhn, nemlich der Printz Philippi^"helin von Oranien, wie auch noch ferner die ehre derMndlegung zur Niederländischen freyheit beygelegt: daMchwol Mauritius allezeit unverheurathet geblieben , und imObigen annoch in der wiege läge, als der gründ zur befreyungNiederlande vom Spanischen loch durch seinen vatter gelegt; siehe ^n artickul Philippus wilhelmus, printz
Oranien, paß. 817. der Leipziger edilion. Marseille, die
sschhmte Französische stadt in Provence, soll an. 142;. von Al-kNlo, dem damaligen Röntge in portugaU, überrumpeltph^ben seyn, im artickul Marseille; es ist aber derselbige Al-Rönig in Aragonien , und nicht in portugall gc-L,, ' Ferdinandus V. wird an. 1549- als ein Rönig vonLinien gemeldet, da man Larolum V. hat setzen wollen ;^obugitane. Dem Terxi soll in dem berühmten gefechte beylhI,,UtvPYlä der tapfere widerstand durch Pelopidam seyn ge-ben ^Lbden, dieser aber dabey zuletzt sein leben verlohren ha-Es ist aber vielmehr Leonidas gewesen; siehe Terxes.d^uerreich findet sich für Bayern, und heisset dadurch Albertvon , ^' ^n sehr bekannter Bayerischer Fürst, Albertus IV.Plan-Österreich , im artickul Philipp» des aufrichtigen,s.Mafens bey Rhein, p. 812. IM. 2;.vh>,ist bruder an statt schwager eingeschlichen; doch dißitn tzUbejfel nicht durch einen blossen schreib - fehler, weil manlE«nzosischen besu-t'rere gefunden hatte; im artickul phi-lech>.. Denn alldort wird uns Dion von Syracusa, des al-Dib^loll^stj bruder gcnennet; da in der that Dionysius desNe tv^/chwester zur ehe gehabt, auch noch ferner Dio selbst ei-uich;^er des Dionysii geheurathet hatte , welches ihn aberWir z,tz M zu dieses tyrannen bruder machen kam Also findenzwar j,i gl >n zweyen zeilen Meder für Parther, und dißders „Jochen ausdrückungen, aus welchen der Leser nichts an-Nledi,ch,?i-n mag , als daß zur zeit Kaystrs Tiberii annoch einAlso ha,, Reich floriret habe; im artickul Orodes, n. 2.Ucn mak/^« uns den fluß Nilus an statt Niger zu verschiede-Alsv dargegeben; siehe sonderlich den artickul pancara.für -ss"oen wck durch eine nicht geringere Verwandlung ParmaPar,2 ^erpen, Venedig für Genua, und Rom an stattrühilitx^bkommen. Das erstere findet sich im artickul des be-der vö-^uhlers Martini Vos , allwo jetzt gemeldet wird:Parma s von Parma hatte sich meifter von der stadtÄntrvernp'Wcht / >»« üatt man setzen wollen, von der stadtterdiesem« 1 Das andere im artickul Petrus p. 78?. wo un-uese erzekl^vten die geschichte des verschreyten Pier Luigi Far-von Vietrm^den; Massen es da heisset: der Graf LudwigDenedin ^"tte den bekannten zusammenschwur widergelten M-n gestiftet, da es vielmehr der stadt Genua hatLauro „ Der dritte ort endlich ist im artickul VincentiusPastiuscks 7^5-wann der Cardinal Hippolytus von Ferrarakelle ru m^>^udter zu Rom geheissm wird, welcher diese
^ipziqer edltin«'^ ^'st unser gelehrte Herr Lenün- seiner eigenendem artickul r?^zn sprechen , wann man ihm den ort aus"Ugen leget ^ die Republtck, p. 629. col. 1. vor
6 eu in emen'triumnu Kch ein Römischer trtumph-wa-^er triumvb-boaen'^'^en, und muß der so bekannte Arsusv'aßiven stemenien ücbän / ^ einem sehr grossen und
vv„ vixx vserde aer/?^unde., und annoch bestehet, kurtz-etwas grosse/werden. Der verstoß ist zwar in der
""schling verstbiedener f^^^^sehende, und gleichsam eine ver.
"brlchkedener fehler, z« welchen nothwendig eine allzn-
geringe erfahrung in -er Französischen spräche den ersten anlaSmuß gegeben haben ; aber jedoch läuft immer diese irrungdamit unter, und »st gleichsam der gründ aller dieses orts vor-gebrachten falscher berichte gewesen, daß man die zwey abge-dachte Wörter erstlich zwar nur mit der ftder, allein bald her-nach auch in dem sinn vermenget hat. Moreri hatte da in be,schreibung der prächtigen kirche von St. Marco gesagt: tlu-
äell'us äs la principale äs kss portes tonc gustre sttsvaux äscuivrs äore L ssuri meme ttavail, kur 1s moäele ckss gustregui lervirent ü IMrs äs triompke äs -ilcron, viÄorisux äesLurches. Diese Worte sind uns zu Leipzig übersetzet worden:Über der vornehmsten thüre stehen vier Pferde, von über-güldeten ertz , die eben so groß, und von eben solcherarbeit sind, als diejenigen waren, welche Neronistriumph-bogen zogen, als derselbige von dem über dieParther erhaltenen siege zurück kam. Es wird hier unsermgelehrten Herrn Gegner selbst überlassen, dem Übersetzer des arti-cknls Venedig, als welchen er am besten kennen muß, den un-terscheid etwas genauer zu zeigen, der zwischen einem Römischentriumph-bogen und triumph-wagen sich befindet; auch wiedie von Moreri gemeldte pferde gar nicht lebende pferde gewe-sen , oder einigen triumph-wagen würcklich gezogen ; sondernallein von einem künstler also verfertiget, und auf den zu Romerbauten berühmten orsum Neronis gefetzt worden sind. Diefernere erinnerung soll dabey gleichfalls gar fürträglich seyn, daßes nicht allezeit, noch für jederman, sicher sey, wegen befleis,sung mehrerer Zierlichkeit in der rede, sich von der genauen aus-drückung des originals zu entfernen. Denn weil man einmalzu Leipzig die Worte: vicknrieux cles karckes, etwas weitläufti-ger und mit einiger erläutcrung hat übersetzen wollen, anbeyaber die rechte beschaffenheit der geschichte nicht iüne gehabt, istman an diesem orte in einen neuen fehler gefallen. Einmal magder Herr Gegner sicherlich darauf zehlen, daß Nero für ftineperson bey etlich hundert Meilen nie zu den Parthischen grentzmgenahet sey. Sondern er hat allein, wie auch von andern Rö-mischen Kaysern in gleichem fall gar oft geschehen, sich dieehre des kriumphs von dem Rath zuerkennen , und sonder-lich den berühmten triumph - bogen setzen lassen; nur weilseine Generalen wider das gemeldte volck glücklich gewesenwaren.
Indessen ist unser gelehrte Herr Gegner mit den gedachten,und nun zu dessen begnügen untersuchten fünf fehlerhafften Über-setzungen aus der Französischen spräche schon am ende alles des-sen , so er von dieser art noch hat antreffen können , welchesvormals in Leipzig zur ungebühr in das Lexicon eingebracht,von den Baselischen hingegen gleichwol nicht, wie so viele hun-dert andere irrungen gleicher gattung, aber die in der that vonwett grösserer Wichtigkeit waren, ausgemustert worden. Wolan.Gefällt es ihm denn, daß diese den, obwol eben mit schlechtengründ, vorgeworffenen Mangel dennoch sehr reichlich ersetzen?Will er, ehe man zu seinen weitem gelehrten vorwürffen schrei-tet , daß über diejenige proben und Muster, welche schon in derersten vorrede angebracht worden sind, nun auch aus gegenwär-tigen zwey letztem theilen viele neue fehler wider das' Französi-sche gezeiget werden, welche von etwas mehrerer Wichtigkeitsind, als wo sein Leipziger Herr Mitarbeiter Pfeile an statt kö-cher gcsetzet hat, und die nun in Basel, auch ohne Moreri undBayle durch jeden artickul mit dem Teutschen text zu verglei-chen , dennoch sind entdecket und ausgebessert worden ? viel-leicht enthebte man jetzt die Basclische nicht ungern von dieserbemühung. Allein weil es der Herr Gegner selbst bis hieher ge-bracht , auch sich der ort treflich wohl schicket, und letztlich meh-rere Leser wegen einiges dabey vormals befundenen Nutzens,solches also verlangen , wird er noch für einige augenblicke ge-dult haben.
In dem artickul von derjenigen stadt Laodicea, fo in Sy-rien unten am berge Libano gestanden, wird auch unter an-dern» ziemlich weitläuftig von dem bekannten LaodicenischenLonsilio und desselben Müssen gehandelt. Nun lauffen dafonsten auch unterschiedliche fehler sowol wider die Archen - ge-schichte ein , als in dem, daß diese kirchen-versammlung sech-sten gar unrecht in diese Syrische stadt gesetzet wird ; an stattsolche vielmehr zu dem Laodicea in der sogenannten kki^-ßiscmiana gehörete, bey welchem orte würcklich noch in der Leipzi-ger ausgäbe davon Meldung geschiehet, gerade als wäre es umein gantz anderes Loncilium zu thun. Doch wie solches allesmit den fehlem gegen die Französische spräche noch keine gemein-schafft hat, so lässet man es hier gerne vorbey gehen, nachdemes allbereit in dem artickul selbst verbessert worden ist. Alleinwie wird jetzt der bericht von den Lanombus oder schlüssen diesesLoncilii aus dem Moreri übersetzet? Bey diesem stunden dieWorte : Nons ovons lss Lsnons äs cs Loncile en 6rss, 3VSL larmäuötion IvLtine äs 6entien Hervet, l'interpremucm äs Osn^s,äit Is Lerir, L seile äs ls sollecIlon sslstäme lVIercotor. Dasheisset in der Leipziger ausgäbe: Man hat die L-mones diesesLoncilii in Griechischer spräche, liebst Gentian» HervetiLateinischer Übersetzung, Dlonysti des kleinern ausle-gung, und Istdort Mercatoris solleÄione. Hier mußdenndie dollmelschnng des bekannten Dionysii Lxigni, als wel-cher die L-inones Lgoäicenos, eben wie alle andere schlösse derGriechischen Lonciliorum , lediglich nach seiner art vertuet hat,für eine auslegung derjelbigen: sodenn, welches noch von meh-rerer Wichtigkeit, das gleiche, aber in ansehung der zeit , etwas
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