Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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31
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Vorrede.

Zi

gehören. Es send diejenigen, Mche durch unrichtige zusam,'nrnhangung der perioäorum begangen werden, so baß derveser daraus fast nothwendig einen gantz falschen begriff vonfachen selbst fassen muß ; wie denn solche auch in der thatMrentheils eine klare anzeigung geben, daß der Verfasser fürM die geschichte oder Materie, von der da gehandelt wird,nicht genug innegehabt. Die Leipziger Übersetzungen aus Mo-ren geben nicht weniger muster und exempel von dieser art an^hand. Mjx wollen uns aber nur mit einem vergnügen. Im,s"sskul Mercöur wird gemeldet: die Herrschaft! diesesHymens wäre unter Carole» dem Heryoge von Bour-von und Connetable in Franckreich der Lrone einverlei-n« worden. Doch als Franciscus I. zur regierungkommen, hatte er solche nebst seiner Mutter an den Her-Zog Antonium von Lothringen abgetreten. .Wer wür-aus diesen Worten fchliessen, Mercöur sey dem gemeid-«n Carolo von Bourbon genommen, und für die Crone con-Mirt worden, eine gute weile zuvor, ehe noch Franciscus I.^onig ward ? Es ist nicht zu zweifeln, daß fleh der Herr Ver-Wer selbst dergleichen muthmassung gemachet habe; und doch'ir dieses aus dem gründe falsch , und läuft wider eine der be-kanntesten geschichte des sechzehenden jahrhunderts. Denn wernicht, daß Carl von Bourbon, Connetable in Franck-,,?ch / sein heimliches Verständnis mit dem Kayser Carolo V.kven wider Franciscum I. angesponnen, und als er sich deswe-m gefahr achtete, zu dem erstem übergegangen; deswe-w» klber alle seine güther und Herrschafflen in Franckreich,^runter denn auch Mercöur war, seyen eingezogen worden ?vnn eri hatte die fache nur mit zwey Worten berührt, als die ertki« '"bÜen klar und bekannt genug achtete; wiewol er dennochtz^ffLeser beneben auf den artickul des Charles äs Bourbon

»weifet: I.L 8 biens äs ce 8 eigneur rstournerent ä 1a Lou-r comms js le äis ailleurs. Le Iloi srancais I. <LUns äs 8 -rvois la mere Lsclsrent Neraccur a gntoins Oua

^orraias. Der Herr Übersetzer, ohne die fache sonsten zuha'M, noch den andern ort des amdoris nachzuschlagen,saok ü"rer den Worten mehr verstehen wollen, als Moreri ge-All-/ anbey vermeynt, die erzehlung netter zu machen.

darüber ist uns die geschichte oder fache selbst gar übel^vrben worden.

svlck? Me gerne man auch entübrigct seyn möchte, sich mitser^"/prach-kleinigkeiten zu schleppen, so ziehet uns dochun-kj„^svste Herr Gegner immerzu wieder dahin z als welcherich; 5 'chm vorgenommen hat, sein heyl hauptsächlich in die-lvelck ^ zu suchen, und wenigst dadurch an den Baselern,reia/f so viele schändliche fehler der Leipziger auflagen ge«kaache zu üben. So gar ein druck-fehler, welcherblick 6 " mcrcken ist , und von vielen Lesern bey erstem an-niat»i Worte erkannt und verbessert worden , muß jetzt diedex lu einem neuen vorwurf darliefern. In Alexan-Ünd h' ool. r. lin. 7 ;. spricht der Herr Gegner:

r?c>rte nicht Teutsch, unter vorwendung des

erdeZ^Darii geleisteten eppxs, das ist, des eydes, denAber Dario geleistet hatte. Diß ist freylich wahr.

doch ein so fürtreflicher kenner in der Teutschenw der ^. gleich gesehen, daß der angezogene ort nothwendigmy verderbet seyn müsse ? Der gantze kerioclus ist: Als der Jüdische Hohepriester Iaddus aufn Alerandri sich nicht bequemen, noch zur be-Tyri die begehrte hülffe leisten wollte, unterrücket „üüfl des Rönigs Darii geleisteten eydes. Wer, d, lcht gleich, daß man hier lesen solle: unter vovwen-üüfteteii ^>nig Dario, oder des dem König Dario ge-^Orreck^epdev. Ein setzer der dmckerey, oder auch wol einWeissals welche ihre aufmercksamkeit fast nothwendiger^dgen die gleich beysammen stehende Wörter zu richtendeiiAe,, - ^d selten an den gantzen zusammenhang eines kerioäiwea hxg ,,w können sich an dergleichen orte durch das prcmo-glcich da^"°ch wol verführen lassen , daß sie vermeynen, einwsv a„I"Us folgendes subllamivum müste dazu gehören, undaufsitzet ^avon regieret werden. Aber der den kerlaäum selbstabfv„der>j^"b also seine gedancken nicht gleichsam in jede zcilewelche N'A einschräncket, sondern auf die gantze rede wendet,U"gelvsh„,,^wiren will; der wird ja eine so zweydcutige undürgs Dar,?^ ausdrückung: unter vorwendung des Kö-u>w natürlj!,, Leisteten eydes, nimmermehr dieser leichtenE,"g Darln ^" "sse vorziehen: unter vorwendung des Kö-des. Es ' ^der des dem König Dario geleisteten ey-A worden l°^>wn dem Herrn Gegner schon genug angedeu-Mejben ninn, ? man sich j,i Basel mit der kunst gar perfect zuglauben - ^^oß düncke. Aber so viel darf man noch?"ickiiln von niW' wer nur wenige der zugaben zu den altenIII. aufae,^^ Hand, welche die Vermehrung in Aleran-d^kolgende zwey einigem bedacht gelesen, wenigstens.^ Verfasser svicl,>- ^^?"feblbar erkennen werde: 1.) Daßunter vorn,?«E. rEione» per pgrciLipium, wie diesew k Kön.g Da//?ung des dem König Dario, oder nur,d ^si»che denn auch d^n ^!^ten eydes, sehr oft gebrauche,wissen deqliemlichkI H^ken Leipzigern, wegen ihrer son-KZngegen weniqss gemein sind; und 2.) selbigerdem die falsche H kern deutlich zu schreiben,

w texte stehet, nicL?e» kehwrhaffte ausdrückung , so nun in" ' l° leichtlich müsse aufgebürdet werden.

Damit aber der HM Gegner jetzt noch klarer sehe, wie et-wan die druckrreyen irren mögen, und beydes setzer und eor-resskores einander oft helffen einen sonst nicht schlimmen ?eric>-rlnm zu verderben, auch daß man m Leipzig dergleichen zufäl-ligketten eben sowol unterworffen sey , als zu Basel; so willman lhm über alte schon droben angeführte muster der Leipzi-ger druck - fehler anjetzo nur noch einen anziehe» , welcher mitdem Baselischen diese gletchheit hat, daß ebenfalls die setzerund LorreKores der druckereyen daran theil zu tragen scheinen,da solcher im übrigen eine weit grössere Verwirrung verursachet,als jener Baseiische nimmermehr thun kan. Im artickul Oro-des n. i. finden wir diese Worte: fl. k. 701. schluck er (Oro-des) M. Lrassum, und sein söhn publius bekam dieRömische sahnen, nebst vielen gefangenen. Wie wun-derbar klinget es , wann einem söhne des Parrhischen Königsder Römische vornähme Publius ohne andere benennung bey-geleget wird ? Und wie seltsam ist ferner die austheilung des sie-ges zwischen den beyden, da der erstere den Römischen Feld-herrn M. Crasium schlägt; der andere aber die sahnender geschlagenen nebst vielen gefangenen bekommt; ge-rade als wann die sahnen und gefangene bey einer andrrn bege-benheit, denn in M. Craßi Niederlage, in der Parther Händegefallen wären. Um den Leser nicht länger aufzuhalten, sokommt alle Verwirrung , wie groß auch dieselbtge ist, lediglichvon einem druck - fehler her, und mag man fast nicht zweifeln,daß der Verfasser an statt der erzeigten Worte sich vielmehr derfolgenden gebraucht habe: Er schlug M. Crassum und sei-nen söhn publium, bekam auch die Römischen sahnennebst vielen gefangenen. Doch wie die Veränderung zu-gleich in mehrern Wörtern ist gemachet worden, um den fal-schen verstand heraus zu bringen; so glaubet man billig, esmüssen dazu, eben wie bey dem Bafelischen, der jedennochsonsten weit kleiner ist, zugleich setzer und LorrsQor etwas bey-getragen haben.

Der neunzehende vorwurf ist von einer gantz neuen art. InAmadeus viil. soll die Veränderung in blossen worrmbestehen; da doch gleichwol der artickul denen beyge»zehlet wird, die man will vermehret haben. Hier mußfürs erste etwas seyn verschrieben worden, weil der angeführteartickul mehr als um den dritten theil, und zwar mit gar wich-tigen umständen vermehret, auch anbey von einigen fehlern ge-säubert ist. Doch man will dem Herrn Gegner noch gerne selbsthelffen, und erinnert derowegen , es mochte wol für Ama-deum VIII. haben stehen sollen : Amadeus VI. Doch hatder Herr Gegner auch bey diesem in der that kein recht, einigeklage zu machen. Die Veränderung , so man bey dem letztemartickul vorgenommen , bestehet zwar nur darinn, daß, wo inder Leipziger ausgäbe der von Amadeo VI. angerichtete Ritter-orden , der orden der Verkündigung heißet, zu Basel ge-stehet worden ist : der Ritter-orden des Rosen - krantzes,oder äslla Ulmonciam, wie man denselben hernach genen»net. Nun begehret man diese anmerckung gar nicht grösser zumachen, als sie ist. Doch sind bey solcher diese zwey stücke gewiß,i.) Daß die Leipziger benennung einen fehler gegen die zeit-rechnung mit sich gebracht hat, und in so weil gar falsch gewe-sen ; weil einmal der Hertzog Amadeus VI. an den nahmender Verkündigung oder äell'Lrmonciats niemals gedacht, sol-cher nähme auch nicht eher als an. i;i8. das ist, 146. jähenach der anfänglichen stiftung des ordeus, und ererst bey bestsen erneuerung durch den Savoyischen Hertzog Carolum HI.aufgekommen ist. 2.) Daß der artickul selbst m wenig zeilenbestehe, und also noch wohl eine solche Proportion, zwischender nur in wenig Worten verfaßten ausbesserung, wo diese son-derlich einen «nlaugbarcn fehler wegnimmt, und zwischen demso kleinen artickul sich befinde, wegen deren sich einiges zeichender gemachten ausbesserung beyfügen lasse.

Im übrigen will man sich dieser gelegenheit gerne bedienen,den Herrn Gegner ein für alle mal zu versichern , wie die Ver-fasser der Bafelischen zugaben nicht allein sehr gewünschet, son-dern auch auf alle weise getrachtet haben, ihre arbeit von an-derer durchaus zu unterscheiden und abzusondern. Allein dadie fache nach vieler angewandten mühe hauptsächlich aus desUrsache unmöglich fiele, weil die gedachte Vermehrungen meisstenthcils mitten in die alte, das ist , schon zuvor in dem Le»xico befindliche berichte, ja noch gar mitten in manche kerio»äos einliefen, und oft ein einzeler artickul wol an fünf, sechs,etwan auch zehen und mehr orten verändert werden muste; st»hat man sich wenigst diese besondere Pflicht gemacht, gleich inder ersten vorrede p. davon erinnerung zu thun, und denLeser selbst ersuchet, beyde ausgaben über die am ende bezeich-nete örter zu vergleichen; nur damit aller schatten des argswohns vermeidet würde, ob wollte man sich fremde arbeitzuschreiben. . ^ .

Ungeachtet man auch von dem erst angedeuteten vorhabe»,die neue Vermehrungen in kleine hacklem öder x9remkete8 einszufassen, nothwendig hat müssen abstehen; ist gleichwol nochvon zeit zu zeit ein versuch damit geschehen, so oft man zuweitläuftigen artickuln gelanget ist, allwo die zugaben, ob-schvn sie an sich selbst noch wohl nöthig schienen, dennoch inansehung des übrigen berichts eben nicht von besonderer grössewaren. Der geneigte Leser wird sich also eben dieses zur erin-nerung dienen lassen, wann er zu mehrmalen bey grösser» ar-tickuln dergleichen zeichen antrift, aber auch zugleich die Ver-