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hielt durch die Päpstliche hülffe den platz wider Graf Wilhel-mum von Iülich, und Rainaidum , Grafen von Westerburg.An. i;i4- crönte er Fridericum von Oesterreich in Bonn zu ei-nem Römischen Kayser. Mit dem Bischoff zu Munster undden Grafen von der Marck führte er ftarcke knege, und starban. INI. üeck's». cbr. ?. IV. 6srm. Istcr. k. I.
Henricus I. Ertz-Bischoff und Churfürst zu Trier, wurdean. 9?6. erwehlet, und hielt die partey Königs Ottonis M.wider den Päpstlichen stuhl. Er starb an. 964. zu Parma inItalien an der pest. Von seiner ankunft findet man nichts ge-wisses aufgezeichnet, ohne daß er mit dem Kayser verschwägertgewesen. sserm. sscr. k. I. catal. Lr-o"w»-r annsl.
Irev.
Henricus II. Ertz-Bischoff und Churfürst von Trier, warein gebohrner Freyherr von Vinstringen, und bekleidete dasamt eines Dom--Dechants zu Metz, als ihn an. 1261. derPapst in das Ertz - Bißthum einsetzte, um welches Bolan-dinus und Arnoldus von Schleiven , schon bis in dasandere jähr, gestritten hatten. Weil er aber das kallium beyElemente VI. nicht lösen wollte, ward er an. 126;. abgesetzt,und die administration des Ertz-Stists Bernhards Castonettounterdessen aufgetragen. Doch an. 1272. restituirte ihn PapstGregortns X. nachdem er zzooo. marck filbers Unkosten darangewendet. Er starb an. 1286. auf der reise nach Italien, allwoer bey dem cörper des heiligen Jodoci für die gicht und das po-dagra, welche ihn entsetzlich plagten, ein mitte! suchen wollte.L«ce/. Lerm.läcr. k.I. L^o'wer'r armsl. ssrev. catal. LIeöt.
Ertz - Heryoge von Oesterreich:
Henricus, Ja Semergott , Leopoldi IV. Marggrafenvon Oesterreich söhn. Er bekam den zunahmen dahero , weiler zum öftern die worte ja so mir GOtt! zu gebrauchen pfleg-te, und succedirte seinem bruder Leopvldo V. in der regierung.Nachdem Henricus 8upsrbu« in die acht erkläret worden , be-kam er von dem Kayser Friderico Ilarbsroila Bayern, unddamit er sich desto vester sitzen möchte, vermählte er sich mitder Printzeßin Gertrud , Henrici 8nperbi Wittwe. Er besaßaber Bayern nicht länger als 18. iahr. Denn als HenricusVeo , Henrici 8uxerbi söhn , an. II?6. von dem KayserFriderico restituiret worden, muste er Bayern an selbigenwieder abtreten , jedoch wurde das land ob der Ens, so nnn-mehro Ober-Oesterreich genennet wirb, von Bayern abgeris-sen , und mit Oesterreich verbunden, auch Oesterreich aufdemselben Reichs-tage aus einem Marggrasthum in ein Hec-tzvgthum verwandelt , und mit vielen herrlichen Privilegienbegäbet. Als er an. 1147. mit Kayser Conrado lll. eine reiseins gelobte land that, vermählte er sich mit des Kaysers Ema-nuelis von Constantinopel anverwandtin, von welcher er zweysöhne hatte , Leopoldum VI. den tugendhafften, der ihmfolgte , und Henricum, der mit einer apanage vorlieb nahm.Er that endlich an. 1172. einen gefährlichen fall mit dempferde,. woran er sterben muste. 0«o Ilb. II. c. 26.
tkulirls.
* Henricus, der freundliche, Hertzog von Oesterreich inSteycrmarck, war ein söhn Kaysers Alberti I. und Elisabethä,deren vatter Meinardus Hertzog in Kärndten, und Graf vonTyrol gewesen. Er wurde an. i;22. nebst seinem bruderFriderico dem schönen in der schlacht bey Mühldorff von Lu-dovico llsvaro gefangen ; erhielt aber , nachdem er einige schlössser abgetreten, die freyheit, und starb an. 1,27. den z. jan.Von seiner gemahlin Elisabeth, einer tochter Ruperti, Grafenvon Virnebnrg, die er sich an. izi;. beygelegt, und die ihman. i;4i> im tvde nachgefolget , hinterließ er keine kinder.
Lnon. Oemicens. L feobieus. axuä Hiü. tlultr. :ixucl
Heryoge zu Bayern:
Henricus I. war ein söhn Kaysers Henrici ljucupiz undMathildis, Grafen Theodor,« zu Ringelheim tochter. Erwäre anfänglich an seines bruders Ottonis statt gerne selbstKayser gewesen, und schützte vor, daß er von einem Kayser,jener aber nur von einem Hertzoae gebohren worden, sintemalihr vatter noch Hertzog von Sachsen gewesen , als er Ottonemgezcuget. Hierdurch ließ er sich zu allerhand gefährlichen an-schlügen wider Ottonem verleiten , wie er sich denn nichtscheuete, dessen armee, so er einsmals wider den einbrach derBarbaren gesammelt, aber wegen ausgebliebenem svlde schwü,rig war, an sich zu ziehen, und sie vermöge eines eydes zu ver-binden , daß sie den Kayser aus dem wege räumen, und ihmzum Kayserthum beförderlich seyn sollte. Er wurde aber durchVermittelung seiner Mutter, die ihn ungemein liebte, auch ihmviel lieber als Ottoni den Kayserlichen thron gegönnet, beydiesem dergestalt wieder ausgesöhnet, daß er ihm so gar nachBerlholdi tobe an. 947. das Hertzogthum Bayern überge-ben. (siehe Bayern.) Gleich im andern jähr erhielt er einendoppelten sieg wider die Ungarn, und gieng einige zeit her-nach mit einer armee nach Italien , nahm Aquileja ein,streifte ohne widerstand bis an Pavia, und kam Mit grosssir beute wieder zurück, nachdem er seinen Vetter Lu-dolphen , Hertzog in Alemannien, daselbst so geschwärtzet,daß er bey einem dahin vorgenommenen zug mit seinenleuthen aller orten abgewiesen wurde. Dieses, wie nichtweniger der durch die zwey von Ottone ihm verliehene statte
in Italien, Aguileja und Verona, erhaltene Vortheil, machteihn bey Ludolpho so verhaßt, daß er alle qelegnheit suchte, sich ian ihm zu reiben. Solche gab er ihm sechsten dadurch in die kHand, daß er Arnulpho, Grafen von Scheyern, die regierungfeiner länder anvertraute, als er seinem bruder in der Mayntzi- >
sehen belagerung, welcher statt sich Ludolph durch den dama- !
tigen Ertz-Bischoff Friedrichen wider den Kayser versichert,beywohnte. Denn da ersähe Ludolphus seinen Vortheil, und lsiel, nachdem er mit einigen von Heinrich zu ihm übergegärt« igenen Bayern, sich aus Mayntz geschlichen , in Bayern ein,nahm Regenspurg weg, und hinterließ überall traurige denn« i-mahle seiner feindseligkeit. Er fünde auch destoweniger wider« lstand, je mehr vorerwehnter Arnulph hierbey im trüben zufischen suchte, und Ludolphen dahero nach gefallen Hausen ließ,welchem es leichte war, sich in kurtzer zeit einen so grossen an- 'ha ig in Bayern zu machen daß Heinrich genug zu thun bekam,diese unruhe mit hülffe des Kaysers zu stillen. Hierauf gabHeinrich den vornehmsten rebellen ihren verdienten lohn, undlreß/onderlich dem Bischoff von Saltzburg Heraldo, den er zuMühldorff gefangen bekam, die äugen ausstechen. Nach derzeit wurde er von den Ungarn , so mit einer grossen macht inBayern eingefallen waren, zwar wiederum gar hart Heimge-sucht, erlebte aber doch noch, daß sie in einer berühmtenschlacht an. 9; 5. durch seinen bruder aufs Haupt geschlagenwurden , worauf er noch in diesem jähre starb, und zu St»Emerich begraben wurde. Von seiner gemahlin Judith, Her-tzogs Arnulph, m Bayern tochter, hat er Heinrichen , der ihmm der regierung folgte, Ludwigen,Halicen und Hedwigcn gezeu-Akt , wtewol ihm die neuern Oenealo§i noch zwey söhne, Bklt-nonem, Marggrafen zu Sachsen und Herrn zu Brannschweig ,und Hermannum, Grafen zu Northeim, zuschreiben.
»«I, Ich. VI. L. I. Iib. XIV. Sr«««. k.II. Ich. III. p. ny-
lib. I. tir. 5. x. 516. üc dir. 16.
Henricus Kixolu5, insgemein Hezilo genannt, warobge-dachten Henrici und Judith, einer tochter Hertzogs ArnulMMali von Bayern söhn. Seine erste jugend brachte er unterder erziehung seiner muhme, der Kayserin Mathildis, zu, we^che ihm eine grosse liebe zur Geistlichkeit einflößte , die er nachangetretener regierung in erbauung einiger klöster und desStifts St. Paul zu Regenspurg dergestalt sehen ließ, daß ihMdie Geistlichen den nahmen des frommen beylegten. Von sti-mm vatter schiene er die tust zur Kayserlichen Crone ererbet zühaben, welche sich bey ihm regte, als seines vatters bruder,Kayser Otto der grosse , mit rode abgieng; denn da ließ er sichdurch Bischoff Abraham zu Freysingen verleiten, daß er den Kö-niglichen titul annahm, und mit Voleslao von Böhmen, M>-sicone von Polen, Heraldo von Dänemarck und Henrico vonKarndten wider den neuen Kayser Ottonem II. in dündnis trat,worzu sich die Ertz-Bischöffe zu Mayntz und Magdeburg samtBischoff Heinrichen zu Augspurg geschlagen. Hierwider ge-brauchte Otto anfänglich glimpfliche Mittel, und ließ Henricunrzur Reichs-versammlung gleich andern Ständen einladen, amwelcher er zwar erschien, durch schmeicheleyen aber nur zeit issgewinnen suchte, sich recht in Positur zu setzen; so bald Otto sol-ches merckte, gieng er erstlich dem Dänischen Hertzoge Heralodzu leibe, und nöthigte ihn um frieden zu bitten, von dem er Mgegen den Böhmen wandte, und ihn zum gehorsam zwang«Hierauf fiel die gantze Kayserlichc macht Henrico auf den hals/welcher sich nicht im stände sahe, es mit dem Kayser anzuneh-men , sondern sich mit der flucht aus dem lande machte. Hin-durch ward das Hertzogthum Bayern dem Kayser ohne schwerbt-schlag zu theil, welcher, damit Heinrich keine Hoffnunggelassen wurde, dasselbige seines bruders Ludolphi söhn, Ot-tern, gab, so von seinem vatter her ein alter feind von Hein-richen war, und vermuthlich desto eifriger auf des Kaystr?feite stehen würde. Dieses verfahren brachte Heinrichen zur am-sersten Verzweifelung, daß er mit Hertzog Boleslao aufs Ein bundnis trat, und in Böhmen ein Heer sammelte, um simmit dem degen wiederum den weg zu seinem Hertzogthumbahnen. Solches geheime Verständnis merckte Otto in zelten,und gieng selbiges zu trennen in Böhmen; war aber nicht Ezu glücklich, so daß Heinrich der muth wuchs, in UStift Passau einzubrechen. Allein Otto schloß ihn daEein, daß er sich auf discretion ergeben, und samt dem //schaff von Augspurg nach Utrecht ins gefängnis gehen nttEallda er steckte, bis ihm der tod des Kaysers seine freyheit w'/'der gab. So bald er selbige erlanget, kamen ihm die aevanctt''Kayser zu werden aufs neue wieder ein , suchte aber stinkstvornehmen einen schein zu geben, damit des jungen O«EIII. freunde nicht sogleich auf die deine gerathen.möchten;te derowegen vor, wie ihm, als dem nächsten anverwandte»/die vormundschafft über den jungen König zukäme, und nahmdem Ertz-Bischoff Warum zu Cöln , welcher den Printzen >G,hero neben der mutter in seiner aufsieht gehabt, denselbengewafneter Hand hinweg. So fieng er auch des jungen ME.schwester Adelheid, welche Graf Eberhard zu erziehen hatte,Halle auf, und vermeynte dadurch die anhanacr der KaE:fauulre zu nöthigen, daß sie ihm gutwillig die Kayser-crone »gestehen sollten. Nun fanden sich zwar einige, so bey der nem.regierung Heinrichs ihren Vortheil zu machen vermeynten, »»denen es lndlfftrentwar > wer ihr König wäre, welche H'
nehm am Oster -feste zu Quedlinburg zum König ausrmA