Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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des-nöthen starb. Als darauf Kaystr Conradus mit dem heili-gen kriege umgieng, hatte unser Hertzog zeit , sich in seinem landedesto vester zu setzen; wie er denn noch an. 1142. die GrafschafftStade an sich brachte, und an. 1147- die Wandalen zu paarentrieb. Als an. 1152. Friedrich I. oder Larbmosta zur Kayferli-chen regierung kam gewann (es vor unsern Henricum, alsdes neuen Kaysers nahen anverwandten , an gut ansehen, under bekam Hoffnung wieder zum besitze aller seiner vätterlichenlande zu gelangen, ja indem der Kayser damit umgieng, hatteder Hertzog an. n;;. eine gelegensten, wodurch er sich densel-ben desto mehr verband. Er befand sich mit dem Kayser zuRom bey der erönung; die ungetreuen Italiäner fielen unverse-hens bey nächtlicher weile das Kayserliche lager an, und derKayser lag schon unter dem pferde, da er von unserm Hertzogewieder errettet wurde, über rooo. feinde aber auf dem platzeblieben. Der Hertzog bekam dabey eine wunde im gesichte, dieihm der Kayser mit eigener Hand abwischte, und zugleich dasPrivilegium gab, die benachbarten Wandalen im Mecklenbur-gischen zum Christlichen glauben , und unter feine botmäßigkeitzu bringen; und bey der rückkunft in Teutschland ward endlichan. n e6. Henricus wieder in alle seine vätterliche lander einge-setzt , und sein stief-vatter Henricus II. von Oesterreich muste sichdamit begnügen lassen, daß das Marggrafthum Oesterreich, sobisher ein Bayerisch lehen gewesen war, in ein unmittelbar Her-tzogthum verwandelt, und ihm das ländlein ob der Ens , oderOder-Oesterreich, so zu Bayern gehört hatte, nebst einigen son-derbaren Privilegien gegeben wurde. Darauf bekam HertzogHeinrich mit Graf Adolphen zu Holstein und Schauenburg zuthun , dem zum Verdruß er unfern Lübeck, welche stadt derGraf gern in die höhe bringen wollte, eine stadt, Löwenstadtgenannt, erbauen ließ; auch die Sultze zu Oldensloh verstopfte,damit die Lüneburgische desto besser in gang kommen möchte.Als der Graf sahe, wie er nichts wider den Hertzog ausrichte-te , überließ er ihm die stadt Lübeck, welche darauf der Hertzogwieder anfbauete, auch nach der zeit mit einem Bischöfflicyensitz und Dom-kirche versähe, die Löwenstadt hingegen liegenließ. Noch im jähr 1156. hat der Hertzog einen grösten theilsvergeblichen zug wider die Friesen gethan, woran die sumpfig-te gegend schuld war. An. n;y. that er einen zug wider dieehemals schon bezwungene, und wieder rebellirende Wenden,erlegte ihren Hertzog Nicolotum oder Nicolaum, und nöthig-te dessen söhne Wartislaum und Pribislaum, sich ihm zu erge-ben ; doch als sie aufs neue rebelttrlen, wurde der erste im an-gesichte des andern in dem lager vor der Wendischen vestungHalkou ausgehänget. Um diese zeit hat der Hertzog auch seinenRitter Güntzeln aus dem adelichen geschlechte derer von Bar-tensleben zum ersten Grafen zu Schwerin gemacht, und diePommern, so den Wenden beystunden, bezwungen; inglei-chen eine Botschafft von dem Constantinopolitanischen Hofe zuBraunschweig gehört. An. 1159. that er «dermal nebst seinesvatters druder Welfone dem Kayser zu gefallen einen rühm-lichen zug nach Italien, und an. n6i. bekam er wegen derDonau-brücke mit dem Bischoffzu Regenspurg verdrieslichkeit.Die grosse macht, so Hertzog Heinrich hatte, mochte ihn etwashochmüthig gemacht haben. Zmm wenigsten fiengcn viel Für-sten an sich darüber zu beschweren, und verbanden sich an. 1164.wider ihn , Wichmannus ,, Ertz-Bischoff zu Magdeburg,Reinold , Ertz-Bischoff zu Cöln; (welcher sonderlich am mei-sten Verbitterung gegen dem Hertzoge zeigte, und die andernwider ihn aufzubringen bemühet war) Germann, Bischofs vonHildcsheim; Ludwig, Landgraf von Thüringen; Albrecht,Marggraf zu Brandenburg; Bernhard, Fürst von Anhalt;Albrecht, Pfaltzgraf zu Sachsen, und Christian, Gras vonOldenburg. Damit er nun diesen feinden desto besser gewachsenseyn möchte, gab er dem verjagten Fürsten der Wenden Pribis-lao alles wieder, was dessen vatler Nicolotus besessen hatte,und that auch durch dessen hülffe seinen feinden grossen abdruch,wie sie denn meistens einbüsseren. Der Hertzog soll auchda-mals seinen meßingenen löwen auf das schloß zu Braunschweighaben setzen lassen, um zu zeigen , wie er seinen feinden, son-derlich gegen osten, da der löwe hinsiehet, gleichsam die zähneund klauen weisen wollte. Er hat auch das Magdeburgischegebieth bis an die mauren der stadl verheeret, Bremen und Ol-denburg eingenommen, und seine feinde in äusserstes schreckengesetzt. An. n68. erfolgte durch interposition des Kaysers einfriede, welcher an. 1170. da sich neue unruhe hervor that, be-stätiget wurde. Der König in Dänemarck, Woldemar, hattedurch hülffe der Wenden, die unter unsers Hertzogs botmäßigkeitstunden , die insul Rügen eingenommen; als er aber verspro-chener mästen die beute nicht mit den Wenden theilen wollen, er-laubte der Hertzog denselben, zu Wasser und lande die Dänen zuberauben, welches dieselben auch mit so gutem succeß verrichtet,daß bisweilen auf einen tag zu Mecklenburg 700. Dänen ver-kauft wurden. Der König muste sich also zu theilung der beuteund dem frieden verstehen, welcher durch Vermählung des Her-tzogs Printzeßin Richfa an den König Canutum, der unterdes-sen dem vattersuccedirt hatte, bestätiget wurde. Noch in die-sem 1170. jähre hat der Hertzog das Bißthum, so zu Mecklen-burg bisher gewesen, nach Schwerin verlegt; damals soll erdie Heyden bey taufenden in die Schwerinifche fee nicht weit vonFichel treiben, und von dem ersten Bischofs Bennone habentaufen lassen, daher der ort den nahmen Dope behalten. An.n?L. that der Hertzog nach art der damaligen Zeiten, seine an.

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dacht zu bezeugen, eine reise in das gelobte land, von wcWrallerhand wunderbare Historien, insonderheit die oben berührterzehlung von dem zahmen löwen, vorhanden. Bald »acystineriwiederkunft fiengen die verdrieslichkciten zwischen ihm unsdem Kayser an. Der alte Welfo VI. unsers Henrici vatters, m>odes Kaysers Mutter bruder, hatte den Hertzog zum erben allerseiner güther eingesetzt, und sich eine gewisse jährliche summegelbes ausgedungen; da nun dieselbe nicht richtig bezahlet wur-de , wendete sich Welfo an. 1174. aus Verdruß zu dem KayssHdem sowol die Schwäbische als Italiänische lande Welfonwsehr wohl gelegen waren; hierüber scheinet der erste groll beydem Hertzoge, und argwohn bey dem Kayser entstanden zuseyn. Es kam dazu, daß in abwesenheit des Hertzogs der Kay-ser einige der vornehmsten Stände in Sachsen durch versM-chen und bedrohungen dahin gebracht, daß sie ihm eydlich ver-sprechen müssen , sie wollten, im fall der Hertzog umkommensollte, sich ihm ohne Widerspruch ergeben, welches der Hertzogals eine hinterlistige Nachstellung ansähe. Es wurde aber demfasse der bvden ausgeschlagen, da an. n?;. der Hertzog denKayser auf seinem zuge nach Italien verließ, welche fache unter-schiedlich vorgetragen wird. Alles scheinet am besten folgend^Massen zusammen zu hängen. Der Kayser wußte,daß er nicht zumbestenmit dem Hertzoge um obgebachter Ursache willen stünde,und konnte doch seiner hülffe in Italien nicht wohl enteathemwarauch besorgt, es möchte in seiner abwesenheit der Hertzog et-was zu seinem schaden in Teutschland vornehmen ; der Hertzogkonnte auch aus jetzt - erwehnter aufführung des Kaystronicht viel gutes schließen, deswegen er gern des zugs überhobengewesen wäre, sintemal er von seinen unruhigen nachbarn undneuen Unterthanen, den Wenden, auch nicht sicher wär. Esskam dazu, daß er Alexandrum lll. wider den der Kayser zu sel-be gieng, für den rechtmäßigen, und hingegen des Kaysers crea-tur Calixtum, für einen After - Papst hielt, (ä) Er erbot sichdemnach, als ihn der Kayser zu sich nach Clavenna berief, umall seiner haab und macht demselben beyzustehen, und bat sichnur dieses aus, daß er für seine person zu Hause bleiben börste;ferner verlangte er, der Kayser sollte ihn mit der Reichs-stamGoslar belehnen. Als aber der Kayser keines von beyden be-willigen wollte, und vielmehr aus das heftigste, ja wie eiriMvorgeben , auf den knien bat, der Hertzog sollte bey ihm blei-ben , ließ sich doch dieser nicht irre machen, sondern gieng umden seinigen davon. Daß aber daraus dem Kayser sollte mgrosser schade zugewachsen seyn, wie hernach dem Hertzoge bcy-gemessen worden, will Pfeffinger nicht zugeben, ( s) sondernführet Zeugnisse an , daß der Kayser unmittelbar nach herUnterredung zu Clavenna glückliche progressen in Italiengemacht, und daß die folgenden Niederlagen vielmehr derunbehutsamkeit der sieghafften armee, als der trennung deoHertzogs zuzuschreiben wären. Unterdessen fieng der Kayser beyseiner rückkunft in Teutschland an, sich aus das heftigste widerden Hertzog zu beschweren, und citirte ihn zu unterschiedenenmalen vor den ReichS-tag nach Ulm, Regenspurg, Magde-burg und Goslar, von seinem verhalten zu Clavenna red um,antwort zu geben; nachdem er aber schon zweymal ausgeblie-ben , kam er in einer privat-visite zu Haldensleben im Magde-burgischen mit dem Kayser zu sprechen, welcher ihm verspraMgegen erlegung 5000. marck, oder 40000. gold-gülden, Mwieder mit dem Reiche auszusöhnen. Als aber der Hertzogweder zu solcher strafe, noch zu einem Reichs-tage ausserhNAseines landes zu kommen , verstehen wollte, und die feinde denohne dem argwöhnischen und erzörnten Kayser immer mehr smreitzeten, erfolgte endlich auf einigen Reichs-tägen, sonderMan. n8o. zu Würtzburg, und darauf zu Gemünd in Sch^kden, das urtheil wider ihn, daß er in die acht erklärt, unoaller seiner lande, die er zu lehen von dem Reiche odergeistlichen Fürsten hätte, ^ (worunter damals, was jetzt d«Braunschweigische und Lüneburgische land heißet, noch E/-begriffen war) entsetzt seyn sollte. Die execution des urtlss"wurde, weil sich viel schon lange darauf gefreuet hatten, mAlange aufgeschoben. Bayern wurde GräfOttoni von Wün'dach, dem stamm-vatter des Pfaltzisch - und Bayerischenseö; Sachsen aberGrafBernharden von Manien gegeben; .^7'.gern und Westphalen bekam Philippus, Ertz-Bischoff zu Cow'die Pfaltz Sachsen Hermannus, Landgraf zu Thüringen; ^Graf zu Holstein machte sich frey von der Pflicht, damit er .Hertzoge zugethan gewesen, und griff auch noch weiterMayntz nahm das Eichüseld; Magdeburg die Grasschafft SA,merscheburg; der Bischofs zu Bremen aber Sie Grafschafft ,de hinweg; die Bischoffe zu Halberstadt, Hildesheim,derborn und Minden, und die städte Lübeck und Goslar mgaffen sich auch nicht dabey. Diese vertheilunq der provwy .Henrici I-ecmie wird in einem alten bilde, so auch BEss-hat, (k) vorgestellt. In der mitte präsentirt sich das SaMAweisse Pferd, unter welchem eine kröte, die mit einem Card» 2Hut bedeckt, lieget, anzuzeigen, daß Henrici Unglück wem ptheils von der Geistlichkeit herrühre. Auf der einen Me' §allerhand rastende thiere, auf der andern aber raub-vöqel.stellen die weltlichen Fürsten vor: als da sind der Anhang,

,_vvv. Utv va sind der Anv^.ch,

bär, der das Haupt des Pferds, nemlich das Hertzogthum rtzsen, im rächen hat; der löwe unsers Henrici, der oavoder Braunschweig und Lüneburg hat, rc. Die raub-vE ne-stelten die geistliche Fürsten vor, deren auch ein jeder ,wav -,§konnt, zu sich gerissen. Es kam alsobald zu -ssem>»Ait,