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^i/chen bevde» patteyen u- verfchirden«» harten nnd^vWt-anzugiichen schriften kam. Seines Vetters Hertzog Erichs«u -sraunschweig wittwe und Ander beschwerte er wegen der«Kation, und wollte Landgraf PlMppum nicht als vvr-kin « , dazu er im teftament verordnet war. Man fieng
.t,' wieder in Protestantischen landen mord-brenner auf,b-M^on den Wolffenbüttelischen Räthen angestellt zu seyn. Endlich gewann die fache durch Hertzvgs HenriciUx Ehatlgkeiten gegen die ftadt Goslar einen ausbruch, mit'Hon lange zeit Händel gehabt, aber an. ^41. recht an»unter dem vorwande, daß sie von dem Kavser in diebin- ^ sey, wiewol der Kayser auf der Protestanten vvr-ik„,)5 Hb.achts-erklarung auf eine zeitlang aufgehoben, undrucklich mit allen feindseligkeiten inne zu halten gedo-» ^ ^ Daher der Churfürst von Sachsen und der Land-dcnHesien, weil Goslar mit in dem bnnde stund, auch zuan„ Men griffen, und sich an. 1,42. inner zwey monatenH^tzoglichen lande bemächtigten. Er muste deswegen zu >rind ZErtzogen von Bayern fliehen, die sich auf Reichs-tagenland!«. ? vergeblich vor ihn bemühten, ihm wieder zu seinenvelffen. Dem ungeachtet vergaß er seine schlimmenicht, inmassen er durch allerhand briefe mißtrauendem^?" Kayser und den Protestanten erweckte, und aufgxgf/N^Hs-tage an. 1544. so mit dem Churfürsten und Land-letzten - lancken anfieng, daß man meynte, es würbe mit demöffenerÄ "Nein Hand-gemenge kommen, wie er denn auch inehren schriften, nicht nur diese beyde an ihren Fürstlichenangriff, sondern so gar von des Kaysers Majestätgegen ..'.^ehrerbietigsteredete, und sich bedrohlicher redenließ Verschiedene, die er vor seine feinde hielt, vernehmensieg nun wol an dem war, daß die verbundenen Für-gebe» ^ Wvlffenbüttelifche lande dem Kayser in sequestrationbesitz len, da denn Hertzog Henricus gewiß wieder zu derenrrfvia kommen wäre, zumal der Kayser, wie man aus dessen'die Kelchen, ihm mehr gewogen als ungünstig war, da dochdegx d-^Slen aus dem Wolffenbüttelischen Archiv unterschie-dn an , kayser und seinen Ministern höchst-nachtheilige schrei-sich gebracht, begieng er gleichwol die Unbesonnenheit,hinter^ landes mit gemalt zu bemächtigen. Zu dem ende?b, n„?'g rr den König in Franckreich, und schwatzte ihm geld^Teuts^i vorwande, die damalige Englische Werbungenvor sirffch'and zu hindern. Mit solchem gelde aber warb erHighe/VSosehr roooo. mann, mit denen er an. 1546. unver-lein h-,. lande einbrach, und einige örter eroberte. Al-l>,als "Landgraf von Hessen kam ihm zu geschwind anfden.„ 'v wcewol er anfänglich Mine machte, mit demselbenganze».aeu, das treffen auch bereits bey Nvrdheim ange-si? / ward er doch von den Landgräflichen, die ohnedemhah,'lecker waren, als er, zumal auch seine Generals undihn wegen ^r von Wrisberg, an ihm untreu wurden, undhet, ermangelnderbezahlunggefangen zunehmen gedro-diel vvn>" die enge gebracht, daß er sich, nachdem er vorher» "schaff" Hertzog Moritzen zu Sachsen vorgeschlagene frie-Landgr.Mungen verweigert, nebst seinem ältesten söhn demHayy hergeben muste, welcher ihn aufdie vestung Ziegen-?ig ggffMen ließ, allwv er sich bald trotzig, bald gar geschmei-ee, nachdem es ihm in sinn kam, und nicht eher§Uyzeg , Varde,. bis ihm der Kayser an. 1547. in den bedin-^ "e der übermannte Landgraf eingehen muste, sei-Aeroltz zuwege brachte , darauf er denn durch einen^ r>,h. t >"n land wieder eingesetzt ward, doch aber noch nicht' denn weil in den vorigen kriegen sein Land-AdelM ve^t>/,'?'v'der ihn gewesen war, gedachte er es ihmjetzo ,Mu„fch^ch viel von dem ihrigen, belagerte auch die stadtichMin mi-^V/d'zo. mit welcher er lange wegen der Herr-
m in misst V.". >'weiNhl dieMchlgkeit gestanden,
^viand Mdlmttzen.daß « ^ vemjedoch gleich an^^^
um aber von dem Cvmmendanteu on neues knegs
er nebst seinen nachbaru d^> ^, ingletcheu ^eM Minden, Anen vetter Hertzog Ench u^^^n wider^cemen und Verben, weil sie es wst GM ^ SaM"-",Mische
Angefallen war,, an. izzz. bey Sftvttshau ^ ^zeste PrtN-^armn der Churfürst und Hertzog Heinrichs z ,tzen blieben, der stea an-» -svckto» "
en, und schlug den Marggraftn zum andernveigtz belagerte die stadt von neuem, die
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denn Faoac». gülden in acht jähren zu erlegen versprechen muste,worauf er abzog, den Marggraftn in Francken verfolgte, undunterwegs den gewesenen Churfürsten Johann Friedrich heim-zusuchen drohete, der sich aber m der gute mit ihm verglich ,und die gefahr mit geld abkaufte. In Francken that er eben sogrosse dinge nicht, und zog zu ende des >ahrs wieder heim, be-diente sich aber seiner auf den deinen habenden kriegs-machtnoch darzu, daß er, bevor nach gemengtem kriege mit demMarggraftn alles abgedanckl wurde, aus dem Mecklenburgi-schen, Lüneburgischen, Anhaltischen, Mannsfeldischen, inglet-chen vom Adel und städten, die ihm ehemals zuwider gewesenwaren, gewaltige brandschatzungen einforderte. Nach diestm hater gantz ruhig gelebt, auch noch vor seinem tobe die Augspur«zische Confeßion angenommen, und ist an. i; 68 . zu Wolffen«büttel verstorben. Er hatte sich zweymal vermählet, einmalmit Maria, Graf Heinrichs von Würtemberg tochter, die vonihm bisweilen gar übel foll seyn gehalten worden, und an. 1541.verstorben; das andere mal mit Sophia, des Königs Sigis-mundi in Polen schwcster, die ihn bis an. 157z. überlebt. Mitder letzter» hat er keine Ander, mit der ersten aber drey Prin-tzm gezeugt, davon die beyde älteste, Carl Victor, ein tapfererHerr, und Philippus, der des Avilä buch vom Teutschen kriegeins Teutsche übersetzt, in der schlacht bey Sievershausen er-schlagen worden, der jüngste Julius aber, der zuerst dem geist-lichen stände gewiedmet gewesen, ist in der regiernng gefolget.Sonst ist bekannt, daß er sich lange zeit eine concubine gehalten,die Eva von Trotte hieß, und ein Hof-Fräulein bey seiner erstengemahlin war, welche er, um ihr desto ungehinderter zu ge-messen, heimlich auf dem schlösse zu Stauffenberg aufhielt, undindessen vorgab, sie sey an der pest gestorben, ihr auch ein präch-tiges leichen-begänqms und viel seel-messen halten ließ, so ihmvon den Protestanten zum oftern hart vorgewvrffen worden,als er seine vielfältige Unternehmungen wtder sie mit einemernstlichen religions-eifer beschönen wollte.in cbron. 8ax. , cke Kollo 6orm.
slox/ üiü. Lucherrm. *
Henricus Julius, Hertzog zu Braunschweig und Lune-bu^, auch postulirter Lämlrnitmwr des Stifts Halderstadt,war den 15. oct. an. 1564. gebohren. Seine eitern waren Ju-lius, Hertzog zu Braunschweig und Lüneburg, und Hedwig,Churfürst Joachimi ll. zu Brandenburg tochter. An. r? 66 .ward er von dem Capitnl zu Halberstadt an statt des abgestorbe-nen Ertz-Bischoffs Sigismundi zu Magdeburg zum Bischossvon Halberstadt postnliret, weil aber das Stift mit schwerenschulden behafftet war, behielt das Capitnl die regiernng undintraden 12. jähr lang, und gab ihm ein, gewisses.. Er wohntean i?76.der Inauguration der Universität Helmstadt bey, undwurde der erste KeÄor. Nachdem er an. 1578. von dem Kay-ser vsiüsm «tims erhalten, wurde er als Bischoss solenmter,und zwar nach Calholischer art introducitt, wozu er auch vondem Abt zu Huyseburg Johanne sich die xrimsm wnlursm er-tbckien ließ , ob er schon sowol als sein vatter sich zur Luchen,sckcn religion bekannte. Über diese fache hat nicht nur MartinCbemnitz, der damalige Superintendent zu Braunschweig, nebststinen Lällogis, sich gereget, sondern Hertzog Wilhelm zu Zellesoll auch gesagt haben: ehe ich. wollte meme Ander also lassenscheeren und schmieren, wollte ich denselben lieber zum Arch-Hofund grabe folgen. Doch Jacob Andreä entschuldigte die fache,und wollte sie gantz vor indifferent angesehen wissen. Beyseiner Bischöfflichen regiernng zu Halberstabt hat Hertzog Hen-ricus Julius das schöne sthloß zu Gruningen samt der berühm-ten Arche, orgel, und grossen Weinfaß daselbst, erbauet. An»i- 8 l. wurde er Bischoss zu Minden, resignirte aber selbige stellean i< 8 -i. unter dem freyen Himmel. Als an. 1589. sein vatter,Le'rtzog Julius, verstorben war, bekam er, vermöge des Vertragsund väterlichen testaments, die regiernng des FurstenchumsBraunschweig, und aßignirte seinem bruder Philipps Sigrs-mundo die Aemter Sick, Diepenau und Wolpe. An. 1591. re»formirte er das Stift Halderstadt von den übrigen Carholischenceremonien, ließ an. 1592. ein neues Lollegimn zu Helmstadtbauen, nahm an. rzy;. nach absterben Graf Ernsts zu Hohn-stein die 2. Aemter Lohra und Klettenberg ein, weil fern vattervon dem Stifte Halberstadt darmit bereits war belehnet worden;wie denn unserm Hertzoge auch die administration des klostersWalckenried , welche jetzt-gedachter Graf Emst gehabt, nochstlbiaes jähr aufgetragen worden, derer er sich auch so bald an-genommen. Es war aber mit dieser postulatron der Conveutua,len Graf Carl Günther von Schwartzburg nicht zufrieden, wel-cher schon lange nach dieser administration gestanden hatte. Erbrachte auch leicht den Abt zu Alten-Campen, welchem ehedemdieses recht zugestanden hatte, dahin / daß er chn zum Abt zuWalckenried verordnete. Und unter diesempralext nahm derGraf dem kloster alle einkünfte, die es aus dessen landen hatte,wrück Die fache kam an das Reichs-Cammer-Gericht, undvbschdn an. i;y 4 . dem Grafen vom Kaystr auferleget ward,das zurück behalten« wieder zu geben, so ist die fache doch nichtzur erecution gekommen, sondern m einem langwierigen proceßa-dieben Doch ist im Weftphalischen frieden dieses klosteraänklich an das Hans Braunfchweig überlassen worden. Nachfeines Vetters Hertzogs Philipp» tode an. 1596. nahm er dasFi'irstenthum Grubenhagen in besitz, wowider das Haus Lune,dnr-am Kayftrlichen Hvfe prvtestirt, und an. rüry.auch emm