Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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71
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V? völlig konnte gehoben werden. (siehe Albertus

dreck/?« ^4o6. ward er nebst seinem bruder Al-

wicöit " ?'!?" unvermutheten krieg mit der stadt Lübeck ver-baut» hatten nemlich drey betrunckene MecklenburgischeM ' deren Gerichks-Frau Irmengard von Buchwald hieß,Man Lübecker-schiffern einen streit angefangen , worüberund aäk« ttnen in verhafft nahm. Der dritte lief davon,laden / man wäre zu Lübeck willens, seinen zwey came-Gericktä .abzuschlagen. Hierüber sieng die obgemeldtede einen grossen lermen an,und bewog die umliegen-

Lübeckev ^' ^"derlich die von Parchintin , daß sie wider dieMb,waffm ergriffen. Ungeachtet nun gleich den fol-so si aie zwey arrestirte bauren unbeschädigt zurück kamen,>vider ?j„ oocy auf beyden theilen die gemuther schon dcrmassenHasslew?,.!'- erhitzt, daß man zwey gantzer jähr mit zweifel-tjch und vielem blut-vergiessen krieg führte. End-

Mittel ,1 ""'Henricus, Hertzog von Braunfchweig , in dasMuß y-.ä l Geförderte an. i-ic>8. einen frieden, nach dessendeunn.^.H^ogs Mecklenburg regierung niemals wiederan. i -n t ward. Der Kayftr Maximilianus I. ertheilte ihmfalls ^pectanz auf die Landgraffchafft Leuchtenberg,

'eibes-/«k""'"üge LandgrafJohannes ahne eheliche männlichegras ff^ffverfrerben wurde. Es hat aber hernach dieser Land-zwar .-"che erben hinterlassen. Im übrigen ließ Henricuslveqrrts-k'5"wn landen die Lutherische religion empor kommen,treten ^ aber beständig in den Schmalkaldifchen bund zuan. le'o^ . v an. i;;2. Zum ersten mal hatte er sich vermähltdentwraUrsula, einer tochter des Churfürsten von Bran-«nderu mjffahannis, welche an. izn. mit tode abgieng; zumOlsteni?i;. mit Helena, einer tochter Philippi, Chur-^'aer tvM^er Pfaltz; zum drittenmal an. 1551. mit Ursula,"er erli?nMagni, Hertzogs zu Sachsen-Lauenburg. AusöU Schw°^U>ard ihm an. 1509. gebohren Magnus, Bischoffbvn , welcher nachgehends an. 154z. mit des Königsaber „ock , Friderici I. tochter Eliftbeth sich vermählte,ieitlicku ^ar dem vatter an. izzo. ohne männliche erben dasdus Nbvk«!^"^' Aus der andern ehe ward an. 1; 14. Philip--5chde,n ?u"x ^elcher von blödem verstände war, und an. i;z?.

h.w. regierung 5 . jähr nach seines vatters tode ge-? > .ssMahlt starb. ösce«. äs vusib. MssüIenburA. 5/>e«e«.

^4 a.'.^.ouLo-MnesIoA. p. 714. lV. k. lib. IV. c. z.

urFS Reichs-Archtv, k. VII. p. ;oo. /.olmre/e«.

Heu«, Landgrafen in Hessen:

, üer d,x das kind zu Vrabant, war der erste stamm-" 4 z. Fürstlichen Heßischen linien. Er war, an.

Hb' Heck»« Sein vatter war Henricus der großniüthi»zu Brabant, sinne Mutter Sophia,"Ludovici VI.Asponis ^?? Thüringen und Hessen tochter, und HenriciNachd^ 5^." Thüringischen Landgrafen, bruderS toch-f.? es wea-ni! Wwlger an. 1248. ohne leioes-erben verstorben ,»fUdei, stx^u der succeßion in den Thüringischen und Heßischenverst»I ' "'dem Henricus IIIErln, Marggraf zu Meissen,Mf-urn Henrici Nasponis schwester söhn war, und»w ü vera,?^. ande in anspruch nahm. Jedoch wurde es der-daß Henricus zu Meissen Thüringen, Hen- -«K??^iak§?aoant aber Hessen behalten sollte. In seiner min-b,id^t He,,??a«erte Sophia sehr klüglich, nach ihrem todekr ^ dw regrerung selber an, und führte an. 1270 .

tv U- Cr w?w,'5'""ch a"-r277. wider Mayntz glücklicheein-«/etzt? Mlte das recht der ersten gcburt einsühren, dar-Ka?? ^rcke?'^ ffin söhn Henricus, und hatte allbereitAd?," anhang von der Ritterschafft. Doch stund derrimÜ^t de^dus von Nassau dem vatter bey, und starb deran , b Herr?ck^'^Er k>at sonst das schloß zu Cassel erbauet,Beilstein von dem letzten Grafen JohanneÄw rerstN^ an sich gebracht, auch die raub-schlösser in^ hatte drey gemahlinnen; die erste warcsswnew ee.f.fO^unfchweig, mit welcher er Henricum und"°n N/' die andere war Mechtildis, Hertzogin vonAn« datte. er nebst verschiedenen Printzeßinnen zwey' so und Ludovicum; von der dritten,

schwer kein/V^^udovici des ernsthafften tochter war,Ii'/0»ick cbron. Lrabant. Dillichs Heßi-

- e. 7 ,' l^IIoZs ^sn. y. 6 ; 8 - not. kros.

Eeid^" ' wa^ ^.Wdem zunahmen der eiserne, Landgraf vonsebvbrwn Oltonis ältester söhn von Adel-

r,A'thA" von Ravenfperg. Den zunahmenbackk^, womtt^"/""? lcibes-stärcke, theils aber von demsteten Fürsten^ «wol seine Unterthanen, als auch die be-^llrckV^^'im rann,??^?"' ^ an. i;2,. die regierung ange->Wej§??ends so fcw? ^'halten wußte. Man fürchtete sich auchwen» 'hmsaate-' Bbeleidigen, daß mansprichworts-Wg j du nicht willig b.ch vor dem Landgrafen zu Hessen,MÄ^beth /eine« l???n ^ aufgefressen.' Mit seiner.ge-

...Eyue sich "'it Mech^.'^?wch vvv, Grafen von Äeve, starb aber des jetztgedachr

'vatter. Der andere schn Otto heurathetedes»

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ten Grafen andere tochter, Elisabeth, und weil er vorher einegeraume zeit unbekannter weise vor einen schützen an dem Cle-vischen Hofe gedient hatte, so ward er der schütze beygenannt.Allein auch dieser starb an. izzy. erblos und noch bey seinesvatters leben. Die tochter Judith bekam zum gemahl Otto-nem, den freygebigen, Hertzog zu Braunschweig, und ließgleichfalls keine Ander. Henricus der eiserne nahm sich nachabsterben seiner söhne vor, Ottonem den Dmaden, welcher sei-nes jetztgedachten schwieaer-sohns brudern söhn war, z„m erbenseiner länder zu machen. Als aber derselbe cinsmals unbe-dachtsamer weise sich verlauten ließ, daß er, um desto eher zueiner so ansehnlichen erbschafft zu gelangen, Henrici tod wünsch-te , entrüstete sich dieser dermassen wider ihn, daß er die zu sei-nem besten gemachte Verordnung wieder umstieß , und hingegenHermannum von Hessen, seines leiblichen druders Ludovici II.söhn, zu seinem Nachfolger erklärte. Henricus starb an. 1)76.und zwar in einem hohen alter; daß er aber das 104. jähr erlebthaben solle, wie einige vorgeben , ist ohne gründ. 5a««.Heßische chronick. Dilltchs Heß. chrvn. äs

xrinciy. HMxe.

Grafen und Heryoge zu Holstein:

Henricus I. der jüngste söhn Grafen Gerhardt I. von Hol-stein , aus der Rendsburqischen linie, bekam in der theilüngmit feinem bruder Gerhards II. die Holsteinische lande, so viel ervom vatter geerdet. (siehe Gerharduo I.) Er führte nebstseinen vettern zu Kiel und seinem bruder mit den Ditmarschenund einigen unruhigen vom Adel, so den Hertzog von Sachsen-Lauenburg zu hülffe hatten, kriege, und bekam an. r;o6. in derMacht bey Utersen den rädclsführer Peltz gefangen. Er starban. izio. und ließ von seiner gemahlin, eines Grafen vonBronckhorst tochter, zwey söhne, Gerhardum V. den grossen,und Iohannem IV. die gemeinschafftlich regieret, davon derletztere ohne männliche erben gestorben. GpangenbergsSchaumb. chron. Üb. III. s.7. p. 112.

Henricus II. mit dem zunahmen der eiserne, wegen seinerstärcke und unerschrockenen muths, Grafen Gerhardt V. desgrossen von Holstein, aus der Rendsburgischen linie, ältestersöhn, befand sich nebst seinem vatter in Jütland, als solcheran. iz4o. ermordet worden , dessen tod er auch nachdrücklichrächete. (siehe Gerhard der grosse.) Der König in Däne-marck, WolbemaruS III. bestätigte ihm alsobald den besitz vonFünen , Jütland, und der Plätze in Seeland, so sein vatterpfands-weise inne gehabt, ließ sich auch geneigt finden, Schleß-wig für Jütland auszuwechseln, wiewol dtß letztere nicht vorsich gieng, weil Woldemarus, Hertzog zu Schleßwig, nichteinwilligen wollte. Nachmals zerfiel er mit Dänemarck, ließaber seinen bruder Ntcolaum diese streitigkeiten meistens alleinausführen, und begab sich erstlich in Schweden, da er dem Kö-nige Maqno die Finnen bezwingen helssen, und Calmar einezeitlang wegen aufgewandten kosten zum Unterpfand besessen.Hernach reisete er zu König Eduardo III. von Engelland, undbefand sich in desselben bleusten bey der Macht zu Crecy an.iM. und der darauf gefolgten bclagerung Calais. Seinetapferkeit brachte ihm des Königs grosse gunst, und der Engel-länder neid zuwege, die einsmals, da er des morgens frühe indem schloß-hofe gieng, einen löwen aus seinen schmücken losliessen, der sich aber anstatt ihn anzufallen, durch dessen anredebezähmen und bewegen ließ, sich vor ihm als ein Hund nieder-zulegen , auch nachmals sich von dem Grafen einen krantz aus-setzen ließ, den die umstehende Enqelländer abzunehmen nichtgetrauten, wodurch er sie zu beschämen suchte. Er verließ je-doch kurtz darauf den Englischen Hof, und wollte den schimpf,den des Königs in Schweden Magni söhn, Haquinus, Königin Norwegen, seiner schwester Elisabeth erwiesen, indem er dieversprochene Heurath mit derselben nicht erfüllen wollte, rächen;woraufdie Schweden ihm gar die Crone anboten, so er aberwegen alters abschlug, und seines bruders Nicolai tochter kind,Albrecht von Mecklenburg, darzu verhalf; dagegen sein bruderhinwiederum grosse treue an seinem minderjährigen söhn Ger-hards VI. nach seinem absterben erwies. Zuletzt ließ sich Hein-rich noch durch den Papst Urbanum VI. bereden, das comman-do seiner armeen in Avulien zu übernehmen, und that deswe-gen an. i?78. eine reise dahin , die jedoch vergebens war, weilder Päpstliche General sich nicht wollte absetzen lassen, und derPapst auch ihm änderst nicht zu helssen wußte, oder wollte.Drey jähr nach seiner Wiederkunft au. i; 81. starb er, und hin-terließ von seiner gemahlin Anna,Hertzog Albrechts des Löwenvon Mecklenburg tochter, drey söhne, Gerhardum VI. seinenNachfolger; Mertum, so in Ditmarschen geblieben ; und Hcn-ricum, so Bischoff zu Osnabrück worden. SpangenbergsSchaumb. chron. lib. III. c. 27-; r. , HU. rer. van.

lib. VIII.

Henricus IN. Hertzog zn Schleßwig und Graf zu Holstein,Gerhardt VI. ältestersohn, gebohren an. 1^97. war nach seinesvatters tode nur 7. jähr alt, und nebst seinen brüdern unter dermutter und des vatters bruders Henri«, Bischoffs zu Osna-brück, vormundschafft. Tue Komgm Margaretha j„ Dänemarckhielt diß vor eine gelegenhert / Schleßwig, womit sie seinen vat-ter belehnt, wieder an die Crone zu bringen, und lockte denPrintzen an ihren Hof, declarirte sich zur vber-vormünderm,

bekam