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bekam Apenrode, Tonder» , und ewige andere städte, gegenvorschnß an geld pfands-weise in ihre Hände, und ihr Nachfol-ger Ericusx. komersrms, bekam ausgleiche art Flensburg ,gegen eine vorgegebene schuld, und endlich gcrieth es zum öffent-lichen kriege , barinn die Dänen von Graf Adolphen zuSchaumburg, der seinen vettern in Holstein beystand leistete,an. 1410. bey Eggebeck geschlagen, und die stadt Flensburg,doch ohne das schloß, erobert wurde. Doch nahmen die Dä-nen als die ftarcksten dieselbe nebst Fernern und andern baldwieder ein, und da inzwischen der junge Graf Henricus III.erwachsen, verweigerte ihm Ericus X. die belehnung vonSchleßwig; die Hertzoge zu Braunschweig und Mecklenburg ,so vorher Henrico geholffen, machten wegen den aufgewandtenkosten grosse forderungen, die Dilmarschen nahmen Dänischepartey', und Kayser Sigismundus, als ein anverwandter EriciX. war gleichfalls Henrico III. zuwider, der auf ergangene ci-tation bis nach Ofen in Ungarn gereiset, allda aber an. 1424.der ausspruch wider ihn geschehen, jedoch so, daß ihm Ericus X.zooooo. marck nebst Laland davor anbot. Heinrich appel-lirte an den Papst, der ihm Schleßwig zuerkannte; die Hansee-städte nebst einigen Teutschen Fürsten nahmen sich seiner an, daer aber an. 1427. in der belagerung Flensburg sich zu weitwagte, wurde er erschossen. Ihm folgte, weil er noch unver-mählt gewesen, sein bruder Adolphus VIII. kill. vsn.
üb. IX. p. ;;6. logg. Gpangenbercts Schaumb. thron,üb. III. L. ; 4 -I 9 -1>. r;6. ssgg. L lib. IV. c. 4.7. l>. 178- segg.
Hertzoge in Schlesien:
* Henricus I. mit dem zunahmen Larbatus , Hertzog in Nie-Ler-Schlesten, war an. 1168. gebohren ,und ein söhn Boleslai I.LIci, und Adelheidä, einer tochter Berengarii, Grafen von Sultz-bach. Er trat an. 1201. die regierung an, und ward an. 122;.gegen Lescum lllbum, zum Groß - Hertzog in Polen erwehlt,zog auch mit einer armee dahin ; setzte sich aber mit seinemgegner, und beschloß nebst demselben den Statthalter in Pom-mern , Suantopulcum, der den Herzoglichen titul angenom-men hatte, anzugreiffen. Allein dieser überfiel sie zu Gankovain Groß-Polen, da sie eben im bade waren, und Henricuswurde das leben eingebüßt haben, wenn nicht, da er bereitsverwundet niedergesuncken gewesen, einer seiner bedienten, Pe-regrinus von Wiesenburg, sich auf ihn geworffen , und allewunden aufgefangen hätte, auch davon gelobtet worden. Baldhernach ward Henricus von des Lesci witttve gegen den Her-tzog von Masuren, Conradum, zu hulffe geruffen, von dem-selben aber gefangen nach Masuren gebracht, jedoch auf seinergemahlitt, der heil. Hedwig , inständiges anhalten wieder auffreyen fuß gestellet. An. 12^4. ward er des Hertzogs Boleslaikuäici Vormund, und nahm den titul eines Hertzogs von Groß-Polen, Cracau und Sendomir an, starb an. i2;8. zu Croffen,und ward in die kloster-kirche zu Lrebnitz begraben. DieserHerr hat ausser diesem kloster, welches er an. 1217. das StiftNaumdurg am Queiß, an. 1227. das Cistercienser-kloster Hein-richau, und an. i2zr. das Cistercienser-kloster Lamentz , undan. i2;4. Las Prediger-kloster zu Buntzlau gebauet. Mit sei-ner gemahlin,ider heil. Hedwig , gedohriier Fürstin von Meran,hat er gezeuget: 1.) Henricum kium,von dem hernach; 2.) Con-radum Lrilpum, welcher an. 121 z. gegen seinen vorgedachtenbruder bey dem dorf Rothkirch im Liegnitzischen ein treffen ver-lohr, und darauf in das Glogauische entfloh, aber wenig tagehernach bey dem dorf Tarnau auf der jagd vom Pferde stürtzte,und todt blieb. Boleslaum, der den district von Lebns anBrandenburg verkaufte, und in eben diesem jähre verstarb. 4.)Gertrudam,welche GrafOtto vonWittelsbach heurathen wollte,die aber an. 1262. als Aebtißin zu Trebnitz gestorben. ;.) So-phiam, 6.) Agnetem, so beyde in gedachtem kloster eingekleidetworden. Von Sommersbergs lorchr. rer. 8iles. LVo»rer-«i.
Ok II. 26.
Henricus II. kn-8, Hertzog in Nieder-Schlesien, ein söhnHenrici Larbatt, lieferte den Tartarn, die an. 1242. in Schlesieneinfielen, eine unglückliche schlacht, denn es blieben von den;ovoo. mann, welche er zustimmen gebracht hatte, nicht alleinso viel auf dem platze, daß die Barbarn mit deren obren y. säckevoll füllen konnten, sondern er selbst wurde getödtet, indem ihmein Tartar einen spieß durch den leib rannte und den köpf ab-hieb. Seinen cörper erkannte man an dem lincken fuß, woraner 6. zehen hatte. Als er aus Liegnitz dem feind entgegen zog,fiel ihm ein dach-ziegel auf den köpf, welches einige vor eineanzeigung eines bevorstehenden unglucks auslegten. Mansagt, es sey in der action ein unbekannter Ritter um die armeeherum geritten, und habe geschrien: fliehet! fliehet l woraufdie Christen, die sich anfangs wohl gehalten, in schrecken undUnordnung gerathen wären. Es sollen auch die Tartarn einenbezauberten köpf auf einer stanze herum getragen haben, da-durch ihre Widerpart gantz entkräfftet worden ; allein diß ist einefabel. Es hinterließ Henricus von seiner gemahlin Anna, einerKöniglichen Printzeßin aus Böhmen , 4. söhne: 1.) HenricusIII. bekam das Hertzogthum Breßlau; 2.) Boleslaus II. L»I-vu8, erhielt Liegnitz;uladislaus, wurde Ertz-Bischoff zuSaltzburg ; 4.) Conradus II. erbte das Hertzogthum Glogau.Lucä Schlest chron. x. 22;. Hübn.
geneal. tab. 90.
*Henricus III. Hertzog in Schlesien, zu Breßlau, des Her-tzogs Henrici llü anderer söhn, überkam in der theilung da»Hertzogthum Breßlau, welches ihm sein bruder Boleslausvv8 nicht gönnte, und die stadt Breßlau dreymal, nemlich an-1248.1249. und 1250. wiewol vergeblich belagerte, auch desdem letzten anfall selbst gefangen, von feinem bruder aber bawwieder auf freyen fuß gestellet ward. Die stadt Breßlau h<"diesem Hertzog Henrico viel zu dancken, indem er sie mit herr-lichen Privilegien, wodurch viel fremde dahin gelocket wurden,versehen mit einer mauer verwahrt, und an. 12;;. die kirckeSt. Laurentii, nunmehro St. Elifadethä genannt, daselbst er-bauet. Er starb an. 1266. und hinterließ von seiner ersten gr-mahlin, Judith«, einer rechter Conradi, Hertzogs von Ma-suren, und witlwe Miceslai, Hertzogs in Ober-Schlesien,Henricum, von dem der folgende artickul handelt, und Hch^wigam, eine gemahlin erstlich Landgrafs Henrici von Thürl^gen, hernach Ottonis von Anhalt. Die andere gemahlin Hrn-rici lll. scheinet Alberti l. Churfürsten von Sachsen, aus demManischen stamme, tochter gewesen zu seyn. Vonmersbergö laicht. 8i1sk.
* Henricus IV. Hertzog in Schlesien, zu Breßlau, auch!"Cracau und Sendomir Hertzog, Henrici III. einziger söhn, warbey seines vatlers tobe annoch minderjährig, und stund bähe«eine zeitlang unter der vormundschafft seines Vetters, des W-Bischvffs Uladislai von Saltzburg, nach dessen tobe die älteste»aus der Breßlauischen bürgerschasst solche übernahmen, wEso wohl gewirthschafftet, daß sie dem Printzen, als derselberegierung angetreten, eine grosse summe gelbes, die ohne st-mands beschwerung eingesammelt worden, überliefern konnte«'Henricus führte die mauren der stadt Breßlau vollends auf, er-theilte ihr an. 1272. das meilen-und an. 1274. das niederlaßtrecht, gerieth aber hiernächst in grosse streitigkeiten milder GElichkeit und dem Bischofs, welchen er in Ratibor, wohin derEgeflohen war, belagerte, und ihn an. 1237. da die stadt grEhungers-noth litte, nöthigte zu ihm ins lager zu kommen, Mum friede zu bitten. Weil er nun mit seinen Bischöfflichen kmdern angethan, und mit der Geistlichkeit umgeben erschien, war«Henricus durch diesen anblick dermassen gerührt, daß er so wAalle feindseligkeiten einstellte, den Bischofs mit thränen um vergebung bat, demselben alle kirchen-güther wieder erstattete, n«2an. 1288. die H. Creutz-kirche in Breßlau stiftete. Es hatte fEdieser Herr auch mit dem Hertzoge Boleslao Lalvo zu Lieg»''-,zwistigkeiten, indem ihn derselbe an. 1277. auf dem schlösse!,Jeltsch bey Nachtzeit überfiel, und gefangen nahm, auch nEeher auf freyen fuß stellte, bis er durch den König von Böhwewdem Henricus zur danckbarkeit das schloß und stadt Glatz ew-raumeke, darzu genöthigt ward. An. 1281. .rächete sich Hew»cus an des Boleslai söhne, Henrico, indem er denselben nchßeinigen andern Fürsten , die er nach Boritzsch zu sich geloM-gleichfalls in verhafft behielt, und sich solcher gestalt seines D"dens erholte. An. 1290. riefen ihn die Polen gegen Uladislau«I.oökioum zum Groß-Hertzog aus, Henricus eroberte auch ^cau, starb aber am 2;. jun. gedachten jahrs am gift, nach«-'er, weil er mit Methilda , einer tochter Ottonis I.ongi,grasen von Brandenburg,keine kinder gezeuget, dasHertzogthl",Breßlau dem Hertzoge von Glogau, Cvnrado, das Hertzogch«'Cracau aber dem Hertzoge Przemeslao von Groß-Polen lM vstamente vermacht. Von Gommersbergs ss-rchr. rer.
tom. I. . OÄFv//.'
* Henricus V. Hertzog in Schlesien zu Breßlau und Liefl"^der airene söhn Boleslai Lalvi , Hertzogs zu Liegnitz , war1248. gebohren, und trat an. 1273. die regierung an, ^gleich sowol sein vatter als er selbst mit Hertzog Henrico^ zvon Breßlau verschiedene irrungen gehabt, so war ihm doch«".,volck zu Breßlau so gewogen, daß an. 1290. als nach des
den Hertzog von Liegnitz in die stadt einnahm. Allein an. GU,bekam ihn Hertzog Conradus durch verrätherey gefangen,te ihn nach Glogau , und ließ ihn nicht eher los, bis er -lau, Oels, Bernstadt, Creutzburg, Pirschen, Cnnstadt, ^senberg, Heynau und Buntzlau, nebst zoooo. marckheraus gegeben. Von dieser zeit an war er, da er vorher pmunterer aufgeweckter Herr gewesen, beständig kräncklE^,mißvergnügt, und starb an. 1196. zu Liegnitz. Es sind ^
UIIV Iiarv an. 1196. zu Liegnitz. ^ .sehe getichte von ihm in manuscript vorhanden^ Seine genlin, Elisabeth«, eine tochter Boleslai, Hertzogs zu Calnch,„^bahr ihm 1.) Boleslaum III. Hertzog zu Liegnitz; 2.)
E
cum VI. von dem ein artickul folget; ;.) Uladislaum, EW-an. 1296. der von seinem ältern bruder von der gemeinstvAH- <chen regierung in Liegnitz verstossen worden, und sich nach A stmen gewendet, wo er an. i;;i. gestorben ; 4.) Hedwlga'tch,
^ ' vermähletJvo»'^
an einen Marggrafen von Brandenburg .........
und an. i;?4- gestorben; ;.) Annam,Äebtißin zu bin Breßlau, so an. i;8;. gestorben; ü.) Elisabetham, stobstfalls in gedachtem kloster eingekleidet worden ; 7.) Heien"" -sich in em kloster in Gnesen begeben; 8.) Euphemiam, E« ^mahlin Ottonis, Marggrafen von Kärndten. V<>" Ämersbergs laicht. Lilek. tom. I. II. <7«^«,. 5^/«/.
L>e Mcöovra. ^