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Henricus LIuniacen68', ein Cardinal, geb ehren in demHertzvgthum Burgund, unweit Ciugny. Schon in seiner er-sten jugend begab er sich in das kloster zu Clairvaux, allwo erin tugenden und wissenschafften dergestalt zunahm, daß manihn in dem 29. jähre seines alters zum Abt des klosters Haute-combe in Savoyen, auch, nach dem tode des H. Gerhardt,zum siebenden Abt von Clairvaux erwehlte. In dieser functionhat er seinem vorfahren, dem ersten Abt St. Bernhards,theils in ansehung seines unsträflichen lebens, theils was dieseinem orden erwiesene vielfältige wohlthaten anlangt, wenignachgegeben. An. 1178- zog er nach Toulouse, und bemühe-te sich, sowol durch predigten, als durch aufmunterung desweltlichen arms , die Aldigeiiser zu überwinden. Das ihm an-gebotene Bißthum von Toulouse, wie nicht weniger das Ge-neralat über den gantzen Cistercienser-orden , schlug er aus,muste aber den i?. mertz an. 1179. bey der andern seßion desLateranensischen Loncilu; auf Alexandri III. and der anwe-senden Prälaten verlangen, die Cardinals-würde, nebst demBißthum von Albano, annehmen. Bald darauf gieng erals Päpstlicher Legat in Frankreich, und that daselbst seinäusserstes wider die Albigenser , entsetzte auch die Ertz - Bi-schöffe von Lyon und Narbonne, nebst andern Prälaten , wel-che ihre Pflicht nicht in acht genommen , ihrer würden.An. n8l. kam er zurück nach Rom, folgte Lucio lll. nachVerona, und fand sich an. n8zi bey dessen ende, gleichwieer auch an. 1187. zu Ferrara dem sterbenden Urbano lll. bey-stund. Hierauf erklärten sich die allda versammelte Cardinäle,daß sie ihn zum Nachfolger in der Päpstlichen würde begehr-ten ; allein er wegerte sich, solche anzunehmen, und beför-derte dagegen die wähl Gregor» VIII. Dieser schickte ihn mitgutem succeß an den Kayser Fridericum I. welchem er auch,nebst 68. hohen standes - Personen, zu ihrem vorhabenden zugewider die ungläubigen , das zeichen des creutzes mittheilte.Unter Elemente III. ließ er sich angelegen seyn, zwischen denKönigen von Franckreich und von Engelland ein gutes ver-nehmen zu stiften. Endlich reisete er , als Päpstlicher Legat,nach den Niederlanden, und vereinigte den Bischofs von Ar-ras mit dem Grafen von Flandern. Kaum aber hatte ersolches zu stände gebracht, so überfiel ihn zu Arras eine tödtlichekranckheit, woran er auch daselbst, und zwar in der kirchevor dem altar des heiligen Andreä , wohin er sich mit fleißbringen lassen, den 14. jul. an. n88. feinen geist aufgab.Sein cörper ward zu Clairvaux, neben «2l. Bernhards undSt. Malachia, begraben. Von seinen schriften, worunter sichsonderlich eine oration contra Llbigen1e8 befindet, hat man un-terschiedliche in manuscript in der Vaticanischen bibliotheck.Als eine probe seiner grossen gaaben und beredtsamkeit wird un-ter andern angeführt, daß, als er einmals zu Lüttich wi-der die simonie und wider die unzucht gcprediget, sich an einemeinzigen tage 69. Geistliche gefunden, welche aus einem ge-wissens-trieb ihre präbeuden sreywillig in feine Hände resignirt.
,/o-r^L«. purpura I). Lernb. kalcic. 88. oräinis
Oiltsrc. , arm. Lngl. tom. I. Kara-r. arm.
tom. XII. Älartvrol. OsU.
^enricus äs Dallia , wird von Trithemio äs script. ecclesi7?4. der längere, zum unterscheid von einem andern Henricovon Hessen, dessen artickul unten folget, genennet, welcherauch zugleich meldet, er sey ein Carthäuser-Mönch und Priordes klosters zu St. Maria in Geldern gewesen, und habe dieAstrologie und andere philosophische wissenschafften an unter-schiedenen orten gelehret. Wenn man aber dem LataloZo kte-üorum Dniverütatis Heiäs1bsrgLnll8 , welcher bey Tolnero inOoäic. Diplomat. Palatin» p. 129. befindlich, glauben will,welches auch wol am sichersten ist, so ist solcher an. 1400. im 4;.jähre seines alters, zum ksäkors der Universität Heidelberg er-wehlct worden. Er starb den 12. aug. an. 1427. Er hat ge-schrieben : 8uper 8ententias üb. IV. in Oenelin , Lxoäurn, inkarabola8 8a!omonis; in Lpocal/plin ; Diaiogor inter Iipilco-xum L krsübyterum; 8srmone8 utiles. Auchenbecker ana-lst!. Dassisc. csll. I. n. 8- p- 178. Leg-
Henricus von Coesfeldt, aus Westphalen, war Prior inverschiedenen Carthäuser-klöstern, und starb den 19. jul. an.1410. in der Carthause zu Brügg. Er hat viel fachen ge-schrieben, als einen Lommsntarium über Lxoäum, undüber die Epistel Pauli an die Römer. 5e«e«ss,. 6»/?,»,.
-Zenricus 8oliacu8 oder LIellenlib, lebte in Engelland umdas jähr 1190. unter Richards I. dessen enckel von der Ade-ln er war. Erstlich war er Abt auf der insul Verwund , nach-werts des klosters zu Glaßgow Prior, und endlich Bischofszu Winthson. Nachdem dem Könige Henrico durch die aus-leget aus den büchern der Barden war weiß gemacht worden,der Arturus sey auf dem gottes-acker zu Glastenburg begra-ben , so befahl er diesem Henrico, solchen cörper aufzusuchen,welchen er auch endlich mit grosser mühe gefunden, und einbuch äs Inventions Lorporia Lrturi geschrieben.
Hmricus von Zwtfaltach, Prior des klosters zu Och-senhausen , war aus einem vornehmen adelichen geschlech-te zu Zwifaltach in Schwaben gebohren , wurde hernachzum studiren angehalten , und entzöge sich der welt, daer sich in den Monchenstand in das kloster Ochstnhanstn be-
gab. Seine tugend und frömmigkeit sollen ihm allda dckstelle eines kriori8 zuwege gebracht haben. Er ward kiacyseinem tode in die zahl der Heiligen gesetzet, und ihm vielewunder zugeschrieben. Man begehet seine feyer den 4.vember.
s Aenricus Lrump, ein Cistercienser-Mönch in der Ab^tey Baltinglasse in Irrland, und Doäkor in der Theologie amder Universität zu Oxford , florirte an. i;82. er trat in die tu«stapfen des berühmten Ertz - Bischoffs von Armagh, Richardgenannt, und war auch, wie er, ein abgesagter fcind der ber-tel-orden. Er that einige allzu harte vortrüge wider sie und ihreeinrichtungen, welche auch der Päpstlichen gemalt zu nahe mgehen schienen , weswegen ihm auferleget worden , zu Stand''forth in gegenwart Wilhelmi äs Courtenay , des Ertz-Bf*schoffs von Canterbury, öffentlichen widerruf zu thun. Henr^cus wurde nachdem der ketzerey wegen angeklagt; sein anklagerwar Wilhelm Andreas ein Dominicaner, Bischofs zu MfaMin Irrland. Er hatte nemktch gelehret, der Leib IEsu sshkt»sti sey nicht änderst in dem Sacramente des altavs /als wie in einem spiegel, darin» der wahre leib sststr-sti in dem Himmel könne gesehen werden. Crumpsonsten etliche wercke hinterlaffen, als: Determinatione« 8cno^1skiLg8, lib. I. contra steligioio8 Nsnäicsnteb, üb. I.Unter diesen ist noch werth zu nennen, eine beschreibung allerkloster-stiftnngen in Engelland , von den zelten Birmi an, we^cher der erste Bischofszn Dorcester gewesen, bis aufRoberlnMGrosted , den Bischoff von Lincoln, welcher an. 12;;. ge-storben ist. fakciculus Xiranior. a reversnmM
Lrcbiep. Lrmac. citat. in libro äs religione antig. Dibsrn- ^Lritan. Lcta. , cent. XIV. n. 98.
14^«^ , oder , äs Icriptor. HiberniL , zu DubltN aM
16)9. gedruckt.
'Aenrieus aus Friestland, wurde aljo genennet, weil esaus selbiger provintz gebürtig war. Er wurde ein Carthäuste cschrieb eine chronick seines ordens nebst andern büchern, undstarb an. i;oo. rsr. Denn. c. ;2. äs lcri?e-
kris
Henricus 6anäavenli8, wurde also genennet, weil er vollGent aus Flandern gebürtig. Sein geschlechts-nahme warthais oder LouiLvIiiuz; ch wird auch von andern Muä-uw»genennet, weil er von einem dorfe, Muda genannt, ohnfchllGent, entsprossen seyn soll. Er hat lange jähre in dem Lolleß'"8orbonico zu Paris die Theologie und Philosophie profitm!daß er auch mit allgemeinem cvnsens Doäkor solsmüs geneiM^wurde. Endlich wurde er Lrcbiäisconu8 zu Tournäy,. ^"4starb daselbst an. 129;. Archangelus Gianim will ihn zu eiucmServilen machen, welches aber von den wenigsten angenommenwird. Er hat geschrieben 8ummam Ikeologise; (^uoälibek^Pkeslogica; äs Viris illullribus, 6ve äs 8criptoribu5 LLcleü-u^LI8 lihrum ; und anders mehr.
bibl. 8c!g. ütk. Lelg. x. ;28. 4«^ .
-Henrrcus von Geilnhausen, ein Benedictiner-Mönch ^dem kloster Spauheim, war anfänglich Ksctor in seinem valmlande. Er hat St. Benedicti leben beschrieben , und ist1488. gestorben. Vcatsl.
-Zenricuo von Gorcum, hatte seinen nahmen von stimm Aburis-orte in Holland. Er war ein berühmter IlleoloZus. auueWce-Cantzler der Academie zu Cöln. Er hat um das jähr E 'gelebet, und geschrieben : Trsätstum äs luperlkitiolis gn>v .äsm Lalibu« , leu Lsrsmonüs ÜLLlstiaiiisis; äs Oelsbnc«LeKoruin ; Loncliillones L LoncoräamiasIIibliorum ; eonDnU'ii--?. X'v s _ 4.' !i-in,. eccl.
HuIl'Uas, Lc. 7", äs script. eccl.
L'ave, Kilt. littsr. »pp
-Aenricus von Gouda, ein Augustiner-Mönch und Lroststlor zu Heidelberg um das jähr 14;;. Er hat geschrieben m ^tentia«; äs Lelsbracione IVlillke, <Lc. /jerrcr«»,
alpb. Lug. dibl. Lslg.
-Aenricus von Grave, von seinem geburts-orte in Hv»also genannt, war ein Dominicaner, und machte sich durch I,,ne noten über des Hieronymi epifteln und OperakaNNt.
* -Aenricus äs Derkoräia, ein Dominicaner, gebürtig 0Herforden in Westphalen, hat seinen nahmen durch eiM«ckat äs LaÄis illullribu8 bekannt gemacht, worinnen allesjeniqe, was vvm ansang der welk bis auf an. i;;z. ,70.
tragen, beschrieben. Er starb zu Minden den 9. oct. am
catal. , äs vir. illuikr. orä. krssä. IV-
vr««r, in app. lacr. , bibl. krxeä. tom. I. p.
äs Ililt. bat. III. 1. annal. ?aäsrborr>sr>>-
Henricus von Hessen, von Langenftem zugenaunO '^von geburt ein Teutfcher. Er wurde bicsntiatu8 losw"a^aufder Academie zu Paris, und ward allda wegen stlM^Lxschicklichkeit so hoch gehalten, daß er zum Vice-Cantz^Ljey,hohen schule erwehlet wurde. Nach diesem gieng er nachund lehrete allda die Theologie. Man nahm aber dabeydass er nach seiner grossen wissenschafft sich bey stder vorkam Kxden Materie allzuviel fragen pflegte vorzuwerffen, und a^xsac^