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wo sie verschiedene Reichs-kleinodien theils verkaufte, auch theilsverpfändete, und davor gewehr und Munition einkaufte, auchda sie an. 164;. nach ausgestandenem schweren stürm, selbstwieder in Engelland anlangte , nebst einiger artillerie Zoos.mann infanterie und ivoo. reuter mit sich brachte, die sie,bis sie zu den Königlichen völckern gestossen waren, selbst com-rnandirte. Sie ward hierauf in dem Unter-Haufe wegenhoch-verraths angeklagt, und ob gleich diese klage bald liegenblieb, so achtete sie sich doch, da des Königs sachen immerschlimmer wurden, in Engelland nicht mehr sicher, sonderngieng an. 1644. nachdem sie 18. tage vorher mit der PrintzeßinHenrietta niedergekommen war, nach Frankreich. Hieselbstlebte sie, weil ihr die versprochene jahr-gelder sehr unrichtig,und oft gar nicht bezahlt wurden, in so grosser dürfttgkei't,daß sie das Parlement von Baris um eine beysteuer ansprechen,und einmal im Winter aus Mangel vom holtz, einige tage imbethe liegen bleiben muste. Nach Königs Caroli II. Wiedereinse-tzung that sie an.röso. eine reise nach Engelland, und als sie vondar nach Franckreich gekehret war, an. 1662. eine abermalige,mit dem vorsah, ihr leben in Engelland zu beschließen. Weilihr aber der Englische Hof nicht gestatten wollte, sich in dieStaats-Händel zu mengen, gieng sie aus Verdruß zum dritten malnach Franckreich, wo sie endlich an. 1699. zu Colombes unweitParis verstarb. Sie besaß überaus viel lebhafftigkeit, war imUmgänge angenehm und gefällig, scheute keine gefahr, und zeig-te bey vielen gelegen Heiken eine ungewöhnliche unerschrocken-heit. Dabey aber war sie Herrschsüchte, wollte überall Staats-streiche anbringen, griff es aber niemal am rechten ort an, undhatte nicht verstand genug sie auszuführen, sondern suchte allesmit gemalt zu zwingen. Hiernächst war sie auch leichtgläubig,und konnte die gefaßten anschlägt nicht verschweigen. Gleichwolfolgte derselben ihr gemahl in allen dingen blindlings, und manran daher wohl sagen, daß sie durch ihre schlimme und unbe-dachtsame anschlüge an seinem verderben und Unglück grossentheils ursach gemessn. Man giebt ihr schuld, daß sie ihn inson-derheit zu der etnwilligung des Grafen von Stafford, der siebey dem Parlement anklagen wollen, bewogen, und an derschädlichen Unternehmung in Irrland, aus welcher hernach dieermordmq der Protestanten in diesem Reiche erfolgt, viel theilgehabt. Der Catholischen religion war sie eifrig zugethan, gabsich auch viel mühe, ihre kinder zu annehmung derselben zu be-wegen , und ließ zu solchem ende den Hertzog von Glocester nachihres gemahls tobe in ein Iesuiter-LoUegium einsperren, umihn mit gemalt darzu zu nöthigen, ti-v-«, bist. tom. VII. VIII.IX. wem. des dern. revol. mein. tom. IV.
cke ds , tom. I. p. 22 S. de
> snn. wm. I. IVOrVeN»,, bist. den revol. denglet.
* -Aenrietta Maria, oder Anna Stuart, eine tochter KönigsCaroli 1 . von Groß-Britannien, und Henriettä Mariä, so desKönigs Henrici IV. von Franckreich tochter gewesen, ward an.1644. zu Exeter gebvhren, und bey den damaligen schlimmenumständen ihrer familie im zweyten jähr ihres alters nachFranckreich gebracht, wo sich ihre mutier aufhielt. Dieselbewar sehr bemüht» sie vortheilhafft zu verheurathen , und ließsie nicht allein dem Hertzoge von Savoyen, und dem Groß»Hertzoge von Florentz, sondern auch vornemlich dem Königevon Franckreich, Ludovico XIV. antragen, konnte aber nirgendsmit ihr ankommen, indem sie der Konig allzu jung vor sichhielt, auch sie sonst nicht nach seinem geschmack fand, die bey-den Hertzoge aber sonst bedencken trugen , sich mit ihr zu ver-mählen. An. 1661. ward sie an des Königs von Franckreichbruder, Philippum, Hertzog von Orleans, verlobt, undthat, ehe die Vermählung würcklich vollzogen ward, eine reisenach Engelland, wo sich der Hertzog von Buckingham so hef-tig in sie verliebte, daß er ihr auch nach Franckreich folgte, wie-wol ihr gemahl verschaffte, daß er bald wieder nach Hause keh-ren muste; sie fand jedoch gar bald viel andere liebhaber. Un-ter denen waren eine zeitlang der König selbst, den ihr die Ba-lliere , ihr Cammer-Fräulöin abspenstig machte; der Printz vonMarsillac, der Hertzog von Monmouth, der Graf von Guiche,der ihrentwegen etliche mal aus dem Reiche weichen muste, vonihr aber am meisten und am beständigsten geliebet ward ; derMarquis von Vardes, welcher ihr durch seine intriguen vielverdrieslichkeiten verursachte; und der Graf von Treuille, des-sen nahmen sie noch auf dem tod-bethe erwehnt, und der nachihrem absterben ins kloster gieng. Ungeachtet der König mitihro wegen der Datiere zerfallen gewesen, befand er doch her-nach vor nöthig, sie zu den geheimen Handlungen mit ihrembruder dem Könige Carolo II. von Groß-Britannien zu gebrau-ten , daher sie an. 1670. nach Douvres gehen muste, allwo siezu dem tracrat, zwischen diesem Könige und dem Könige vonFranckreich, welcher hauptsächlich wider die Repudlick der ver-einigten Niederlande gerichtet war, den gründ legte. Ihr ge-mahl , dem sie immerdar mit grosser kaltsinnigkeit begegnete,und der über ihre verschiedene liebes-händel seit langer zeit ei-fersüchtig gewesen , empfand vollends über das grosse vertrauen,das der Konig, sein bruder, bey einer fache, die er vor ihmselbst geheim gehalten, in sie gesetzt gehabt; ingleichen über dieNachrichten, die er wegen des verdächtigen und allzu vertrautenUmgangs mit ihrem bruder in Engclland erhalten, einen sol-chen Verdruß, daß man gemeiniglich davor hält, er habe ihrdurch seinen vertrauten, den Ritter von Lothringen, der die
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Uneinigkeit zwischen ihm und der gemahlin beständig Merhäl-ten, auch deswegen einmal aus dem Reiche gehen muffen'gift beybringen lassen. So viel ist gewiß, daß als sie bald nawihrer Wiederkunft aus Engelland von einer sehr schmertzhaffte"kranckheit befallen worden, sie selbst öffentlich gesagt, daßgift bekommen, ob sie gleich gegen den Englischen Gesandten /der sie darum befragt, sich nicht deutlich heraus lassen wollen.So hat man auch fowol bey ihrer kranckheit, als nachrem tode, an ihrem cörper verschiedene merckmahle einer ver^giftung wahrgenommen. Sie starb an. 1670. den zo. jun. Beyihrem ende bezeigte sie sich sehr standhafft und Christlich, bat denEnglischen Gesandten, es dahin zu vermitteln, daß ihr bruderihren tod nicht ahnden mochte, und versicherte ihren gernayuder über ihren zustand weder einiges mitleiden noch die ge-ringste bewegung spüren ließ, ausdrücklich, daß sie ihm nie-mals untreu gewesen. Dieser ihr gemahl ließ, so bald !>:verschieden, ihre briefschafften durchsehen, wollte auch, wmer darinnen gründ zu seinem verdacht, wegen der liebes-hamdel mit ihrem bruder, zu finden meynte, solche nicht eher lEaus geben, bis man sie ihm alle übersetzet, und die, so in Wfern geschrieben waren, aufgelöset hatte. Ungeachtet sie an»gewachsen und überhaupt nicht schön war, so war sie dochwohl gestalt, hatte viel geist, und im Umgänge grosse annevwlichkeit, wußte auch sich jederman gefällig zu machen. Uvmgens meynet man, ob sie gleich ihren liebhabern oft zu uEwöhnlicher zeit zutritt verstattet,.und mit ihnen fleißigen brmWechsel gepflogen, auch sich sonst auf verschiedene weise verd.Etig gemacht, sie sey mehr einer Unvorsichtigkeit, als eines wuch"ichen strafbaren Vergehens schuldig zu achten. In einer gew '1en schrift, so in Holland unter dem titul: les Lmours dul loyal, heraus gekommen, und davon der damalige Bischoffvo>Valence, Cosnac, ihr zu gefallen alle exemplarien aufgekauft'werden ihr viel ungebührliche dinge beygemessen. Die Gruß'ds Is Tayette, so bey ihr in dtensten gewesen, hat ihr ledssbeschrieben, so an. 1720. zu Amsterdam in druck gegeben wo-ben. ÄIsm. de cV>sK, tom. III. p. 46. 76. de LckotterM, row'I-V. de , tom. IV. p. 216. de la , p. 49- " '
, mem. des dern. revol. , rmn. tom. II.
* Henrion, (Nicol.) gebvhren zu Troyes in ChampagAan. 166;. den 6. dec. trat in feinem 19. jähre in den orden ae'VoÄrine Lkretienns, davon sein Vetter General-Lupsrior lvauund lehrte zu Vitry, Noyers und Avalon, die Philosophie twHebräische spräche, verließ aber nach seines vatters tobe den vden, verheurathete sich, wurde OoKor suris, und practtcm'Er hatte eine grosse liebe zu Medaillen und alterthümmem'wurde an. 1707. in die Academie des Inlcriptions aufgeno"men, und weil er eine grosse kenntnis der MorgenländlMsprachen besaß, an. 1705. zum Königlichen krokellore derrischen spräche ernennet, auch an. 1710. in die Juristen-MA^tät recipiret, und starb an. 1720. den 24. jun. Seine schrimsind: Nedsilles 8amsritaines, gui portent le nom 8iw0"?welche in der Historie ds I'sscsdemie des Inleription«; zleours für l'IItilite des Nedailles, welcher in den ülemc» .de ssrevoux; krojet d'un Irsits Hiüorique Lgus des Aonno^es Komsines depuis leur Premieretiou jufgckä la xrile de (jonlkautmoxle xar les Pures,dem sourual des Lsv-ms stehet. LAorre Äe ^
^crrp/ro«, , tom. V. ^
Henriquez, ist eine vornehme Spanische familie.
machten söhne
phonsi XII. söhn war, mächten söhne. Dieser erlangte .amt eines Admiranten von Castilien, brachte solches endlich^sein geschlecht, und starb an. 1429. Dessen söhn Fridc"^Henriquez, erster Graf zu Melgar und Rueda, hat ferne ster Johanna», dem Könige Iohanni von Aragonien unvovarra zur ehe gegeben, welcher mit ihr den berühmtenFerdinand,,», Lstkolicum in Spanien gezeuger. Von des Mphonst anderm söhn aber stammen die Grafen von Albaher. Fridericushatte2.sohne; von dem ersten Alphonsol'".^n,en die Hertzoge von Medina de Rio-Seco her, von demdern Petro die Grafen de los Morales, die Marggrafe« ^Tarif« und Hertzoge von Alcala. Dieses Fridertci enckel, Knandus Henriquez, ward von dem Kayser Carolo V. als Avon Spanien, zum ersten Hertzoge zu Medina ds Rio-Secomacht. Er verehlichte sich mit Anna von Cabrera, Grut ß§,hannis zu Modica, Herrn zu Camiso, Aliamv, Caccanwlatini im Königreiche Sicdien tochter und erbin, wodurchbeyder söhne und nachkommen den zunahmen Cabrera aUssatgenommen, und bishero geführet haben. Dessen nr-endA ck-Ludovicus III. Henriquez von Cabrera, Admirante vonlien, und Hertzog von Medina ds Rio-Seco, Graf zuund Modica, der an. 1600. verstorben, und von Victor'"lonna, Marci Anton,, Colonna, Hertzogs zu Palliano uno ^flgliacozzo, Connetable des Königreichs Neapolis tochter, yj-2. töchtern Anna und Felicia, welche an Franciscuwnandum ds la Cueva, Hertzog zu Albuquerque, und »ciscnm II. von Sandoval und Roxas, Hertzog zn Lerma/^c/ehlichet, Alphonsum Henriquez von Cabrera verlaßenvon dem hernach. Dieser hatte sich an. i<sca Lucia von Sandoval, Christophvr» von