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von dessen tochter Alexandra, eine Dame von ungemeinerfchönheit / mit der er sich Olymp. dXXXIV.kl. 0.712. L.M. ;?4r. lk.L. 42. vermählete. Deren bruder Artstobulum mach-te er zum Hohenpriester , ließ ihn aber nachmals Olymp.(XXXXVI. 2. v. L. 7IY. L. M. ;94y. L. 0. auseifersuchtersäuffen, weil sowol die Jüden grosse gunst.fur denselben zeig-ten , als auch Herodes besorgte, Antonius mochte sich durch desssen schönheit einnehmen lassen, und ihm seiner vor-eltern Reichwieder geben. Er ließ auch den Sohemnm hinrichten, weil erdie geheime ordre offenbaret, die er ihm gegeben, die Königin,im fall er von Augusto verdammt werden sollte, umzubringen.Desgleichen tödtete er auch Olymp. dXXXVIII. 1. I). L. 726.L. M. zy;6. L. 0. 28. obbemeldte seine gemahlin die Mariamneaus blosser eifersucht, vhngeachtet er sie heftig liebte, Massen ersich einbildete, Sohemus wurde ihr das vorgemeldte wichtigegeheimnis nicht verrathen haben, wo nicht ein liebes-verständ-nis zwischen beyden gewesen wäre. Doch trugen auch die viel-fältigen anstiftungen und Verleumdungen der mutter und schwe-ster Herodis gar viel dazu bey. Indessen gereuete ihn die thatbald; daher er auch nach ihrem tode gantz verwirret war, sästvon sinnen kam, und öfters nach ryr rief. Bald darauf brach-te er auch deren Mutter Alexandram, und seine zwey mit dersel-ben erzeugte söhne, tngleichen alle die, so aus dem Asmonäi-schen stamme waren, oder sonst in einigem ansehen stunden ,um. Er verschonte auch seiner schwäger nicht, nemlich des Jo-sephi (der seines vatters bruder war, und den er fälschlich we-gen seiner gemahlin Mariamne aus einer gleichen Ursache, wieden vorgemeldten Sohemum, in verdacht hatte) und Costobari,der sich wider ihn aufgelehnet. Noch zwey von seinen weibern,die wider ihn conspirirten , Doris und Mariamne Simonis,stieß er vom Hofe, und vielen andern von seinen getreuestenfreunden girng es eben so. L. II. 74;. Olymp. LXOll. 4. L. M.,975. M 0. 9. gieng er nach Rom, um den Kayser zu besuchen.Als seine zwey söhne, Alexander und Ariftobulus, von Rom zu-rück kamen, woselbst sie auferzogen waren, ließ er sie wegen dervon der Mariamne feinden ihnen aufgebürdeten läsierungenhinrichten. Gleicher gestalt ließ er auch seinen söhn Antipatrumlödken, etwan 5. tage vor seinem eigenen tode, weil er zu ent-fliehen suchte. Um dieser Ursachen willen pflegte Augustus vonHcrode zu sagen, daß es besstr wäre, Herodis schwein, alssöhn, zu seyn. Er ließ Iudam und Matlhiam, zwey berühmteGesetz-Lehrer , lebendig verbrennen, weil sie einige junge lcutheaufgewiegelt hatten, den göldenen adler, so er über des tempelsthüce setzen lassen, in stücken zu zerhauen. Doch hatte er an die-sem allen noch nicht genug, sondern es musten seiner raache nocheinige Hohepriester herhalten, und andere vier hat er abgefetzt.Er föchte auch das Sanhedrim oder den hohen Rath zu Jerusa-lem sehr an, und setzte an statt der vorigen beysitzer, welche ihnunter Hyrcani regierung zum tode hatten verdammen wollen,und die er hernach alle todt schlug , allerhand schlechte leuthe inselbigen Rath, nur den einigen Sameam aus der zahl seinergewesenen Richter bey leben und am amte lassend, der zwar inder that am schärfsten wider Herodem geredt, aber nachmals,da Herodes neben Sosio Jerusalem belagerte, dem volck gera-then hatte, selbigen die thore zu öfnen, weil es sich seinerÜbermächten fünden wegen, die nun GOtt bestrafen wollte,des Herodis nicht würde erwehren können. Er schlich oft ver-kleidet unter das volck zur nach-tzeit, und weil sich die gemeinenleuthe mit ihren freyen reden nicht in acht nahmen, so wurdenunzchlich viel dadurch hingerichtet, unter welche zahl einige auchden Zachartam, Johannis des Täufers vatter, rechnen wollen,welcher, weil er entweder von der zukunft Christi geredet,oder seinen jungen söhn Johannem des Wüterichs Händen ent-rissen haben soll, von demselben zwischen dem altar und tem-pel soll umgebracht worden seyn. Doch haben hierüber viel Ge-lehrte auch andere gedancken. (siehe Zacharias.) Der stärckstebcweisthum seiner unmenschlichen grausamkeit war dieser,daß er das unschuldige kind JEsnm todten lassen wollte,auch so viel andere linder in der gegend Bethlehem umge-bracht hat. Es blieb aber das gerechte gerecht G-Ottes überdiesen Wüterich nicht lange mehr aus, sondern es wurde fein etn-aeweyde inwendig entzündet, und weil er doch immer zu essen ha.bei, muste, so bekam er ein schrecklichs reissen in dem leibe, davonsein einaeweyde gantz verwundet worden. Über diß schwollenferne füsse und sein unter-leib von der Wassersucht, und selbstan den heimlichen orten wuchsen würmer aus ihm hervor,welches alles verfaulte, und einen unleidlichen gestanck verur-sachte ; auch wurde er so contract, daß er kaum mehr alhem ho-len konnte, und muste also unerträgliche schmertzen ausstehen,bis er endlich im 40. jähre seiner regierung L. M. ;y84- ä. 0.1.V. L. 7;;. Olymp. LXLIV. 4. zu Jericho gegen das Oster-festseinen geist aufgegeben. Jedoch hat er auch zu derselben zeit seineblutdursttgkeit nicht halten können,.indem er die edelsten und be-sten leuthe, damit sich niemand überfeinen tod freuen könnte,vlngegen alle Jüdische familien trauren mochten, hinzurichtenM befohlen haben, als er dieselbige unter anderm vorwand genJerusalem beruffen, und allda in dem Lirco einschliefen lassen.Er hatte 10. weiber, lebte 71. jähr, und ward mit grosser pompu» seiner stadt Herodium begraben. Als er nach Rom entfliehenmuffen, hat er seinem bruder Josephs die vestung Massada zudefendrren übergeben, welche er auch bis auf des Herodis Wie-derkunft erhalten hat. Als aber nachqehends derselbe einsmalsmit den Parthern bey Herodis adwesenheit sich m ein treffen
eingelassen, so wurde er mit dem meisten theile der armeeAschlagen. Sein jüngster bruder aber, Pheroras, dirtEnachgehends seinen gantzen Hof, bis er seiner gemahlin zu wv(die vormals nur seine magd gewesen war, und um deren w«len er zwey schönen Printzeßinnen Herodis die ehe abgesch>E'hatte) mit Herode zerfiel, und ehe er dieselbige verlassenden Hof meldete; davor er aber schlechten danck bekommen,dem ihn dieselbige durch gift soll hingerichtet haben. Er HE)/ließ noch vier söhne, welche waren Archelaus , Herodes , H'tipas und Phiiippus, die ihm folgten, und wenigst nach JUpho annoch einen andern Herodem, von welchem der folgen^artickul handelt, /o/epl«-.
tarv«,, äs äoctr. temp. Aoük» bist. Heroäum. , u
nummi8 Heroäisä. welcher letztere aber mit verwerffung aller ^zehlungen Josephi, die er sowol als fast alle andere alte sendenten für untergeschoben ausgiebt, aus seinem eigenen gehirn,Verdrehung einiger alten müntzen Herodis eine gantz neueu"sonderbare Historie dieses Königs und seiner Nachfolger geschw'vbet hat, welche gleichwol noch wenig beyfall hat finden können-
-Herodes, sonsten und absonderlich von den Evangelist^Phiiippus genannt, war Herodis Mogul und der Mariam"Simonis söhn. Er ward von seinem vatter nach dem Anlss"tro zum Reichs-nachfolger ernennet, aber durch der mutterbrechen, die sich der conspiration mit Antipatro theilhafftrg Emacht, darvon wieder ausgeschlossen worden, dahero seiner''des Herodis öffentlichem testamente nicht einmal gedacht wE'Er bekam die Herodias zum weide, welche, nachdem sie ihm el«tochter, nahmens Salome, gebühren, ihn verließ, und sew)'bruder Herodem Antipam heurathete. Nach Jofepho, iveWallein unter den Alten feiner Meldung thut, hatte er nachdAtode seines vatters gar kein Fürstcnthnm noch Herrschaft er,halten, und als ein prl vaws gelebt, sso/ep-«,. Xo/L, lüL läum-
-Herodes, der Vierfürst, der auch Antipas, Antipater,Herodes der jüngere geheißen. Er wurde von demde M. ob er wol sein jüngster fohn war, vor allen ander'brüdern erstlich zum Könige eingesetzt, darnach aber nurVierfürsten in Galiläa gemacht. Dahero denn nach HeroAtode grosser streit entstanden ist, indem Archelaus das übrige Asich dringen, dieser aber das ihm ehemals vermachtenicht verlassen wollte. Doch wurde zu Rom also gesprE/Jdaß er mit seinem Vierfürstenthum zufrieden seyn muste,undKönig war, ob er sich wol vor einen wollte gehalten wissen, m »Königliche gemalt hatte. Er erwarb sich zwar durch allerya«gebäude einigen rühm, der aber von seinen lästern fastverdunckelt worden. Nachdem er Areta, des Königs der Zuber, tochter verflossen, entführte er feines bruders gellUlin , Herodias, mit gemalt, und freyete sie. Weil aber -> lhannes der Täufer diese blut-schände strafte, brachte m ^dahin, daß derselbe an Herodis geburts-tage L. L. 29. K'hauptet wurde. Damit aber Aretas den an seiner tochterwiesenen schimpf rächen möchte , führte er wider HeE.»krieg , und schlug ihn zum öftern. Seine obbemeldtethaten nun, und absonderlich auch sein geld-und ehr-geltz ss j,ren der weg zu seinem verderben. Denn indem er nickstden konnte, daß Agrippa, der vorhero von dessen gnade ist ,bet hatte , von Caligula zum Könige declariret wE'§auch die Herodias. ihn aufs heftigste anstiftete gleiche ^zu suchen, so gimg er nach Rom , ihn daselbst m verdauzu bringen. Agrippa aber schickte gleich schreiben nach/.).,,rinn er Antipam anklagte, als ob er es mit den PaE. jgehalten hätte. Hierauf nun wurde Herodes oder AmwAnebst seiner gemahlin Herodias L. ll. 79;. L. e. 40.
Lyon in Franckreich verwiesen, von bannen er ingeflohen, und daselbst gestorben ist. Ein anderer Hin-war gleichfalls ein söhn Herodis M. der aber in seinen '^gen jähren verstorben ist. Der beste aber und der güEss-ste unter allen brudern ist Philippus letmrckg gewesen /' Hsen tod seine Unterthanen gar ungern gesehen haben, -''.st-ein anderer Herodes, der König in Chälcide, hatte zwarlich als ein privsws gelebt, hernach aber durch dienicem, seine dritte gemahlin, d,e des Agrippa wJhirwar, von Claudio vorerwehntes Reich bekommen, der -sehr werth gehalten , und nebst andern wohlthaten, , ^recht über den tempel und die Priesterschafft übergeben st/.Siehe unten Herodes oder Agrippa Mlnor.
-il«,, äs vita <L tzelli8 läeroäum. *
Herodes, oder Agrippa Major, des Aristobuli M-Er kam vor Herodis tode nach Rom, daselbst er mit ipst--.,,ren sich zwar die güystlinge Tiberii, und sonderlich " Mfreygelassene gewogen zu machen gesucht, aber in kurtzemnur alles das seinige verschwendet , sondern auch std'^,1,schulden gemacht. Dannenhero er sich aus Rom wegund selbst ermordet hätte, wofern ihn nicht seine treue »I He-lm , die Cypros, nicht davon abgehalten, und ihm dar«»'hellseiner schwester Herodias die stadt Tlverias, daß er davon ^könnte, verschaffet. Als ihn aber der Antipas eMlle»mit spottete, wollte er nicht länger seiner gnade leben/dern begab sich zu dem Syrischen Statthalter, undauch hier das spiet bald verderbt wurde, fo kehrte er' ^ssenach Rom, als er nicht ohne die gröste mühe das zmnöthige geld aufgebracht hatte, so gar, daß Alexander, « -bischer vorgesetzter in Egypten, der das meiste l