Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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des lande, betriff/ so bestehen die Land-PrälMs., ^ Dralalm , Ritterschafft und städlen. Unter denFurstenthümmer werden verstanden der Land-Teutstj^n Ballen Hessen zu Marpnrg und Schiffenberglen, Erdens, die Ober.Vorsteher der vier hohen hospita-a»ch, oer adelichen Stifter Kauffungen und Wetter , wieschafft ff„^"'oerjitaten Giessen und Marpurg. Unter der Ritter-ihrer ouch einige Reichs-freye begriffen, welchen es ander Lcin^b?" - fteyheit nicht nachtheilig ist. Ehedessen wurdeWest von sonderlich zu kriegs-zeiten im Amt Ziegenhain nichthendx,, ' /, rn kloster Lrpießeappel bey einem jetzv noch zu se-ttantzen ^"'äuer gehalten, welcherart für die mitte desNachdem A^hums giltet, und die Spieß genennet wird.Darnistav^^'r- ^e beyden Haupt-linien ihre Höfe zu Cassel undHofe schlagen , werden solche Land-tage an jedemgar reisvu^rs gehalten. Das land an sich selbst ist mit allemsche» bstf.A versehen. Die Franckenberger und Schmalkaldi-eilie arnffOwercke führen ein feines selber, welche letzter» auchAllenho/ff "?nge stahl und eisen geben. Die faltz-quellen zuseid, tz !I,'^.Homburg vor der höhe, Ntdda, Almerode, Hers-Nachbg„ "Zungen, Wickenrode rc. geben so viel, daß den be-vas land grosse menge mitgetheilt wird. So zeuget auchreffe,, grosse quantität wolle und flachs, welche ehe-Sraf N«, oerarbeitet aus dem lande geführet wurde. Land-seiiix ober hat sich der gelegenheit bedient, da Franckreichignd qen„^" 0 kten aussagte, und derer eine grosse anzahl insschiel ,,,!,/?""", wodurch gute manufacturen zu Cassel anfge-N das ^oei, styn ; wie denn Cassel unter allen Heßischen städ-ffx" der Handlung thut. Sonst aber haben sich imvon Um 'o vwl kanfleuthe wegen der grausamkeit des HertzogsWaffch . den Niederlanden hin und wieder in Hessen nieder-b^sschaffs,. Handlung angefangen. So wachst auch in denA chein Eatzenelnbogen und Herrschafft Epstein ein gu-Wczudx' 'volcher nach Holl-und Engelland verführet wird;?vi?^chneo'oock, so allda starck gepflantzt und gesponnen wird,a, Nssels ' n.-?le vornehmsten vestungen sind Nüsselsheim,r> ' Am,/,., rffen, Marpnrg , Hertzderg, Ziegenhain, Cas-e^it davon Giessen , Marpurg und Rinteln noch dar-r^' k. versehen, winckelmanns beschreib. Hes-

v> Ii. ff/ -^ Dillichs Heßis. chron. all

Hess "c. 17 . p. 6 i 6 .

de/tzDie linie der heutigen Landgrafen von Hessen stam-n°, solhjg" den Hertzogen in Brabant. Denn anfänglich ha-be, ^llsak?^ die Latti, ein altes Teutsches volck, bewoh-das?Ochlk' ^dem dritten sseculn die Thüringer aus Nie-s heraufzogen , erstreckte sich auch deren Reich über>- ^ey Zoffen, y^b in demselbigen lande die Land-

sZe^^TbÄngen

s°iaio^ndaH,'fNach Henricr Raspoms aber, so derHai ^ tvdff-ia Thurmgen und Hessen war» an. 1248. er-^ m Hesse» von Thüringen abgerissen worden , undssstWoug h^gemen aus dem Hause Brabant bekommen. Denndvv /^ewijLwßmüthige' H/rtzog von Brabant, hatte zweyiuii^chwak^^'vrcum den gütigen, welchen er mit MariaLao^ü, von Menget, und Heuriczim das bind oder denLa^afey'Wss'Ovhia von Thüringen , welche Ludovici VI. desvenMofen 2 Hosten und Thüringen tochter war; und diese>iiüff§vc»,ssr'j hon , wie man vorgiebt, von Ludovico II. Carolizi, s"?o>ü svh>sh,'Hortzogs von Lothringen, und Agnes von Ver-V?' Hens^/^ossen seyn, wie unter dem titul Thüringenter Le" dee ^ bind oder der junge zugenannt, weil er

der ff^Phjsi fio lag, als sein vatter starb, bekam seiner mut-Äw s '24V ' weil selbige ihres bruders Henrici Rasponis,

ii«ccedjch° fb kmber starb, erbn, war. (siehe Henricus.)ien. W«nd mi/s-" Hh" Otto. selbiger muste zwar anfäng-hicus Hoch » 'ss winen brüdern Ludovico I. und Johanne thei-ls r^rd Ir,^ohannes an. i;n. ohne erben, und Ludo-lenia, dee'HIHo>t zu Münster. Darauf führte er an. i; n.

landI^^stot ein, dergestalt, daß der erst-gebohrne al-dlqe Hevff« 'Legierung und den titul eines Landgrafen und

s«>Uen Oon br^^ohoff von Magdeburg wurde, die an-teße^chre „pfwer «der, Ludvvicus ll. und Hermannus, be-iOlirde ??, Henr Grebenstein und Nordcck. Der äl-Ach eisxx„) ,/ succedirte ihm an. izrz. allein. Dieser^htte. ^stalt wi.N»annt, und machte sich bey seinen nach-- ^ rinivabel, daß man von ihm das sprichworl

Er 5??'^ du ^.A dem Landgrafen von Hessen,E ober an E seyn aufgefressen.

Vey Wo' Mit d'ew^il seine beyden söhne HenricuS^obevEorben, ,,,W'Whwon der schütze, vor dem vatter ohne" Hh"' dem lande seines bruders Ludovici vond ^ Ui aeiek-.^wanno überlassen. Dieser führte

An hatte, erm^Ü' denn >veü er von dem vatter nichtder?Henrff?. !"'d Praa AW^Selstlichen stand, und stu-v^sctzte <7 Jor tobe erhw>, .woselbst er auch Nsgistsr wurde.

Acher§','hn> yvarA^dle gantze Landgrafschaffl. Es wi-^lattwA " tochterJ,AL^"o I.argu8von Braunschweig,Htstox Germer § b zm Wwahlin hatte; auch hielt es' ^ , mrt dem Braunschweiger,

hes 12;

und baueten die vestung Sichelstein; doch der Landgraf setzte dievestung Sensenstein dagegen, und muste endlich die Braunschwei,gjsche partey weichen. Er brachte an. 1; 7;. die erd - verbrüde,rung mildem Hause Meissen zuwege, wiewol er doch hernachmit demselbigen krieg führte. Er starb den -4. may an. 141;.und hatte zwey gemahlinnen, wovon die erste Johanna, Gräfinvon Nassau - Sarbrücken, die andere Margaretha, BurggrafFriedrichs zu Nürnberg tochter war. Von dieser hinterließ ereinen söhn Ludovicum II. den friedfertigen, fo an. 1402.gebohren war. Er folgte seinem vatter in der regierung, wur-de aber, weil er noch unmündig war, unter der Vormund,schafft der Land - Stände erzogen. Seine ebucation war soschlecht, daß er weder lesen noch schreiben konnte, allein wegenseines herrlichen Verstands setzte er sich in solches ansehen , daßihm an. 1440. nach Kaysers Alderti II. tobe die Kayftr-würdeangetragen wurde, welche er aber in erwegung, daß er sei,bige zu mainteniren nicht land und leuthe genug hätte, aus-schlug. «Lvnsten hat er an. 14?;. die beyden GrafschaffrenZiegenhain und Nidda , die mit dem letzten Grafen Johanneabgestorben waren, an das Haus Hessen gebracht. Er stark»an. i4?8. und hinterließ von semer gemahlin Anna Marga-retha , Churfürst Friderici zu Sachsen tochter, drey söhne, Lu-dovicum, Henricum und Hermannum. Hermannus warChurfürst zu Cöln; der älteste Ludovicus III. der freymüthige,hätte den compacten des Hauses gemäß, in der landes-regie-rung folgen sollen, wurde aber von seinem bruder genöthiget,mit ihm zu theilen, da denn Ludovicus Cassel, und Henri-cus Marpurg bekam. Ludovico III. hätte zwar sein ältestersöhn Wilhelmus succediren sollen , weil er aber wegen seinesverrückten Verstands hierzu unfähig war, übernahm die regie,rung dessen jüngerer bruder Wilhelmus II. oder der mittlere.Dieser that anfänglich den beyden Kaysern, Friderico III. undMaximiliano I. theils in Flandern, theils in Ungarn, wichtigekrregs-dienste; darnach trat er an. 149;. im nahmen seines bru-ders die regierung an und weil mit Henrici, des stifters derMarpurgischen Academie, söhne Wilhelme» III. dem jungem,die Marpurgische linie an. izoo. wieder abgieng, hatte er dasglück, daß unter ihm gantz Hessen wieder vereinbaret ward. Erbrachte auch aus des in die acht erklärten Churfürsten PhilippiIngsnui Pfältzischen landen, Homburg an der höhe, Umstadtund das schloß Utzberg an sich. Ihm folgte in der regierungsein einziger söhn Philippus der großmüthige. Dieser hin-terließ vier söhne, und machte ein tcstament äs änto Cassel den6. april an. i;6r. in welchem er seine lande unter sie derge-stalt theilte, daß Wilhelmus IV. als der älteste, die helfte vonder gesamten verlassenschafft bekam, und zu Cassel refidirte;Ludovicus V. aber bekam ein Viertheil von der erbschafft, undresidirte zu Marpurg; Philippus erhielt nur ein halbes vier,theil, und residirte zu Nheinfels; GeorgiuS erlangte das letzteHalde viertheil, und residirte zu Darmstadt. Weil aber Philip-pus zu Rheinsels an. 148;. und Ludovicus V. zu Marpurg an.1604. ohne erden verstorben, so blieben nur zwey Haupt-linienübrig, welche noch bis aus diesen tag währen, nemlich dieCasselische und Darmftädtifche, von welchen beyden an sei,nem orte; wiewol seithero noch zwey neben-linien, als die erst-angezogene Hessen-Rheinfelsische und Homburgjsche entstandensind, bey welchen ebenfalls in ihren special-artickuln nachgese-hen werden kan. 6eim. snr. Goldmayer» vom Ur-

sprung der Hessen. LE, Hess. chronick. Dillichs Heßischechronick. <Ze Princip. IlalliT. nnr. proc.

HII. Op. Herslä. psrs speciell. Iik>. III. c. 2;. EUMP.

Herold, k. I. p. 467.

*-Aessen-Darmstadt, (Ernestus Ludovicus, Landgrafvon ) Landgrafen Ludovici VI. mit Elisabeth» Dorothea vonSachsen-Gotha, seiner zweyten gemahlin, erzeugter ältester söhn,ward gebohren den 1;. bec. an. 1667. Nachdem zwey ältere brü-der aus der ersten ehe, der jüngere zwar vor dem vatter , deealtere aber, nachdem er kaum etliche monateunter dem nahmenLudovici VII. regieret hatte, den;c>. aug. an. 1678. gestorben,als gelangte Ernestus Ludovicus zu der regierung, ehe er nochdas ii. jähr seines alters erreichet hatte; während seiner Min-derjährigkeit übernahm die Frau Mutter sowol die vormund-schafft, als die administrativ» der lande. An. >688. nahmer aber in seinem 21. jähre die regierung selbst aufsich. Den10. dec. an. 1687. vermählte er sich mit der Printzeßin Doro-thea Charlotte, Marggrafen Alderti von Brandenburg - An-spach tochter, und zeugte mit ihr in 17. jähriger ehe fünf kin,der: i.IDorotheam Sophiam, gebohren den 14. ian. an. 1689.2.) Ludovicum, gebohren den;, april an. 1691. CarolumWilhelmum, gebohren den 27. jun. an. 169;. 4.) FranciscumErnestum, gebohren den r^.jan. an. 169;. und ) Frideri-cam Charlottam, gebohren den 8. fept. an. ,698. Hffvon istdie älteste Printzeßin dem;, febr. an. 17-0. nut Joh. Friderico,Grafen von Hohenlohe-Ocringen, und die mngste den 28. nvv.an. 1720. mit dem Printzen Maximiliano von Hessen - Casselvermählet worden, die ältere aber den 7. jun. an. 172;. mittode abgegangen. Von den Printzen lebt noch der älteste, welcherdem vatter nunmehr in der regierung gefolget, und bereits ver-schiedene erwachsene linder har. Du übrige zween Printzen sindvorlängst todcs verblichen, der altere zwar den 17. may an. 1707.und der jüngere den 8. jan. an. 1716. An. 1692. kamen dieFranzosen ins land, und besetzten an. 169;. die residentz Darm-stadt mit ihren vvickern, daher der Landgraf selbige verließ, und

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