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nach Nidda, von dar aber nach Giessen sich begab. Den iul.an. 1694, empfieng er den Dänischen Ritter-orden vom Ele-phanten. An. 1699. nahm er einige vertriebene Waldenser inseine lande auf. Drey jähr hernach bekam er mit der Ritter-schafft im Busecker-thal, welche seine Landes-Hoheit nicht er-kennen , sondern unmittelbare Reichs-fassen seyn wollten, einengrossen streit, der viele jähre gewähret, endlich aber vor demNeichs-Cammer-Gericht zu Wetzlar an. 1724. zu gunsten desLandgrafen ausgesprochen ward, worauf sich diese Ritterschafftdemselben völlig unterwerffen müssen. An. 1707. den 24. vct.ließ er bey KayserJoseph», und an. 1714. den9. oct. bey Kay-ser Carolo VI. die Reichs-lehen tn empfang nehmen. Den 19.may an. 171;. wurde ein grosser theil von seinem residentz-schloß zu Darmstadt durch eine unvermuthete feuers-brunst indie asche gelegt, welches er aber desto schöner wieder aufbauenliesse. Den 17. mertz an. 1722. ward er von den Ober-Rheini-schen Kreis - Ständen zum Obersten dieses kreises erwehlet,und an. i7?4. wohnte er mit seinem Erb - Printzen als Frey-williger dem ftldzuge wider die Franzosen am Rhein-stromebey. Als Joh. Reinhardus, letzter Graf von Hanau, mit tobeabgegangen, so siel die reiche Grafschafft Lichtenberg als einweiber-lehn den Landgräßichen landen zu, weil der damaligeErb-Printz, und jetziger Landgraf zu Darmstadt, des verstor-benen Grafen von Hanau einzige tochter zur gemahlin hatte.An. 17)8. den 17. febr. ließ Ernestus Ludovicus durchs gantzeland , wegen des beglückt zurück gelegten 5». jahrs feiner re-gierung, ein allgemeines lob-danck-und jubel-fest begehen. Erstarb den 12. sept. an. i7?9> auf seinem lnst-schloß Jäqersburgin dem 72. jähre seines alters. Es war übrigens dieser Land-graf ein Herr von vielen guten eigenschafften. Ob er gleich einschönes residentz-schloß zu Darmstadt hatte, hielt er sich dochwenig darinn auf. Ein ziemlich kleines Haus am marckte warder ort, wo er die meiste zeit in einsamkeit zubrachte, so daßman ihn fast niemals als an den sonn-und fest - tagen zu sehenbekam. Seine beschäfftigung bestund insgemein darinn, daßer etwas in helfenbein drechselte, und einige chymische ver-suche , oder auch einige Zeichnungen machte; dabey liebte er diejagd, das land-wesen und die music, und ließ sich nicht leicht-lich müßig finden. Sein weisses haar machte ihm ein rechtvenerables ansehen. Er saß wohl zu Pferde, und hatte einenansehnlichen gang. Übrigens hat er sich zwar nach dem todeseiner gemahlin, der den 24.aug. an. 170;. erfolgte, nicht wiederordentlich vermählet; doch sagt man, daß er sich nach der zeitdie wittwe des ehemaligen Chnr-Bayerischen Genera! - Lieute-nants , Grafen von Seibelsdorf, eine gebohrne von Spiegel,heimlich antrauen lassen, und daß diese Dame jederzeit beyihm in gantz besonderer gunst und Hochachtung gestanden sey.
Dessen, ein Braunschweig - Wolffenbüttelisch schloß, Amt-haus und flecken, drey weilen von Wolffenbüttel auf der straffenach Halberstadt, hinter dem Hessen-damm gelegen. HertzogHeinrich Julius hat ein Fürstlich luft-haus und sonderlich ei-nen schönen garten hier angelegt, welchen Johann Rover,Hof-gärtner, in einem besondern zu Braunschweig an. i6;r.in 4. gedruckten tractat, beschrieben.
* Hessus , (Johannes I war zu Nürnberg aus dem maltengeschlechte der Hessen in Francken an. 1490. gebohren, undwurde zu Leipzig Laccalaureus I'bilolopKiL, zu Wittenbergaber Nagiksr. Hierauf gieng er nach Schlesien, allwo ihnder Bischofs zu Breßlau, Johann Turtzv, zu seinem Lecrsta-rio annahm , bis ihm der Hertzog von Münsterberg und Oels,Larolus, seinen Printzen Joachimum untergab. Von da reiseteer nach Italien, ward 8ub-Diaconu8 zu Bologna, Ibeolo-ZiiL Dockor zu Ferrara und Diaconus zu Rom, ferner auchin seiner abwesenheit Lanonicus in Schlesien zu Neisse, Briegund Breßlau in der Creutz-kirche. Er kam hernach in Schle-sien zurück, besuchte seine geburts-stadt, und wurde, als er sichwieder in Breßlau eingefmiden , Pastor in der kirche zu St.Maria Magdalena , allwo er an. 152;. den 2;. octob. die erstepredigt nach Lutheri lehr-sätzen hielt, und in dem folgenden jähremit erlaubnis des Raths in der St. Dorotheeu-kirche acht taglang über unterschiedene Puncten öffentlich disputirte. Er starban. 1547. den 6. jan. und hinterließ unterschiedene briefe inma-nuscript, vornemlich aber ein historisches werck, so den titul 8i-lelia MZua führte, und aus vielen alten manuscripten in La-teinischer spräche zusammen getragen war. In der mitte desXVII. Lculi war es noch vorhanden, nunmehro aber scheinetes verlohren gegangen zu seyn. äs Alelüs incüg. eruä.
Heften , ein altes Holsteinisches geschlecht, aus welchemHartwicus, so an. 1400. gelebt, bekannt ist, der um die Vor-mundschaft! des Grafen Gerhardt VI. von Holstein mit dessenmutter gestritten, und in einem darüber entstandenen scharmü-tzel umgekommen. Lorentz lebte an. 142;. und Lüder blieb an.1500. nebst seinen söhnen Wolfrath und Bertram in einetMacht mit den Ditmarschen. Danckwerths beschreib, vonSchleßwig und Holstein, k. I. c.x. 17-
üe Dollar, in äescrixt. DIrevir. x. ;)4. Leg.
Hefttäus, oder Hiftiäus, ein söhn Lysagorä, hatte diehöchste gewalt zu Mtleto, einer stadt in Klein-Asien. Als Da-rms, der dritte Persische König, seinen bekannten feldzug widerdie Scyther in Europa vornahm, ließ er diesen neben andern vor-
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gesetzten der Griechischen städte in Asien und Thrakien, welAsich unter seinen schütz hatten ergeben müssen , zu verwahr»«»der über die Donau geschlagenen brücke zurück, da ihm vanHistiäus diesen grossen dienst that, daß er den Vorschlag ,dis, diese brücke abzubrechen, und also Darium mit seiner g»'.tzen armee in Scythien crepiren zu lassen , damit also sieihr volck von dem Persischen joche befreyet blieben , vornem »»hinderte; wiewol ihm nun also Darms hiedurch sehr verpMtet war, ihm auch in gewissen stücken ziemliche liebe erwleso behielte er ihn doch, als ihm Megabyzus wider diesen ma>«sowol als gegen alle Asiatische Griechen einen argwohn vUgebracht, zu Susa gleichsam in einer ehrlichen gefangenM«.bey sich, und sorgte immer, der ihm so viel genutzet, mEihm nun, da sich das blatt gewendet, und er auf der ander'feite seinen Vortheil besser finden könnte, auch nicht weiEschaden. Allein Histiäus wurde dieses tractaments überdruMund weil er für das geschwindeste Mittel seiner befreyung ^tete, wann die Milesier und andere Asiatische städte den PE-.neue Händel machen würden, so schrieb er an seinenHaber und Statthalter zu Mileto, den Aristagoram, E,heimlichen befehl, daß er sich empören sollte, und danmPerser solchen nicht auffangen oder einige Nachricht davon erhalten könnten, ritzte er die schrift auf das Haupt einesgetreusten knechten, und schickte denselben also, nachdem ihm .haar wieder gewachsen war, zu Aristagora. Dieser lEalsobald folge, hieng die Jonier, Athenienser und Eretrst«ser an sich, und fiel so tief in die Persischen provintzien er«'daß er letztlich die Lvdische Haupt-stadt Sardis eroberte, n«in die asche legte; welches eben der vornehmste znnder zu de>bald darauf von Dario gegen die stadt Athen vorgenommen-.Marathonischen kriege gewesen ist. Nun argwohnete zwar 0Perser alsobald , daß dieses eine von Histiäo angestelltewäre, und ließ sich gegen ihm in heftigen droh-worten E'weil er sich aber erbot, die fache wieder zu stillen, so mannach Hause schicken wollte, wurde er mit bessern äugen aEhen; allein so bald er nach Garden kam , und sahe, daß >««der Persische Feld-Oberste Artaphernes wegen dem vorgE'genen nichts gutes zutraute, flöhe er ungesäumt gegen die E'feite, und wandte alle kräfften an, die Jonier von neuemdie Perser muthig zu machen. Als ihn die Milesier in ihre ««Änicht einlassen wollten, und er so gar bey einem zu nacht.diese stadt gethanen versuch in die Hüfte verwundet wurde,redte er die Lesbier, daß sie sich mit acht schiffen zu ihmgen, womit er sich vor die stadt Byzantz kegle, und am ^vorbey fahrende Ionische schiffe los gieng. Indessen halE„Persier ihre fachen gegen eben diese Ionische städte inziemlich wohl geführet, ohne daß Histiäus partey genonE^als der vielmehr, wo sich die qelegenheit präsentirte, HU §theilen abbruch thäte. Allein wie er letztlich in dem Alarms,gebiethe und in Mysien landete, und sich, um Proviant z»'^chen, etwas zu weit ausbreitete, kam ihm Harpagus, ein»Usischer Feldherr, unversehens auf den hals, schlug ft-nnach einem harten gefechte, sonderlich durch hülffe derreuterey, deren Histiäus nichts als fuß-volck entgegen zuhatte, in die flucht, und bekam ihn selbst gefangen. D» Uyeer nun gehofft von Dario wegen seinen alten Verdiensten drAzu erlangen; Harpagus aber und Artaphernes, die Per«'^,Befehlshaber, wollten es eben dieser Muthmaßung wegess^zhin nicht kommen lassen, sondern hieben ihm, ohne erwar^,,einer höher» ordre, den köpf ab, schickten denselben eMWtzen an den Königlichen Hof, und hiengen den gestünE^.leib an ein creutz. Dieses geschahe ungefehr in derOlympiaäe. üb. IV. V. VI. pallim. <7o^e/.
in Mir. Lc. In eben diesen geschichten kommet noch einrer Hlffaus vor, der ein söhn Tymnis gewesen, und denflern nicht nur in der empörung Aristagorä treu verblU^,,auch deswegen in dem ansang derselben von ihm gej«'Mjiworden , sondern auch hernach in dem kriege Lerris einen ,der Carischen schiffe geführet hat. üb. V. <L M- ^
Heftiäa von Alexandrien, eine gelehrte weibs-persom «Mletwas von dem Trojanischen kriege, ob er wahr oder eim'sey. üb. XIII. , clc Ilik. 6rs:c. üb. IV.
Hesus , war ein gott, bey den alten Galliern so viel U ,ieMars bey den Römern. Bey angehender Macht psiE ^,ihm den ersten feind, welchen sie gefangen nehmen wmzu geloben. , äebeüo 6all. üb. VI. La-V. üb. t-, äs istol. üb. II.
»C8^em/I8^, leuthe von einer gewissen ftM 'O.uielisten.
Hesychius , ein berühmter Orammaticus , wird vonlehrten gar hochgeschätzet, und hat ein Griechisch Lex-co^terlassen, worinn er viel schwere stellen mit knrtzen wm pMkläret. Insgemein hält man ihn vor einen Christen,, "VschEwenigstens, daß er von dem Christenthum genaue wlm'MiDgehabt, indem er die nahmen der Apostel, der EvalMder Propheten, und deren, so darüber commentirt HEinn angeführt. Jedoch läßt sich ziemlich wahrscheinlim ^ pckMassen, es sey bey dieses Hesychü buch ergangen, um ^ Mallen alten Lexicis und Oloüarüs geschehen ist, da ue>m'^Eein jedweder besitzcr die ihm vorkommende anmerckunge",füget hat. , äs subtil, x. 4?; . , els r n
c. §. 17. , ex. 49.198. ^ »6;. * »Ati,