Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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170
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es an. i6;4. kaum nach einer jährigen bloquade von den Wür«tembergern hat erobert werden können. Nächst diesem gehörtdarzu die Graffchafft Sigmaringen, davon an seinem orte; fer-ner die Graffchafft Beringen, welche an die vorige grentzet.Sie hat ehemals ihre eigene Herren eines altenRhätisch-Schwä-bischen gefchlechts gehabt, die entweder rmt den Grafen vonDillingen einerley Herkunft, oder doch sehr nahe verwandt-schafft gehabt. Die Graffchafft Schwabach , deren Haupt-schloß meilen oberhalb Augfpurg unweit der Werbach gele-gen , soll vor zeiten mächtige Herren Ungarischen Ursprungs,die sich von Baltzhausen geschrieben, gehabt haben. Selbigeist an die Herren von Rechberg, und von diesen an das HausHohenzollern gediehen. Die Graffchafft Haigerloch hat ehe-mals zu der Graffchafft Hvhenberg gehört, und ist von Oester-reich gegen die Herrfchafft Ratzuns an das Zollerifche Hausgekommen. Die andern orter sind Bißingen, Habsderg,Hechingen, Kilberg, Langen, Nera, Sigmannsdorff, Stet-ten, Weßingen, Wittenhausen, Zimmern, u. a. m. Dieselande haben an flussen die Donau, Lauchart, Starzel, Te-jach, und sind sonst von ziemlicher fruchtbarkeit. Es sind heutzu tage zwey linien, wovon die Hechingifche das FürstenthumHohenzollern samt dessen zugehörden besitzet. Der andern Fürst-lichen linie gehören die Graf-und Herrschafften Sigmaringen,Vehringen, Haigerloch und Wehrstein zu. ckron 8usv.Europäischer Herold, k. I. p. 552.

Hohenzollern, ein ur - alles Gräfliches geschlecht inTeutschland, so die ehre hat, daß aus demselben das jetzt-flori-rende Königliche Preußische und Brandenburgische Haus ent-standen , und zu ansang des XVII. üeculi in den Fürsten-standerhoben worden. Von dem Ursprung desselben sind gar ver-schiedene meynungen. Erstlich haben viele geglaubet, das Ho«henzollerische geschlecht stamme von dem berühmten Italiäni-schen Hause derer von Columna oder Colonna her, aus wel-chem um das jähr 1080. Petrus, oder dessen söhn Ferfridus,oder auch alle beyde, um vor den Verfolgungen Papst Hilde-drands, oder Gregor» VII. sicher zu seyn, sich zu dem KayftrHenrico IV. in Teutschland retirirt, und von ihm mit dem stucklandes in Schwaben, so man nachgehends die Graffchafft Ho-henzollern genennet, wegen geleisteter treuen dienste belehnetworden. Allein daß diese meynung falsch, ist nur daraus abzu-nehmen , daß schon lange vor dieser zeit Grafen von Zollcrn ge-wesen. Andere meynen es besser zu treffen, wenn sie es umwen-den und sagen, die Columneser stammen von einer neben-liniedes Hauses Zollern her, die Conradus Graf in Sulgöw gestif-tet ; aber auch diese erzehlung wird von andern in Zweifel gezo-gen. Eben so ungewiß ist , was einige vorgeben , daß der er-loschene stamm der Grafen von Zollern durch die von Colonnawieder ersetzt worden seyn soll. Unterdessen ist gewiß, daß dieColonneser die Grafen von Hohenzollern vor ihre Agnaten aus-geben. Die, so den Ursprung des gefchlechts von den Habsbur-ger» herleite» wollen, können auch keinen genügsamen beweisaufbringen, vielweniger einen stamm-vatter der Grafen vonZollern aus dem Habsburgischen Hause nennen. Nicht mehrgründ haben die, so die Guelfen zu Urhebern dieses Hauses ma-chen. Zum wenigsten läßt sich leichter eine anverwandschafft inlinea collLterAli als in reäa zeigen. Ungewiß ist, ob, wie Pre-gitzer haben will, Thaßilo Guelfonis I. bruder, beyde aberGraf Jsenbards söhne gewesen, welcher Jsenbard mithin dergemeine stamm-vatter beyder Häuser wäre. Berthvldus aber,Welfill. bruder, so um das jähr 1024. gelebet, kan garnichtvor den stamm-vatter paßiren, weil es schon 200. jähr vorherGrafen von Zollern gegeben. In summa, es ist alles, was vondem ersten Ursprünge dieses hohen Hauses gesagt wird, im höch-sten grad ungewiß , sonderlich wenn man mit Pregizern unddenen dieser gefolget, bis auf den ansang des V. steculi zurück ge-het , und Pharamund der Francken Konig, oder wol gar denTrojanischen Antenor zu vor-eltern der Grafen von Zollern ma-chen wollte. Wir wollen, was mit einiger gewißheit von die-sem geschlechte gesagt werden kan, im folgenden vorstellig ma-chen. Thaßilo, Grafzu Zollern und Hechingen , lebte an. 801.und hatte 4. söhne: 1.) Danconem, von dem hernach; 2.) Eri-boldum, Abt in der Reichenau; ;.) Fridericum zu Hechingen,welcher ohne erben starb; 4.) Gotzboldum, Grafen zu Büsten,dieser letztere hinterließ Berchtoldum, welcher mit des Grafenzu Sulgöw erb-tochter Conradum und Meinradum gezeuget.Der letztere ward als ein Einsiedler in der Schweitz, wo jetzodas kloster Einsiedlen stehet, erschlagen, und canonisirt; Con-radus aber, welcher auch Colin und Concelinus genennet wird,soll von Zventiboldo, Könige in Lothringen, vertrieben, undder Urheber folgender Italiänischer orter, Colonna, Zulgianound Zagarolla seyn. Seine söhne waren Ludvvicus, Abt inder Reichenau; Hugo, von dem die Landi zu Venedig und Par-ma herstammen; Meinradus II. Urheber des Hauses Golalto;Siegfried, ein vatter der Grafen von Pfullendorff, undRu-dolph, ein stamm-vatter der Grafen von Sigmarien. Obge-dachter Dancv, Dancmarus oder Tanquardus setzte das Zolle-rssche geschlecht fort, und starb an. 866. Seine gemahlin warMargaretha, Gräfin von Cilly. Ihm folgte stin söhn Rudöl-phus, welcher an. y;;.dem turnier zu Magdeburg beyge-wohnet, und dem Kayftr Henrico I. wider die Hunnen gutedienstegelelstet. Seine gemahlin war Anna oder Elisabeth, ei-ne Grasin zu Rhemeck. Dessen kinder waren Otto, Eriboldus II.Abt und Herr zu Sulgöw , und Margaretha, Theodorici zu

Puttringen gemahlin. Otto, (den andere Nudolpht brud^nennen) war mit auf dem turnier zu Magdeburg, niivyvon seiner gemahlin Ottilia, Gräfin zu Vehringen, 2. ^

nemlich Wolfgang und Friedrichen (I.) Dieser zeugte ninA'Marggräfin aus Mähren, Agnes, die sich mit Burcardo, d „fen zu Vehringen, vermahlet. Wolfgang befand sich an- Agaufdem turnier zu Cvstnitz, und zeugte mit Metta odervon Nassau , einen söhn, nahmens Friedrich I. (II.)um das jähr 980. gelebet, und das schloß Hohenzollernneuert haben soll. Seine gemahlin war Ursula, Gra^r-Hvhenberg, von welcher er z. söhne erzeuget, nemlich Hdum, der um das jähr 1019. gelebet, Iohannem und Mcum II. (III.) oder Fridolinum, der ihm folgte. TW-M,te um das jähr rozä. und hatte von seiner gemahlin SopL,,§fPfaltzgrafin von Tübingen, 4. söhne, worunter der erste./^Bnrcardns, ihm folgte; der andere, Wezel, blieb in deran. 1061. und gieng ohne leibes-erben ab; der dritte,war Abt zu Albersdach; der vierte, Eitel Hans, soll eine w ^fin von Habsdurg zur gemahlin gehabt haben. WiewolBurcardum und Wezeln nicht vor Friderici ll. odersöhne, sondern vor dessen drüber halten. Einige mache" "„zBurcardum zu Ferfridi bruder, und beyde zu Petri Col""söhnen ; hingegen behauptet Pregizer die hier angeführtelogte. Mehr gedachter Graf Burcardus setzte das gEfort, diente anfänglich dem Kayftr Henrico IV. wider d>e 47,,

nen, und blieb nebst seinem bruder Wezel in einerdie Hertzog Rudolph von Schwaben, dem er beystnnd , " ^Bertholdum von Zähringen gehalten, an. 1061.mahlin war Anastasia, Gräfin zu Rheinfelden , Hertzogs" x,dolphi von Schwaben schwester. Er hatte vier söhneDr-unter Fridericus III. (IV.) ihm gefolget; Burcardus;tus war Conventual in dem kloster Albersdach , undcus. Von diesem letztem oder dessen bruder Burcardo, w,,;.vielleicht ihren Ursprung gehabt haben Wezel, dessen amund Johannes, dessen an. n;i. gedacht wird , ingMArUlricus , Abt zu Reichenau , der an. n;6. gelebtDemuth oder Denckmuth, die nebst ihrem gemahl Grat ^tholomäo von Bibereck, an. 1126. das kloster Roqgenbn^kstiftet. Obgedachter Fridericus III. (IV.) genannt Mauke,des Kaysers Henrici V. beständiger gefährte in seinen kriegewhat der stadt Speyer an. 1111. ein sonderbar privilsgiu^L^i'ae bringen helffen, weswegen sein bildnis daselbst in derkirche stehet. Einige nennen ihn einen Pfaltzgrafen.mahlin war Adelheid , Udelhild oder Verena, Gräfin vv" ^bürg und Dillingen , welche ihm gebohren RudolphuM.'^iidem hernach; Fridericum, der mit Udelheid, einer GrESimmern, Eginonem und Albertum gezeugt; CunonE^l-cher dem turnier zu Zürich beygewohnt; Albertum, weint -big gestorben , und Emerekttiam. Der älteste, RudolPL^Mwar ein tapferer Herr, wohnte an. 116;. dem turnier zubev , und half den 6. sept. desselben jahrs, in begleituuL'^tlibruder Friderici und Cunonis, Welfonem Hertzog invor Tübingen wegfthlagen. Von seiner gemahlin^,^MFreyin von Gundelfingen , halte er 4. söhne , nemlich -5, v0>'IV.(V.) welchen einige auch Rudolph Friedrich nenne"dem unten; Burcardum, welcher an. 1170. gelebet; u.cum, der eine Gräfin von Habsburg zur gemahlin aehE'Conradum I. Dieser ward der erste Burggraf zudiesem Hause, vermuthlich durch seine gemahlin MtEDiepoldi zu Vohburq tochter, aus welchem Hause eti>"-> yaher Burggrafen zu Nürnberg gewesen. Bis hieher SLMalte Zollerifche stamm, der sich um diese zeit in zwey enlinren , nemlich in die Burggräflich-Nürnbergifthe

Hohenzollerische getheilet. Um die art und weift könne" ' sKscribenten nicht vergleichen. Renlsch und einige andersderlich Brandenburgische auchores, machen Conradum KLstamm-vatter der Burggrafen von Nürnberg, undder, Friedrich, zum stamm-vatter der Grafen von sc,

lern. Pregizer hingegen, der sich auf eine menge M

benten beruft, leitet von erstgemeldten Friedrichs soll", ftE.Friedrich, beyde Häuser her; wiewol es auch nicht anfehlet, die Friderico I. (III.) auf dessen eltern der gaE pEIu8 ankommt, Conradi II. bruder, Fridericum II-geben, daPregizer beyde zu dessen söhnen machet.ter Conradus 1. nun soll, nach Rentschens entwurf, .Lc IAcum I. Burggrafen zu Nürnberg, gezeuget haben,an. 1214. auf dem Reichs-tage zu Augfpurg beftno-'an. 1218. gestorben. Seine gemahlin war, Sophia ,(Viviti8, Marggrafen zu Meissen, tochter, Ulria /LftnÄ,Böhmen wittwe, welche ihm Conradum II. und Felder ^,rgebohren. Dieser, nemlich Fridericus II. BurggesthMl Aberg und Abenberg, wegen seiner gemahlin, die Msabeth geheißen, und Kaysers Conradi IV. blutS-s^ch >>^Wesen, überlebte seine kinder, und vermachte daM sBamberg, Abenderg und Dpalt nach Aichstatt, ^'^7 viäVTeutschen orden , dessen Landmeister in Francken c _an. 127;. gewesen. Jener, nemlich Conradus U-NFriderici II. geheimer Rath und General wider Hoch x/cicum von Oesterreich, auch seines ältern sohnsHofmeister, gewesen seyn. Seine gemahlin Clemen^BKaysers Rudolphi schwester gehalten wird, hat chm » ^Heiden , Pfaltzgraf Rabvthonis in Bayern gemahn" /cum III. (I.) gebohren. Dieser starb d^n »4. "