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Vierdter Theil. He - Mc.
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gegen jähr unter 22. Bischöffen, so daher Bischöffe vonLindesfarne genennet wurden, ein Bischöfflicher sitz. , Wei! äberviel fromme Bischöffe, Mönche und andere allhier sich aufhiel-ten, und ein heiliges leben führten, so bekam sie nach undnach den nahmen Holy-Jslaud, oder heilige inful, welchen sienoch bis dato führet. An. yyo. wurde der Bifchöffliche sitzvon hier nach Durham versetzt, und zwar dieses wegen den Dä-nen , welche zu derfelbigen zeit mit ihren stetigen einfallen diegantze küste in forcht hielten. Die tust dieser inful ist nicht nursehr kalt, sondern auch vielen aus der see aufsteigenden dünstenund nebeln unterworffen, und daherv diese gegend weder an-muthig noch gesund; wie dann auch der erdboden sehr felsichtund voller steine ist. Sie wird von einem flusse gewassert, wel-cher ostwärts aus einem stehenden teiche entspringet, und hatnicht viel getreyde noch wende für das vieh. Fische und vö-gel sind das beste, was man auf dieser insul haben kan. Weilnun selbige nicht sonderlich viel geachtet wird, so ist sie auchnicht sehr bewohnet; gestalt nur eine stadt daraus ist , welcheeine kirche und ein castell hat, nebst einem bequemen Hafen, sovon einem fort, das auf einem berge stehet, beschützet wird.kritann. Lritann.

Holy-Oak, (Franciscus) ist der Lutbor des gelehrten La-teinischen vickionarü, welcher an. 1604. zu South-Ham in derEngelländischen provintz Warwickshire lieckor wurde. Weiler ein mann von grossem ansehen, und daneben sehr gelehrtwar, so erwehlte man ihn in dem ersten jähre Caroli I. zu ei-nem membro der sogenannten Convocatio». Endlich starb eran. 16;;. in dem 87. jähre seines alters, nachdem er des Kö-nigs wegen sehr viel gelitten, und hinterließ einen söhn, mitnahmen Thomas, durch welchen das vorbemeldte OiLkiona-rlum sehr erweitert und vermehret wurde, so daß es an. 1677.in groß folio heraus kam.

* Holy-Well, siehe Haly-We«.

* Homann, (Joh. Baptist«) ein Nürnbergischer Oeogra-plms, war zu Kamlach in dem Schwäbischen FürstenthumMindelheim den 20. mertz an. 1664. gebohren. Er legte sichanfänglich auf die schöne wissenschafften und auf die Philoso-phie. An. 1687. kam er nach Nürnberg, da er ein Notariuswurde. Nach diesem erlernte er die kunst allerhand fachen ,fürneinlich aber schriften, in kupfer zu stechen. Hierauf fienger an, allerhand land-charten , welche ihm Jacob von San-drart und David Funck unter die Hand gegeben, zu stechen. Danun diese seine geschicklichkeit bekannt wurde, muste er gegenan. 1700. nach Leipzig gehen, und die von Christophoro Cel-lariv zu seiner Notitia ordis -mrigui gezeichnete charten in ku-pier dringen. Nach Vollendung dieser arbeit kehrte er wiedernach Nürnberg , und stach die charten zu des berühmten Je-suiten , k. Scherers, Ltlas novus , boc olt Oeograpvia uni-verfa Lo. welches an. ,7ro- in den druck kam. Hierauf hater gegen 200. stücke verschiedener land-charten in einem Ltlantsausgearbeitet und heraus gegeben. Neben diesem verfertigte erauch andere dergleichen fache», darunter auch eine geographi-sche uhr , auf welcher zu jeder zeit der aufgang und Nieder-gang der sonne, der mittag rc. zu finden. Er hat ferner mitJoh. Gabriel Dopvelmayrs beyhülffe einen astronomischen Lt-lantem an das licht zu bringen getrachtet, auch einige derglei-chen charten zu ende gebracht. An. 17'?- nahm ihn die Kö-niglich - Preußische Societät der wiffenschafften zu einem mit-gliede an. Es wurde ihm auch der titul eines Käyserlichendsograplü beygelegt, wozu noch an. 1722. die stelle eines Rus-sischen Agenten kam. Er starb den 1. iul. an. 1724. Dop-pelmaHrs Nürnb. ivlarkemariei und künstler.

Homar, oder Omar, ein iVlarbemaricus aus Arabien. Manweiß nicht eigentlich', zu welcher zeit er gelebet, sondern nur,daß er einen tractat von seinem geburts-tage geschrieben, wel-cher in drey bücher eingetheilet. ö/EE«, cdron. Narbsm.

, cio soient. Älsciiom. c. 64. §. 10.

Homar , oder Omar, ein befrcundter des Mahomets,und ausleger seines gesetzes.' Er widersetzte sich dem Ali,welcher dieses falschen Propheten schwieger - söhn war , undden Alcoran auf eine andere weise erklärte , woraus dennzwey haupt-secten entstunden, die eine der Araber, welchesich an den Homar hiengen, die andere der Perser , welchedem Ali folgeten. Um das jähr i;?». nahm Sophi, König-er Perser, einen rothen turban an, um sich von den Türckenund andern Homaristen, welche einen meisten trugen, zu se-pariren. (Siehe Omar.)

Hombecke, ein unweit Mecheln in Brabant gelegenesschloß nebst einer darzu gehörigen Herrschafft, so an. 1681. fürJoh. Anton Locquet, Spanischen Staats - und Ober-Admira-litats-Rath, zu einem Marquisat erhoben worden.

» ^ ^oniberg, eine stadt und grosses Amt in Nieder-Hessen amsichle Ephese, drey weilen von Hirschfeld, und vier weilen vonEastel, dem Landgrafen von Hessen-Cassel gehörig, war vor zel-ten eine besondere Herrschafft. Auf dem dabey liegenden ho-berge, der Schloßberg genannt, siehet man annoch dieruclera desjenigen schlosses , welches an. den 18. juliivon den Kayserlichen nach einer harten belagerung mit accord

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eingenommen worden. , schanplatz dencklvur^^

geschichte, k. II. p. r. Sie hat eine Vorstadt , welchesfreyheit genennet wird. Hier sind gute eisenhämmer, j.auch fthmeltz - Und gieß-HÜtten. itiner. 6srm. aoi ^

c. 22. p. 296. An. 1496. starb Henricus von Hombergi be-zu Weissenburg , welcher sich vielleicht davon geschrieben-

ries ilbbat. Nonalk. VVeickenk. ap. vinclew- " ^

voIleÄ. 1 . x. 14. An. zogen die Landgrafen von 5^,' ^ "e ein, weil sie sich widersetzet

sen davor, und nahmen sie

gnaleöt. Llals. colleäk. p. 29.

* Homberger, (Jeremias) gebohren zu Fritzlar an-ward nach vollendeten studien Keckor zu Franckfurt ammuste aber, weil er sich den Reformirten widersetzte,exilium wandern. Hierauf war er in Schwaben undan unterschiedenen orten Prediger, bis er nach Lauingen'von bannen nach Grätz in Steyermarck kam , aüwo erVerfolgungen auszustehen hatte, wie er denn an. i; 89 -ins elend muste. Er gieng demnach nach Regenspurg, iAe,te seine zeit daselbst als ein xrivsws mit ausarbeitung »w pdener vorhabender wercke zu , und ist vermuthlich a».,gestorben. Seine schriften sind: äe Lencribus ^so aber nicht gedruckt; Lommentarius äs Hebraioain Lutberi Verüons Libliaa reÄs exprellä ; iVIucroLbrilki, oder Erklärung des Articknls von der RechtferbßJstJena 1592. in fol. Unterricht von allen HauptstE'^kChristlichen Lehre , Franckf. i?88. in 8. WohlgeinnwGeistliche Beschauung des zweyfälkigen Bildes Christ'' he-eoä. in 8- 8sntemi>L äalomonis per LI>. LL. acl krösceE.^.calogi renovatL, Lauingen 1^90. in 8 . Lermen 6rswpis , Leu Lxplieatio Loeorum ÖoÄrin-e LkrilkianX, 8-

I?9I. in 8. Lxameri IbeoloNcum , Heidelberg i; 8 )'Llsgia cie keeLaw Originis, 1574. j» 4. so Flatttt s" Fauf Jacobi Andreä brief äe keeeaw OriZinis beyE'Kiritroä. in epitk. ö/larbackian. p. 127. ^ M-

1684- p- 288. feg. Unschuldige Nachrichten,

f^gg-

Homburg, ein schloß, stadt und Herrschafft in der „ Aschafft Sayn , welche Hraf Gottfried mit seiner gemE B1276. erheurathet. Die stadt hat schon von alten zeiten v..F

recht gehabt, daß die Grafen daselbst silberne müntzen b,,^dörfen , wovon der bestätigungs-drief Kaysers Carolivorhanden, und von dem Kayser Maximiliano II. erneuer ^den. An. 1294. theilten sich die beyden brüderEngelbert dergestalt, daß jener, als der erstgebohrne, bUKii'Grafschafft behielt, und Engelberten nur die HerrsE^,s>'lendar und Homburg abtrat. Nachdem aber die nachch'^lpschafft Johannis ausstarb fund alles an die HomburgMi/nie kam , haben sich diese wiederum in die BerletM MSaynische und Wiltgensteinische linie getheilet, davon ^ z»leburgische wieder eine neben-linie gemacht , so ihrr>H ^Homburg bekommen, und noch siorirt. ( sieheLünigö Reichs-Archiv, xart. spec. cont. III. abth. 5 -"

N. 246. .üll,

Homburg, eine veste stadt und Amt im Wester- 3 .-. „ .

weit Zweybrücken und Sarbrücken gelegen, hat densen von Sarwerden gehört, nachdcren abgang mit E'Ean. i;97- sie samt der gantzen L>arwerdischen verlang Man das Haus Nassau-Sarbrücken gekommen. Wiewo' Wschoff von Metz, von welchem ein theil der Grafsck^geht, die Grafschafft als ein heimgefallenes mann < ,

he, und die Hertzoge von Lothringen damit belehnte,auch in den dreißigjährigen kriegs-troublen unter vE-MKayserlichen in besitz setzten. Ob nun wol im WEpM'.frieden die vestung Homburg dein Hause Nassau -einzuräumen ausgesetzt war, so wollte sich doch Lothrw? jch Unicht kehren, bis man endlich an. 1670. einen v^-,oil>Vdem Reichs-tage machte, vermöge dessen das schws ^den Nassauern restituirt werden, den Lothringern E yas ^seyn sollte, so lange garnison darinn zu halten, 'pMvck^dem Reich versprochene geld wegen dem erlittenen ,i»Teutschen kriege ausgezahlet worden. Es ist aber ssw M 1,,dem geändert, und das schloß Chur-Trier ingeben worden, bey dem es geblieben, bis an. ch 79 ^ArA,zösischen reunionen angiengen, und dieses fthloß in 7sen Hände fiel,, welche daselbst eine neue stadt erba»' ^bey blieb es bis auf den Ryßwickischen frieden ,es an Lothringen auf obige bedingung abgetreten Ä

haben es die Franzosen an. 1704. und an. 1706.gehabt, und selbiges auf das neue zu bevestigen angeb'^ k'ist an. 1714. in dem Badischen frieden an den Kaw Agen-ten , und die fortification geschleift worden. (Mk- 5den. ) N. k. lib. V. c. 6. §. 7. l.

rox>. Schweb, prätens. p. 6;2. <L 69;.

. Europ.sr ^

ein berg-sch,^en-^

I ^

war vonnals ein Gräflicher sitz , und hatteschafft vor diesem in das Frickthal und bis an g, sstreckt, wie denn ihre alte residentz und schloß ant.oberhalb dem dvrfe Wegstetten, gewesen "

tom. VI. p. 284. L tom. IX. o. 167.

Homburg, oder Homberg, ist lE'V

untern Hauenstein über dem dorse Läuffelsingen ^

Gräflichersitz, und hatte.

naev