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render solcher zeiküberrnmpelte sein gegner die stadt Mastricht,und häufele beydes daselbst, als an andern orten des Lutticher-gebieths, so übel, daß vollends alle gewogenheit vor ihn sichverlohr, und an. i z 79. an dem tage St. Severmr, Arnoldusvon dem Capital, ingleichen von dem Magistrat und von demvolcke zu Lüttich , in dem besitze der Bischoffüchen würde voll-kommen bevestiget ward, worzu die nnt semen mütterlichen an-vcrwandten, Wenceslao, Hertzoge von Brabant , und demHertzvge von Jülich, geschlossene aüiantz ein grosses beytrug.Einige zeit hernach that er eine reise nach Engelland, kam aberzurück, ohne daß er, nach seinem verlangen, zwischen demKönige Richards II. und Ludovicv, Grafen von Flandern, ei-nen vergleich hätte stiften können. Weil er allezeit mit grossemeifer wider den Gegen-Papst Clementem VII. die partey Urba-nt VI. gehalten hatte, so ernennte ihn dieser an. i; 84 - zumCardinäl-Priester. Vier jähr hernach starb er zu Lüttich, aneinem geschwür zwischen den schultern, in dem 52. jähre seinesalters. Sein cörper ward in der Grafschafft Horn, in dem Ci-stercienser - Nonnen - kloster, Kayfer-bos genannt , begraben.
L LrM -te Krvs , cie Lxifc. I-eoä. LUccs«. O-Äor«.elsncb. Oaräin.
-Zorn, ein Gräfliches und Freyherrliches geschlecht inSchweden, welches von denen von Horn in Pommern her-stammt. Sigismund von Horn ist mit dem Hertzoge Albrechtvon Mecklenburg, der seiner Mutter bruder den König Magnumvon dem throne stieß, zuerst nach Schweden gekommen, undhat seinen sitz auf der insul Oeland erhalten, allwo er zwey schloßfern Klein-und Groß-Horn den nahmen gegeben. Er ist an.iz44. gestorben, und liegt mit seinem söhne Claudio in demkirch-spiele Peßnes begraben. Gregorius von Hyrn , zu Kra-boo, des vorigen söhn, war ein vetter Olai Gregerson zu Au-mine, so das geschlecht nach Finnland brachte. Er hinterließ 2.söhne; des einen , nemlich Gregor« Olofsohns , posterität, istin dem dritten grade erloschen, der andere aber hat die familiefortgepflantzt, und hieß Heinrich OIvfsohn zu Aumine, warStatthalter über Nordcr-Finnland, und soll seine eigene franan. 1420. haben verbrennen lassen, welches eine von Dechen,aus einem Westfälischen geschlechte gewesen. Dessen söhn,Claudius Heinrichsohn, zu Aumine, war an. 1410. Reichs-Rath und oberster Land-Richter in Süder-Finnland, und hattezur ehe Christinam Frille, Christiani Frillens zu Hapanien,Schwedischen Reichs-Raths und Lagmanns in Süder-Finnlandtochter, welche an. 1448. gestorben. Heinrichs Claudii söhn zuAumine, war Claudius Heinrichsohn II. zu Aumine, welchergleich als sein groß-vatter, Schwedischer Reichs-Rath und ober-ster Land-Richter in Süder-Finnland gewesen , auch an. 1497.ein decret und ordre des Schwedischen Senats gegen Christier-num II. König in Dänemarck, mit besiegelt hat. Er hinterließs. söhne, Christiern Claudiisohn zu Aumine, und HenricumClaudiisohn zu Kanckas; von dem ersten stammen her, die Erk-und Freyherren zu Aumine, und von dem andern die Grafen zuBerenburg und die Freyherren zu Marienburg, Erb-Herren zuKanckas. cheatr. dlohil. 8 uec. genea-
logische manuscript. und original-documenten.
Horn, (Carolus von) Erb-Herr zu Kanckas, SchwedischerGeneral-Feld-Marschall und Statthalter über Ingermannland,wie auch Kexholmische lehn. Sein vatter war Heinrich Clau-diisohn , Reichs-Rath , General-Feld-Oberstcr und Statthal-ter in dem Hertzvgthum Finnland , unter welchem, als dama-ligen Gouverneur des Hertzogthums Estland , dieser Feld-Mar-schall die stadt Reval, so an. 1577. von dem Czaar, Ivan Ba-silowitz, mit 50000. mann belagert war, solcher gestalt defen-diren helffen, daß selbiger die belagerung aufzuheben sich ge-zwungen sahe. Er wurde an. 1580. von dem Könige Johannein Schweden nebst Ponto äe la Gardie, Hermann Flemmingenund Georg Boyc,rc. wider den Czaar Basilowitz geschickt, in wel-chem zuge Kexholm und Narva erobert wurde; er nahm auchLoda ein,und halfHam, Ivanogrod, Coper,Carelogrod in Care-lien, und Wittenstein in Liefland unter Schwedische botmäßig-keit bringen, ward auch zum Statthalter über Narva, In-germannland und das Kexholmische lehn gemacht. Er wardhernach auch einer von den Königlichen Commissarien, welcheden 4. jährigen stillstand mit Moskau schlössen. Er verließ 4.söhne von seiner gemahlin Agnes von Delvigh, einer tochterEberhards von Delvigh zu Toal und Ringen, Land-Raths desHertzogthums Estland, nemlich Henricum, so Reichs-Rath, undReichs-Marschall; Claudium, so Reichs-Rath und Ober-Statt-halter zu Stockholm ; Eberhardum, so in dem Moscowitischenkriege General-Feld-Marschall ; «nd Gustavum, welcher indem ;o. jährigen kriege als Feld-Marschall wohl bekannt, undan. 1Ü59. als Reichs-Marschall und General-Feldherr gestor-ben. c 7 a«Ä. vim kcmti cle Ire Lärche.
Horn, (Eberhard von) Erb-Herr zu Kanckas, obigen Carolesöhn. Er diente dem Könige Carolo IX. in Schweden in dessenLiefländischen und andern kriegen, ward auch von demselbigen,als die Cron Schweden und der Czaar, Johann Basilowitz Zus-ky, an. 1609. zu Wibnrg, wider den König in Polen und denfalschen Demetrium ein bündnis geschlossen, nebst dem damali-gen Reichs-Feldherrn, Jacobo äs 1 » Gardie, mit einem kriegs-heere in Moskau geschickt, und ihm das amt eines General-Lieu-tenants gegeben. Nach einem beschwerlichen Marsche langten
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fle ln der stadt Mostau au, und eroberten sofort Kechostn rD.tenburg und Parckau. Als auch die Polen unter demKarnasinky hieraufdie stadt Staracussa verliessen, folg"Horn nach, ereilte sie bey Camenccz, und schlug dieselbe «7 ^daß kaum ihr Oberster entrinnen konnte. Er bekam damau ynes gefangenen reichen Polen, Stephani Silalh, ranziowwie hierauf der Polnische Oberste, Alexander Zborovsry? ^stadt Torsiak mit zooo. mann belagerte, schlug er selbE ^
dem selbe, und befreyete Torsiac von der belagerung. ^
Er
folgends bey dem entfatze des klosters Troiss als der daiu^AGeneral-Feld-Oberster, Iacobus I» Gardie, den PolnAeGeneral, Johann Sapieha, davon abtrieb, schlugPolen bey Twene. Hierauf hatte er mit den Neusten, Hdes Demetrii feiten gestanden, ehe er nach Sulikow gekow'^,eine glückliche action, auch eine andere wider Alexandrnw Arsiki, nahm Pogrela und Osipow ein, griff Biala an,Alexander Gonsicwsky so tapfer defendirte, daß er Emuste, und damals forderte er den gedachten Gonsicw^Meinem duelle aus, welches aber jener declinirte. Als er'völcker nach Zolkiew zurücke führte, rebellirte ein theil v«"er brachte sie aber bis auf 8». welche zu dem feinde überglchMunter seinen gehorsam. Hierauf half er die vestung SEMko entsetzen; als aber die Schweden bey Clusin von den v ^geschlagen waren, eilte er nach Narva, um die grentzen Ddecken. Er jagte hierauf den dritten falschen Demetrium^nach Augdoa und Ivanogrod, eroberte nebst dem Aelk'M,an. i5n. die stadt Naugard mit stürm, entsetzteschlug den Demetrium bey Plyoz, und an. 1612. die CEAHierauf gab ihm der König Gustav Adolph in Schwede" Ais,macht, daß er als General-Feld-Marfchall in dem MoscoMschen kriege commandiren , und in abwefenheit des daE'L,Schwedischen General-Feld-Obersten, Jacob äs In tials Haupt das commando führen sollte. Darnachsich nach dem eroberten Noteburg, bezwäng das castell CADin Ingermannland, wie auch Augdoa und Jamaden z. dec. Ivanogrod, worauf er auch von Gustavszum Gouverneur über Narva und Ingermannland vewA«wurde. Er reisete hierauf an. 161 z. in Finnland, da MAßdie Russen Augdoa eroberten , welchen vrt er anfangs "M,-.lich wieder belagerte, jedoch bey der andern belagerung "ExFeroberte. Er wurde an. 1615. von Gustavo Adolphs ne"', ^>1gemeldten äs 1a Gardie und Caspar Mathisoln Krufen , /-.x z»lractaten mit dem Czaar deputiret; als aber selbige wlAsstände gekommen, auch der König selbst den krieg wider ÄßMfortführte, und die stadt Pleskow anfänglich belagerte? ABn einen ausfall, mit denen sich dieser Feld-sM
die Russen
in einen scharmützel einließjähre seines alters umkam.
Gustavum, Erb-Herrn zuseiner gemahlin, Margarethen Finke', letzter und eirMAbin desselben geschlechts, gebohren worden. Sie war
darinnen er an. 1616. lM . „Er hinterließ einen einzige")Kanckas, welcher an.
Finke zu Porkala und Sonnes,neral-Feld-Marschalls. Der König Gustavus Ado^ .Pfand seinen tod nicht allein sehr hoch, sondern wohnu "ß.Enem leich-begängnisse, so auf seinem väterlichen sitze K""AsVhalten worden, selbst in hoher Person bey. Als er und Mcob cle Is Gardie Novogrod belagert hatten, schrieb der A Msie, daß sie gegen GOtt und die natur sich nicht sollten or'Ack'ren, indem ihm an ihnen mehr gelegen sey , als an NEM/.oc>ce»rr IM. 8uec. L kiüoi. belli 8uLL0-IU"
Horn, (Gustav von) Freyherr zu Marienburg "ÄHerr zu Kanckas, Königlicher Schwedischer Reichs-WhiiAneral-Feld-Marfchall, General-Gouverneur der HerM Pmer Bremen und Verben, wie auch oberster Land-RE ^'sNeryke, war ein söhn obigen Eberhards. Nachdem erLMsen in Franckreich, Engelland und die Niederlande «UgFauch aufder Universität Oxford den lVlsgiller-titul ang/",^ Agieng er in Schwedische kriegs-dienste, wurde anfa"L.^W1654. Rittmeister, und hernach an. >655. unter des^o'David Lesie regiment zu Pferde, Oberst-Lieutenant, wß,giment er zuletzt, nachdem Lesle resignirte, völlig becw'-^M1640. wurde er in dem treffen bey Planen gefangen," jgeck.^-nach seiner befreyung die stelle eines General-WachtU"»^wohnte den vornehmsten kriegs-unternehmungen bey?an. 1646. zwischen der Cron Schweden und ChurfuriE-AeEliano zu Bayern ein srmittirium geschlossen wurde, AM '.-man ihn dem Churfürsten als einen geissel. Nach/'nem Westphälifchen frieden legte man ihn mit einigenlern in den Chur-Rheintfchen kreis, bis er nach bew Mer ß
berg an. 1650. erfolgten friedcns-executions-tractaß^^-,!»>.
Schweden gekommen, da er von der Königin EwA.„FAGeneral-Lieutenant und Gouverneur über Inst..Acckund das Kexholmische lehn, wie auch zu einem A
Marienburg gemacht worden. Er führte auch den'' ynes Herrn zu Kanckas, Porkala und Sonnes, rc.»an. 1654. von selbiger Königin zu einem Reichs-Nau/
Er diente dem Könige Carl Gustav wider den Kowg
und ward, als der Feld-Marfchall, Graf Gustav KddCA vsA
Haupt, an. 1656. in Liefland verstorben, an dessen
verordnet, und unter Graf Magno Gabriel
1657. in solcher provintz wider den Moscowitrsw ^,„1 F
Matwil Wasiwvlitz Szeremet gebraucht. W>e ^ »