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Vierdter Theil. He - Mc.
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ihm auch der Papst nach geendigtem Lokicilm einen gar verbind-liehen brief deshaiben schrieb. Wiewol jedoch verschiedene ha-ben urtheilen wollen, er wäre etwas zu einfältig gewesen, undhätte sich allzu leicht von andern regieren lassen, als daß er einersolchen Versammlung mit genügsamer Fähigkeit hatte vorstehenkönnen. Es will gesagt werben, als hätte er deshaiben der vierund zwanzigsten seßion dieser Versammlung, worinnen von denheimlichen ehen gehandelt wurde, nicht beywohnen wollen, weiler ihren schluß nicht gebilliget, es ist aber vermuthlicher, daß erkranckheit halber nicht darbey seyn können. Er gieng hieraufinPolen zurück in sein Bißthum,und arbeitete an verschiedenen wer-cken. Von dar wurde er nach Rom beruffen, und daselbst vonGregorio XIII. zum l'csnitemiario gemacht. Er starb endlichohnfern Rom den aug. an. 1579. Er wird von den meistenCatholischen ungemein gelobt, und vor eine sänke der kirche,auchden Augustinnm unserer zeiten rc. gehalten. Er hat verschiede-nes geschrieben, als da sind in Brolegomsns Breurü; Lcmfsllic,LatkolicX Biäei Lbriltianse; äs Lommcmicme kuk utrague ; äsBacerästum Lonjugio ; äs Nilla vulgär! I.ingua celebrauäa;Bxamsn L Lxsullio LonfcLäerationis Dseretisoruln; Besauta-tiones leprem ; .suäicium L Lsukura äs aäorauäa Prinirgte,Ls.Was ihm von den Protestirenden schuld ist gegeben worden, daßer von dem ansehen der H. Schrift, wo die nicht durch daszeugnis der kirche bekräfftiget wurde, ziemlich verächtlich geredthabe, und welches hingegen einige Catholische Ibsologi sehrheftig läugnen, stehet, iib. III. iukrolsg. krsutii p. rzo. 2;i.Von diesen schriften sind einige nicht allein in fremde sprachenübersetzt, sondern auch in die , 2. mal aufgelegt worden, irrst»L Vita Istolii. äs lcripr. Bolou. p. 7.

/rw?, rbsstr. vir. litter. lib.BXVIII. Bill. Loncil.

ssriäenr. in Baron. sx. I. c.

, castigat. ex Lalaub. Ilb. II. e. 5. D« sontin.

äe lcript. escl. 0. Z2. 0/äsr»«r, in ärken-eo Boman. x. 161z.

nomensl. Laräin. p. 151. I'äsaäemis äes

Lsisuces. rksatr. p. 4;. *

Hosius, Bischoff von Cordoua, siehe Ostus.

Hospinianus, (Johannes) ein krokellor zu Bafel, ge-bürtig von Stein aus der Schweitz, hat zu Tübingen studirt,und allda den Zraäum Magistern empfangen. An. 154;. warder zu Basel in Lonlilinm Baculr. kkiloll aufgenommen , undbald darauf zu zwey Profeßionen , als Orawrise und Bststoris-x,zugleich beruffen, welche er doch an. 1546. mit der krokess.Organi Mist. verwechselt , bey der er auch bis an sein ende, wel-ches in den jun. 1^7;. fiele, geblieben ist, und sein leben aufsechzig jähr gebracht hat. Seine schriften sind: Lärmen ?a-nSMr. in M. ab Lmsrsboksn; ()usestion. DialeÄisss; Bpit.stramm. Urbarst Lellun. Organ, /trist. Lc. Lgst/. Bs-

clest L steaä. bibliotb. *

Hospinianus, oder Wirth, (Rudolphus) war zu Al-torff, einem stecken zur Grafschafft Kyburg gehörig, in demCanton Zürich den 7. novembr. an. i;47. gebohren, und wur-de in seinem siebenden jähre nach Zürich geschickt, um daselbstseine studien zu treiben, worinn er unter seinem Vetter, Jo-hanne Wolphto, gar wohl zunahm. Als ihm aber an. r;6;.sein vatter gestorben war, bekam er an Rudolpho Gualtero,welcher sein tauf-pathe war, einen grossen Patron. Er gienghierauf in dem folgenden may von Zürich weg, um sich aus an-dern Academien umzusehen, und hielt sich zwey jähr zu Marpurgauf. Ferner lebte er sechs monat zu Heidelberg, von dar er vonseinen vorgesetzten zurück beruffen, und an. 1569. zum Pfarr-herrn auf dem Hirtzei drey stunden von Zürich gelegen, gemachtwurde , allwv er verblieben bis an. 1576. da er zum kroviloreder obern Lateinischen schule in der stadt ernennet worden, zu-gleich aber das Predig-amt zu Schwamendingen, eine stundevon der stadt, versehen müssen. An. 1 z88. ward er MLlstäiaLo-nus der kirche zum grossen Münster, und sechs jähr hernach Pre-diger in der kirche zum Frauen-Münster. Ob er gleich fast eingantzes jähr mit dem staare befallen war, that er doch sein amtallezeit gleich, bis ihm solcher an. 161;. glücklich genommenworden. Er ward endlich in dem sechs und siebenzigsten jähreseines alrers gantz kindlich , starb auch in solchem zustande immertz an. 1626. Er hat viel schriften hinterlassen, als : äs Ori-xine « krogrellu Bituum «L LiLreniorstarurri BssIeliLstissrum ;äsTsmplis; äs Nonacbis ; äs Bellas ; äs Lseua Dominica;äs Origins cd krogrellu LontroverliL 8acramentariL; Loncor-äia Dikcors ; Dilkoria seluirica , welche alle zu Genfan. 1681.in sieben solianten zustimmen gedruckt worden, ausser dem, wasnoch in manuscript geblieben. vwa Dotziniani.

Hospital, ist ein flecken nächst bey dem Gotthardsberg in demUrseler-thal gelegen, so den nahmen von der Herberge hat, soallda vor diesem den reisenden zum besten ist erbauet worden. *Hospital , ( Michael äs B) Cantzler von Franckrcich , waran. zu Aiguepcrse in Auvergne gebohren , und war feinvatter des Connetable Carls von Bourbon , hernach seinerschwester, der Hertzogin von Lothringen , Leib-Usäisus; seingroß-vatter aber wird von Belcario, Varillas und einigen an-dern zu einem Jüden von Avignon gemacht; wiewol solchesnoch nicht so gar gewiß ist. Sein vatter gieng mit dem Conne.tadle aus dem Reiche, und ließ seine gantze familie zurück, dadenn dieser Michael, welcher damals zu Toulouse studirte, an-fänglich in arrest genommen, bald aber auch wieder losgelassenward, weil man auf ihn nichts bringen konnte. An. i zr6.

hos ^

war er bey seinem vatter in Italien, der ihn unter -"AÄjtbers Habit, wegen den herum liegenden feinden, von ^nach Padua schaffte, um daselbst seinen studien abzuwarten-^er nun solches sechs jähr getrieben, ward er zu Rom em^'äi Buots, welche stelle er jedoch aufgab, weil ihm der L« ^Grammont bessere beförderung in Franckreich versprach, ' ^aber damals fehl schlug , weil gedachter Cardinal bald

starb. Hierauf fieng er an zu practiciren, und als er jom,nige jähre getrieben , erheurathete er mit einer stauen ^eines Parlements-Raths, und ward an. 1547. nach Bauf das Loncilium geschickt. Nach seiner rückkunft waro ApKönigs Henriei II. schwester Margaretha Cantzler in AMtzogthum Berry , und der König machte ihn zum Oder ^nungs-PräsideMen. Nach dessen rode ward er ein mag"geheimen Raths, muste aber gleich darauf gedachteMargaretham nach Savoyen begleiten, da er als ihrbey ihr blieb, bis er an. i;6o. Cantzler von Franckreiw MDieses hatte er mehrentheils der Königlichen mutier zu. 00 ^die ihn gegen die Guisen zu gebrauchen dachte. Er gsin diesem amte über die Massen wohl auf, und ließ sich .^ ^meine beste allein angelegen seyn. Unter andern verhEdaß die Inquisition nicht eingeführet wurde,hingegen >vw ^ A!vbschon auch dieses wider seinen willen, und lediglich um 0,quisition desto sicherer den weg zu sperren , in ein jäM -s o»'wider die Protestanten, welches von der stadt, darinnen^.1560. publicirt war < das edict von Romorantin genenMv,MEr wohnte in selbigem jähre der Versammlung zu Fontaiw- Mingleichen der zu Orleans, welche bey ansang des KoMroli IX. regierung gehalten wurde, der zu St. Germatt» A .an. 1561. dem Lolloguio zu Poissy selbigen jahrs, dervä^Mlung zu Moulins an. i;66. und andern mehr, bey ; Wrauch bis an. i;68. nichts wichtiges ohne seinen beyrath SLMsen. Er bemühete sich des innerlichen ftiebens halben g"den Reformirten die religions-freyheit zuwege zu bringen^halben ihm auch die Catholischen nicht gar günstig warev 'ihn heimlich für einen Protestanten hielten, auch dahero 1«» MGOtt behüte uns vor des Hospitals messe. Allemvon so grossem ansehen, daß er ohngeachtet alles wlden^Eder Römischen partey durchdrang. Endlich , weil er > ^ ,Vzum kriege wider die Hugonolten rathen wollte, ME.h dfeine feinde und selbst die Königliche mutter bey dem Kv»ohnedem gegen die Hugenotten erbittert war, so verhallvnicht mehr zum Kriegs-Rath gezogen ward. Als er nun 1»^er sich den grösten theil des Hofes und selbst den KoMs

und

hals gezogen, danckle er von felbsten ab,jun. an. i;68. auf sein lust-haus Äignay, ohnfernda wenig tage darauf die siegel von ihm abgefordert »vmer auch willig hergab. Man sagt, er hätte beyblut-hochzcit auch ermordet werden sollen, wenn es M MHertzogin von Ferrara abgewendet hätte. Er starb em ^ Biz. may an.157;. im acht und sechzigsten jähre seines an hE'wurde auf seinem guthe Camoteux ohnfern Fontainevu^ben. Er hatte von Maria Morin eine einzige tochter, Abertum Hurault, Herrn von Belesbat, Königlichen ^ .^»"quetenmeister und nachmals bey der Hertzogin Margm^»'L>avoyen aus dem Königlichen Hause Franckreich <sany. ^wählt worden. Es haben einige bemercken wollen, eAristoteli ähnlich gesehen. So viel ist gewiß, day er en »ter , kluger und erfahrner mann gewesen. Selbst ^Römischen kirche können ihm das lob nicht absprechch^,die wahre Wohlfahrt von Franckreich ohne arglist gest- „,der auftichtigkeit und unsträflichkeit hauptsächlich veM'OfB ^Ungerechtigkeit grsteuret, deswegen auch oft den s^lSßReich mit sonderbarem muth widerstanden , und vtt' ^ siql»höchst nützliche Verordnungen befördern helffen.ihm Lxiltolas sen Lermones; Darangue cuntcnant 1rrancs laite äevanr Lstarles IX. lind koemata.hat dieser mann in Lateinischer spräche, sowol in .als ungebundener rede, fürtreflich wohl geschrieben /bekannt, daß einige seiner gelichte auch selbst von ^»Männern für alte und in der besten zeit verfertig»»'angesehen worden, in clog. ^

vie äes kommes illukres. lercres. i>i>^

eloge äu Lonnsrable ülontmorsnczs.

Brance. 7 elogss.

Hospital, (Michael Hurault von) Herr vonwar obigen Cantzlers enckcl, und sonst auch unter o»' ^des Herrn äu Fay bekannt. Sein groß-vattcr befaYDsslen wissenschafften zu erziehen, hinterließ ihm auchtheck. Er war erst bey dem Könige Henrico Ul- chRequetenmeister, weil es aber an diesem Hofe mgieng, verließ er denselben, und begab sich mdienste, da er denn bey König Heinrichen Cantzler, »mrselben in wichtigen Verschickungen nach Hollandland gebraucht ward. Man findet jedoch nicht, L

formirte religion angenommen. Es wird davor gcv" „ja?./be können Cantzler von Franckreich werden, wenn » gMFStaats-Mnillerium selbst verlassen, und dem kcE^s^fl

gen wäre. Er starb an. vor Verdruß, ,- ,_.>cy^"vernement von Quiüebeuf in der Normanne, Ti^perN ^bevestigen, und sich daselbst mit achthundert E»ussua E Äwollte, auf befehl des Königs, der ihm desnE^ EOFtraute, an den Herrn von Bellegarde übergeben iv" >