Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
213
JPEG-Download
 

brechi

h o s

^ aber ^ das jus Kospirü verletzt ward. Man hat-^id Könin-Ü."^^ des dospitn , welches städte, Republicken,^sandte« amander machten, daß sie einander oder deren^rjz!,,.s-^>nahmen , und wohl tractirten. , äs

. «Vic-tl. Üb. LlVlXVII. LNXVIII.

von eilt titul, welchen die Türcken den Für-

sv,«.? WaUachcy und Moldau beylegen. Es soll derselbevorzng vor andern, oder deren gemalt überN, >v-,^"^n , als vielmehr diejenige unterthänigkeit andeu»v7"W Ä.?le Ottomannische Pforte von ihnen pratendirl.I'FelderM ^an nicht leicht/ daß sich diese Fürsten diesen ti-Lo Abn , sondern nennen sich vielmehr Principes ^s-U^.svviel' L°ch , nach anderer mcynung / bedeutet Hospo»ss°ll>>>che„ 5 nen Feldherrn oder Kriegs-Obersten. In deräis„ :,^ache heißt es so viel / als ein Wirth. Lec,»a»».

s"'t-6 !"b / (Sidronius) ein Niederländischer Jesuit/ warin dvrtn>cii^ Dperischen vimces gebohren/ und hat sich durcher?' heraus 5 ^nteinische getichte / so zu Antwerpen an. 1656.

aig Itvwmen/ sonderlich in gensre eleglsco, darinnennMglich i, zwey andern aus seinem orden / welche ihmge-d'"es a,Mfugt werden / Wallius und Becanus / gar we-di-, ^ auri' n^hat, grossen rühm erworben / wie dennson-rt/ aufjk,,,^vst Alexander VII. so selbst ein guter Poete war/M. Mohairen. Er starb zu Tvngres an. 1659. ö»^r-' ^ i^osc. I.iit. Kaprrr, reüex. lur Is koetigue. L«r/-

„ nc äez 8avsris sur Iss stostes moäernes.

(Bacha) ein Araber / welcher sich aus einemlie 7 ^urhe ver stadt Bassera, oder Bassora, worzu ihn seinebianxM k,^ erwehlet haben / zu einem freyen Herrn überl>iii?"bzl,ba7' Er regierte eine geraume zeit/ ohne von je«und erhielte sich in seiner gemalt wider allebvd ^ ^thätige anfülle der Türcken und Persianer. Ereben ^iche," von grossen gaaben / behertzt und unternehmend/ünn befehlen gebohren. Soliman III. hattesey«", alten Persischen thron bestiegen / und zwar m einemde» hallte ' daß er selbst zu regieren noch nicht fähiggeny-°»üstch Deine jugend und seine natürliche neigung zusei,, dq ^ ' und die freyheit / die er nunmehro als Regent

a?n Achten noch gleichsam unter der zucht - ruthe grwe-M g.,Ädeid>« nunmehro dieses freye leben noch süsser schme-allcn pers^n waren die Persianer von langwierigen kriegender Kopier, und bedrohete sie verschiedenes Unglück vonDie meisten benachbarten verbanden sich wi-machten die Mogolen und Tartarn grosseM D aba°N' und war sehr leicht zu mercken / daß es aufs>H >,!^ ein-»"^5 wäre. Es war fast zuviel geschaffte auf ein-"°b,vn?schük°« ^"^n wie Soliman, wider alle diese feinde/ und znr nemlichen zeit wider Bassora etwashve» A/uchen Türcken / welche allezeit ihr Reich zu er->^v^dies''^machten sich diese gelegenheit zu nutze / in demin all^^ bemächtigen. Der Groß-Türck schickte

. /ei» v^lä" E couriers an alle Bachas von Syrien / und^»/^MsMutzen ab-, sonderlich gab er dem von Babylon,'.,'666^..''^ ve^en ^ deir'ni beÜllNMtLN

comman-

ü^Uvra»,"s" besten trouppen^ auf einen darzu beDj^b Ljx.w unversehens zu überfallen. Das ober-^»..

Iet al,^vsse^7"?e armee trug er dem Bacha von Bagdad auf.

.Die Eam sowol auf dem Euphrat als auf dem Ti-sie s^. wvhner wurden dermassen erschreckt / da sie sa-, bei^E" von den Türcken / deren grausamkeit sie sehrsie die^"?^den , daß sie gantz feige wurden, um^e hl^n, ^ '^en ftmd nicht erwartet hatten, von welchem siewg vszMe vy»bmte in dem kriege bey Candia wider die Christen>n^un. Hossein hatte deswegen nur sehr we-c" UNr>° ' Nn^ x^uen; das gemeine volck, welches er bewaf-NEigf."° daran nicht gewöhnt war, gab ihm ihres dar-^iNsiK suchten^ ungeschickten wesens halber viel zu schaf-!>? w ,5en. N M ehender zu ergeben, als der belagerung?"idnj^hren. x"ber war der meynung, sich auf das ausser-üd 7 e,ud' .°a er aber einige deswegen angesponnene ver-^»nwMen welche eines der stadt-thore den feinden^t dMnd^''ch entschlossen hatten, und ihnen bey damali-ge di.^urcken M widerstehen konnte, ward er genothiget, esg - dakgsesche^woglichst abzumachen. Er gewann zu dem7 »i jN'cke und unterthänigkeit den Turckischen Gene-EÄ einzeln bs^urwee abbancken sollten, die stadt möchteyng ig 'ährlich/"' er aber muste dem Groß - Türck dage-bpgiiiag^r nesig!, wrbut von 400. thalern versprechen. Erb> -Au wan,,^ üaüon den Liava Igackia, einen sehr reichen

gege-

alles

flucht zu erfüllen. Deswegen hat siedagdergwnma^dle aemahlin eines Königs zu werden,deg waw?wähleg M sagen , daß sie sich einem solchen1s gie^n würde ' ^rr wenigstens ihren künftigen mann°>» g>i e^ r°rhabe,', den ^ Prurtz, ihr gemahl, fan-

öev,"'Ütei L"ug , als „ Mmrstern zu Constantinopel nichtiL geisi! ^ r Hand, 'r gehvffet hatte; doch kam ihm endlich^^rg gLenressch ^chrs seinem und seiner gemahlin ho-uuber des ..^r vernahm, daß der tractat

"aysers willen sey geschlossen worden, und

hos 2IZ

bis Bassora sich ergeben hätte, er von keiner Versprechung nichtshören wollte, und ohngeachtet der Sultan von Bagdad densel-ben eingegangen wäre, so wurde man doch darauf nicht achthaben ; ja es würde ihnen theuer zu stehen kommen, daß er ineiner fache von solcher Wichtigkeit eigenmächtig wider den Kay-strlichen befehl gehandelt hätte. Über diß hatten die TurckischenMinisters acht auf die neigung dieses Bassorischen Abgesandten,welchen Hossein an dem Constantinopolitanischen Hofe hatte,und wre getreu er an seinem schwäher seyn würde ? und da sieihn hierinn nach ihrem willen fanden, thaten sie ihm denVorschlag, er sollte zu Bassora seyn, was Hossein nun wäre,wofern er zur einnehmung der stadt dem Türckischen Kayserwollte behülflich seyn. Hiaya Bacha nahm diesen antragmit beyden Handen an, und wußte seine gemahlin ihn beyseiner vorgehabten untreue meisterlich zu unterhalten. Indessenhatte Hvffein die zeit gewonnen, volck in die stadt zu bringen;das gemeine volck und die schwängen köpfe jagte er hinaus; erschasste sich kriegs - vorrath und lebcns - Mittel an, er verbes-serte das schloß, und machte neue wercker, die stadt zu ver-wahren. Dieses alles war gut wider die offenbare gemalt, demübel der verrätherey aber konnte es nicht steuren. Hiaya spielteseine treulose Person treffich; er berichtete Hossein anders, alsdie fachen waren, er stellte sich eifrig für den dienst Hosseins,schrieb ihm tausend Heimlichkeiten von geringer Wichtigkeit, underweckte dadurch das vertrauen Hosseins, und machte ihm Hoff-nung, den Groß-Türcken durch hülffe Hiayas zu hintergehen,und hätte vielleicht Hossein die verrätherey nicht gemercket, wonicht die Türcken sechsten den ungetreuen Hiaya, wider ihr ver-sprechen , verrathen hätten: dann so bald sie die benöthigte ar-mee auf den deinen hatten, liessen sie sich öffentlich verlauten,daß sie darauf los giengen , den Hossein ab, und den Hiayaan feine stelle einzusetzen. Dieses kam dem Hossein zwar zu ob-ren , aber erst da die Türckischen trouppen fast vor der stadt la-gen, welches Hossein in äusserste bestürtzung gesetzet. Er sahedie macht der Türcken vor sich, und wußte wie grimmig ihreangriffe wären, auch konnte er sich wegen der erwiesenen ver-ratherey auf niemand sicher verlassen. Dieses alles machteihn zum creutze kriechen; er vergaß seine tapferkeit und Herrsch-sucht ; doch wollte er lieber, und hatte mehr Hoffnung, wenner sich den Persianern übergeben könnte. Er schickte deswegenin eil an diesen König, und ließ ihm die stadt antragen, wanner ihm nur für sein lebtag das Gouvernement davon zu überlassenverspräche. Die antwort aber fiel, wie leicht zu erachten, dadie Persianer so viel auf dem halse hatten, zweifelhafft aus ;deswegen da Hossein auch dißorts keinen tröst fand, ent-schloß er sich ehender durch die flucht zu retten, als eine langebelagerung vergeblich auszuhalten, und zuletzt doch der Türckengrausamkeit zu versuchen. Ehe nun die feindlichen trouppendie belagerung anhuben, und die stadt berennet hatten, thater auf etliche fahrzeuge all sein geld und seine kostbarkeiten,benebst seinem gantzen Serrail, welches aus den schönsten Orien-talischen weibS-bildern bestünde. Nach diesem verheerte er diegantze stadt, und sieng bey den vestungs-wercken an; also mach,te er alles, auch so gar seinen prächtigen pallast, der erdegleich, die Moscheen wurden selbst nicht ausgenommen. Hier.auf verfügte er sich zu seinem erhaltenen guthe auf die schiffe,machte sich mit davon, und hinterließ also seinem treuloseneydam anstatt einer prächtigen residentz , eine bis auf den gründzerstörte stadt. Auf seinen schissen kam er glücklich nach Su-rata, von dar flüchtete er sich mit seiner gantzen obgemeldtenhaabe zu dem Groß-Mogol, und setzte sich da mit seinem mit-genommenen grossen reichthum ruhig, und überließ anderndie sorge, Bassoram vor der gewalt der Türcken zu beschützen.Nach seiner abreise kam die Türckische armee bald vor der stadtan, gegen dem ende des jahrs 166g. Hiaya, zu folge dem ihmgethanen versprechen, wurde als Herr zu Bassora eingesetzet.Er war besorget die stadt wieder aufzubauen, und ladete zudem ende die land - leuthe darzu ein; er ließ den kauflcuthenUnd gewerben alle auflagen nach. Also kam durch diese er-theilte sreyheiten die stadt bald wieder empor, und halte kei-nen Mangel an einwohnern , und wurde Hiaya in kurtzer zeitwieder so reich , daß er auch bey den Türcken eine eiferiuchtdarüber erweckte, und sie sich entschlossen seiner los zu machen.Deswegen nahm sich der Kayser vor, zu Bassora eigenmächtigzu seyn, und einest Türckischen grossen Herrn von seinen lieb-lingen dahin zu schicken , um die Gouverneur-stelle zu vertreten.Man war deswegen bedacht, diesen Türckischen Printzen wegzu-treiben ; zu diesem zwecke zu kommen, waren die ersten Mittel,ihm hunderterley Hindernisse und Verdruß in den weg zu legen,welches ihn endlich bewogen die stadt zu verlassen, und in das seidzu riehen. Die Türcken giengen hernach übel mit der stadt um,belästigten sie allerseits, endlich belagerten sie dieselbe in besterform, und nahmen sie mit stürmender Hand ein. Sie jagtenin diesem tumulte alle einwohner durch die klinge, nur 400.ausgenommen, welchen man die erlaubms gegeben , sich m diecitadelle zu Gourno zu flüchten , welche eine tag-reise weit vonBassora abliegt, und auf einer land-spltze, wo der Tiger undEuphrat zusammen stressen , angeleget ist.. Hiaya kam mit sei.ner armee, und wollte dieses schloß bezwingen, die tapfere ae«gcnwehr aber, und die natürliche veste läge desselben, machte,daß er mit grossem schaden abgetrieben wurde, so daß nach ei-ner langwierigen belagerung Hiaya, nachdem er einen guten theilseines besten volcks davor verlohren hatte, sich wieder gegen Bas-sora