Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
214
JPEG-Download
 

214 hos

sora zurück ziehen muste. Und da die Türckcn, nach dem gege-benen berichte, wieder anmarschirtcn, ihn zu belagern, fluchteteer sich zum zweyten mal mit allem, was er zusammen bringenkonnte, sowol dem Serrail als dem übrigen reichthum, angold, silber und kleinodien. Er war lange zeit, ohne zu wissen,wo er sich hinwenden sollte, endlich setzte er sich auf Portugie-sische schiffe, davon eben eine flotte vorhanden war, und ließsich auf die ihm noch mehr östliche kuste übersetzen, und fändezuletzt einen sichern frey - Hof bey dem berühmten Sevagy, vonwelchem einmehrers unter dem artickul Sevagp zu finden ist.Dieser gab ihm einige commißionen , um ihn zu befchafftigen,trauete ihm aber nicht zu viel zu,, so daß er ihn nicht verrathenkonnte. Also nahm dieser verrather ein nicht so unglücklichesende, als andern etwan widerfahren. , voxags äes Inäes

Orlsntslss.

Hoffen , des Ali aus Persien söhn; siehe Hocen.

Hostgsius, ein foldat von Navenna in Italien. Er ließseine tapferkeit bey der belagerung der stadt Pavia sehen, als sel-bige von den Franzosen eingenommen wurde. Er war der er-ste , welcher durch die brefche in das schloß, und von dar in diestadt eindrang ; wiewol jedoch die that so gar ungemein großnicht ist, weil damal der Commendant Balbiano schon capitu-lirt hatte, und nirgend grosse gegenwehr geschahe. Indessenerzehlet Iovius, er hätte hierauf von Lautrec, dem Französi-schen General, begehret, daß er ihm zur belohnung des KayfersAntonim statue zu pferde, so vor zelten von Ravenna nach Pa-via gebracht worden, fchencken möchte, welches ihm verwilli-get wurde; allein die einwohner wollten solche durchaus nichtmissen, und befchenckten ihn davor mit einer crone von maßiv-golde, die er endlich annahm, und in der kirche zu Ravennaaufhängen ließ, daß selbige ein ewiges denckmahl seiner tapfer-keit seyn sollte. ssaE,, lM. üb. XXV. *

Hoste, oder I'Hoste, Hostus, ( Johann) war zu Nan-cy m Lothringen zu ausgang des XVI. Lcuü gebohren. Erlehrte anfangs die Rechte, und hernach die Mathematic zuPont - ä - Mousson, von wannen ihn der Hertzog Henricus vonLothringen nach Nancy kommen ließ, und ihm die aufsieht überdie devestigungs - wercke im gantzen lande auftrug, ihn auchzum obersten Ingenieur und Kriegs - Rath machte. Er beve-stigte Nancy, und schrieb viel mathematische bücher, die zumtheil noch nicht gedruckt sind. Wir haben von ihm : üs 8om-inaire äs 1 a 8pbers strüsiLiells . Nancy 1629. in 4. üa kratiguecls la Leometiie , Pont - ä- Mousson 1607. in 4. HslLriptioiwL kllaFea ckes principaux Inlkrumsn8 cls 1 s Leomstris ; clu La-ckrau L (Quarre ; Ixayon üstronomigus; 6nomou; IlLtcm cls^sasob ; Inlerprsc. clu Oraricl Urt cls üu!Is, As. La?/?.

ssäNITIä , zu Rom, gehörte zu den Lenti-du8 katricüs. Sie hatte chren Ursprung von Losto Hostilio, dersich aus dem flecken Medullia zu den zelten Romuli nach Rombegab, und das schloß gegen die Sabiner tapfer defendiren half.Aus diesem gefchlechte ist der König Tullus Hostilius auch ent-sprossen. Sonst theilte sich dasselbe in verschiedene äste, welchedurch die zunahmen der lüancinorum, Latonum, Ilkulo-rum und 8slsrn3rum unterschieden werden. Der letzte kommetausser den alten scribenten auch in einigen müntzen vor, welcheein gewisser L. Hostilius 8alerna, als Römischer Müntzmeister,wo nicht Vorgesetzter oder (Iuntkor einer provintz, hat prägenlassen, lamiÜL R. 0 M 3 N« sx nummis. , cls MU-

iibu8 üom. <8: , <le kainü. üom. *

*Hostilianus, (Lucius Aurelins Severus) wird vor ei-nen Römischen Kayfer angegeben, der nach Gordiani des lun-gern tode, und nachdem ein anderer M- Marcius bald nachstiner wähl verstorben, vom Römischen Rathe auf den throngesetzt worden, soll aber bald nach seiner erhebung, da er zuroder gelassen, und die aber ihm im schlafe aufgesprungen , ge-storben seyn. Es finden sich auch müntzen, darauf diese beydeKayfer vorgestellet werden. Weil aber die berühmtesten iüüo-rici von ihnen nichts wissen, und gleich nach Gordiano Philip-pum mit solchen umständen nennen , daß man nicht wohl sehen .kan, wie zwischen ihm und Gordiano andere Kayfer haben seynkönnen, so halten die Gelehrten die erzehlung von diesen Kay-sern entweder vor gantz falsch , und die müntzen vor unächt,oder meynen allenfalls, daß diese beyde zn Gordiani oder Phi-lippi zeiten etwa selbst aufgeworffene Tyrannen gewesen, dienachgehends als rechte Kayfer angegeben , und nach gutdünckenzwischen Gordianum und Philippum gefetzet worden.

bist. cle8 ümpsr. Ue luimmis

ällk. II. p. 25 z.

" Hostilianus Meßius Quintus Etrufcus, (Cajus Valens)war em söhn des Kayfers Decii. Er ward von seinem vatter' zum Lselare gemacht, und nach dessen an. 2?I. erfolgten, todevon dem neuen Kayfer Gallo an kindes - statt angenommen, undzum LuiMo ernennet; er ist aber gleich das folgende jähr an derpest gestorben , wiewol auch vielleicht Gallus an seinem tode magschuld gewesen seyn, und die damals graßirende Pest zum ver-wand gebraucht haben. Es ist nicht zu laugnen , daß al-les, was diesen Hostilianum betritt, gar dunckel sey, daherdenn auch verschiedene Gelehrte denselben nicht vor Dem söhn,sondern vor feinen schwieger - söhn halten. lveL--. L„.

, IX. z. , I. 2;. hist. clss Lmper.

cls nummi8 cüL XI. x. 2; 6.

h 0 s h 0 t

U 08 riI.W» , -m-sittin. Di-H-O-ns>-ub!-n'««A

daß sie die aussicht über das getreyde hätte, wenn Aähren so groß wüchsen, als die übrigen , und solcher»^alles im selbe gleich würde. Der nähme kommt herjD' Falten Lateinischen Worte üostirs , welches so viel hch?.gleich machen, wovon üoiümsmum, die gleichhest, vleitet wird. M^o. lie siv. Del. ,

hostilius, (Cajus) Mncmus zngenannt. Er war ich, peßjähre der stadt Rom Bürgermeister daselbst , und hatteNumantinern einen vor die Römer höchst - schimpfliche»gewacht, so sponlio XumLnrina genennet wird. Erhalben denselben ausgeliefert, weil die Römer solche»nicht vor genehm halten wollten; allein weil sich die N»!-„Mner weigerten, ihn anzunehmen, kehrte er wieder zuru"Rom , woselbst man ihn kaum dulden wollte, , op ^ÜVI. , üb. IV. , üb. II- 0-

Hostivitius, der letzte unter den alten Heydnischenin Böhmen, führte erstlich krieg mit dem Kayfer LudovUrhernach machte er an. 840. mit demselben friede. AM A ^Grossen in dem lande hatte er gleichfalls zu thun. AM. ^,1fiel er wieder mit Ludovico Lermaniso in krieg, undckron. 3N. 846.

ihm geschlagen.

chronick, p. 84 . , rslp. Lobsm L. 8. p- )44-

mileell. clsL. I. üb. VII. lsdt. i. c. n. p.; 2 . E

Hottentotten, werden einige von den einwohner»canrschen küste der Caffern genennet, sonderlich von de«c>v HS'che um das vorgebürge der guten Hoffnung herum ihre» y, rsden. Sie werden in gewisse nationen eingetheilt, derenzahl ,7. sind; eine jede hat ihren besondern OberXougui, und eine jede Lralle oder dorfihren Vorstehermann, welcher die Übertreter strafen darf; die gemeuss" .^>1legenheiten aber werden in der Versammlung allerbey dem Xouqui abgehandelt, welcher auch der gantze>>

Feld - Oberster ist, und bey blafung einer krummen iKl"mandirt, oder das volck zum streit anfrischet. InX13ÜL wird ein mann, öfters auch ein weib bestellt ,>vc ^Mstatt desölsäisi dienen und die krancken besuchen muß,»»^^^solche person in der Artzney-kunst wenig erfahren hat; ^Geistlicher oder 8un, welcher alle ihre sitten und gebrawo Mdiren, auch bey Hochzeiten , kindbctherinnen und toveMseinem amte vorstehen muß. Daß aber nach dem zeEger scribenten diese leuthe keine erkänntnis Gottes »^AiEdienst haben sollen, ist falsch, sintemal sie einen Gott ^ Eden sie Lounia Ticguoa, oder den grossen Capitainunterscheid des mondes, den sie auch für einen Gott V«' EOounia nennen. Sie eignen auch dem Launig. Vicyoji V,die schöpfung, als erhaltung und regierung aller dingt V'gottesdienst bestehet in dem tantzen, singen und Hände ^welche ceremvnien sie alle neu - und Vollmonde unanM^. i,„lvetters fleißig verrichten. Allen manns - Personen , o'^^ck,alt sind, wird der lincke restisulug ausgeschnitten, cntUM Fmit sie desto schneller lauffen, wie sie dann in der thg^K>n

oder aber eine besst^N^

den gleich zu rennen geschickt sind, .

darmit anzudeuten, sintemal dabey ein schaaf ch>»schlachtet wird. Die neugebvhrne kinder werden nu» ^überschmiert , und zum trocknen an die warme jo>>-M B ,,stück fell gelegt, hernach , wann sie gesäubert,der sonnen Hitze gerieben. Der ehebruch wird bey ihw . xs Utode gestraft, und also eben so scharf als der diebstaw vaber ein mann so viel weider nehmen als er will,nach belieben wieder zurück schicken; das weib hat gssiMfreyheit ihren mann aufzugeben, darf aber künftigheurathen; so oft sich eine wittib von neuem verhcura^ he»sie sich ein glaich von einem finger abnehmen lassen. ^ .

achten auch gewisse verbotene grade, und strafen die»" p.,

de, so darwider handeln. Ihre spräche ist sehr st!t>a>»ss. ycE,geschrey der Welschen Hahnen gleich. Der älteste sohM.folute und einzige erbe, und bekommen feine brüder»'als er ihnen gutwillig cediren will ; die töchter abergar nichts, auch nicht einmal das sonst übliche hetE^E,zja wann eine mutier 2. töchter auf emmal gcbieret,eine kind entweder von stund an lebendig begraben /in eine Wildnis versteckt; kommen aber 2. knaben /die weit, so ist in dem Hause eine sonderbare freude /' hljsMjedoch mit ausschlieffung der weiber, eine köstliche »ss W.,halten. Die trauung der neuen eheleuthe geschiehet

de weise: Die männer machen einen kreis um den brg fi^die weiber aber um die braut; daraufkommet der dujeden besonders, benetzet seine Hand mit feinem hat" V sssssie also dreymal mit dem Wasser, welches sehr flc>N".^r>itMgerieben wird; auf diese anmuthige ceremonie th^chss^tulations - complimenten; die weiber machen sich .„ ylirde einige runde flecken in das angefleht, und vermew' M go ^rare schönheit zu präsentiren. Der mann bediene,^

F

niglich des stillen Müßiggangs, und lasset demruhe alle übrige arbetts -sorge auf dem halse; bey

raye «uc u^vcav-ivegc aus ocm yu>^ i d'''M

styet das weib besonders aufder erden, und >»»>! ssgen bauch so lange mit gedult abspeisen , bis der n>w Mgen gefüllet, da sie dann zu den reften greiften ca»^^jg,f,,, ys

gen leben sie friedfam mit" einander, sind auch aufuchund gntthätig sowol gegen sich unter einander,"«fremden; ihre natur und temperament ist sehr M