Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
249
JPEG-Download
 

h u s

Aug ?um, Komg von NeapoliS, das creutz predigen ließ,xA «niae ^I'öffentlich rksles darwider an, und ob sich-As/^en mit ihm öffentlich einliessen, konnten sieöeglpjt„ . ?! sondern Huß wurde von allem volck nachs.Ae», d°x ^""d .lhm beyfall gegeben. Ja die studenten fie-«'^bulle,,, ,^'ad!asi verkündigte, öffentlich an, zerrissen ihmN darauf^ verbrannten sie öffentlich. Die Prediger fien-vo„ vufden cantzeln wider ihn zu lehren, und alsqe,ek?° "nhnen öffentlich widersprochen, wurden sie^ vnd ihnen die köpfe abgeschlagen. Als nunein . eu, ka»/>^uch wider des Papsts gemalt zu lehren und zuscharfe?^ Aul. „^en Ertz -Bischoff von Prag

h^Aer vet, durch welches Huß in den bann gethan,fvu ^bvten ^ ,'enst ' so lange Huß in Prag seyn würde, ernst-2^?"d weil Der Ertz- Bischoff publicirte selbiges so-u„d? a eine öff?.?^ Huß nicht langer zu Prag getrauete,Kiaf^Ä sich FMlche appellation ein, zog von Prag weg ,Lxkt,° vetz aAMs land, da er sich einige zeit auf dem schlössesewk ^ begab und auch auf öffentlichem selbe predigte.

sicher jUich lu seinem Erb - Herrn, Nicolao von Hus-bAv»es xxm auch in schütz nahm. Indessen setzte der Papstv°ci,» le Loncw aus des Kaysers Siqismundi anstiften , dasH»ss5 'vurde. ,,uwLi Costnitz an, zu welchem auch Huß nsstschlbahi«'uud<2lgismundus gab einigen vom Adel befehl,b>är, ^ «n all? i- ^ngen. Als Huß hierauf nach Prag kam,b>vr '»Uneni ied^o , kirchen und klöster an, daß er bereit<Nif^ULeben. 'vfben von seiner bisherigen lehre rede und ant-IlchA Dttz, AtÄ^n es wollte sich niemand finden. Als hier-Joh^U' feinemhoo/u auss eine verfammlung derGeist-

eb ßg,vem voa^^fe hielt, schickte Huß seinen krosnrsrorem,u>g,id tz, dahin, daß er von ihnen vernähme,?^ei^beschaidi"ve, welcher ihn einiges irrthums oder einerUe lehre ^«„unte, derselbe sollte auftreten,

«bs deh Zisch/ffvertheldigen; allein derkrocurowri

Meldten ü A' Marschall abgewiesen. Er scri, stlba 'vren < Ria

oder einer, er wolltewurde vonEr schickte hier-

als selbiaer nebst andern Reichs - SlanvenJacobs eine verfammlung hiess , una°Al)sf i? lwttlben ein, worinn er bat, daß, wenn de tz

vicht?MS Mer irrthümmer überweisen konnte, er sichgMe/essern wollte unterrichten lassen, wußte er aorchn, würde er ibm sein zeugms nicht Verlagen,sch? ^choff antwortete: Er seines orts konnte ihnU^dM zeugen, nur dieses wäre sem rath , Lutz ssmeba^^ur^une loszumachen suchen. Hleraufschickte s-kz. w-nan den Bischoff Mcoaum von Nazarety, uno

M'Ue/Iv' daß, wenn e?ihn keines irrthums überfuhren

mK.erlhHw darüber ein öffentlich zeugnis ertheilen nwchte.lich^wm ^??? ein herrliches zeugnis, darin» er chu alsgclxjAchviiLum lobte. Als inzwischen Huß den Kayssr.

machte er sich nebst stemm kr°--u-

bbvck,>!?vu Duba , Johann von Chlum und Hen-l^skegAffe dnA'.e z.oct. an. 1414. auf den weg, da er zu-AesAzur tL^entlichen anschlag kund gemacht, auch sei-br?f,A? beständigkett in der von ihm gezeigtenI?' >As"e, kan, M nachdrücklich vermahnet. Überall woAl egAu spM das volck hauffen-weise zusammen, ihn zua»sm,Age>i, k n. Ausonderhelt wurde er zu NürnbergAn» Ag, und ^enn auch an die kirch - thüren öffent-einem Lnd antm^-Abot, von seiner bisherigen lehre ,eder-A>» d x vort zu geben. Wannenhero er auch einstena Albezto, Prediger zu St. Sebald,

das As von glaudens - fachen geredet, und vonnA'tz gg "«ß> Endn^MIt, es sey alles dem Catholischen^ denn langte er den z.nov. an. 1414- zuHu^vi A )ohgA ^s atwern tags 2. seiner?rocurLwrum,Ä vnffxMe audimka"I^um und Heinrich von Latzenbock,Au, AKayfernM suhlen, und selbigen berichteten, wielin-AnAAm keinA gleite angelanget wäre, dabey aberle^ErgmAwvrt«ab.^widerfahren möchte; weichenderde? Seschwt hsittx ' öaß, wenn er auch gleich seinen brudersens^-livk Aelch/z zugeben wollte, daß ihm einigesAs Hussen gantz sicher machte. Als indessendia^kAA^r, »vsswm seinen ansang nahm, traten Hus-Ex lu Ihg„A^tlich Johannes Stephanus Paletz,bA'A ss NichgAAue zu Prag war, N. Christiani, Pre-djAte» AAeu - P ° u, Alt - Prag, und Michael äs CaufiS,s 2 ?°AÄ. .vvn auf, übergaben einige lehr-/atze,bA' uyh und leben viel unanständige

terÄ-von härten Cardmäle gaben diesen allen gutesvmAnnemA Bischöff A.Atickul ssrr irrig; wie sie denn auchb°r »Esehi gMv^ ^ss August,»um vonTrideot, den Rit-^k;.^llA<ÄAannem Bürgermeister von Costnitz

^?A dL,llte. M von Chlum schickten, daß er Hnssenlh„x,A beA^kn lassen^? llffich Huß lieber vor dem Loncilialie A dq , u»d AA l'^ß er sich doch durch freundlichesda^ Johann von Chlum vor

MiUraft ^' des sichern^,-^lnen glaubens - artickul ve-^ a^'AedeteAn Muffe m l ^ ungeachtet, ein ketzer den-^lgMkt hätteAn die Cardin^,""" Huß dergestalt vor ihnen^ten. 'Fn , ^ iMdumle an, daß, weil sie viel von^aufnuch selbst darüber zu vernehmen" antwortete, daß er ebendarum se-

tz U s ^49

kommen wäre, damit er die calumnien, die seine Widersacher vonihm ausgestreuet hätten, von sich ablehnete. Hierauf giengendie Cardinale davon, und überliessen den Huß nebst dem Chlumder bereits darzu verorvneten wache. Chlum beschwerte sichzwar darüber, aber vergebens, indem Paletz und Michael äsCausis sagten: Nun haben wir dich m unserer gemalt,daraus sollt du nicht kommen, bis du den letzten Hellerbezahlest, und beyfügten : Sie wollten nun mn GOlteshulffe diesen ketzer bald verbrennen, aufden sie schon soviel geld gewendet hätten. Gegen abend wurde Chlumlosgelassen, Huß aber in eines L^nonin Haus gesanglich gefuh-ret. Chlum beschwerte sich zwar hierüber bey dem Papst, wel-cher sich desfalls entschuldigte, und alle schuld auf die Cardinä«le schob. Er schickte hierauf briefe an den Kayser Sigismun-dum, welcher sich auch die fache angelegen seyn ließ, und ver-langte , sie sollten Husten loslassen. Allein der Papst und dieCardinäle gaben zur antwort, man wäre den ketzern keinen glau-ben zu halten schuldig. Weil man aber Husten wegen den vie-len anwesenden Böhmen nicht trauete, wurde er den dec. indem Dominicaner - kloster in ein sehr garstiges gefängnis ge-morsten , worüber er erkranckte, jedoch durch hülste einiger ihmzugeschickten Neäicorum , nach wenigen Monaten wieder zu vo-riger gesundheit kam. Die Böhmischen vom Adel und anderelegten zwar viel verbitten bey dem Kayser ein, stellten auch demLoncilio selbst das harte tractament vor, und baten um einenfreyen arrest, konnten aber nichts erhalten. Inzwischen visilir-ten sie alle seine lachen, und suchten viel alte schristen, aussagenund dergleichen auf, daraus sie artickul machten, und sie denCommlstarien zu untersuchen gaben. Hierzu wurde nun Jo-hannes Gerson von Paris, welcher sich eben bey dem Lonciliobefand, nebst andern gebraucht, welcher aus Hussens schristen,vornemlich aus dem buch äs Le-slelia , 19. irrthümmer zog,welche er dem Lonsilio und dem Kayser ühergab, worzu seineWidersacher, äs Causis und Paletz, noch andere fügten. Die-se artickul wurden Husten zur Verantwortung zugeschickt, und ober gleich bat, ihm zu vergönnen, daß er solches vor dem gautzenLonsilio thun möchte, konnte er doch solches nicht erhalten,sondern muste seine antwort schriftlich einschicken. Weil er aberwegen des übet» gefängmsses und bisheriger vieler arbeit aber-mals erkranckte, wurde er endlich, auf seiner freunde verbitte,in das Minoriten - kloster gebracht, und daselbst einige tage ver-wahret. Als indessen Papst Johannes XXIII. sahe, daß er inseiner eigenen fache kein gut urtheil zu gewarten hatte, und sichdeshalben fort machte, überschickte er dem Kayser die schlüsselzu Hussens gefängnis, welcher solche dem Bischoff zu Costnitzzusandte. Dieser ließ Husten durch viel soldaten in fein jenseitdes Rheins gelegenes schloß Gottlieben bringen, allwo er in ei-nem tyurn sitzen muste, darin» er zwar bey tage herum gehenkonnte, aber des nachts hart geschloffen wurde. Hierauf ka-men die Cardlnäle den ;. jun. an. 1415- wiederum zusammen,des Vorhabens, Husten ohne wettere verhör zu verdammen ; al-lein weil der Kayser Sigismundus ihnen solches , als etwas un-btlliches , vorstellte, musten sie Husten zuvor anhören. Dawurden ihm nun die aus seinen schristen gezogene Puncten vor-gehalten ; wenn sich aber Huß verantworten wollte, und dar-vey auf die Bibel bezog, schryen sie alle zugleich, das thue nichtszur fache, und machten einen grausamen tumult, also daß Hußendlich gar stille schwieg. Hierauf wurde er den 7. inn. vor dasgantze Loncilium gefordert, und allda über einige Puncten, wel-che man von ihm vorlegte, verhöret, die er theils für die steini-gen nicht annahm , theils aber aus heiliger Schrift zu beweisensuchte. Endlich wurde er den folgenden tag, nemlich den 8. jun.noch einmal vor das Lonsilium gefordert, ihm 19. artickul vor-gelesen , und seine antwort darüber verhöret. Als er nun die-jenigen , so er annahm, aus der Schrift beweisen wollte, wur-de ihm bald widersprochen , und er nur ausgelacht, mit demvermelden, daß schon das gegentheil durch erleuchtete mannerwäre dargethan worden; weil er auch des Papsts und der Car-dinale gewalt so sehr vernichtet, konnte er um so viel wenigereinen gütigen Richter erwarten. Sie unterliessen indessen nichts,um ihn wieder an sich zu ziehen, kamen häufig zu ihm ins ge-fängnis , und ermähnten ihn, seine irrthümmer abzuschwören,versprachen ihm grosse amter, und was er sonst verlangte, dro-heten ihm im gegentheil mit allen ersinnlichen strafen, allein eswar alles umsonst. Als nun die Cardinale sahen, daß bey ihmnichts auszurichten war, so wurde endlich das blut - urtheilüber ihn gefastet, und er den 6 . jul. an. 14^'- tn die Haupt,kirche zu Costnitz gebracht, da der Kayser mit allen Cardinälen,Bischöffen und der übrigen Clerisey nebst einer grossen mengevolcks war. Nachdem sie messe gehalren harten, wurde durchden Bischoff von Conrordien abgelesen, daß alle anwesende sichstille halten sollten, bey strafe des bannes. Der Bischoff von Lon«den hielt eine predigt über Röm. VI. daß der stündliche leibaufhöre, welches er aus dem Arrstotele ausführte, und denKayser dadurch rechte, Husten zu verbrennen. Darauf las derkrocurstor des Lonoilii die artickul Wider ihn ab, fügte auchnoch bey, es wolle verlauten, Huß habe sich vor die vierte Per-son in der Gottheit ausgegeben, und was dergleichen mehr war«Indessen lag Huß auffemen kmen, und befahl sich Göttlichergnade. Als er aber sahe, daß er wol sem todes - urtheil empfan-gen würbe, wandte ersieh zu dem Kayser Sigismundo, fra-gend : ob dieses das sichere geleit gehalten hiesse? worüber derKayser soll erröthrt seyn. Endlich wurde durch den Bischoff von

Concor-