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als der schon vorher für ihn geneigt war. Er,gab ihm deswe-gen das geld, so er von dem Califen ihn zu tödten empfangenhatte / und rieche ihm sich aufdas schleunigste, und so geheimer immer könnte, flüchtig zu machen, und gab ihm zu verste-hen , daß er dem orakel, welches Hakami ausgesprochen , gäntz-iichen glauben zustelle, welches also lautet: Liebe beständigden Äli und sein geschlecht, dieweil es die andern soweit übertrift, daß der schlimmste unter denselben bes-ser ist, als der beste aus andern stammen, und derje-nige unter den Aliden , welcher von ihnen an lügend-er grosse ist, übertrift auch die enge! sechsten. Indes-sen verriethe das weibs-bild, so Jacob vom Hofe zur ehe bekom-men , Jacob in diesem allen , und der Calife, welcher von derflucht des gefangenen berichtet worden, ließ ihm nachsetzen,nahm ihn gefangen , und schloß ihn wohl verwahret in seinempaüaste ein. Etwas zeit hernach ließ der Calife den Jacob zu sichberusten, und fragte ihn, was er mit ostbemeldtem verwandtendes Ali gemachet hätte. Jacob antwortete, daß er des Fürstenbefehl vollzogen, und schwur bey dem Haupte und dem lebendes Califen sechsten, daß er denselben getödtet hätte. Hieraufward der Calife erbittert, und ließ, Jacob seines falschenschwurs zu überzeugen , den Alidischen verwandten herbringen.Jacob wurde darüber bestürtzt und sprachlos , und in das ge.fängnis gebracht, wo er nach einem sehr Übeln tractamenteendlich sein leben elendiglich beschliessen mnste. O'Le^e/ar,bibl. Orient.
* Jacob, der söhn Sakit, ist von den Musnkmännern jeder-zeit für einen der gelehrtesten leuthe gehalten worden , welchenArabien, sonderlich die sprachen und wohlredenheit betreffend,Herfür gebracht hat. Er lebte unter der regierung Motavakkels,des zehenden Califen der Abbaßiden, und war der secte Aii sehrzugethan, welche von diesem Califen aufdas äusserste verfolgetwürde. In dem 244. fahre der Hegira ließ Motavakkel ihnfür sich kommen, und befragte ihn, welchen er von seinenPrintzen höher hielte? den Printz Motaz, oder Moviad ? oderdie zwey kinder Ali, den Hassan und Hussain? Dieser voäkorbeantwortete diese frage freimüthig, und sprach: wahrlich,Canbar, der freigelassene Alt, war nach meiner Mei-nung besser als ihr und alle euere kinder zusammen ge-nommcn. Der Calife entrüstete sich über diese verächtliche ant-wort dermaßen, baß er ihn sobald fassen liesse, und ihm diezunge von hinten her aus dem halse zu reisten befähle, wel-ches grausame urtheil auch an ihm ist vollzogen, und Jacobalso jämmerlich um das leben gebracht worden. ,
hibl. Orient.
Iacobacius, (Dominicus) ein Cardinal und Bischofs vonLuceria. Er war Christophen söhn, gebürtig von Rom, undwurde in den Canonischen Rechten wie auch in der Theologiewohl unterrichtet, worinn er dergestalt zunahm, daß er von demPapst Sixto IV. Jnnocentio VIII. Alexandra VI. Julio II. undLeone X. in den wichtigsten Verrichtungen des stuhls zu Romkonnte gebrauchet werden. Dieser letztere machte ihn den r.jul.an. 1517. zum Cardinal, als er 74. jähr alt war. Er hatte schondas Bißthum Luceria, als er noch das zu Massano und Gros-sem erhielt, und starb den 2. jul. an. 1527. oder wie andere wol-len, im ian. an. 1528. Seines bruders söhn Christoph Jaco-bacius, Bischofs zu Massano, erlangte auch die Cardinals-wür-de von Paulo III. an. i§;6. auf Caroli V. anhalten, und starban. 1540. , bist. ciö8 Osräin. LoAevr».
KorsF. in ßasob. *
Jacobäa, siehe Iacobina.
Jacobäus, (OligcriuS) ward an. 165». in der halb-insulJulland zu Arhusen, wo sein vatter Bischofs war, gebohren.Nach desselben tobe schickte ihn seine mutter, eine tochter des be-rühmten Casparis Bartholini, nach Coppenhagen, von dar erseine reise noch Franckreich, Engelland, Teutschland und Ita-lien antrat. Nach seiner Wiederkunft ward er an. 1679. kro-kellst NeäiciliX und kliiloloplii-V zu Coppenhagen, und an.1698. machte ihn der König zu seinem Justitzien-Rath. DerVerlust seiner ehefrau, einer tochter Caspar Bartholini, dener an. 1698. erfahren muste, rührte ihn so sehr, daß er in einetödtliche Melancholie verfiel, und ob er sich schon, um derselbenübzuhelffen, anderwärts verheurathete, vermehrte sich doch diekranckheit immer mehr, die ihn auch im 51. jähre seines altershinweg nahm. Seine schrillen sind : äs llanis llillertat. Lom-peitäimn Inllit. üleä. äs ll-mis <L kacerris villert. IllusteumLegimn, und andere. /cveAtN ,
ock. 1702. p. 28;.
Iacobellus, ist einer von den vornehmsten anhänqern desJohannis Huß gewesen. Er wird auch sonst Jacobus MIerüisoder äs Miza genennet, nicht wie einige dafür halten, weil eraus der stadt Meisten, sondern weil er aus der stadt Mysen inBöhmen gebürtig gewesen. Er wird aber nicht allein von sei-nen feinden, sondern auch von seinen freunden Iacobellus oderder kleine Jacob genennet, daß also nicht zn vermuthen, als oballe, die ihm diesen nahmen gegeben, solches zu seiner beschim-pfung oder Verspottung gethan. Und ist bekannt, baß dergleichenvon eines jeden leibsgestalt hergenommene benennungen zu sel-biger zeit gar üblich gewesen seyen, und niemanden für eineschände geachtet worden. Dieser mann war Pfarrherr in derPragischen kirche zu St. Michaelis. Man will sonst vorgeben,daß er der erste gewesen, der die lehre, -aß man das heilige
Abendmahl unter beyderley gestalt administriren sollst OeiüB.rum hervor gebracht, und daß Petrus vresäeissrs,
Johannes Huß, solches von ihm angenommen, ^
unter den Gelehrten noch gar sehr darüber disputirelist doch die fache in heraüsgebung des CostantziscM Wdurch Herrn von der Hardt klar genug gemacht worden-der Baselischen bibliotheck wird eine von diesem wanntigte beschreibung des leidens Johann Hustens aufn^FH/E,. , hilt. Lohew- W-
Böhmische chronick. , armalib. erbis WlttiSK
«r Meißnische chronick. Kitt. ecclet.
Von der Aardt, süa Loncilii LcmKaat. al
ketro Oresäenli, Lc. * M
* Jacobi, (Adam Christoph) ein ßurssconsul^'pMGräbern-Zscheyla, Niederfehra rc. Chnr - SächsiE,M-^tions-und ältester Oder-Consistorial-Rath, wie auch S»aäieus zu Dreßden, von Gundorff im Stifte Mersebuw' z!><l>sein vatter und groß-vatter Prediger gewesen, war anO°M>B7. nov. gebohren, studirte zu Leipzig, ward hierauf §ber zu Dreßden, und machte sich bey j-ederman durch hFschicklichkeit, bescheidenheit und sreundlichkeit beliebt. ^ein ungemein gedächlnis, daher ihm alte und neuern^ Fer nur einmal gefastet, gleichsam gegenwärtig war<wußte er selbiges bey den geschässten, die er vorhatte, 'zusammen zu halten, daß er eine fache, so wichtig sie NU Malsobald ausarbeiten, und ins concept bringen , -am"tende parteyen hören, sie entscheiden, oder was
genau anmercken, darüber sein juäicium geben, unddennoch mit dem cvncipiren meistens ohne alle liturkonnte. Er besaß auch eine ungemeine känntnis von "ÄEund dabey eine auserlesene bibliotheck, wurde an.
Herr zu Dreßden, und an. 1668. üävosaws kE- "Churfurstlichen Appellations-Gerichte, proniovirte an-' '
Wittenberg in voüorem, und ward üllellor im Oderüorio, an. 167;. Appeüations-Rath, und an. r/77^l,M^vnäiens in Dreßden. Nachgehends brauchte ihnJohann Georg III. zu geheimen Staats-astairen; er sB'nige visputLriones, starb endlich in Leipzig, da er co .sohnes, Dr. Christian Benjamin Jacobi, Hochzeit -ev' Bunvermuthet au einem schlagsiusse an. 1689. den i4-hinterließ 1;. kinder. Carpzov , grünende gebeine- F
* Jacobi, (Anna Eva) eine begeisterte ftau MZ
bürg, ward sonst nur Schinder-Anne genennet , ,
ter mann, der sie an. 1686. heurathete, dergleichen .^>0zugethan war. Sie hatte sehr seltsame gesichtet, ss» ^erscheinungen, so sie vorgab; absonderlich soll siegemeiner und geschwitzet haben, dahero sie einige dieyerin nennen. Schellw. Piet. sectir. k. II. x. 228-dieses weib nicht mit der Barbara Jacobaa verE
an. 1685. in der stadt Hartem durch ihre phantastnwzeyungen und betrüglichen blendwercke allerhand teuikegle. va» Öa/e, äe äivinar. ic>. x. 6;4-
* Jacobi, (Joh.) studirte zu Helmstädt und ^
ward klülolophi-L ülaMer, und an. 1679. ürcnw .
Oschatz, und starb an. 1706. Er hat folgende erbau"
ten hinterlassen: GOtt und genug, Torgau 1680- ,.
1706.1729. in i2. Sonntags-Lust; vom Aberglauc v,,-.^Sünden-schlaf versäumte Bnß-Zeit, Dreßden r687- . --
den Rechts-Processen, Eisenberg 1704. in 12.. vevWiedergeburt und Erneuerung, Leipzig 1702. u> *2-res Gerichte,unwürdiger Communicanten; WarnulM ^Aunseligen spotterey, Dreßden 1700. in 12. Kur,E ozcü.,,.nung der Christlichen Lehre, ihiä. 1687.1692-unterschiedener ausfluchte und entschuldigungen ^mitische hertzen, als mit nichtigen feigen-blättern 1'A^lAsamt derselben,beantwortung, bey Balth. KöMScbetieil angehänget, Franckfurt 1691. in 12. »4Nachrichten, 1727. x. 752. ^ k
* Iacobi , (Joh. Balth.) ein ürebiäiaconu? veo ^ r
kirche St. Johannis in Magdeburg, ist zuden 19. iul. gebohren, hat auch daselbst und zudiret, und sich nachgehends durch lesen, dispwst-^gs ^M8pceimina Oracoria hervor gethan, worauf er U j!,.ja,abends-Prediger an der St. Nicolai-kirche in Lcw^
hends zu Erfurt viaconu« an der Kausmanns-kaco ^krokellor kogiees und lVlathemawm am Eva»ge>V7" jUß WI-o und Ellor bey der philosophischen Faeu»ssch pM ^FLibliotbecarius des ülinilierii worden , bis er euoUAjj j,> sdeburg kommen, und daselbst an. 170z. den ch'stch-rckst; öHochachtung gestorben. Er hat verschiedene leE ^distertationen , als : äs Llemenkia; Viitute 10 ? ^ 1,08eÄa ^LLobitarum; äs Nakrs üntiockens,le1Ü8 in üuvimn prLcipitsnts servanä-L puäicitlElogema ÜLaäemicum super I'rov. XXXI. 6-
* Jacobi, (Joh. Nicol.) 8.8. rkooloN-^Aie-Lsäund Superintendent, wie auch Dom-Prediger s ^c.bohren zu Lansa bey Dreßden an. räzp. den 2''vatter, Nicolaus, ;8. jahr Psarrer war, ^bcheE«-Pforte und zu Wittenberg, da er sich sehr elmd v.^ B EWeil seine eitern durch den krieg von allem verw ^pcl>'warm, riethm ihm viele, er sollte ein schrew"