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^lgep^in bruder, Johannes Baptist«, hat das gesthkcht"smm. k. IV.
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x!^i>ü/iv, 0 M 8 , waren bey den Römern die knechte, welche
< 1 ? äirjg , und sich mehrentheils nebst einem Hunde inb^le„l>x„ Manche waren an eine kette gelegt, andere
zutra,^!^d herum, nachdem man ihnen etwas gutes oderspenden Ihre Verdichtung war, daß sie auf die aus-und»»» l>sie,i.gaben, und , die nicht hinein sollten, abwei-k Wndx,'^gleichen das feuer, so in dem mrio den I--iribu8>y"'che hau-» °' auf einem kleinen altar stets zu unterhalten,lik» ' Op °!amcriLL 8 , welches mehrentheils alte WeiberI'k- ir, äs isnuis vst. L. 16. ?sp»r«, äs opsris
> Ub. VLLLLXXVI. VLLLLXXVII.
Ä "atznie , sind des Türckischen Kaysers soldaten zu fuß.ei»« ' ein Ä"nt her von leZni , welches neu heisset, und-k??er sg,Mat, woraus ßsZnitcberl gemacht worden, soU heisset, und von uns Janitfcharen ausgefpro-si,^ reiten bestund diese militz allein aus Christen-Ar lieben armen eltern an statt des LiirLLli oder tributslkd' dix j^ °urde,l, welchen der Groß-Sultan von allen Chri-fanden der gewissens-freyhert geniessen woll-bxz M »efa,,!,?oer es waren auch solche, die man von dender- trik".Weggeführet. Anjetzo aber ist die gewohnheitandxr,ssUts abgeschaffet, ausgenommen inMingrelien„j",°"en gegen dem Schwachen Meere zu, wo man«kD» jsi'chl an gelde bezahlen kan. Die anzahl Vieler Ja-,aial grösser als das andere, nachdem die Tür-hk Sechen oder nicht. Vor diesem war sie bis aufa^aunmet; vor etlichen jähren aber ist sie bey na-b>Ekt, gewesen. Allein jetzo ist diese anzahl sehrlV""gix.v"»wir auch gleich alle diejenigen darzu rechnen,'kt^nilsch^n stchxn von dem Kiaja und Servers, oder vonAga, damit sie von andern leuthen gefürch-trey von tribut seyn mögen, oder um anderera»ffx/^"auffen. Ihr sold ist des taaes von 2. bis 12.ihres p ^ klul'mmi, welcher ihnen jährlich an dem er-Akr oder fasten - zeit gegeben wird. Der be-
- ' oder was die Janitfcharen noch ausserordent-»r^cha eichen, vermehret ihren sold um etliche wenige"'"haben sie die Versicherung, daß ihnen ihrss Ov,Mern rieben werden muß , wenn sie auch gleich lahm» 'i>li»^»»d a^gs-diensten untüchtig werden sollten , weilMenschen Aüus oder solche soldaten sind, deren sold auf7 >b„h' >»jh" l'cherstrecket. Zu Constantinopel sind sie ver-,7» ,j^vvr a,,'" oder gemeinen zimmer zu logiren. Es^r, i^sinitscharen zu Constantinopel iüo. derglei-^l»an^trast °"nn sie logiren müssen, oder widrigenfalls«>» n^^ben. Diese zimmer haben bisweilen 2. bisstuL "?Sdem es die zeit mit sich bringet. Zu ei-L"b»>dsi->hzs f o Muffen sie sich in ihre kammern begeben, wor-Gouverneur jedes zimmers, oder in des-N »)°E^l,fx. oder koch, die abwesenden bemercken,
, wenn sie nicht urlaub gehabt, oderId-E/gll gn^^" können, daß sie durch einen ausseror-^ ^ Zur Zurückkauft gehindert worden. Ein jeder^ den »-^ns - zeit in die gemeine buchst seiner kam-A» gh°°» cuiem schätz der Ianitscharen anderthalb
?. zu , was er an sold emvfänget, in kriegs-dü>? die ^ lchuh Davor hat er in seiner kammer einen
sir M?" feiner 6. lang ist , zu seiner Matratze, und
L »»x 5s' stück Mags - und abend - Mahlzeit eine fchüsselD ch,tz,^s° kan „Ropsen - fleisch, brodt und wasser zu genies->n ' l hÄistein a rtwas von seiner befolbnng hinlegen.»>Ser oder langer rock mit knrtzen er-
s'w- V Umqs,rf/.Eten des leides mit einem coull-rL oderllüideue^ so mit vielen färben gestreifet, undb„!A» hAfN six eitie pUnd silberne fransen hat. Über ihren clo-untsv ^' °der blaue weste, die fast ein solchs ^>rWe ei,, "^re campagne - rocke. An statt eines tur-einiget, oder seid - kappe, so auf beyden schul-röhre vÄ' ?°^n fest - tagen zieren sie ihren r-irco-' langer federn, so an das vordere theil
«drr'Al >n der hs^' In Constantinopel haben sie seltenIhre einen langen stecken ober ein In-
Ihre Li.I^ einen langen stecken oder ein In-c , wvrb-n ^' Waffen aber sind ein säbel und röhre» rxssN 0 «) sie auch eine pulver - oder patron-tasche^."dken
einem ledernen riemen hängen haben." s"'s m^'Mgen sie lunte zu wickeln. In Asien ge-
d!'^ei« ° Nwnqei'U" ne lunte zu wickeln. In Asien ge-?>>U,^e»,"sch Lvlm Pulvers bogen und pfeile, und ha-
de?!fl!)nen r„^rsser bey sich, womit sie denjeni-D^ üref^A^lder sind. Diese bogen und pfeileN^^iischaren Unter - General-SchatzmeisterM- ^k»nÄ' daß pflegen selten zu heurathen, weilA>e» ^dvG s'als xs, Schlichter nicht so hertzhafft und ta-suchet sie ys^U)er, der aüeine vor sich zu sorgenl^^'SUn^iete» fM?bsche mehr darzu an, als daß esÜ , st thun Denn wenn sie es mit ihrer Offl-sdne dg -7 gdoefen sie Nicht in den gemeinen kam-ab- °der Kn alle freytage erscheinen , und sich ih-Ä ^ Schatzmeister zeigen müssen,^ stney ^ verlustig seyn. Wenn sie ein kmd
0 Raystr des tages über etliche wenige
afpers mehr geben. Ametzo sind sie nicht mehr in so grossem an-sehen , als vor diesem. Gestalt sie in solcher authoritat stunden,daß sie an. 1648. den Kaystr Ibrahim absetzten, und ihn in demcastell der sieben thürne strangulirten. Allein nach der zeit habendie Groß-Vcziers, um sowol ihrer Principalen als ihre eigeneauthorität zu erhalten , sie zu demüthigen sich beflissen , indemsie die verwegensten unter ihnen bey der belagerung der insulCandia aufopferten, und denen andern zu heurathen, oder ei-nige handthierung zu treiben, wider ihre alte gewohnheit unddisciplin, vergönneten; so daß ihr corpo anjetzo meist aus fau-len und »«erfahrnen leuthen bestehet. Nichts destoweniger wa-ren sie doch an. 1687. so kühne, daß sie sich zu den Spahies schlu-gen , und Mahomet den IV. von dem throne herab stürtzetcm,seinen bruder aber Solymann den III. zum Kayser machen hal-fen. Binnen welchen trvublen sie auch die vornehmsten bedien-ten des Reichs darnieder machten, die reichsten dürger plünder-ten, und einen theil der stadt verbrannten. , äs I'Lmxi-re Ottomsn.
Janitfcharen»Aga, ist der General über das gantze corpoder Ianitscharen, der oberste unter allen Agas oder Officierernder Türckischen infanterie. Der nähme kömmet her von demTürckischen worte äxs, ein Meister, Herr, oder ftab, welchesdas commando - zeichen ist, so dieser Aga an außerordentlichentagen in der Hand hak. Dieser General wurde vor zelten ausden Ianitscharen erwehlet; allein, weil man verspürte, daß die-ses bey den andern allezeit viel Verdruß erweckte, so erwehlet ihnder Sultan anjetzo aus den Azomoglans seines Seragliv. Erbekommt eine ziemliche zage, und wird öfters von dem Sultanbeschencket, sonderlich wenn sich die Ianitscharen tapfer gehal-ten haben. Desgleichen bekommt er auch viel geschencke von sol-chen , welche sich um kriegs - dienste bewerben, oder nur den ti»tul der Ianitscharen suchen, um sich dadurch ein ansehen in ih-rem heimath zu machen, und von dem tribut frey zu seyn.Wann er durch Constantinopel gehet, begleitet ihn allezeit einegrosse menge von Ianitscharen, sonderlich bey empörungen, wiean. 1687. geschahe. Denn bey dergleichen gelegenheit fordernsie chre gage, oder begehren sie vermehret zu haben, oder plün-dern die stadt, wie sie an vielen örtern in dem Türckischen Rei-che gethan haben, und ermorden alle, die sich ihnen widerse-tzen. Wenn dieser Aga eine empörung stillen will, so nimmt er;c>. oder 40. Nungis oder Ianitscharen -Officierer, nebst 5. oder600. mann, von dergleichen militz mit sich, um der schuldigensich zu bemächtigen, und sie in das gefängnis zu führen. Je-doch ist der Aga nebst den Officierern öfters von der militz ver-lassen worden, welche sich zu den rebelten geschlagen, und mitdenselbigen die beute getheilet. Der Ianitscharen leben stehetgantz und gar in des Ianitscharen - Aga gemalt. Jedoch wer-den sie allezeit bey der nacht hingerichtet, damit nicht etwan ih-re cameraden, um sie zu erlösen, einen aufstand machen mögen.Die kslLLL oder die strafe des prügeln auf die fußsohlen ist nuraufdie geringen verbrechen gesetzet. Wenn sie aber den tod ver-dienet haben, so lässet sie der Aga stranguliren, oder in einensack nehen, und in einen see schmeißen. Wenn der Ianitscha-ren - Aga stirbt, so fällt alles das sernige der Ianitscharen 6lco,UNd Nichts dem Sultan zu. li/e'MvrVe,
Janizari, ist ein Asiatisches vorgebürge in der gegend , wosich die meer - enge von Gallipoli oder der Dardanellen ansän-get , so vor zeiten kromomorium 8igLum genannt wurde. Esist darbey ein dorfmit nahmen Trojaki oder klein Troja, so vonden Griechischen Christen bewohnet wird. Die Türcken nennenselbiges 6iaour läoi, ein dorfder ungläubigen, wie sie denn al-le örter so heissen, wo keine mosqueen sind, und den nahmen6isour8 allen Christen geben. Diejenigen, so dahin gereiset,habe» allda lebens - mittet um einen sehr wohlfeilen preis ange-troffen , als junge hüner, eyer, rebhüner, reis , butter undvortrefltch obst. Ohngefehr eine meile davon findet man gutenmuscateller - wein, aus der insul Tenedvs, den eymer vor ohn«'gefehr ;c>. groschen. Man kan auf diesem vorgebürge die gantzeschöne gegend um Troja nebst den flüssen Tanthus oder Scäman-der und Simois sehen, welche beyderseits von dem berühmtenberge Jda, so 2. Meilen von dem grossen Troja entfernet, her-ab kommen. Diese zwey in der Historie so berühmte flüsse sindnicht breiter, als etwan der Gobelinen - fluß zu Paris. Ja imsommer sind sie bisweilen gar ausgetrocknet. Unter dem altenTroja kommen sie zusammen, lausten daselbst unter einer höl-tzernen brücke, so von steinernen Pfeilern getragen wird, und er-gießen sich ohngefehr bey einer halben meile jenseit des vorgebür,ges Janizari, nahe bey dem castell Asia, in die meer - enge.
, voz'age äs Lonü-mtinople.
Janna oder Iannina, eine an den grentzen von Epiro, na-he bey dem berge Pindus, in der Griechischen landfchafft Thestfalten gelegenostadt, welche ziemlich groß und wohl bewohnt ist.Gantz Thessalien wird bisweilen von ihr Janna oder Ianninagenennet.
Jannes und Iambres, sind die nahmen, welche der ApostelPaulus zweyen Personen giebt, biedern Moses widerstanden;und mit welchen die Jüden auch von sehr langer zeit her die zau-berer des Egyptischen Konrgs Pharao benennet haben. Die Ge-lehrten haben verschiedene gedancken darüber, ob diese nahmenaus der EgYPtischm oder Ebrarschen spräche müssen hergeleitetwerden. Dann daß ernrge sonderlich aus dem letzten haben Am-brosius machen wollen, ist sehr alber und lächerlich. So sind sie
auch