auch hierüber nicht einig, woher selbige der Apostel genommen.Einige meynen, sie wären in einem damals besindlichen buchevorhanden gewesen. Andere glauben, daß ihm selbige durchdie tradition bekannt worden, welche er aber nach der ihm bey-wohnenden gaabe des heiligen Geistes von andern falschen tradi-tionell habe unterscheiden können. Wiederum andere halten da-für , daß dem Apostel mehrgedachte nahmen Jannes und Jam-bres durch eine besondere göttliche offenbarung bekannt gemachtworden. Wovon die zweyte meynung am meisten Wahrschein-lichkeit hat/ da auch so gar Plinius des Jannes / als eines be-rühmten zauberers Meldung thut / und selbigen neben Mosensetzet. ?/r». IIk>. XXX. L. i. I.ex. IHmucl. p. 4;. legg.
, in snnotst. scl Xtim. XII. 1. A 2. TU. III. 8-oblerv. in gureclam 88. locs, c. 15. /.eo , cls
enZsstrim^cho , c. 20. , in clubÜ8 vexsv. *
, ist eine art von Päpstlichen Cantzley - bedien-test/ denen obliegt / die Päpstlichen bullen zu übersehen und zuändern. Man nennet sie auch ksrüLip-intLs, weil ihnen ihreeinkünfte auf die annaten und andere ausfertigungen der Päpst-lichen Cantzeley angewiesen sind.
Ianoez, (Bartholomäns) ein Spanier / lebte zur zeit desPapsts Urdani v. und schrieb ein buch, worinn diese;. irrthüm-mer enthalten waren, nemlich , daß der Wider - Christ nochin eben demselbigen iahre, da er dasselbe buch schrieb, nemlichan. n6o. und zwar an dem Pfingst - tage kommen würde; daßalle erwachsene gläubige würden verführt werden ohne einigeHoffnung der bekehrung; und daß hingegen alle von dem Wi-der - Christ verführte Juden, Heyden und Mahometaner sichbekehren würden. Der Ertz - Bischofs von Toledo ließ diesesbuch verbrennen, und der snäkor widerrief endlich seine irrthüm-mer. Llrovr«, , sä snnum iz;y. n. y. ,
ibiä. n. 4.
Ianousky von Janowiz, eine adeliche familie in Böhmen,deren stamm - schloß gleiches nahmens in dem Czaslauer- kreise,eine meile von Kuttenberg gelegen. In dem XVI. üeculo hatsich eine linie davon in dem Hertzogthum Würtemberg nieder-gelassen , und daselbst das Erb - Scheuchen - amt erhalten. An.1562. starb Wilhelmus Janousky, beygenannt der Böhme,Würtembergischer General - Feld-Zeugmeister und Hauptmannzu Aschberg, ein vatter Hermanns, der an. 1589. Fürstlich-Würtembergischer Hof-Marschall gewesen. Dieses letzten en-ckel, Friedrich Ludwig, Würtembergischer Rath, Ober - Amt-mann zu Brackenheim und virsäkor der Schwäbischen Ritter-schasst am Kocher, lebte noch an. 1670, L»n/r»r stemmst.
r. 1.
* Jansenisten, sind gewisse leuthe in der Römisch - Catho-lischen kirche, welche in einigen Puncten des glaubens von der-selbigen abgehen. Sie haben ihren nahmen von Cornelio Jan-senio, dem Bischofs zu Ypern, von welchem an. 1640. da erschon gestorben war, ein buch , unter dem titul : stugustmub,heraus gekommen. In diesem wird die lehre des heiligen Au-gustini von der natürlichen Verderbnis des menschen, und vonder art und trafst der göttlichen gnade, vorgestellet, und meh-rentheils mit gedachten Kirchen - Lehrers eigenen Worten erklä-ret. Denn der Verfasser wollte nicht vortragen, was von dieserlehre zu halten, sondern nur was Augustini meynung gewesensey. Da aber die Jesuiten schon vor einiger zeit unternommenhatten, des Lubovici Molinä lehre zu behaupten, wovon anseinem orte nachzulesen; die lehre Augustini aber, sowol alsdes Thomä, welche sonst insgemein in der Catholischen kirchegut geheißen worden, jener gantz zuwider ist; so wurde Jan-senii werck als eine Widerlegung der Violinisten, und insge-mein der Jesuiten angesehen, und muste ihnen deswegen hef-tig mißfallen. Sie fiengen auch sogleich an, nicht allein inschriften solches anzngreissen, sondern erhielten auch bey demPapst Urbano VIII. daß abgedachtes buch an. 1641. von derInquisition zu lesen verboten , und in dem folgenden jähr einebulle ausgegeben wurde, dadurch einige schon lang verdamm-te irrthümmer darinn bemerckt wurden. Hierwider setzten sichaber nicht allein die Lehrer der Academie zu Löven, sondernauch die übrige anhänger Augustini, deren in den Niederlan-den eine grosse menge war, daraus ein grosser streit entstanden.Dieser kam bald weiter, und ward auch in Franckreich erreget,da der bekannte Johannes <lu Vergier äs Havranne, Abt vonSt. Cyran, viele leuthe mit liebe zu der lehre Augustini einge-nommen hatte. Jedoch schlug sich der gröste theil der Lehrergedachten Reichs auf die feite der Jesuiten. Unter den Janse-nisten aber waren viel furtrefllche und gelehrte männer, darun-ter insonderheit diejenige zu mercken, die man insgemein dieHerren von Port - Noyal nennet, als Antonius Arnanld, Pe-ter Nicole, Blasius Pascal, Paschasius Quesnel, und ande-re. Zu diesen schlugen sich diejenige Personen, welche nichtverdauen konnten, daß insgemein die gottseligkeit nur alleinin der bricht, in dem öfter» gebrauch des heiligen Abendmahls,und in andern äußerlichen Verrichtungen gesetzet wurde. Diesealle trachteten sich so gut möglich wider ihr gegentheil zu beschü-tzen. Da sie des gemeinen volcks gunst mehrcntheils besassen;suchten sie sich auch bey andern beliebt zu machen. Endlich nah-men sie ihre zuflucht zu den wunderwercken. Sie fiengen schonan. i6;6. an einen dorn aus der crone JEsu Christi auszuwei-sen , und vorzugeben, daß verschiedene krancke dadurch gesundgemacht worden. Es sollen auch einige Jansenisten, als Ques-
nel, Levier, Desangins , Tournus rc. durch ihreund fürbitte dergleichen lenthen oft geholffen haben, h^peist, was noch an. 1725. den ;i. may einer gewissen w" Ason, äe Is Fosse genannt, geschehen seyn soll, weitti äEnem blut - flusse durch anruffung der Hostie, welche e>Mischer Priester vorbey trug , befreyet worden.wurde das grab Gerhardt Rousse, und an. 171^ris berühmt wegen ausgegebenen wunderwerckem i>".wurden fünf sogenannte Präpositionen , oder ausip W.
lehren, aus Jansenii buch ausgezogen , und von , W
Jnnocentio X. den ;i. may an. 16;;. durch eine ^ ^als ketzerisch, theils als gottlos verworffen. D,a.gser bulle nicht ausdrücklich gesagt wurde, daß dientionen in eben diesem verstände durch Jansenrumworden, behalfen sich die Jansenisten anfangs «im ^ Mflucht. Ihre gegner ruheten auch nicht eher ,2 bebS»
der VII. den 16. oct. an. 1656. durch eine neue
hatte, daß diese 5. Präpositionenwahrhafftigdem verstände, in welchem sie sind verdammt e>>^geschrieben seyen. Hiezu kam an. 1665. das Mieyds, welches eben dieser Papst in Franckreich My,JA
von allen, welche einige stelle in der kirche habenunterschrieben werden. Dieses mißfiele nicht allen'^nisten, sondern auch andern von der Französischene sagten anfänglich, man müsse einen unterscheid 'schen den dingen, fd man re8 kskki, und denen, ' jyD ^juris nennet. In den erster» könne die kirche irren'heil wenn sie ausser einem LoncUio urtheile. U aistÄ»'mit einigem vorbehält unterschreiben, oder aufeim DAse sich auswickeln. Allein es half alles uichts.terschreiben wollte, muste ins elend oder ins gefa»^« ^Endlich wurde die Unterschrift doch einiger Massen Sdem durch Clementem IX. an. 1669. zugelassen w»e „jet ^striction zu unterschreiben. Den anlas dazuschösse, vonAleth, Beauvais, Angers, und Woche nicht anders unterschreiben wollten. Da sich" «oi> ^ ^
re Bischöfft, auch die Printzeßin Anna Genevievc
bon, Hertzogin von Longueville , dieser annahim'
Papst solches geschehen lassen. Dieser friede Clenmer pflegt genennet zu werden , währete nur blsanfieng durch ein Königliches edict zu wancken, d'" >" F
nach dem tobe gedachter Printzeßin völlig auMY o!>a, ^Die Jansenisten musten entweder zum creutz kriemcland räuinen. Antonius Arnaulb, welcher als o» Vser secte angesehen wird, muste in die Niederlage ° ^allwo er nebst einigen andern durch seinehungen es dahin gebracht hat, daß die gantzeche in den Niederlanden sich auf der Jansemste.Ae 2 >>>det. Die Jansenisten gehen aber nicht nur m dtt' rv § Un-gnade GOttes ab von der Catholischen kirche, if« sieverschiedenen theilen der Sitten-lehre , darum ',hends mehrern eifer, insonderheit aber auchmann die erlaubnis, die Bibel in seiner mutter fsen, fordern. Da sie aber in gewissen stückender scharfen büß - zuchr, welche ein jeder übermeynung nach, ausüben soll, die maas in M
ten, daß verschiedene derselben , und nahmenmw 11A .Wris ,sich dadurch das leben verkürtzt haben; g EE,darüber von ihren gegnern Rigonsten gsnenn"- ^büß - Übungen wurden insonderheit in und um W > xENonnen - kloster, welches Port - Royal cie8 Lna ireu M
trieben , bis solches wegen immerwahrem^^piidas formular zu unterschreiben , auf befthl ^ ^ SA ian. 1709. niedergerissen wurde. ( SieheDa nun diese streitigkeit unterdrückt zu seyn lev' xiean. 171;. mit noch mehrerer Heftigkeit aus,bulle VMenitu8 von Elemente XI. bermw 0( Siehe hiervon unter IMI6IMITV8.) Es figser fache unzehliche schriften in die weit qeflogeu^^lli^ss,sürnehmsten: , üilloiie senersle uu ; §
kiikoir- äe8V. kroi)°6tion8 äe EL. «kilkoris ^snlenilmi. ssi. ^
^or<^ /ki'MV « /'^/ssor>e ^r, fsck- ^
instit. bilkoriL Lkrilt. recentiori8, stec.
- s-Ll.»W
Iansemus, (Cornelius) Bifthoff sil
Hülst in Flandern gebohren, und tractirte am ^ ck L
dien unter dem EligioHouchario. Hieraus v» §iicyLoven , allwo er 2. jähr die PhilosophieLatenuschen, Griechischen und Hebraifchsssl^ 1»sie setzte. Nach diesem legte er sich gantz am ^
che er auch zu Tungerlo in der Prämonstralenst^ ^ P 4^,!bant in die 12. jähr erkläret hat. Von dar w» ^zu Cortrych, und als er zurück nach Loven kamdas LolleZium Tbeologorum daselbst flesetzh ' j;.zu St. Jacob, und von dem Könige Pb^Ajo na<MVÄ>^nebst dem Michaele Bajo und Johanne HU erstell^ tAckschickt , nach seiner rückkunft an. 1567. z>-M er^ sigck ^Gent ernennet, und von Pio IV. bestätig^' „js,april an. r,? 6 . und es that ihm Pet^sBischoff zu Ypern wurde , die lerch - rede,
Jansenii schriften zusammen drucken lastU^b^Lommentatü in Loncoräism so rotsm