Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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von Portugallan. r?8o. erfolgtem tobe sich dieses Königreichsbemächtiget, und die Holländer wider ihn revoltirt hatten,verbot er selbigen ihre bisherige schif-fahrten nach Lilabon, all-wo sie die Indianischen waaren abgeholet, und werter verfuhrthatten. Dieses bewog die Holländer , daß sie an. 159;. vierschiffe um Africa herum nach Ost-Indien schickten , und als lei-dige mit reicher ladung wiederum zurück kamen , wurden baldmehr schiffe ausgeschickt, welche die Spanier und Portugiesendaselbst vertrieben , und sich vest zu setzen anfiengen. AIs der-gestalt alles glücklich von statten meng , wurde an. 1602. dieOst-Indianische Compagnie gestiftet, worauf sie an. 1607.Iacatra eroberten, und darauf an. 1619. die vestung Bataviaanlegten, welches nun der Haupt-sitz der Holländer in Ost-In-dien ist. Es bemüheten sich zwar die Holländer einen nähernweg in Ost-Indien über Nova Zembla auszufinden, konntenaber wegen des auf der sie häufig schwimmenden eifes nicht fort-kommen. Ihre religion und gottesdienst belangend, so sind dieeinwohner in Indien entweder gotzen-diener, Mahometaner,Juden oder Christen. Die Heydnischen gotzen-diener wohnenmeistentheils in dem südlichen theile von Indien, unter welcheneinige Gott anbäten , andere aber gar die teufe! verehren undihnen opfern, um dadurch ihre pcin, welche sie etwan zu ge-wartet, , zu vermindern. Insonderheit aber kommt das haupt-werck ihres aottesdienstes darauf an-, daß sie zwar viel 100. göt-ter anbäten, aber nur ein einiges göttliches wesen vor den Ur-sprung aller götter und anderer dinge halten, welches sie Jsparct-ta nennen, so nach ihrer spräche die Göttlichkeit heiffet. Diese,sagen sie, habe sich, als noch nichts erschaffen gewesen , in einey verwandelt, daraus Himmel und erde nebst allem, was darin-nen ist, hervor gekommen wäre. Nachmals sey etwas entstan-den , so sie Kiwekinga nennen, und in ihren Pagoden als gött-lich verehren. Vermittelst Dieses Kiwelinga sollen drey grossegötter ihren ansang genommen haben , nemlich Bramma,Wischtnum und Ispara. Bramma soll alle dinge machen,Wischtnum soll sie regieren, und Ispara selbige wieder verder-ben ; von dem Bramma sagen sie, daß er ein menschlich Wesenhabe mit vier Häuptern, und daß er den menschen vier büchervon dem gottesdienste hinterlassen. Jedoch wird Ispara vor dengrösten gott gehalten, welcher mit ;. äugen und auf beydenseilen mit 16. Händen abgebildet wird, an seinem halse hangeteine schelle, an der stirn hat er einen halben' moud, und ist mitschlangen und tiegern bekleidet. Von seiner gröffe sagen sie, daßselbige alle 7. Himmel über sich und alle 7. weite unter sich be-greiffe. Ferner glauben sie die sortwauderung der seelen auseinem leibe in den andern, und tragen eine grosse forcht gegenalle lebendige dinge, sonderlich gegen kühe und ochsen. Siehaben auch eine gewisse art von Mönchen, welche immerfortin einer sonderlichen Positur sich finden lassen, z. e. daß sie ihrearme nach dem Himmel aufgehoben, oder crcutzweise halten rc.Es wird vorgesehen, daß St. Thomas daselbst das Evangeliumgeprediget habe, weswegen sie auch die Indianischen ChristenSt. Thomas - Christen nennen. Sie erzehlen sehr wunderbaredinge von ihm , welche in ihren jahr-büchern beschrieben seynsollen, und von kleinen Andern in Malabar in der gemeinenspräche gesungen werben. Maffäus meldet, es sey des H. Tho-mas cörper zu Maliapour, in einer alten eingegangenen Arche,so vormals ihm zu ehren erbauet gefunden worden , von wan-nen man ihn nach Goa gebracht, und in eine prächtige Archedaselbst gelegel. Andere aber wollen sagen, als habe St. Bar-thdlomaus das Evangelium daselbst geprediget. In dem 111 .I^culo soll Pantänus, welcher aus einem Stoischen ?tüloiopkoein eifriger Verfechter des Christlichen glaubens worden, von demBischosse Demetrio von Alexandrien dahin geschickt worden seyn,«m das Evangelium zu predigen. Zu Kaysers Constantinides grossen zeiten reisete Meropius von Tyro mit zweyen sei-ner vettern , nahmentlich Aedesius und Frumenttus, als kauf«Ieuth?in Indien, deren der erstere darinnen umkam, die 2. an-dern predigten das Evangelium daselbst, und es wurde vorge-geben , daß als sie wieder in ihr vatterland zurücke gekommen,habe Athanasius den Frumenlinm zum Bischbffe von Indiengemacht, und ihn nebst einigen zugegebenen Priestern wiederzurücke geschickt. Der Heydnischen gotzen-diener in Indien sindweit mehr als der Mahometaner, und zwar giebt es deren vor-nemlich siebenerley arten, welche sind: die Bramins, Ketris,Naspoutes, Benjans, ,Joques, Charades, Vertens und Ta-quirs; die Bramins rühmen sich der alten Brachmanen , bä-ten einen sonderbaren gott an , den sie Parabram nennen, undvor den Ursprung aller dinge, also vor den schöpfer der gantzenweit erkennen. Sie sagen, daß er drey söhne habe, welcheaber nur eine einige gottheit ausmachten. Dahero trägt einjeglicher Bramin eine in drey theile unterschiedene binde. Dar-neben tragen sie turbans auf den köpfen, zwey Hemden, dereneines bis an die knie, und das andere noch ein wenig hinunterreicht, und rothe schuhe. Sie legen sich sehr auf die Mathe-matic, und haben zu dem ende eine berühmte schule in der stadtBenarez, jedoch gehet ihr vornehmstes üückium dahin, daß siedie sonnen - und mond - finsternisse ausrechnen. Das gemeinevolck hält diese Bramins vor so heilige leuthe, daß sie selbige nichtallein zu führen, in der religion gebrauchen, sondern ihnen auchöfters das weltliche regiment anvertrauen. Die Raspoutes wer-den von einigen mit unter die Banjans gerechnet, gehören zuder stete von Samarath, und glauben mit ihnen die fortwan-derung der stelen. Sonderlich aber geben sie vor, daß die seelen

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der mensche» in die leider der vögel fahren, welche AÄnvlfren freunden das ihnen bevorstehende gute oder boft po-len. Daher kommt es, daß sie auf den gesang und Mgel fleißig acht haben. Sie pflegen Waffen zu gebrauch»'^ ^denn auch das Wort ralpome eigentlich so viel HE'kriegerischer mann. Die Ketris oder Katris essendige thiere, ausgenommen kühe und ochsen, undgehcnds kaufleuthe. Die Banjans sind mehrenthens Aeund mäckler, worinnen sie den Juden nichts nachgeo^E»leben von reis, butter, milch, obst, kräutern, eMS ,fachen und brodte, und pflegen sich alle tage zweyEI?, Jo-den , um dadurch vor ihre fünde genug zu thun.gos oder Ioguis sind gleichsam pilgrame oder genm" .Mbcrs-leuthe, die aus einem Königreiche in das ande , ^und sich allemal heiße länder und einsame örter erwelM ,leben von alimosen, und werden vor sehr heilig geh"", sich,sie viel zeit mit strengen fasten zubringen. Etliche h§u ,,aE'jähre lang bey den thüren der tempel auf, sind gEMleiden alles ungemach von sonne, wind und stürm,von dar niemals weg , als wenn sie ihre nothdurft ^ EJedoch sind die meisten grosse betrüger, und mache" ZM'ihre scheinheiligkeit bey andern ein sonderliches ansE"' stM-sie aber gewisse jähre in solcher strengiqkeit zugebram^Msie zu grossen ehren gezogen, und dürfen alsdannlasier frey ausüben. Sie haben einen gewissen ^sich, den sie jährlich in einer allgemeinen versau"^ MLwehlen. Die Charades oder Svudras sind kriegertt^sie -wie die Raspoutes, jedoch mit diesem unterscheide,allezeit zu dem fuß-volcke halten , gleichwie

zu dem fuß-volcke halten , gleichwie die ^zur reuterey. Die Vertens leben in einer gemeww, .sich wie die Mönche, halten freywilliqe armuth " E-daß sie nichts als die überbliebenen stücken, so " Mleuthe tische kommen, essen. Sie wollen durch"" -,-eI^i,das ein leben hat, gemessen, daher sie auch allEwasser trincken , weil sie sich einbilden, dasleben , wollen es also nicht eher trincken , sie 'durch das feuer vertilget worden. Dahero haben>lezeit, wann sie gehen, einen kleinen desen inwomit sie den weg kehren, damit sie nicht etwahen einen kleinen wurm zertreten mögen. Sie jht ^

kleidet und mit blossen köpfen. Darneben beschenkest ßoder raufen vielmehr die haare gantz aus, und <0keuschheit. Die Faquirs sind eine art Mönche, "ssI zg A»,leben. Sie pflegen fast niemals auf etwas anveals auf einem dicken seile, welches so hänget, dav^pB /darauf reuten können. Die Mahometaner sindChiais unterschieden, deren jene der stete des Ab"". vst ÄFdiese des Ali zugethan sind. Der grosse Mogol u" 7 ,js,an seinem Hofe halten es meistentheils mit den ^ iAVmit den Türcken übereinkommen. Hingegenleuthe in seinem lande, wie auch unter den Ah>as^baren Fürsten, die sich zu den Chiais bekennen. -^<§ E PCatholische religion ist hier nicht im schwängeeinigen Europäischen kaufleuthen und etlichen M'Enach Siam oder an andere Indianische örter rem'^ W ^

cls Inclis. f'l-r/.

O/o,',«/, äs rebur Rmanuelis Lortugslli«

, voriges. ^

rigues für äivsrr fujets , die <M. 1707. zugekommen, p. 257. leg. furios

elvilk.sstkÄ

auch MV 10 LTL 8 , waren

ner in Spanien, die heut zu tage in Lampo» MiFürstenthum Catalonien, an den FranzoWen M,hckbey der Grasschafft Roußillon wohnen. <§>.e v"! dss >'men von der stadt Jndice, deren Strabo sEstlbsten gedencket. /klares r, r

cielices x. 6i8- * Ä^

INVILHO, ist, wenn den unterthanen ^ec ck^stiAdaß sie ihre gaaben abtragen sollen. Hernach, beo,^ genne zeit von 15. jähren, woher aber diese denen' habAstL,und ob man in solcher zeit die gaaben abgetras daß^Mkönnen die Gelehrten nichts gewisses sagen, pje Eß,gemein sagt, Augustus habe sie aufgebracht," solEpUnterthanen alle 5. jähr ihre gaaben abtE'^ ew °noch nicht bewiesen. So viel ist gewiß , chckio" §stantini N. zeiten von an. ;i2. oder z iz-len angefangen. Man hat aber dergleichen M' FFley arten : Lonstantinopolirana fängt vorn f ttv'^st«'FAniana oder LKÜrrea den 24. sept. konü^cl . je zu "i.jan. zu zehlen an. Welches in der Chr?« einvielerley scrupel verursachet, weil die Pap>" ^samer als jene zehlet. ?««««,«,, MV

II. 2. 9;. ttrr/c«,, lib. VOLLL 1 .IV.

1 ^ 016^8 VII, hiessen bey den A ^

götter, welche in Italien geivohnet Pnbe»^jehes A sLFals götter angenommen worden, von mau, M yicksten Lateinern so viel als in bedeutet, ""^,§0 ^oft heißet, wohnen. Festus erinnert, "Äfft ^götter insgemein also genennet, deren e>ge^^ 0nach dem damaligen aberglauben nrcy»